77. „Golden Globes“: Die Gewinner

    „Fleabag“, „Chernobyl“ und „Succession“ gewinnen die Serienkategorien

    Bernd Krannich – 06.01.2020, 07:39 Uhr

    Phoebe Waller-Bridge als „Fleabag“

    In der Nacht zum Montag wurden in Los Angeles die 77. Golden Globe Awards durch die Hollywood Foreign Press Association vergeben – eine Vereinigung von Mitgliedern der ausländischen Presse in Los Angeles. Zum fünften – und nach eigenen Angaben letzten – Mal führte Ricky Gervais durch die Veranstaltung. TNT Serie hat die Preisverleihung in der Nacht live nach Deutschland übertragen und wird sie am Montagabend ab 20:15 Uhr wiederholen.

    In elf Serien- und 14 Film-Kategorien wurden Preise vergeben. Mit drei Auszeichnungen war Quentin Tarantinos Film „Once Upon a Time in Hollywood“ der größte Sieger des Abends. Bei den Serien konnten „Succession“, „Fleabag“ und „Chernobyl“ je neben ihrer Kategorie – Drama, Comedy und Miniserie/Fernsehfilm – eine weitere Trophäe gewinnen und somit je zwei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen.

    Größere Verlierer im Serienbereich waren die jeweils leer ausgegangenen „Unbelievable“ (bei vier Nominierungen) sowie „Barry“, „Big Little Lies“, „The Kominsky Method“ und „The Morning Show“ (je drei Nominierungen).

    Auch besser hätte der Abend für Netflix laufen können, das letztendlich mit nur einem Preis nach Hause ging (Olivia Colman für „The Crown“). Mit den Filmen „Marriage Story“ (sechs Nominierungen), „The Irishman“ (fünf Nominierungen) sowie den Serien „Unbelievable“ (vier Nominierungen) und „The Kominsky Method“ (drei Nominierungen) hatte man in beiden Bereichen Formate mit den zwei meisten Nominierungen und ging trotzdem leer für diese Projekte aus.

    Daneben wurden am Abend noch zwei Ehrenauszeichnungen vergeben (die beide nach ihrem jeweils ersten Empfänger benannt sind). Einerseits ging der Cecil B. DeMille Award für herausragende Leistungen in der Unterhaltungsindustrie an Schauspiellegende Tom Hanks, der unter anderem zwei Oscars sein Eigen nennt („Philadelphia“, „Forrest Gump“) und drei weitere Mal nominiert wurde und auch als Produzent („Band of Brothers“, Doku-Serien „The Sixties“, „The Seventies“) tätig ist. Von seinen vorherigen neun Golden-Globe-Nominierungen konnte er vier in Trophäen umsetzen.

    Der Carol Burnett Award wurde 2020 erst zum zweiten Mal vergeben: Er geht an Ellen DeGeneres, für ihren „außergewöhnlichen Beitrag zum Fernsehen sowohl auf dem Bildschirm wie auch abseits davon“. DeGeneres wird dafür geehrt, dass sie über 25 Jahre als Pionierin fungiert hat: Zunächst mit ihrer Sitcom, dem Coming-Out, ihren Stand-up-Programmen, ihrer Daytime-Talkshow, als Philanthropin und auch als Produzentin.

    Serienkategorien

    Dramaserie

    Darsteller in einer Dramaserie

    Darstellerin in einer Dramaserie

    Comedyserie oder Musical

    Darstellerin in einer Comedyserie/Musical

    Darsteller in einer Comedyserie/Musical

    TV-Film oder Miniserie

    Darsteller in einem TV-Film/Miniserie

    Darstellerin in einem TV-Film/Miniserie

    Nebendarsteller in einer Serie

    Nebendarstellerin in einer Serie

    Filmkategorien

    Bestes Film-Drehbuch

    • Noah Baumbach („Marriage Story“)
    • Bong Joon-ho and Han Jin-won („Parasite“)
    • Anthony McCarten („The Two Popes“)
    • Gewinner: Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood“)
    • Steven Zaillian („The Irishman“)

