TV-Stars, von denen wir 2020 Abschied nehmen mussten

    Erinnerungen an herausragende Fernsehschaffende

    Ralf Döbele – 31.12.2020, 09:00 Uhr

    Auch 2020 verließen wieder herausragende Fernsehschaffende endgültig die Bühne. Mit ihrem Arbeits- und Lebenswerk hatten sie ihr Publikum oft über mehrere Zuschauer-Generationen hinweg geprägt. Sie leisteten Pionierarbeit im Nachrichtengeschäft, lieferten herausragende Unterhaltung über Jahrzehnte hinweg, gingen für uns alle auf Verbrecherjagd oder definierten das, was eine Frauenfigur in Serien ausmachen kann, ganz neu. Noch wichtiger: Immer wieder waren sie gern gesehene Gäste in unseren Wohnzimmern. Auf den folgenden Seiten möchten wir an einige von ihnen erinnern.

    Abschiede 2020
    Veronika Fitz (* 28. März 1936 † 2. Januar 2020) BR

    Sie war jahrzehntelang eine beliebte Volksschauspielerin und zugleich Bayerin mit Leib und Seele. Anfang des Jahres verstarb Veronika Fitz nach langer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren im oberbayerischen Bad Aibling. Bekannt wurde Fitz vor allem durch ihre Titelrolle Martha Haslbeck in der Fernsehserie „Die Hausmeisterin“ des Bayerischen Rundfunks. Aber auch als Agnes Oberauer in „Ein Bayer auf Rügen“ eroberte sie sich eine große Fangemeinde. Bis 2002 kamen auch noch längere Engagements in den Arztserien „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“ und „Tierarzt Dr. Engel“ hinzu.

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    Joseph Hannesschläger (* 2. Juni 1962 † 20. Januar 2020)

    Mehr als 300 Fälle klärte er mit bayerischer Gelassenheit auf. Joseph Hannesschläger war über Jahre hinweg das Gesicht der „Rosenheim-Cops“ im ZDF. In „Forsthaus Falkenau“ erhielt er Ende der 1990er Jahre den wiederkehrenden Part des Toni Karger, den er bis 2003 in 22 Folgen verkörpern sollte. Außerdem war er in Filmen wie „Bandits“, „Die Apothekerin“ und „Der Schuh des Manitu“ zu sehen. Daneben trat er auch als Kabarettist auf und hatte seine eigene Band Discotrain.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de ZDF/Bojan Ritan

    Honor Blackman (* 22. August 1925 † 5. April 2020)

    Ihr Name als Bond Girl schenkte ihr immer wieder ungläubige Blicke – und genau das mochte sie daran. Honor Blackman wurde weltberühmt als Pussy Galore aus dem dritten James-Bond-Film „Goldfinger“. Bereits zuvor hatte sie sich als schlagfertige Cathy Gale aus „Mit Schirm, Charme und Melone“ ein Millionenpublikum erobert. Insgesamt war Blackman acht Jahrzehnte lang als Schauspielerin aktiv.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de Eon Productions Ltd.

    Ulrich Kienzle (* 9. Mai 1936 † 16. April 2020)

    Als Moderator des ZDF-Politikmagazins „Frontal“ schrieb Ulrich Kienzle Fernsehgeschichte. Dort lieferte er sich fast ein ganzes Jahrzehnt lang brisante Wortduelle mit seinem konservativen Kollegen Bodo H. Hauser. Bereits zuvor war Kienzle als Nahost-Experte eine bekannte Persönlichkeit geworden. Seine Karriere als Fernsehjournalist begann in der ARD, wo er als Chef die „Abendschau Baden-Württemberg“ leitete und schließlich zehn Jahre lang die Geschicke von Radio Bremen als Fernseh-Chefredakteur lenkte.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de ZDF/Svea Pietschmann

    Brian Dennehy (* 9. Mai 1936 † 16. April 2020)

    Groß, breitschultrig und ein Blick, der sein Gegenüber in Grund und Boden brennen konnte – das war Brian Dennehy. Der bekannte Charakterdarsteller war in seiner Schauspielkarriere, die fünf Jahrzehnte umfasste, in zahllosen bekannten Kultfilmen und -serien zu sehen, wie „Der Bauch des Architekten“, Baz Luhrmanns „Romeo und Julia“ oder als rücksichtsloser Staatsanwalt Jake Dunham in „Der Denver-Clan“. Aber auch als Bühnen-Star machte Dennehy immer wieder von sich reden und wurde zwei Mal mit einem Tony als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet: für die Klassiker „Tod eines Handlungsreisenden“ und „Eines langen Tages Reise in die Nacht“.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de 20th Century Fox

