Upfronts 2018: Die neuen NBC-Serien

    Acht Neubestellungen sollen das Programm ergänzen

    Upfronts 2018: Die neuen NBC-Serien – Acht Neubestellungen sollen das Programm ergänzen – Bild: NBC
    Die Stars drei neuer Serien: Jennif Carpenter aus „The Enemy Within“, Josh Dallas aus „Manifest“ und Ryan Eggold aus „New Amsterdam“

    NBC hat acht neue Serien bestellt, was durchaus eine Repräsentation der Stabilität des Senders ist – es ist noch gar nicht so lange her, als der Sender im Versuch, sich neu aufzubauen 12 und 13 neue Formate geordert hat. Bestimmende Strömungen bei NBC sind die actionreichen Verschwörungsserien à la „The Blacklist“ und „Blindspot“, Geschichten mit Herz im Stil von Quotenbringer „This is US“ sowie Single-Kamera-Comedys, die verrückte Gruppen darstellen („The Good Place“, „Superstore“, das vor der Absetzung bei FOX gerettete „Brooklyn Nine-Nine“).

    Neue Dramaserien:

    „The Enemy Within“
    FBI Agent Will Keaton (Morris Chestnut) sieht sich darin gezwungen, die frühere CIA-Agentin und Code-Spezialistin Erica Shepherd (Jennifer Carpenter) aus dem Gefängnis zu holen und mit ihr zusammenzuarbeiten, um einen extrem gefährlichen und schwer zu fassenden Verbrecher der Extraklasse zur Strecke zu bringen. Shepherd hatte einst mit dem zusammengearbeitet und war dabei zur berüchtigsten Landesverräterin der Moderne geworden. Ihr Verrat hatte auch für Keaton schwerwiegende Folgen, so dass es ihm schwer fällt, Shepherd zu vertrauen. Aber sie ist seine beste Chance, eine große Gefahr von den USA abzuwenden.

    Stars: Jennifer Carpenter („Dexter“), Morris Chestnut („Rosewood“), Raza Jaffrey, Kelli Garner

    „The Gilded Age“ (Direct-to-series für 2019 bestellt)
    Wie das britische Vorbild „Downton Abbey“ blickt auch „The Gilded Age“ in eine Zeit sozialer Umbrüche, genauer gesagt in das New York City der 1880er. Der Serientitel ist ein durchaus gebräuchlicher Begriff zur Beschreibung der damaligen Zeit, als sich zum alten, häufig aus Großbritannien stammenden „Geldadel“ der amerikanischen Ostküste auch „neureiche“ Unternehmer gesellten. Es war auch eine Zeit, in der es üblich war, Verzierungen in den Häusern der Wohlhabenden nicht mehr aus Gold herzustellen, sondern nur noch mit Gold zu überziehen – englisch ‚gilded‘.

    Im Zentrum von „The Gilded Age“ steht die Figur Marian Brook, der Spross einer alteingesessenen, konservativen Familie. Sie kommt mit einer Nachbarsfamilie in Kontakt, der der skrupellose Eisenbahn-Tycoon George Russell vorsteht. Dessen Sohn ist der schnittige und zugängliche Larry, daneben gehört die ehrgeizige Ehefrau Bertha zur Familie. Die Tatsache, dass die Russells eben erst „kürzlich“ zu ihrem Reichtum gekommen sind, bildet eine Barriere für den Einstieg in die höhere Gesellschaft, in der Familientradition groß geschrieben wird. „Marian stößt in eine neue Welt vor, die sich direkt vor ihrer Haustür befindet.“

    Stars: Wird noch besetzt

    „The InBetween“ (ehemals „The Between“, „In Between Lives“)
    Im Zentrum steht Cassie Bishop (Harriet Dyer), die seit ihrer Kindheit mit den Toten in Verbindung treten kann. Ob sie will oder nicht, hilft sie ihnen dabei, unerledigte Probleme zu verarbeiten. Als ihr alter Freund Detective Tom Hackett (Paul Blackthorne) und dessen neuer Partner, der FBI-Agent Damien Asante, sie um Hilfe bei einem besonders düsteren Mordfall bitten, stimmt Cassie zu.

