Einzeldokumentationen, Folge 89–109
89. ADHS: Trend oder Krankheit?
Folge 89 (30 Min.)
Lola Weippert spricht mit Leon Windscheid über ihr Leben vor ihrer späten ADHS-Diagnose und wie sie jetzt damit umgeht.Bild: ZDF und Marius FuchtmannDas Thema ADHS bewegt. Was haben die sozialen Netzwerke damit zu tun, und wann liegt wirklich eine krankhafte Störung vor? Das will Psychologe Leon Windscheid herausfinden. Dafür trifft er neben Expertinnen und Experten auch Lola Weippert, die offen über ihre ADHS-Erkrankung spricht. Lola Weippert, Moderatorin, Model und Autorin, bekam vor zwei Jahren ihre Diagnose und machte sie öffentlich. Lange Zeit dachte sie, sie müsse sich ändern. Heute bezeichnet sie ADHS als ihre Superpower. Mit Leon Windscheid spricht sie sowohl über die positiven als auch negativen Seiten des „ADHS-Hypes“. Zwar gibt es klare Diagnoseleitlinien bei ADHS, doch die Symptome sind vielfältig.Menschen mit ADHS haben unter anderem ein höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken. Unter anderem darüber spricht Leon Windscheid mit der weltweit anerkannten ADHS-Expertin Prof. Alexandra Philipsen. Klar ist: Das Bild des klassischen Zappelphilipps ist passé. Von ADHS sind auch Mädchen und Erwachsene betroffen. Wo endet das Normale, wo beginnt die Störung? Was bedeutet normal überhaupt? Werden ADHS-Symptome heute zu leichtfertig diagnostiziert? Und welche Rolle spielen dabei Selbstdiagnosen? Darüber diskutiert Leon Windscheid mit dem Persönlichkeitspsychologen Prof. Marcus Roth. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 ZDF 90. ADHS hat viele Seiten – Das Sozialexperiment
Folge 90 (15 Min.)In einem Studioexperiment spricht Presenter Leon Windscheid (r.) mit den Teilnehmenden, um mehr über ihr Leben mit ADHS zu erfahren.Bild: ZDF und Marius FuchtmannADHS wird zur Superkraft erklärt oder zum Grund für ständiges Scheitern. Viele fühlen sich betroffen. Aber ist es vielleicht nur ein Hype? Das will Psychologe Leon Windscheid wissen. In einem Studioexperiment erlebt Leon hautnah, wie es sich anfühlt, ADHS zu haben. Für manche bedeutet die Diagnose Erleichterung, für andere ist sie längst Alltag. Leon Windscheid begegnet in dieser Folge den vielen Gesichtern von ADHS – den positiven, aber auch den Schattenseiten. Und er stellt sich die Frage: Haben jetzt alle ADHS? (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 ZDF 91. Stockholm-Syndrom: Wenn aus Angst Nähe wird
Folge 91 (15 Min.)Thumb für „Stockholm Syndrom: Wenn aus Angst Nähe wird“, Presenter Leon WindscheidBild: ZDF und Marius FuchtmannKönnen Geiseln Verständnis oder Sympathie für ihre Entführer entwickeln? Ein Banküberfall in den Siebzigern prägte den Begriff „Stockholm-Syndrom“, der bis heute in der Kritik steht. Wie reagieren Menschen in Extremsituationen? Bei der Geiselnahme am Norrmalmstorg sorgte Geisel Kristin Enmark für Schlagzeilen: Sie soll sich in Entführer Clark Olofsson verliebt