    Ron Holzschuh (* 20. November 1969 † 27. April 2020)

    Als Bernd von Beyenbach mischte er die „Verbotene Liebe“ auf und versetzte seine Familienmitglieder mitunter in Angst und Schrecken. Auch danach war Ron Holzschuh immer wieder im Soap-Universum zu Hause. So spielte er von 2009 bis 2010 als Toni Montana in der Sat.1-Serie „Eine wie keine“ mit. Im November 2010 hatte er einen Gastaufritt bei „Anna und die Liebe“ und im Januar 2014 absolvierte er Auftritte bei „Unter uns“. Seit 2019 gehörte Holzschuh dann als machtbesessener Niclas Nadolny zum festen Ensemble des RTL-Dauerbrenners „Alles was zählt“. Er verstarb im April überraschend nach schwerer Krankheit.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de TVNOW/Julia Feldhagen

    Sam Lloyd (* 12. November 1963 † 30. April 2020)

    Seit 2001 war Sam Lloyd als überforderter Rechtsbeistand am Sacred Heart Hospital in der Kult-Comedy „Scrubs“ zu sehen. Von niemandem ernst genommen, wurde er vor allem von den Ärzten Kelso (Ken Jenkins) und Cox (John C. McGinley) herumgeschubst. Plötzliche Ohnmachtsanfälle und ausufernde Schweißausbrüche kennzeichneten die Figur anfangs. Später erhielt Ted durch eine romantische Handlung und die A-capella-Gruppe The Worthless Peons mehr Profil – das Gesangsquartett war in Wahrheit eine echte Gruppe, mit der Lloyd auftrat. Die Rolle als Ted Buckland füllte Lloyd daneben auch noch in einem Handlungsbogen von „Cougar Town“ aus, das ebenfalls von Bill Lawrence produziert wurde. Lloyd verstarb an den Folgen einer schweren Krebserkrankung.

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    ABC Studios

    Sabine Zimmermann (* 22. Juli 1951 † 1. Mai 2020)

    Als Moderatorin und Produzentin prägte Sabine Zimmermann über Jahrzehnte hinweg den ZDF-Fahndungsklassiker „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Ab der 200. Sendung im November 1987 präsentierte sie an der Seite ihres Vaters Eduard Zimmermann die Personenfahndungen. Auch unter dessen Nachfolger Butz Peters blieb Zimmermann dem Fahndungsklassiker als Co-Moderatorin bis Ende 2001 treu. Ab 1998 warnte sie dann auch in „Vorsicht, Falle!“ vor „Neppern, Schleppern und Bauernfängern“. Parallel dazu profilierte sich Zimmermann in den 90ern mit ihrer eigenen Firma Crime TV als Produzentin und verwirklichte für Sat.1 die Kriminal-Formate „K – Verbrechen im Fadenkreuz“ und „Verbrechen, die Geschichte machten“. Ab 1998 fungierte sie dann auch als Produktionsleiterin für „XY“ und zeichnete dort bis 2010 für die Herstellung der Filmbeiträge verantwortlich.

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    ZDF/Hermann Roth

    Jerry Stiller (* 8. Juni 1927 † 11. Mai 2020)

    Mit seiner Rolle als Frank Costanza in der enorm erfolgreichen Comedy „Seinfeld“ erreichte er Kultstatus. Jerry Stiller spielte den Vater des von Jason Alexander gespielten George Costanza. Dem jüngeren und dem deutschen Publikum war Stiller als Arthur Spooner, der eigenwillige Vater von Carrie (Leah Remini) in „King of Queens“, vertraut. Zwischen 1954 und ihrem Tod 2015 war Stiller mit Schauspielkollegin Anne Meara verheiratet, die hierzulande als Kate Tanners Mutter aus „ALF“ bekannt ist und mit Stiller auch in „King of Queens“ als romantisches Paar vor der Kamera stand. Das Ehepaar hatte zwei gemeinsame Kinder, die Schauspieler Amy und Ben Stiller.