    Stars: Harriet Dyer, Paul Blackthorne („Arrow“), Cindy Luna; die Rolle von Yusuf Gatewood als Damien Asante wird neu besetzt

    „Manifest“
    Die Mystery-Serie handelt von einem Flugzeug, das spurlos vom Radar verschwindet. Die ganze Welt glaubt an einen Absturz und dass Crew und Passagiere ums Leben gekommen sind. Doch fünf Jahre später taucht die Maschine wieder auf, in der für alle Beteiligten keine Zeit vergangen zu sein scheint. Das Leben der Angehörigen hat sich währenddessen aber grundlegend verändert. Die Serie dreht sich um das Privatleben der Passagiere, aber auch um die größeren Fragen und Geheimnisse, die hinter dem Verschwinden stecken.

    Josh Dallas verkörpert den Geheimdienst-Mitarbeiter und vorbildlichen Vater Ben Stone, der plötzlich beginnt, eine Stimme in seinem Kopf zu hören. Melissa Roxburgh ist als Michaela Stone zu sehen, eine in Ungnade gefallene Polizistin, die zu den Vermissten des Fluges zählte und die ihr Leben nun einer neuen Bestimmung zuführt. J.R. Ramirez spielt Detective Jared Williams, dessen Verlobte an Bord der vermissten Maschine war und der mittlerweile mit einer anderen verheiratet ist. Eine Nebenhandlung dreht sich um den schwer an Leukämie erkrankten Sohn von Ben Stone, der durch den medizinischen Fortschritt der Zwischenzeit nun gute Heilungsaussichten hat. Auch die Ärztin, die die neue Behandlungsmethode mit angestoßen hatte, war unabhängig mit an Bord.

    Stars: Josh Dallas („Once Upon a Time – Es war einmal … “), Melissa Roxburgh („Valor“), J.R. Ramirez („Marvel’s Jessica Jones“), Athena Karkanis, Parveen Kaur, Luna Blaise

    „New Amsterdam“ (ehemals „Bellvue“)
    Die Serie basiert auf den Memoiren von Dr. Eric Manheimer, einem früheren Chefarzt des bekannten Bellevue-Krankenhauses in New York City. Dementsprechend ist die Hauptfigur der Serie auch der neue Boss des New Amsterdam-Krankenhauses, Dr. Max Goodwin (Ryan Eggold). Sein Führungsstil rüttelt den Status Quo auf, er kämpft gegen Bürokratie und stellt stets die Pflege der Patienten in den Mittelpunkt. Er lässt sich von keinen Widerständen seiner Mitarbeiter beirren und will das unterbesetzte, unterfinanzierte und unterschätzte Krankenhaus aufmöbeln. NBC hat bereits durchblicken lassen, das dieser gnadenlose Kampf gegen alles, was falsch läuft, einen triftigen Hintergrund hat: Goodwin ist an Krebs erkrankt und sieht keine Veranlassung mehr, Kompromisse einzugehen.

    Freema Agyeman verkörpert Dr. Hana Sharpe, eine leitende Ärztin, die allerdings schon eine Weile lang nicht praktiziert hat: Stattdessen war sie in Talkshows im ganzen Land unterwegs und hat die Werbetrommel für das Groß-Krankenhaus gerührt. Anupam Kher spielt Dr. Anil Kapoor, einen der dienstältesten Ärzte der Klinik. Einerseits sieht er den Bedarf für Veränderung, andererseits kann er sich nur schwer von seiner eigenen, eingefahrenen Routine trennen. Goodwin sieht ihn als neue Führungspersönlichkeit.

    Stars: Ryan Eggold („The Blacklist“), Janet Montgomery („Salem“), Tyler Labine („Deadbeat“), Jocko Sims („The Last Ship“), Freema Agyeman („Doctor Who“, „The Carrie Diaries“), Anupam Kher („Sense8“)

    „The Village“
    Die Serie handelt von den sehr unterschiedlichen Bewohnern eines Gebäudes in New York City, die ein Netz aus Nachbarn und Ersatzfamilien gebildet haben und die Herausforderungen des Lebens so gemeinsam bewältigen. Unter dem Dach leben ein sich rekonvaleszenter Kriegsveteran, eine schwangere Teenagerin und ihre alleinerziehende Mutter, ein Polizist, der sich in jemand überraschendes verliebt, eine Frau mit einem angsteinflößenden Geheimnis und ein Anwalt, der noch herausfinden muss, ob sein Großvater der beste oder der schlimmste Mitbewohner ist.