haben. Noch heute lohnt sich ein Blick auf ihre Geschichte. Das, was als Stockholm-Syndrom weltberühmt wurde, ist bis heute keine offizielle Diagnose und in keinem medizinischen Standardwerk zu finden.Psychologe Leon Windscheid zeigt den Mechanismus auf, bei dem Opfer von Geiselnahmen oder Entführungen Verständnis, Sympathie oder gar Identifikation mit den Tätern entwickeln und mit ihnen kooperieren. Was wie Zuneigung aussieht, ist eigentlich ein Überlebensreflex des Gehirns. Beim sogenannten Stockholm-Syndrom spielte auch die Presse, die damals live berichtete, eine große Rolle. Die „verliebte Geisel“ – eine perfekte Schlagzeile. Doch warum richtet sich der Blick häufig auf die Frauen? Die Psychologin Dr. Maggie Schauer weiß: Wir schützen uns vor der Vorstellung, dass es jedem passieren kann. Victim Blaming entsteht oft genau dann – aus Vermeidung und Angst, uns mit dieser Realität auseinanderzusetzen. Um die Faszination für „Bad Boys“ nachzuvollziehen, muss man gar nicht erst mit einem Straftäter zusammen sein. Sie zeigt sich längst im Alltag – in Filmen, Serien. Die Dark-Romance-Literatur boomt: Geschichten, die Gewalt, Kontrolle und toxische Beziehungen romantisieren. Es geht um Macht, Kontrolle und Begehren. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 21.12.2025 ZDF 92. Wie geht guter Sex? – Das Experiment
Folge 92 (15 Min.)Über den weiblichen Orgasmus wird wenig gesprochen. Das kann die Unsicherheiten in Beziehungen verstärken, und auch das Allgemeinwissen leidet darunter. In einem Sozialexperiment bringt Psychologe Leon Windscheid fremde Menschen miteinander ins Gespräch. Diese Folge von Terra „Xplore“ zeigt, wie wertvoll und augenöffnend es sein kann, die gelernte Scham zu überwinden und offen über das Thema Sex zu kommunizieren. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Sa. 27.12.2025 ZDF 93. Bin ich gut im Bett? – Das macht Männern Druck!
Folge 93 (30 Min.)Bin ich gut im Bett? Diese Frage stellen sich viele Menschen und Leon Windscheid will bei einer Straßenumfrage wissen, woran wir guten Sex ausmachen und was dabei überhaupt wichtig ist.Bild: ZDF und Marius FuchtmannDer Mann kann immer: Werbung, Pornos und Popkultur prägen dieses Verständnis von Männlichkeit. Was passiert, wenn aus Lust Pflicht wird, Zweifel entstehen und niemand darüber spricht. Leon Windscheid trifft Max. Im Gespräch erzählt er, wie ihn Performancedruck lähmte – Dating-Erfahrungen endeten in Erektionsproblemen, Scham und Selbstzweifeln. Erst ein ehrliches Gespräch mit seinem besten Freund Jona veränderte alles. Der Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers erklärt Leon Windscheid, wie Rollenmuster, Leistungsdenken und Pornografie unser Selbstbild im Bett prägen. Und warum guter Sex nichts mit Kontrolle zu tun hat, sondern mit Vertrauen und Kommunikation. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF 94. Wie junge Männer über Pornos denken!
