Landfrauenküche – Staffel 20
155. Landfrauenküche (1)
Staffel 20, Folge 1
.Bild: SRF 1Auf der Sackweid bei Obernau LU lebt Landfrau Claudia Kilchmann mit ihrem Mann Ruedi, den fünf Kindern und ihren Schwiegereltern unter einem Dach. Vier der Kinder gehen bereits zur Schule, die vierjährige Sarah ist noch zuhause. Entsprechend lebhaft beginnt der Tag: Kinder wecken, Frühstück, Schulstart – und mittendrin Sarah, die Claudia durch den Alltag begleitet. Claudias Hauptaufgabe ist die Familie. Gleichzeitig ist sie eng in den Hofalltag eingebunden. Auf dem Betrieb leben rund 40 Milchkühe und 30 Stück Jungvieh. Claudia hilft dort mit, wo sie gebraucht wird. Auch die Kinder packen auf dem Hof mit an. Für Claudia gehört das selbstverständlich zum Aufwachsen auf einem Bauernbetrieb.Dazu hat sie ein eigenes Standbein aufgebaut. Seit rund einem Jahr betreibt Claudia eine kleine Backstube auf dem Hof, in der sie Brot und Joghurt produziert. An Backtagen beginnt ihr Arbeitstag schon um drei Uhr, während der Rest der Familie noch schläft. Überhaupt gehören für Claudia Backen und Kochen zu den liebsten Aufgaben im Alltag. Normalerweise mag sie es unkompliziert und traditionell – ideal für den Mittagstisch mit sieben Familienmitgliedern. Für ihr Landfrauen-Menu greift Claudia aber etwas tiefer in die Trickkiste. Dort will sie auch mit Honigwaben auf gefrorenen Steinen oder Randencarpaccio experimentieren. Für den grossen Abend hat Claudia einen besonderen Ort ausgewählt. Die Landfrauen essen nicht im Wohnhaus, sondern in der alten Scheune, die für den Anlass extra hergerichtet wird. Damit die frisch angerichteten Teller dort auch sicher ankommen, ist Improvisation gefragt: Claudias Mann Ruedi balanciert sie auf einem grossen Brett quer über den Hof bis zu den Gästen – falls nicht vorher einer herunterfällt. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 30.10.2026 SRF 1 156. Landfrauenküche (2)
Staffel 20, Folge 2.Bild: SRF 1Am Rande des autofreien Dorfes Braunwald liegt der Hof «Tschudiberg» der Familie Streiff. Sie betreibt Milchwirtschaft und Rinderaufzucht. Im Sommer ist der Stall hier leer, die Tiere sind auf der Alp oberhalb von Braunwald. Auch der Lebensmittelpunkt der Familie ist dann dort oben.Landfrau Margrit ist auf einem Pachtbetrieb im Kanton Luzern aufgewachsen und hat schon als Kind auf der Alp der Familie Streiff Ferien gemacht. Sie hat überall mit angepackt, weil sie Freude an der Arbeit mit den Tieren hatte und Bäuerin werden wollte. Jakob, oder Köbi, wie der Sohn der Familie Streiff von allen genannt wird, ist ihr lange nicht aufgefallen, erst, als sie längst ein Teenager ist. Obschon Köbi 14 Jahre älter ist, verliebt sie sich in ihn: «Er hat mir einfach gefallen», sagt sie noch heute mit einem Strahlen im Gesicht. Auch Köbi verliebt sich und sie heiraten, trotz Widerstand und Bedenken aus dem Umfeld. Margrit ist 19-jährig, Köbi 33 Jahre alt. Der Altersunterschied kümmert die beiden nicht. Sie gründen eine Familie, haben fünf Kinder und betreiben den Hof und die Alp in Braunwald. Während Köbi jetzt auf seine Sechzig zu geht und langsam an die Übergabe des Hofes denkt, steht Margrit mit 45 Jahren mitten im Leben. Der Altersunterschied stellt sie bald vor eine neue Herausforderung. «Ich