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    Peter Thomas (* 1. Dezember 1925 † 17. Mai 2020)

    Mit Peter Thomas hat einer der bekanntesten Komponisten der Fernsehgeschichte die Bühne verlassen. Unter anderem schrieb er die Melodien für ganz 18 Edgar-Wallace-Filme, aber auch für die „Jerry Cotton“-Abenteuer und für die Kult-Sci-Fi-Serie „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“. Auch die Soundtracks der Durbridge-Mehrteiler „Die Schlüssel“ (1965) und „Melissa“ (1966) sowie der Straßenfeger „Babeck“ (1968) und „11 Uhr 20“ stammten aus seiner Feder. Markenzeichen von Peter Thomas war seine experimentelle Spielfreude: So ließ er Noten rückwärts spielen und mixte Beatmusik mit Märschen. Im „WWF Club“ war Peter Thomas Stammgast und komponierte aus den Geburtsdaten bestimmter Zuschauer einzigartige kurze Melodien, die er am Klavier zum Besten gab.

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    Linda Cristal (* 23. Februar 1931 † 27. Juni 2020)

    Als willensstarke Tochter eines mexikanischen Ranchers ging sie in die Seriengeschichte ein. Linda Cristal verkörperte vier Staffeln lang Victoria Cannon in dem Kult-Western „High Chaparral“, der ab 1969 auch sehr erfolgreich im ZDF lief. Wie Cristal in ihrer 2019 erschienenen Autobiografie „A Life Unexpected“ berichtet, stürmte sie kurzerhand in das Büro des Produzenten, nachdem sie einen Zeitungsbericht über das neue Projekt gelesen hatte. Tatsächlich gelang es ihr, dort zu überzeugen und so war Cristal vier Staffeln lang als temperamentvolle Victoria Cannon in dem Kult-Western zu sehen. Für diese Hauptrolle erhielt sie 1968 ihren zweiten Golden Globe sowie zwei Emmy-Nominierungen.

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    Gernot Endemann (* 24. Juli 1942 † 29. Juni 2020)

    Schauspieler und Synchronsprecher Gernot Endemann hat in zahlreichen Kultformaten seine Spuren hinterlassen. Als Sohn Rudi der von Inge Meysel verkörperten Käthe Scholz wurde er 1965 in der Serie „Die Unverbesserlichen“ bekannt, ab 1974 spielte er in der erfolgreichen Vorabendserie „Die Grashüpfer“ mit. Dem damals jungen und heute erwachsenen Publikum ist er aber vor allem als Schorsch aus der „Sesamstraße“ in guter Erinnerung geblieben. 1990 übernahm Kirsten Sprick die Rolle der Bettina, zusammen waren sie in knapp 700 Folgen bis 1999 neben Puppen wie Bär Samson, Vogel Tiffy, Eule Buh, Schnecke Finchen und Rumpel aus der Regentonne zu sehen.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.deFacebook/Gernot Endemann

    Tilo Prückner (* 26. Oktober 1940 † 2. Juli 2020)

    Als „Rentnercop“ Edwin Bremer spielte er sich in die Herzen zahlreicher Fans. Doch Tilo Prückner konnte bereits auf eine jahrzehntelange Karriere als Schauspieler und Kriminaler zurückblicken, als er begann, am ARD-Vorabend auf Täterjagd zu gehen. In den Gründungsjahren der „SOKO 5113“ ermittelte Prückner in den Folgen 10 bis 19 als Kriminalhauptmeister Günter Neubert, was ihm aber wahrscheinlich nicht so viele Fans einbrachte wie seine feste Rolle in der Kult-Krimi-Satire „Kottan ermittelt“ im ORF. Ab 1992 wurde er einmal mehr zum Kriminalhauptmeister, dem hypochondrischen Gernot Schubert, der in der ARD-Serie „Adelheid und ihre Mörder“ an der Seite von Evelyn Hamann zu sehen war. Ab 2001 ermittelte Prückner schließlich auch noch als Kommissar Eduard Holicek am Hamburger „Tatort“.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de ARD/Kai Schulz

    Diana Rigg (* 20. Juli 1938 † 10. September 2020)

    Unnachahmlich verkörperte sie eine der bekanntesten Figuren der Seriengeschichte. Diana Rigg wurde als Emma Peel in dem britischen Serienklassiker „Mit Schirm, Charme und Melone“ zu einem internationalen Star. Aber auch als spitzzüngige Lady Olenna Tyrell in „Game of Thrones“, eine Rolle, für die sie nochmal drei Gastdarsteller-Emmys abstauben konnte, wird sie vielen in bester Erinnerung bleiben. Zu weiteren bekannten Kult-Rollen gehörten die von Tracy Bond im 007-Abenteuer „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“, in „You, Me and the Apocalypse“ und sogar als sie selbst in „Extras“. Rigg verstarb im September im Alter von 82 Jahren.