Folge 94 (15 Min.)Ein Experiment mit jungen Männern zeigt, wie stark gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit und Sex das eigene Selbstverständnis beeinflussen. Selbst wer das kritisch sieht, kann sich oft davon nicht freimachen. Ein ehrlicher Austausch über Prägungen, Unsicherheiten und den Wunsch, einfach man selbst sein zu dürfen. Mit aktuellen Einblicken aus der Wissenschaft und überraschend ehrlichen Momenten. Diese Episode liefert spannende Erkenntnisse zum Tabuthema männliche Lust. Sie macht Mut, alte Vorstellungen zu hinterfragen und ein neues Bild von Lust zuzulassen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF 95. Diagnose Frau – Hysterie über die Jahrhunderte
Folge 95 (15 Min.)Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas.Bild: ZDF und n.n.„Hysterisch“ sagen wir noch heute. Einst war Hysterie aber eine medizinische Diagnose. Leon Windscheid erzählt die Geschichte von Hysterie, Geschlechterbildern und Medical Gaslighting. Paris im 19. Jahrhundert: Die junge Augustine liegt krampfend im Hörsaal, umringt von Ärzten und Kameras. In der Salpêtrière-Klinik wird die Diagnose Hysterie zur Show. Warum galt die Hysterie damals als Frauenkrankheit und wie prägt sie bis heute unser Denken? Über Jahrtausende galt Hysterie als Erklärung für unerklärliche Symptome – hauptsächlich bei Frauen wie der 15-jährigen Augustine. Ihre Anfälle, die der Neurologe Jean-Martin Charcot als „grande hystérie“ beschreibt, werden öffentlich zur Schau gestellt. Die Diagnose Hysterie sagt viel aus über Macht, Medizin und Geschlechterrollen.Ihre Geschichte reicht von Mythen über eine „wandernde Gebärmutter“ bis hin zu radikalen medizinischen Eingriffen. „Hysterie ist gewissermaßen die Krankheit der Hyper-Weiblichkeit im 19. Jahrhundert“, weiß die Medizinhistorikerin Professorin Karen Nolte, die intensiv zur Geschichte der Psychiatrie forscht. Leon Windscheid zeigt, wie diese Denkmuster bis heute wirken – etwa im Medical Gaslighting, wenn Beschwerden nicht ernst genommen werden. Trotz moderner Medizin bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede fort: Medikamente werden seltener an Frauen getestet, Symptome anders bewertet. Der Gender Health Gap Report macht deutlich, wie sehr medizinische Ungleichheit unsere Gesundheit bis heute prägt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 ZDF 96. Preppen als Vorbereitung auf Katastrophen?
Folge 96 (30 Min.)Konstantin Barz (l.) erklärt Leon Windscheid (r.), wie er sich auf Krisen und Kriege vorbereitet, wovor er sich fürchtet und wie er zum Preppen gekommen ist.Bild: ZDF und Marius FuchtmannKriege, Krisen, Katastrophen – müssen wir auf den Ernstfall vorbereiten sein? Psychologe Leon Windscheid trifft Menschen, für die Preppen zum Lebensinhalt gehört. Einer von ihnen ist Konstantin Barz, der für jedes erdenkliche Szenario gerüstet sein will und immer essenzielle Ausrüstung für mehrere Tage dabei hat. Leon Windscheid begleitet Konstantin Barz in ein simuliertes Katastrophenszenario. Er erfährt, warum Barz sich vorbereitet und wovor er sich fürchtet. Zudem untersucht Windscheid mit dem Kulturwissenschaftler Julian Genner, warum Preppen in unsicheren Zeiten immer populärer wird.Das Paradoxe dabei: Intensive Vorsorge reduziert nicht nur Ängste, sondern kann sie oft sogar verstärken. Auch der Blick ins Ausland zeigt, dass Preppen längst kein Randphänomen mehr ist: In den USA entwickelt sich eine milliardenschwere Industrie, in der selbst Techmilliardäre Luxusbunker kaufen. In Lüneburg begleitet Leon Windscheid Reservisten bei einer militärischen Übung. Was motiviert Menschen, freiwillig militärische Fähigkeiten zu trainieren? Und wie sinnvoll ist so eine Vorbereitung auf eine Katastrophe? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 ZDF 97. Bist du vorbereitet auf Krisen, Krieg und Katastrophen?