will mit Köbi alt werden», meint Margrit dazu und Köbi denkt, dass es das Wichtigste sei, dass man sich gern habe. Pläne für die Zukunft machen sie noch keine und arbeiten weiter, denn zu tun gibt es immer viel. Zur Alp der Familie gehört seit 2009 eine Käserei. Das ist Margrits Reich. Aus der Milch der Kühe stellt sie Käse, Butter und Rahm her. Zutaten, die auch in ihrem Menü für die Landfrauen Einzug finden werden. Nach dem Käsen auf der Alp geht’s zurück ins Tal, Margrit hilft beim Heuen und den Arbeiten rund um den Hof. Am Abend fährt sie mit der ganzen Familie zurück auf die Alp, treibt die Kühe ein und hilft im Stall beim Melken. Für die Vorbereitungen des Landfrauenessens muss sie sich Zeit freischaufeln. Das Menü, das sie kochen will, soll bodenständig sein und ihr entsprechen. Zur Vorspeise gibt es einen Käse-Schinken-Krapfen mit Salat. Der Käse kommt von der Alp, die Alpbutter wird im Blätterteig des Krapfens sein, auch im Glarnerbeggäli zum Dessert steckt Alpbutter. Der Alprahm ist die Basis des Heidelbeerparfaits beim Dessert. Zum Hauptgang gibt es Saftplätzli vom eigenen Kalb. Das Schmorgericht wird die Bäuerin aus der Ruhe bringen: Weil das Kalb im Sommer mit den Kühen auf den Weiden herumsprang, ist das Fleisch anders als herkömmliches Kalbfleisch und Margrit weiss nicht genau, wie lange sie es schmoren lassen soll. Ob sie es auf den Punkt bringen wird? (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 06.11.2026 SRF 1 157. Landfrauenküche (3)
Staffel 20, Folge 3.Bild: SRF 1Sonja Rutz geht gerne eigene Wege. Gemeinsam mit ihrem Mann Hanspeter und den drei Kindern Ladina, Isabelle und Damian bewirtschaftet sie einen Hof in der Zentralschweiz. Während Hanspeter im Sommer den Alpbetrieb auf der Seebodenalp führt, kümmert sich Sonja zu Hause um den Hof und die Familie. Im Winter wechseln die beiden ihre Aufgaben: Dann arbeitet sie als Pflegefachfrau, während er sich um Haus und Hof kümmert. Eine Aufgabenteilung, die vielleicht nicht alltäglich ist, für die Familie Rutz aber bestens funktioniert.Zum Betrieb gehören neben Rindern auch 22 Lamas. Mit ihnen bietet die Familie Trekkingtouren an. Besonders beliebt sind die Ausflüge in den Abendstunden, wenn die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet und den Vierwaldstättersee in warmes Licht taucht. Für ihren Landfrauenabend auf der Seebodenalp setzt Sonja auf Zutaten aus dem eigenen Garten, auf Wildpflanzen und auf ungewöhnliche Ideen. Beim Hauptgang erhält sie Unterstützung von ihrem Vater Karl Hediger, einem bekannten Wetterschmöcker. Gemeinsam fällen sie eine Fichte für ein besonderes Sägemehl, das bei der Zubereitung des Rindsfilets zum Einsatz kommt. Das Resultat sorgt am Tisch für Rätselraten. Die Landfrauen schmecken, diskutieren und suchen nach Hinweisen. Doch wer kommt dem geheimnisvollen Aroma auf die Spur? Auch beim Dessert beweist Sonja Mut zu aussergewöhnlichen Zutaten. Mit Sauerklee aus dem Wald bringt sie eine Pflanze auf den Teller, die dort nur selten anzutreffen ist. Ob sie damit den Geschmack ihrer Gäste trifft? Zwischen Hofalltag, Alpbetrieb und Familienleben bleibt Sonja Raum für kreative Ideen. Für ihren Landfrauenabend verbindet sie Vertrautes mit Unerwartetem und sorgt damit für manches Rätsel am Tisch. Ob ihre ungewöhnlichen Zutaten die Landfrauen überzeugen, wird sich zeigen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 13.11.2026 SRF 1 158. Landfrauenküche (4)