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    Herbert Feuerstein (* 15. Juni 1937 † 6. Oktober 2020)

    Der Satiriker und Journalist Herbert Feuerstein prägte die deutsche Unterhaltungs- und Comedylandschaft in vielfältiger Hinsicht – nicht nur 20 Jahre lang als Chefredakteur des Satiremagazins MAD und Förderer des Late-Night-Talkers Harald Schmidt. Der Österreicher stand als Autor auch hinter Formaten wie der abgedrehten Sketchshow „Wild am Sonntag“, wurde aber einem breiten Publikum zunächst als festes Rateteam-Mitglied in der Spielshow „Pssst … “ bekannt, bevor er ab Dezember 1990 als Co-Moderator und Chefautor von „Schmidteinander“ tätig war. Als kongeniales Duo erlangten Schmidt und Feuerstein schnell Kultstatus – bis heute. Ebenfalls legendär ist Feuersteins Auftritt als Kidnapper von Mutter Beimer im Film „Entführung aus der Lindenstraße“. Neben seinen Aktivitäten fürs Fernsehen ging Feuerstein seiner Leidenschaft als Theaterschauspieler nach.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de WDR

    Stephan Orlac (* 1931 † 1. November 2020)

    Als ZDF-Familienoberhaupt ging er in die Seriengeschichte ein. Stephan Orlac war das Gesicht der Kultserie „Die Wicherts von nebenan“, wo er in 50 Folgen in vier Staffeln von 1986 bis 1991 das Familienoberhaupt Eberhard Wichert verkörperte. Seine erste durchgehende Serienhauptrolle spielte Orlac aber bereits von 1984 bis 1986 in der ARD-Serie „Eigener Herd ist Goldes wert“ an der Seite von Marie-Luise Marjan und Helmut Zierl. Parallel zu den „Wicherts“ war Orlac zwischen 1989 und 1990 auch in der ZDF-Serie „Wie gut, daß es Maria gibt“ mit Thekla Carola Wied zu sehen. 1994 übernahm er in der kurzlebigen ARD-Produktion „Blankenese“ ebenfalls eine durchgehende Rolle.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de ZDF/Screenshot

    Dietrich Adam (* 16. Oktober 1953 † 2. November 2020)

    Für „Sturm der Liebe“-Fans war Dietrich Adam vor allem der Hotelier und Maschinenbau-Unternehmer Friedrich Stahl, den er von Juni 2013 bis August 2017 in der ARD-Telenovela verkörperte. Noch viel länger stand der Schauspieler allerdings für die WDR-Serie „Die Anrheiner“ vor der Kamera. Mehr als 400 Folgen lang spielte er dort von 2000 bis 2011 Guido Voss. Danach begann Adams Siegeszug durch die Telenovelas. Zunächst spielte er in der ZDF-Serie „Lena – Liebe meines Lebens“ Severin von Krieger, 2012 dann den Reeder Jan Ahlsen in „Wege zum Glück – Spuren im Sand“, bevor er 2013 bei „Sturm der Liebe“ einstieg. Seine letzte große Hauptrolle hatte Adam in der ZDF-Serie „Tonio & Julia“, in der er von 2018 bis 2020 Julias Vater Xaver Schindel darstellte.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de ARD/Ann Paur

    Alex Trebek (* 22. Juli 1940 † 8. November 2020)

    Eines der bekanntesten Fernsehgesichter der USA hat die Bühne verlassen. Alex Trebek führte mehr als 35 Jahre lang durch die Gameshow „Jeopardy!“ und wurde auch international bekannt für sein sympathisches, seriöses und verbindliches Auftreten. Seit dem modernisierten Neustart von „Jeopardy!“ im September 1984 präsentierte Trebek die tägliche Gameshow und wurde für seine Moderation sieben Mal mit dem Daytime Emmy und einem Peabody Award ausgezeichnet. Aufgrund seiner Bekanntheit absolvierte er auch immer wieder Gastauftritte in bekannten US-Serien, wo er meistens sich selbst spielte. So geschehen bei „Akte X“, „Golden Girls“, „Baywatch“ oder „Orange is the New Black“. Alex Trebeks letzte „Jeopardy!“-Folge wurde in den USA nun am 25. Dezember ausgestrahlt.