Folge 97 (15 Min.)In einem Studioexperiment erfährt Leon Windscheid (r.) von den Teilnehmenden, wie unterschiedlich Menschen reale Krisen erleben und verarbeiten.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEin Studioexperiment mit ganz unterschiedlichen Menschen enthüllt: Krisen treffen uns verschieden. Preppen oder Teamwork – entscheidend ist das Gefühl, die Kontrolle zurückzuerlangen. Wie gehen unterschiedliche Menschen mit realen Krisen um und verarbeiten sie? Ob individuelles Preppen oder gemeinschaftliche Lösungen, es geht letztlich um das Gefühl, einen Umgang zu finden und die Kontrolle zurückzugewinnen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 ZDF 98. Der Kampf mit den Kilos
Folge 98 (30 Min.)Torsten Prix kämpft mit Binge-Eating: Über 250 Kilo, Essen als Bewältigung. Psychologe Leon Windscheid erklärt, warum Maß schwerfällt und wie eng Ernährung und Psyche verbunden sind. Prix beschreibt Essen als Freund und Feind zugleich. Neurologin Sharmili Edwin Thanarajah zeigt, wie fettige und süße Nahrung das Belohnungssystem verändert. So beeinflussen sich Psyche und Essverhalten gegenseitig in einem oft unbemerkten Kreislauf. Ernährungspsychologe Adrian Meule betont, dass suchtähnliches Essverhalten zwar Parallelen zu Abhängigkeiten aufweise, Betroffene aber nicht vorschnell als esssüchtig bezeichnet werden sollten, um Stigmatisierung zu vermeiden.Essstörungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel psychologischer, biologischer und sozialer Faktoren. Zudem erklärt Lebensmittelchemiker Guido Ritter, wie die Lebensmittelindustrie Produkte gezielt so gestaltet, dass sie durch Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur besonders attraktiv wirken und Bedürfnisse auslösen. Dadurch essen viele Menschen häufiger und unbewusster, weil solche Lebensmittel das Belohnungssystem stark aktivieren. Das Zusammenspiel aus individueller Anfälligkeit und industriellen Strategien beeinflusst unser Essverhalten tiefgreifend und kann zu Kontrollverlust führen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 15.02.2026 ZDF 99. Jan Ullrich: Topleistung trotz Depression
Folge 99 (30 Min.)Der ehemalige Radrennprofi Jan Ullrich (r.) spricht mit Psychologe Leon Windscheid (l.) über seine psychischen Tiefpunkte und wie er es wieder raus geschafft hat.Bild: ZDF und Marius FuchtmannDepression hat viele Gesichter: Manche Menschen funktionieren nach außen perfekt, sind innerlich aber leer. „Terra Xplore“ fragt, was hinter der sogenannten hochfunktionalen Depression steckt. Psychologe Leon Windscheid trifft den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich. Der Tour-de-France-Sieger erzählt von Leistungsdruck, dem Absturz nach der Karriere und warum er zu lange wartete, sich Hilfe zu holen. Heute spricht er offen über seine Depressionen. Einige Betroffene können ihre Traurigkeit oder innere Leere besonders gut verbergen. Die Ursachen liegen oft in der eigenen Biografie: Wer früh lernt, immer stark zu sein, übersieht eigene Gefühle, erklärt Psychologin Prof. Eva-Lotta Brakemeier von der Universität Greifswald.Im Netz zirkulieren Begriffe wie Smiling Depression oder hochfunktionale Depression, die Betroffene beschreiben, aber keine offiziellen Diagnosen darstellen. Von Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, erfährt Leon Windscheid, wie solche Zuschreibungen wissenschaftlich einzuordnen sind, warum sie zugleich helfen und schaden können. Und weshalb Aufklärung wichtig ist, um Depressionen früher zu erkennen und offen darüber zu sprechen. Das Ziel: viel Verständnis für Betroffene und weniger Stigmatisierung zu erreichen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ZDF 100. Gemeinsam aus der Depression
Folge 100 (15 Min.)Im Sozialexperiment spricht Psychologe Leon Windscheid (r.) mit den Teilnehmenden über Depression und wie unterschiedlich diese Erkrankung aussehen kann und vor welche Herausforderung sie die Menschen stellt.Bild: ZDF und Marius FuchtmannMillionen Menschen erkranken in Deutschland im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Nach außen funktionieren manche noch perfekt, obwohl sie innerlich leer sind. Im Sozialexperiment zu hochfunktionaler Depression spricht Leon Windscheid mit Betroffenen. Die Folge zeigt, wie unterschiedlich Depressionen erlebt werden und warum Offenheit wichtig ist. Was alle Teilnehmenden vereint, ist der Wunsch, sich auszutauschen, um anderen Mut zu machen. Denn niemand muss in einem seelischen Tief alleine bleiben. Es gibt Wege, die aus der Depression führen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ZDF 101. Christian und Felix Neureuther: Was macht gute Väter aus?
