Die 8 wichtigsten Serien im Oktober

    Vom „Billion Dollar Code“ bis „Blackout“, von der „Ibiza Affäre“ bis „Infiltration“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 30.09.2021, 18:30 Uhr

    Starten im Oktober 2021: „The Billion Dollar Code“, „Die Ibiza Afäre“ und „Blackout“ – Bild: Netflix / Sky / Joyn
    Starten im Oktober 2021: „The Billion Dollar Code“, „Die Ibiza Afäre“ und „Blackout“

    Mit einer Übersicht herausragender neuer Serien im Oktober 2021 versucht die fernsehserien.de-Redaktion, ein bisschen Ordnung ins Chaos der unterschiedlichen Sender im Free- und Pay-TV sowie der Streaminganbieter zu bringen.

    Alte Bekannte

    Neue Staffeln etablierter Serien

    Mit besonderer Spannung warten Fans von „Lucifer“ in Deutschland und Österreich auf den 25. Oktober, denn dann wird bei Prime Video endlich die sechste und abschließende Staffel der Serie veröffentlicht. Daneben dürften viele Zuschauer auf die Veröffentlichung der dritten Staffel von „You – Du wirst mich lieben“ warten, die am 15. Oktober zu Netflix kommt. Am 20. Oktober steht, auch bei Netflix, die Veröffentlichung der vierten Staffel von „Der Denver-Clan“ an, der ebenfalls viele Fans unter unseren Lesern zu haben scheint. Der 22. Oktober bringt die Deutschlandpremiere der zehnten Staffel von „American Horror Story“, die nach dem Ende des Pay-TV-Senders FOX Channel nun bei ProSieben Fun läuft.

    Doch von Anfang an: Am 3. Oktober wird nicht nur der Tag der Deutschen Einheit begangen, auch für Fans von „Bob’s Burgers“ ist es ein (kleiner) Feiertag: Die elfte Staffel kommt ins Free-TV zu Comedy Central. Die zweite – und letzte – Staffel von „The Walking Dead: World Beyond“ wird ab dem 4. Oktober bei Prime Video veröffentlicht – im wöchentlichen Rhythmus gibt es zehn neue Episoden. Auf einen Schlag wird hingegen die vierte und letzte Staffel von „On My Block“ bei Netflix freigeschaltet.

    Die dritte Staffel von „Hudson & Rex“ geht ab 5. Oktober bei Warner Serie an den Start. Am gleichen Tag setzt ZDFneo nach einer Ewigkeit seine Comedyserie „Nix Festes“ fort und im Ersten nimmt die „WaPo Bodensee“ ihren Dienst wieder auf. Bei der Ausstrahlung der kanadischen Sci-Fi-Serie „Continuum“ auf SYFY beginnt am 7. Oktober die zweite Staffel – im Free-TV war vor Ewigkeiten bei VOX nur die erste Staffel ausgestrahlt worden (Prime Video hat mittlerweile alle vier Staffeln veröffentlicht – SYFY ist aktuell ebenfalls dabei, alle vier Staffeln am Stück zu zeigen). Bei arte geht die Ausstrahlung der französischen Serie „Eine kleine Lüge“ in die zweite Staffel.

    Ebenfalls am 7. Oktober geht mit einiger Verspätung die zweite Staffel von „S.W.A.T.“ bei Nitro. an den Start. Die dritte Staffel der französischen Serie „Joint Venture“ wird am 8. Oktober bei Netflix veröffentlicht. Am 9. Oktober kehren bei Kabel Eins die „Blue Bloods“ mit der elften Staffel zurück, neue Fälle gibt es dann immer am Samstagvorabend. Am gleichen Tag geht bei Warner Comedy die siebte und letzte Staffel von „Younger“ an den Start.

    Bei der Ausstrahlung von „Brooklyn Nine-Nine“ im Vormittagsprogramm auf ProSieben wird nach der fünften Staffel nahtlos ab dem 11. Oktober auch die sechste Staffel gezeigt. Am gleichen Tag veröffentlicht Netflix die zweite Staffel der Jugendserie „Der Babysitter-Club“. Am 12. Oktober startet die dritte Miniserie aus der „Miracle Workers“-Anthologie bei Warner Comedy: Diesmal geht es in den Wilden Westen. „Blutige Anfänger“ ermitteln im ZDF nach längerer Pause ab dem 13. Oktober wieder im Vorabendprogramm.

    Netflix veröffentlicht am 14. Oktober die zweite Staffel der Sci-Fi-Serie „Another Life“ und am 15. Oktober die zweite Staffel seines indischen Beziehungsdramas „Little Things“ – wie erwähnt gibt es dann auch die dritte Staffel von „You – Du wirst mich lieben“. An dem Tag beginnt auch Sky Atlantic mit der Ausstrahlung der definitiv letzten zehn Folgen von „Wentworth“ (die Gelehrten und Lizenzhändler streiten sich darum, ob sie als „Staffel 9“ oder „Staffel 8B“ gelten sollen).