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    Sony Pictures Television

    Geert Müller-Gerbes (* 18. September 1937 † 22. November 2020)

    Er war einer der Pioniere des RTL-Fernsehens. Am bekanntesten war Geert Müller-Gerbes als Gesicht der legendären Verbraucher-Comedy „Wie bitte?!“, die er von 1992 bis 1999 präsentierte. In der Sendung wurden von Zuschauern eingesandte Ärgernisse mit Behörden und Dienstleistungsfirmen in kleinen Sketchen nachgestellt. Müller-Gerbes erhielt durch die Sendung den Ruf des Anwalts der kleinen Leute und des „Rächers der Entnervten“. Bereits zuvor hatte er bei RTLplus die erste Hauptnachrichtensendung „7 vor 7“, ab 1985 die Talkrunde „Bonnfetti“ sowie ab 1988 „Die Woche – Menschen im Gespräch“ präsentiert. Später wechselte Müller-Gerbes zum WDR, wo er bis 2000 zusammen mit Sabine Scholt die „WDR-Talkshow“ moderierte.

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    Imago Images/Teutopress

    Karl Dall (* 1. Februar 1941 † 23. November 2020)

    Für Fernseh-Fans war es im November ein Schock: Mit Karl Dall hat einer der legendärsten deutschen Entertainer die Bühne für immer verlassen. Eigentlich sollte Dall in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ eine längere Gastrolle als Alt-Rockstar Richie Sky übernehmen. Doch von einem Schlaganfall während der Dreharbeiten erholte sich der 79-Jährige nicht mehr. Mit der Komödiantengruppe Insterburg & Co wurde Dall in den 1970er Jahren einem breiteren Publikum bekannt, bevor er dann als Filmvorführer und Spaßtelefonist in „Verstehen Sie Spaß?“, seinen eigenen Formaten „Dall-As“, „Jux und Dallerei“ und „Koffer Hoffer“ und als Mitglied der Panelshow „7 Tage, 7 Köpfe“ ein Millionenpublikum begeisterte. 2006 veröffentlichte der Komiker mit dem „hängenden“ rechten Auge (die Folge einer angeborenen Lidmuskelschwäche) seine Autobiografie mit dem Titel „Auge zu und durch“.

    Zum vollständigen Nachruf auf fernsehserien.de ZDF/Uwe Kielhorn

    Über den Autor

    Ralf Döbele ist Jahrgang 1981 und geriet schon in frühester Kindheit in den Bann von „Der Denver-Clan“, „Star Trek“ und „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Davon hat er sich als klassisches Fernsehkind auch bis heute nicht wieder erholt. Vor allem US-Serien aus allen sieben Jahrzehnten TV-Geschichte haben es ihm angetan. Zu Ralfs Lieblingen gehören Dramaserien wie „Friday Night Lights“ oder „The West Wing“ genauso wie die Prime Time Soaps „Melrose Place“ und „Falcon Crest“, die Comedys „I Love Lucy“ und „M*A*S*H“ oder das „Law & Order“-Franchise. Aber auch deutsche Kultserien wie „Derrick“ oder „Bella Block“ finden sich in seinem DVD-Regal, das ständig aus allen Nähten platzt. Ralf ist als freier Redakteur für fernsehserien.de tätig und kümmert sich dabei hauptsächlich um tagesaktuelle News und um Specials über die Geschichte von deutschen und amerikanischen Kultformaten.

    Lieblingsserien: Six Feet Under, Star Trek – Enterprise, Aktenzeichen XY … ungelöst

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Sean Connery + 31.10.2020
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      • (geb. 1980) am melden

        Im grossen und ganzen einverstanden mit der Liste. Aber wo Alex Trebek ist muss auch ein Regisseur Philbin genannt werden finde ich..

        Ruhet alle in Frieden und danke für die Unterhaltung!
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