Folge 101 (20 Min.)Ski-Legenden Felix Neureuther (l.) und Vater Christian Neureuther (M.) sprechen mit Psychologe Leon Windscheid (r.) über ihre Vater-Sohn-Beziehung.Bild: ZDF und Anna WagnerWann ist ein Vater ein guter Vater? Was geben Männer weiter, wenn sie Väter werden? Psychologe Leon Windscheid sucht mit den Skilegenden Christian und Felix Neureuther nach Antworten. Christian (76) war für seinen Sohn stets Vorbild und Begleiter. Heute ist Felix (41) selbst vierfacher Vater und gibt Werte wie Familie, Zusammenhalt und Verantwortung weiter – unterstützt von Christian. Eine Vater-Sohn-Bindung mit Nähe und Vertrauen. Wissenschaftliche Einblicke geben Bindungs- und Väterforscher: Sie zeigen, wie sich Vatersein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt. Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut – und wo braucht es noch Veränderungen? (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 ZDF 102. Vater und Kind – eine Bindung, die das Leben prägt?
Folge 102 (25 Min.)Psychologe Leon Windscheid (M.) spricht mit Teilnehmenden des Sozialexperiments über ihre Vater-Kind-Beziehungen.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEine liebevolle Eltern-Kind-Bindung schenkt Kindern Vertrauen, Halt und den Mut, ihre Welt zu entdecken. Väter hinterlassen durch Nähe, echtes Engagement und tägliches Vorbild tiefe Spuren. Sie können die Entwicklung stärken und Resilienz wachsen lassen. In einem Studioexperiment geht Psychologe Leon Windscheid der Frage nach, was Vatersein heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung – oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 ZDF 103. Schocktherapie gegen Rassismus?
Folge 103 (15 Min.)1968 teilt die Lehrerin Jane Elliott ihre Klasse nach Augenfarbe – Blau gegen Braun. Psychologe Leon Windscheid zeigt, warum dieses pädagogische Experiment bis heute fasziniert.Bild: ZDF und Pascal GarbrechtRassismus im Klassenzimmer: Ein Unterricht wird zum Experiment gegen Diskriminierung. Eine Grundschullehrerin stellt die Frage, ob wir rassistische Denkmuster verlernen können. 1968 trennt die Lehrerin Jane Elliott ihre Schulklasse nach Augenfarben: Blau gegen Braun. In wenigen Minuten entstehen Macht, Ausgrenzung und Diskriminierung. Psychologe Leon Windscheid zeigt, was uns dieses radikale Schulexperiment bis heute lehrt. Das „Blue Eyes, Brown Eyes“-Experiment ist eines der bekanntesten Antirassismus-Experimente in der Schule. Jane Elliott wollte Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung für Kinder erfahrbar machen – und löste eine Debatte über rassismuskritische Pädagogik aus.Leon Windscheid beleuchtet psychologische Mechanismen hinter Vorurteilen, wie den „Ingroup-Outgroup-Bias“ oder den „Stereotype Threat“. Der Bildungsforscher Prof. Dr. Karim Fereidooni zeigt, wie tief Rassismus bereits im Denken von Kindern verankert ist – und welche rassismuskritischen Bildungsansätze helfen, Diskriminierung abzubauen und rassistische Denkmuster nachhaltig zu verlernen. Die Reihe „Terra Xplore – Brain Projects“ beleuchtet weltberühmte Experimente, Diagnosen und Therapien. Zwischen Wissenschaft und Wahnsinn fragt Psychologe Dr. Leon Windscheid: Was können wir aus diesen Geschichten für unsere eigene Psyche lernen – und warum wirken manche Methoden bis heute nach? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 16.03.2026 ZDF 104. Sechs schizophrene Brüder – Die Familie Galvin