    Beste Film-Regie

    • Bong Joon-ho („Parasite“)
    • Gewinner: Sam Mendes („1917“)
    • Todd Phillips („Joker“)
    • Martin Scorsese („The Irishman“)
    • Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood“)

    Bester Drama-Film

    • „The Irishman“ (Netflix)
    • „Marriage Story“ (Netflix)
    • Gewinner: „1917“ (Universal)
    • „Joker“ (Warner Bros.)
    • „The Two Popes“ (Netflix)

    Bester Comedy-Film oder Musical

    • Gewinner: „Once Upon a Time in Hollywood“ (Sony)
    • „Jojo Rabbit“ (Fox Searchlight)
    • „Knives Out“ (Lionsgate)
    • „Rocketman“ (Paramount)
    • „Dolemite Is My Name“ (Netflix)

    Bester Darsteller in einem Drama-Film

    • Christian Bale („Ford v Ferrari“)
    • Antonio Banderas („Pain and Glory“)
    • Adam Driver („Marriage Story“)
    • Gewinner: Joaquin Phoenix („Joker“)
    • Jonathan Pryce („The Two Popes“)

    Beste Darstellerin in einem Drama-Film

    • Cynthia Erivo („Harriet“)
    • Scarlett Johansson („Marriage Story“)
    • Saoirse Ronan („Little Women“)
    • Charlize Theron („Bombshell“)
    • Gewinnerin: Renée Zellweger („Judy“)

    Bester Darsteller in einem Comedy-Film oder Musical

    • Daniel Craig („Knives Out“)
    • Roman Griffin Davis („Jojo Rabbit“)
    • Leonardo DiCaprio („Once Upon a Time in Hollywood“)
    • Gewinner: Taron Egerton („Rocketman“)
    • Eddie Murphy („Dolemite Is My Name“)

    Beste Darstellerin in einem Comedy-Film oder Musical

    • Gewinnerin: Awkwafina („The Farewell“)
    • Ana de Armas („Knives Out“)
    • Cate Blanchett („Where’d You Go, Bernadette“)
    • Beanie Feldstein („Booksmart“)
    • Emma Thompson („Late Night“)

    Bester Nebendarsteller in einem Film

    • Tom Hanks („A Beautiful Day in the Neighborhood“)
    • Anthony Hopkins („The Two Popes“)
    • Al Pacino („The Irishman“)
    • Joe Pesci („The Irishman“)
    • Gewinner: Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“)

    Beste Nebendarstellerin in einem Film

    • Kathy Bates („Richard Jewell“)
    • Annette Bening („The Report“)
    • Gewinnerin: Laura Dern („Marriage Story“)
    • Jennifer Lopez („Hustlers“)
    • Margot Robbie („Bombshell“)

    Bester Animationsfilm

    • „Frozen II“ (Disney)
    • „How to Train Your Dragon: The Hidden World“ (Universal)
    • Gewinner: „Missing Link“ (United Artists Releasing)
    • „Toy Story 4“ (Disney)
    • „The Lion King“ (Disney)

    Bester fremdsprachiger Film

    • „The Farewell“ (A24)
    • „Pain and Glory“ (Sony)
    • „Portrait of a Lady on Fire“ (Pyramide Films)
    • Gewinner: „Parasite“ (CJ Entertainment)
    • „Les Misérables“ (BAC Films, Amazon)

    Bester Original-Song aus einem Film

    • „Beautiful Ghosts“ („Cats“)
    • Gewinner: „(I’m Gonna) Love Me Again“ („Rocketman“)
    • „Into the Unknown“ („Frozen II“)
    • „Spirit“ („The Lion King“)
    • „Stand Up“ („Harriet“)

    Beste Filmmusik

    • Daniel Pemberton („Motherless Brooklyn“)
    • Alexandre Desplat („Little Women“)
    • Gewinner: Hildur Guðnadóttir („Joker“)
    • Thomas Newman („1917“)
    • Randy Newman („Marriage Story“)

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