    Sarah (Michaela McManus) ist eine Krankenschwester und die alleinerziehende Mutter eines sehr kreativen Teenagers; Gabe (Daren Kagasoff) ist ein junger Jurastudent, der unvermittelt einen deutlich älteren Mitbewohner erhält. Als die Einwanderungsbehörde vor ihrer Tür steht, muss die Einwanderin Ava die Zukunft ihres in den USA geborenen (und damit im Gegensatz zu ihr aufenthaltsberechtigten) Sohnes sichern; Nick (Warren Christie) ist ein Veteran, der mit einer schweren und offensichtlichen Verletzung aus dem Krieg zurückgekehrt ist und nun anstatt der plakativen Dankbarkeit seiner Umgebung einfach nur in Ruhe seinen neuen Lebensabschnitt beginnen will.

    Die Serie will herzerwärmende Geschichten erzählen, die zeigen, dass „Familie alles ist“ – auch wenn diese Familie aus den Leuten besteht, die zufällig deine Nachbarn sind. Ganz deutlich versucht man hier, den Erfolg von „This is Us“ zu duplizieren.

    Stars: Moran Atias, Michaela McManus („Law & Order: Special Victims Unit“), Frankie Faison („Banshee“), Jerod Haynes, Grace Van Dien, Warren Christie („Alphas“), Daren Kagasoff, Lorraine Toussaint („Orange is the New Black“), Dominic Chianese („Die Sopranos“)

    Comedys:

    „Abby’s“ (Multi-Kamera)
    Abby’s ist eine Bar in San Diego ohne Schanklizenz, die in einem Hinterhof unter freiem Himmel von Abby (Natalie Morales) betrieben wird. Ihre Gäste sind die Nachbarn aus der Umgebung, die hier unter sich sind und ihre Feierabende verbringen – schön gemütlich und abseits der modernen Party-Szene. Handys sind hier etwa komplett verboten – inklusive des „Nur-kurz-mal-was-Nachschauens“. Einen Platz in der (Open-Air-)Bar muss man sich verdienen, und wer sich zum Idioten macht, muss „zur Strafe“ ein Biermixgetränk hinunterwürgen.

    Ungewöhnlicherweise wird diese Multi-Camera-Comedy außerhalb eines Studios vor Publikum aufgezeichnet, Pamela Fryman („How I Met Your Mother“) inszenierte die Pilotfolge.

    Stars: Natalie Morales („Parks and Recreation“, „The Middleman“), Neil Flynn („Scrubs“, „The Middle“), Nelson Franklin („New Girl“, „Die Millers“), Jessica Chaffin, Leonard Ouzts, Kimia Behpoornia

    „I Feel Bad“ (Single-Kamera)
    Das Idealbild einer berufstätigen Mutter und Ehefrau ist eine Person, die alle diese drei Bereiche meistert und ihnen spielend gerecht wird. Ob es überhaupt jemanden gibt, der diesem Idealbild entspricht, ist fraglich. Emet (Sarayu Blue) jedenfalls schafft das nicht – und das bringt sie immer wieder in Situationen, wofür sie sich im Nachhinein ein bisschen schämt. Sei es, dass sie einen sexy Traum von einem Mann hatte, der nicht Ehemann David (Paul Adelstein) ist, ihre Kinder in der Öffentlichkeit so ungezogen sind, dass sie so tun, als würden sie nicht zu ihr gehören, oder wenn sie ihre Untergebenen dafür einspannt, ihre privaten Aufgaben zu erledigen.

    Inspiriert von dem Buch „I feel Bad: All Day. Every Day. About Everything.“ (Ich fühle mich schlecht: Den ganzen Tag. Jeden Tag. Wegen allem.) von Orli Auslander.

    Stars: Sarayu Blue („No Tomorrow“, „Monday Mornings“), Paul Adelstein („Private Practice“), Zach Cherry, James Buckley („The Inbetweeners“), Johnny Pemberton („Son of Zorn“), Aisling Bea („Hard Sun“)

    14.05.2018, 12:36 Uhr – Jana Bärenwaldt & Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Sentinel2003 (geb. 1967) am 15.05.2018 12:03

      Jepp, freue mich drauf.
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