Staffel 20, Folge 4.Bild: SRF 1Monika Kern kümmert sich um ihre vier Kinder Alina (7), Linnea (5), Ladina (4) und Theo (2). Ihr Mann Christian führt den Landwirtschaftsbetrieb mit 100 Muttersauen, 60 Milchkühen, 10 Mutterkühen, Ackerbau und rund 30 Mostobstbäumen. Für diese Rollenverteilung haben sich die beiden bewusst entschieden. Beide sind selbst in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen.Die 36-Jährige setzt auf Bodenständigkeit statt auf digitale Trends. Auf Social Media verzichtet sie bewusst: «Ich würde mich zu sehr mit anderen vergleichen.» Ihre Prioritäten liegen bei der Familie und beim Kochen. Dabei soll das Essen nicht nur satt machen, sondern auch Freude bereiten. «Mir ist lieber, die Kinderzimmer sind einmal nicht so sauber, als dass unser Angestellter und unser Lehrling sagen, das Essen sei nicht gut.» Trotz vollem Familienalltag nimmt sich Monika Kern regelmässig Zeit für sich. Einmal pro Woche verbindet sie Pilates, Turnverein und geselliges Beisammensein an einem Abend. «Da kann ich abschalten und bin einfach mal nur für mich», sagt sie. Diese Auszeit gibt ihr Energie für den Alltag auf Hof und Familie. In der 20. Staffel der «Landfrauenküche» präsentiert die ehemalige Thurgauer Apfelkönigin (2014/15) ihr Können am Herd. Ihr Trumpf: der Apfel und das Krönchen. Beide ziehen sich wie ein roter Faden durch ihr Menu. Zum Auftakt serviert sie ein Rindstatar mit Apfel. Als Hauptgang folgt ein Schweinsfilet-Medaillon an Thurgadossauce mit hausgemachten Knöpfli und saisonalem Gemüse. Doch ausgerechnet beim Hauptgang gerät die Perfektionistin unter Druck. Die Kerntemperatur des Fleisches steigt langsamer als geplant, Minute um Minute verstreicht. Während sie versucht, die Beilagen warmzuhalten, schickt sie ihren Mann zu den Landfrauen, um diese bei Laune zu halten. Kommt ihr Hauptgang noch rechtzeitig und vor allem warm auf den Teller? (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 20.11.2026 SRF 1 159. Landfrauenküche (5)
Staffel 20, Folge 5.Bild: SRF 1Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in Brünisried. Bereits während ihrer Oberstufenzeit in Plaffeien fiel ihr Blick auf Manuel, einen Bauernsohn aus dem Nachbardorf Oberschrot. In einem Fastfood-Restaurant machte es schliesslich endgültig Klick. Die vergangenen zwei Jahre haben Angélique gelehrt, dass sich nicht alles im Leben planen lässt. Gesundheitliche Probleme ihres jüngsten Sohnes sowie ihres Mannes stellten den Familienalltag zeitweise auf den Kopf. Plötzlich standen andere Dinge im Vordergrund als Alltag, Hof und Verpflichtungen. Die Erfahrungen haben sie gelehrt, Hilfe anzunehmen, Prioritäten neu zu setzen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.Kraft schöpft die Senslerin aus ihrem Optimismus, dem starken Rückhalt ihrer Familie und dem Zusammenhalt über mehrere Generationen hinweg. Auf dem Grundberg ziehen alle am gleichen Strick. Für die «Landfrauenküche» wurde Angélique von Bekannten angemeldet. Sie fanden, es sei höchste Zeit, ihre Abenteuerlust wieder zu wecken und ihr eine besondere