Folge 104 (15 Min.)Psychologe Leon Windscheid folgt den Spuren der Familie Galvin. Was ist die Ursache von Schizophrenie – unsere Gene, die Umwelt oder gar die Erziehung?Bild: ZDF und Marius Fuchtmann12 Kinder, sechs mit Schizophrenie: Die Geschichte der Familie Galvin beleuchtet ein medizinisches Rätsel und zeigt, wie Stigma und Vorurteile psychische Erkrankungen verschärfen können. Frühe Warnzeichen, dramatische Verläufe: Vom ersten Auftreten der Schizophrenie im Hause Galvin über die harten Psychiatriepraktiken der 60er- und 70er-Jahre bis zur modernen Wissenschaft zeigt Leon Windscheid, wie die Diagnose die Familie prägte. Die „zweite Krankheit“ Hinter der perfekten Fassade kämpfen die Familienmitglieder mit rätselhaften Symptomen: Ein Sohn hört Stimmen, ein anderer wird im Wahn zur Gefahr.Wo liegen die Ursachen von Schizophrenie? Sind es unsere Gene, Umweltfaktoren oder gar die Erziehung? Psychiater Prof. Andreas Meyer-Lindenberg ordnet ein, wie sich das Verständnis psychischer Erkrankungen verändert hat – und warum Stigmatisierung bei Schizophrenie auch heute oft als „zweite Krankheit“ wirkt. Der Fall Galvin verdeutlicht, wie entscheidend frühe Behandlung, Aufklärung und Empathie sind und was wir alle gegen Vorurteile im Umgang mit psychischen Erkrankungen tun können. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 ZDF 105. Lust: Wie oft ist normal?
Folge 105 (45 Min.)Die Studentin Johanna spricht mit dem Psychologen Leon Windscheid über die unterschiedliche Ausprägung der Libido in ihrer Beziehung sowie über die Gefühle, Ängste und Herausforderungen, die damit verbunden sind.Bild: ZDF und Marius FuchtmannWo die Lust auf Intimität am Anfang der Beziehung kaum zu stillen ist, entsteht später oft ein Ungleichgewicht: Eine Person will oft mehr Nähe als die andere – und das belastet beide. Psychologe Leon Windscheid trifft die Studentin Johanna, die wegen einer chronischen Erkrankung weniger Nähe sucht als ihr Partner. Im Gespräch mit Dr. Christoph Joseph Ahlers zeigt sich, dass hinter einfachem Verlangen oft tiefere Bedürfnisse stehen. Wie viel Nähe brauchen wir, und was machen wir, wenn ein Ungleichgewicht in der Libido entsteht? Bei einer Analyse mehrerer Studien kam heraus, dass nur bei 6 Prozent der befragten Paare ein Gleichgewicht des sexuellen Verlangens vorliegt.Doch was macht das mit einem Paar, wenn der eine mehr und der andere weniger will? Zusammen mit Dr. Christoph Joseph Ahlers, einem klinischen Sexualpsychologen, sucht Leon Windscheid nach Lösungen. Oft sind es in Beziehungen nämlich seltener die reine Lust auf Sex und Orgasmus, sondern mehr ein Verlangen nach Aufmerksamkeit und Nähe, die zu Spannungen führen. Leon Windscheid lädt Menschen aus allen Altersgruppen zu einem Sozialexperiment ein, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen und Kämpfe mit dem Thema Lust in Beziehungen teilen. Bewegende Geschichten führen zu überraschenden Erkenntnissen und zeigen einmal mehr: Wir reden viel zu selten offen über Sex. Das weiß auch Dr. Laura Hatzler, die am sexualwissenschaftlichen Institut der Charité in Berlin forscht und Leon erklärt, wie Lust im Körper eigentlich entsteht und was dazu führen kann, dass sie komplett ausbleibt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 ZDF 106. Neustart nach Trennung – mit Collien Fernandes
