Terra Xplore Folge 107: Was macht einen Papa aus? Mit den Neureuthers
Folge 107
107. Was macht einen Papa aus? Mit den Neureuthers
Folge 107 (45 Min.)
Wie wichtig sind die eigenen Väter? Welchen Einfluss haben Väter, und was geben Menschen weiter, wenn sie Väter werden? Mit diesen Fragen geht Psychologe Leon Windscheid auf Spurensuche. Leon Windscheid trifft die Ski-Legenden und Weltklasseathleten Christian und Felix Neureuther. Christian war für seinen Sohn immer Vorbild und Begleiter – nicht nur im Sport, sondern vor allem im Leben. Heute ist Felix selbst vierfacher Vater. Wissenschaftliche Einblicke, wie sich Vater sein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt, geben Psychologin und Bindungsforscherin Prof. Marian Bakermans-Kranenburg, Entwicklungspsychologe und Väterforscher Prof. Andreas Eickhorst und Sozialforscherin und Väterforscherin Prof. Katja Nowacki.
Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut – und wo braucht es Veränderungen? Felix Neureuther möchte seinen Kindern dieselben Werte vermitteln, die er von seinen Eltern
gelernt hat: Familie, Zusammenhalt und Verantwortung. Unterstützt wird er dabei von Christian, der seine Rolle als Opa mit Leidenschaft lebt. Eine Vater-Sohn-Beziehung, die Nähe und Vertrauen verkörpert – und zeigt, was Vaterschaft bedeuten kann. Doch nicht alle haben so enge Bindungen. In einem Studioexperiment geht Leon Windscheid der Frage nach, was Vaterrolle heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung – oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird.
Zahlen verdeutlichen den Wandel: 59,4 Prozent der Väter sehen es als wichtigste Aufgabe, ihrem Kind Zuneigung zu zeigen – verbringen aber im Schnitt nur eine Stunde und 17 Minuten täglich mit ihnen. Während jeder zweite Vater sich gleichberechtigt einbringen will, arbeiten 86 Prozent Vollzeit. Zugleich steigt die Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen – ein Zeichen, dass sich Rollenbilder langsam verschieben. (Text: ZDF)