Erfahrung zu ermöglichen. Am meisten freut sie sich auf die Begegnungen mit den anderen Landfrauen. Als Spitzenköchin sieht sie sich nicht. Vielmehr versteht sie sich als Gastgeberin aus Leidenschaft. Auf ihren Tisch kommen Gerichte, die zu ihrem Leben passen: bodenständig, unkompliziert und mit viel Herz zubereitet. Am Kochtag zeigt sich jedoch auch ihre ehrgeizige Seite. Angélique möchte, dass alles gelingt, und gerät zwischendurch unter Druck. Schmunzelnd erinnert ihre Mutter Bernadette Müller, die ihr als Kochhilfe zur Seite steht, daran: «Man kann nicht immer alles perfekt lösen. Man macht das Nötigste oder versucht, das Beste daraus zu machen.» Ob genau diese Mischung aus Herzlichkeit, Bodenständigkeit und Ehrgeiz am Ende zum Erfolg führt, zeigt die Finalsendung vom 18. Dezember. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 27.11.2026 SRF 1 160. Landfrauenküche (6)
Staffel 20, Folge 6.Bild: SRF 1Auf dem Hof von Miriam Bienz und ihrem Mann Peschä dreht sich vieles um Kürbisse. Rund 80 verschiedene Sorten wachsen auf den Feldern der Familie in Gerzensee BE. Daneben gehören zwölf Mutterkühe mit ihren Kälbern zum Betrieb. Gemeinsam mit ihrer elfjährigen Tochter Ida leben die beiden nach dem Motto: Das Leben darf anstrengend sein, aber es soll auch Freude machen.Miriam Bienz ist nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen. Die gelernte Damenschneiderin fand als Quereinsteigerin ihren Weg in die Landwirtschaft. Die Bernerin spricht offen über ihre Spiritualität. Dabei möchte sie nicht in eine Schublade gesteckt werden. «Ich will nicht als esoterische Tante bezeichnet werden», sagt sie und lacht. Für sie hat Spiritualität wenig mit Räucherstäbchen und viel mit Selbstreflexion zu tun: «Spiritualität ist für mich, sich mit dem eigenen Geist auseinanderzusetzen. Das kann man überall. Das ist deine Essenz.» Auf ihrem Hof organisiert Miriam regelmässig sogenannte Hof-Treffs. Die Zusammenkünfte richten sich besonders an Frauen aus der Landwirtschaft. Sie schafft einen Raum, in dem Sorgen, Herausforderungen und persönliche Themen offen angesprochen werden können. Für Miriam ist klar: Wer täglich Verantwortung für Familie, Tiere und Betrieb trägt, sollte auch auf die eigene Seele achten. Ihre besondere Beziehung zur Natur zeigt sich auch im Umgang mit ihren Kürbissen. «Ich rede auch mit den Kürbissen und frage, wie es ihnen geht», erzählt sie. Was für die einen ungewöhnlich klingt, gehört für Miriam zum achtsamen Umgang mit ihrer Umwelt. Wie wichtig es ist, auf sich selbst zu hören, wurde auch ihrem Mann Peter nach einem schweren Schicksalsschlag bewusst. Das einschneidende Erlebnis veränderte seine Sicht aufs Leben grundlegend und bestärkte das Paar darin, bewusster zu leben und den schönen Momenten mehr Platz zu geben. In der 20. Staffel von «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» öffnet Miriam Bienz die Türen zu ihrem Hof und gewährt einen Einblick in ihren besonderen Alltag zwischen Mutterkühen, Kürbisfeldern und persönlicher Weiterentwicklung. Ob es der lebensfrohen Bernerin gelingt, die anderen Landfrauen auch kulinarisch zu begeistern? (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 04.12.2026 SRF 1
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