Folge 106 (45 Min.)Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes spricht in „Terra Xplore“ mit Psychologe Leon Windscheid über ihre Trennung und darüber, wer man nach den Jahren des „Wir“ eigentlich selbst ist.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEine Scheidung fühlt sich für viele wie persönliches Scheitern an. Psychologe Leon Windscheid fragt: Welche Chancen bietet eine Trennung? Und wie klappt Trennen fair und respektvoll? Leon Windscheid trifft Collien Monica Fernandes in einer Phase des Umbruchs. Nach der Trennung von ihrem Ehemann befindet sie sich in einer Situation, die viele kennen: Nach Jahren des „Wir“ wieder herauszufinden, wer man selbst eigentlich ist. In einem Gespräch zwischen Leon Windscheid und der Paar- und Sexualtherapeutin Nele Sehrt wird deutlich, dass viele Paare oft jahrelang unglücklich in Beziehungen verharren, bevor sie den Mut finden, getrennte Wege zu gehen.Wie gelingt Loslassen, ohne sich selbst zu verlieren? Wie geht gutes Schlussmachen? Und was hilft beim Neustart? Für ein Sozialexperiment hat Leon Windscheid Menschen unterschiedlichen Alters eingeladen, um über ihre ganz persönlichen Erfahrungen des Verlassens und Verlassenwerdens zu sprechen. In emotionalen Gesprächen erzählen sie von Funkstille und Kontaktabbruch, von Schuldgefühlen und Erleichterung – und vom oft langen Weg zurück zum eigenen Ich. Eine „Terra Xplore“-Folge über Abschiede, Neuanfänge und die Erkenntnis, dass eine Trennung nicht nur das Ende einer Beziehung ist. Die Dreharbeiten mit Collien Fernandes fanden bereits im September 2025 statt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 ZDF 107. Was macht einen Papa aus? Mit den Neureuthers
Folge 107 (45 Min.)Wie wichtig sind die eigenen Väter? Welchen Einfluss haben Väter, und was geben Menschen weiter, wenn sie Väter werden? Mit diesen Fragen geht Psychologe Leon Windscheid auf Spurensuche. Leon Windscheid trifft die Ski-Legenden und Weltklasseathleten Christian und Felix Neureuther. Christian war für seinen Sohn immer Vorbild und Begleiter – nicht nur im Sport, sondern vor allem im Leben. Heute ist Felix selbst vierfacher Vater. Wissenschaftliche Einblicke, wie sich Vater sein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt, geben Psychologin und Bindungsforscherin Prof. Marian Bakermans-Kranenburg, Entwicklungspsychologe und Väterforscher Prof. Andreas Eickhorst und Sozialforscherin und Väterforscherin Prof. Katja Nowacki.Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut – und wo braucht es Veränderungen? Felix Neureuther möchte seinen Kindern dieselben Werte vermitteln, die er von seinen Eltern gelernt hat: Familie, Zusammenhalt und Verantwortung. Unterstützt wird er dabei von Christian, der seine Rolle als Opa mit Leidenschaft lebt. Eine Vater-Sohn-Beziehung, die Nähe und Vertrauen verkörpert – und zeigt, was Vaterschaft bedeuten kann. Doch nicht alle haben so enge Bindungen. In einem Studioexperiment geht Leon Windscheid der Frage nach, was Vaterrolle heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung – oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird. Zahlen verdeutlichen den Wandel: 59,4 Prozent der Väter sehen es als wichtigste Aufgabe, ihrem Kind Zuneigung zu zeigen – verbringen aber im Schnitt nur eine Stunde und 17 Minuten täglich mit ihnen. Während jeder zweite Vater sich gleichberechtigt einbringen will, arbeiten 86 Prozent Vollzeit. Zugleich steigt die Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen – ein Zeichen, dass sich Rollenbilder langsam verschieben. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF 108. Ehrlich Brothers: Was geben uns Geschwister?