    Ab dem 17. Oktober kommt die vierte Staffel der neuseeländischen Krimiserie „Brokenwood – Mord in Neuseeland“ ins Erste. Am gleichen Tag beginnt Starzplay mit der Veröffentlichung der zweiten Staffel seiner Serie „Hightown“. Am 18. Oktober geht bei Prime Video die zweite Staffel von „Motherland: Fort Salem“ online – in den USA wurde die Serie jüngst für eine abschließende dritte Staffel verlängert. Bei der aktuellen Ausstrahlung neuer Folgen von „It’s Always Sunny in Philadelphia“ kommt Sky Comedy am 19. Oktober zur Deutschlandpremiere der achten Staffel.

    Die vierte Staffel der US-Ausgabe von „No Activity“ beginnt am 20. Oktober auf ProSieben Fun mit der Ausstrahlung. Die Serie machte bei dieser Staffel aus der Not, Terminpläne wegen Corona durcheinanderwirbeln zu müssen, eine Tugend, und produzierte schlicht eine Staffel mit acht animierten Folgen. Am 22. Oktober veröffentlicht Netflix die zweite Staffel der Comic-Adaption „Locke & Key“ und zudem wie erwähnt die vierte Staffel vom „Denver-Clan“. Auf NOW! erfolgt die Free-TV-Premiere der dritten Staffel von „The Night Shift“. ZDFneo zeigt in einer seiner „Marathonprogrammierungen“ in der Nacht zum 23. Oktober die zweite Staffel von „The Bay“ als Free-TV-Premiere.

    Die zweite Staffel der kanadischen Serie „Departure“ beginnt am 26. Oktober bei Universal TV – diesmal geht es um ein Zugunglück. Am gleichen Tag beginnt One bei seiner Ausstrahlung alter „Doctor Who“-Folgen aus der Originalserie mit Staffel 19. Auf 13th Street wird am 31. Oktober in der zweiten Staffel der dänischen Anthologieserie „Verdacht/​Mord“ ein neuer Fall aufgerollt.

    Maid

    Der amerikanische Alptraum

    Basierend auf den autobiografischen Bestseller-Memoiren „Maid: Hard Work, Low Pay and a Mother’s Will to Survive“ der US-Autorin Stephanie Land aus dem Jahr 2019 hat Netflix die Miniserie „Maid“ produziert, die sich mit den dunkleren Seiten der amerikanischen Gesellschaft beschäftigt: dem Kampf einer hart arbeitenden, alleinerziehenden jungen Mutter ohne familiären Rückhalt, die als schlecht bezahlte Putzkraft gegen Armut, Obdachlosigkeit und Bürokratie kämpft.

    Alex (Margaret Qualley, „The Leftovers“) hatte es nie einfach. Ihre Mutter (dargestellt von Andie MacDowell, die auch Qualleys wahre Mutter ist) hatte eindeutige, schwerwiegende psychische Probleme, wollte aber nie einen Facharzt aufsuchen. Trotzdem konnte sich Alex den Weg aufs College erarbeiten. Allerdings wurde sie schwanger und musste ihr Studium abbrechen.

    Nun hat sie ein Kind, keine Ausbildung – und nach Stress mit dem Kindsvater auch kein Dach über dem Kopf mehr. Auch von ihrer Mutter ist keine Hilfe zu erwarten. Einziger Ausweg sind Gelegenheitsjobs, während sie nach Obdach sucht und annehmen muss, was sich ihr bietet. Ein Job als Mitarbeiterin einer Reinigungsfirma – Maid – scheint Hoffnung zu geben, aber schnell werden die Schattenseiten offenbar. Zunächst muss Alex natürlich die überteuerte, offizielle Uniform kaufen. Dann gibt es selbstverständlich nur Mindestlohn, von dem man selbst im besten Fall kaum zwei Personen durchbringen kann. Und der neue Arbeitgeber versucht, die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen und unterschreitet daher die immer Mindeststundenzahl bei seinen Angestellten für verbesserte (= teure) Vergünstigungen. Und schließlich ist die Firma gerade sowieso nicht ausgelastet und bietet noch weniger Stunden an. Derweil muss sich Alex natürlich um ihr Kind kümmern und mit der Bürokratie kämpfen, um die wenigen angebotenen sozialen Hilfen auch zu bekommen. Schnell wird klar, dass sie auch mit harter Arbeit auf Dauer nicht aus der Armut kommen kann.

    Die zehnteilige Miniserie „Maid“ wird bei Netflix am 1. Oktober veröffentlicht.

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