Folge 108 (45 Min.)Psychologe Leon Windscheid (Mitte) mit den Teilnehmenden des Sozial-Experiments zum Thema „Geschwister“ mit all seinen Facetten – positiv wie negativ.Bild: Marius Fuchtmann / ZDF und Marius FuchtmannGeschwister haben enormen Einfluss auf unsere Persönlichkeitsentwicklung. Aber wie prägen sie uns wirklich, welche Lektionen lehren sie uns – und wie entwickeln wir uns ohne sie? Psychologe Leon Windscheid trifft die Ehrlich Brothers, die seit über 20 Jahren als Magier auftreten. Gemeinsam blicken sie in ihre Jugend und erkunden, welche Rolle eine gute Streitkultur für ihre Geschwisterbeziehung spielte. Sie sind oft die längste Beziehung unseres Lebens: Geschwister waren da, bevor wir unsere Partnerinnen und Partner kennengelernt haben – und häufig bleiben sie, wenn andere gehen.Forschende sind sich einig: Schwestern und Brüder prägen unsere Persönlichkeit wie kaum jemand sonst. Doch wie genau geschieht das? Und warum werden manche Geschwister zu engsten Vertrauten, während andere sich entfremden? Für „Terra Xplore“ geht Psychologe Leon Windscheid diesen Fragen nach. Er trifft die Ehrlich Brothers, zwei Brüder, die seit über 20 Jahren gemeinsam als Magier Erfolge feiern. Was hält zusammen, was nach außen wie eine untrennbare Einheit wirkt? Leon blickt auf ihre Familienkonstellation und entdeckt, welche Rolle die Eltern für stabile oder konflikthafte Geschwisterbeziehungen spielen. Auch die Wissenschaft liefert spannende Einblicke: Studien zeigen, dass Menschen mit Schwestern oft optimistischer sind und weniger Konflikte erleben, während Brüderbeziehungen häufiger belastet sind. Was steckt dahinter? Und was bedeutet das für unsere mentale Gesundheit? Eine „Terra Xplore“-Folge über Nähe, Konflikte – und die Frage: Wie machen uns Geschwister zu den Menschen, die wir heute sind? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 ZDF 109. Ist Mama die Beste? Mit Rhea Harder-Vennewald
Folge 109 (45 Min.)Kaum eine Rolle ist aufgeladener als die der Mutter. In „Terra Xplore“ fragt Psychologe Leon Windscheid: Was bedeutet Muttersein wirklich, und wie sehr prägen uns unsere Mütter? Leon trifft Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald. Seit knapp 20 Jahren spielt sie in der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ und ist Mutter von drei Kindern. Sie spricht über Nähe und Erschöpfung und den Druck, zwischen Drehalltag und Familie „gut genug“ zu sein. Rheas Freundin Nina Bott, selbst vierfache Mutter, erzählt im Gespräch mit Leon, wie ihre eigene belastete Kindheit mit einer suchtkranken Mutter zugleich Liebe, Verantwortung und Überforderung bedeuten kann – und wie sich der Blick auf die eigene Mutter mit den Jahren verändert.Mutterliebe gilt als bedingungslos und einfach da. Doch Mutterliebe ist kein Naturgesetz, erklärt Psychologin Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn. Überhöhte Ideale und Perfektionsansprüche setzen Mütter maßlos und vor allem unnötig unter Druck. In einem bewegenden Studioexperiment sprechen zwölf Mütter, Töchter und Söhne das aus, was sonst häufig ein Leben lang ungesagt bleibt: Dankbarkeit, Enttäuschung, Loyalität, Kontaktabbrüche, Gewalt- und Traumaerfahrungen. Dabei wird klar: Manche Kinder wurden getragen, andere verletzt. Manche Mütter konnten lieben, andere waren selbst überfordert oder traumatisiert. Mutterliebe ist kein Garant für eine gute Beziehung – und ihr Fehlen kein persönliches Versagen. Mit der Bindungsforscherin Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll spricht Leon Windscheid darüber, wie Bindung entsteht – nämlich dort, wo Menschen verlässlich da sind und zwar unabhängig von Biologie oder Geschlecht. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2026 ZDF
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