111. Brauchen wir Glauben?
Folge 111 (45 Min.)
Sozialpsychologe Professor Detlef Fetchenhauer spricht darüber, warum Menschen glauben.Bild: Marius Fuchtmann / ZDFSeit Tausenden von Jahren glauben Menschen – an ein Leben nach dem Tod, an Gott oder Götter. Menschen leben ihre Spiritualität auf vielfältige Weise aus. Psychologe Leon Windscheid macht sich für „Terra Xplore“ auf die Reise, den Glauben zu verstehen. Er trifft Angela, die mehrere Schicksalsschläge erlebt hat. Dabei hat sie Halt in ihrem christlichen Glauben gefunden und dieser hat sich dadurch weiter vertieft. Kommen wir mit dem Bedürfnis, an etwas Höheres zu glauben, bereits auf die Welt? Oder sind es bestimmte Momente, Erfahrungen und Prägungen, die uns zu gläubigen beziehungsweise spirituellen Menschen machen? Der Sozialpsychologe Prof. Detlef Fetchenhauer gibt Einblicke in die Forschung und erklärt, was Glauben Menschen geben kann.Er beantwortet die Frage, die sich Leon in dieser Folge stellt: „Brauchen wir Glauben?“ In einem Sozialexperiment treffen Menschen aufeinander, die ganz unterschiedliche Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Glaube haben. Dabei lernt Leon auch Lisa kennen – eine Muslima, die als Jugendliche vom Katholizismus zum Islam konvertiert ist. Er besucht sie in Köln, um ihre Beweggründe besser zu verstehen und fragt sich dabei selbst, ob es auch ihm guttun würde, an etwas zu glauben. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 ZDF 112. Longevity – für immer jung?
Folge 112 (45 Min.)Psychologe Leon Windscheid (r.) mit Longevity Entrepreneur Maurice Lichtenberg (l.) im Gespräch über die Philosophie hinter dem Trendthema Langlebigkeit.Bild: ZDF und Marius FuchtmannAlle wollen lange leben, aber niemand will alt sein. Biohacking verspricht ewige Jugend. Super-Ager setzen auf ein positives Mindset. Wie blickt die Psychologie auf das Thema Longevity? Leon Windscheid trifft einen Biohacker, die Gerontopsychologin Eva-Marie Kessler, den Soziologen Hartmut Rosa und einen frisch verliebten Hundertzweijährigen. Super-Ager diskutieren mit Schulkindern darüber, wie wir alle besser mit dem Thema Alter umgehen können. Wie wir altern, hängt ganz entscheidend davon ab, wie wir über das Alter denken. Das betont Eva-Marie Kessler von der Medical School Berlin, eine der führenden Alternsforschenden.Denn eine negative Sicht auf das Alter kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Im Gespräch mit Leon Windscheid erklärt die Expertin, welche drei Säulen für ein gutes Altwerden wichtig sind und wie viel wir davon selbst in der Hand haben. Denn Gene machen nur einen Teil unserer Lebensspanne aus. Der Rest ist Lebensstil, Umwelt, Haltung. So wie bei Franz Bilzer, 102 Jahre alt, Trompeter und frisch verliebt. Leon trifft ihn und seine neue Liebe Doris im Konzerthaus. Für Franz liegt das Geheimnis eines vitalen Super-Agers vor allem in der richtigen Einstellung: nichts übertreiben, offen und neugierig bleiben, sich auf das Positive fokussieren. Das ist auch eine der zentralen Erkenntnisse aus den Interviews, die „logo“-Kinderreporterinnen und -Kinderreporter mit Super-Agern führen. Die Kids wollen wissen, wie gutes Altwerden geht, was sie jetzt schon dafür tun können und wie ein besserer Austausch zwischen den Generationen möglich ist. Denn in unserer Gesellschaft ist Alter immer noch negativ geprägt. Schon Kinder präsentieren ihre Anti-Aging-Produkte auf Social Media – gegen Alterserscheinungen, die noch gar nicht da sind. Ästhetische Eingriffe sind normal geworden, Falten werden weggespritzt, Gesichter geglättet, Körper optimiert. Jugend ist kein Lebensabschnitt mehr, sondern ein Leistungszustand, den es zu verteidigen gilt. Doch woher kommt unser negativer Blick aufs Alter? Und wie hat er sich verändert? Im Gespräch mit dem Soziologen Hartmut Rosa erfährt Leon: Früher war hohes Alter ein Zeichen von Erfahrung und Autorität. Heute dagegen gilt es oft als Makel. Unsere Gesellschaft ist auf Beschleunigung programmiert: Wer langsamer wird, fällt raus. Dagegen hält Rosa sein Konzept der Resonanz: Nur im bewussten Austausch mit unserer Umwelt und in der Akzeptanz der Endlichkeit kann gutes Leben – und damit auch gutes Altern – gelingen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 07.06.2026 ZDF 113. Ungleiches Verlangen, gleiche Liebe?
Folge 113 (30 Min.)Paare haben oft ein unterschiedliches sexuelles Bedürfnis. In „Terra Xplore“ erklärt Psychologe Leon Windscheid, wie das Beziehungen prägt, und wie man Nähe und Intimität unterscheiden kann. In Hannover trifft Leon Windscheid die Studentin Johanna, die wegen einer chronischen Erkrankung und Schmerzen weniger Nähe sucht als ihr Partner. Zudem sucht er gemeinsam mit Christoph Joseph Ahlers und Ärztin Laura Hatzler nach Lösungen, wie Paare mit unterschiedlichen Bedürfnissen umgehen können. Oft geht es weniger um körperliche Wünsche, sondern um das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Nähe, das Spannungen erzeugt. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 08.06.2026 ZDF 114. Lust und Liebe – wie kann das ohne Stress zusammengehen?
Folge 114 (15 Min.)Wie viel Nähe brauchen wir – und was passiert, wenn Bedürfnisse auseinandergehen? Oft geht es weniger um körperliche Wünsche, sondern um das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Verbundenheit. Leon Windscheid lädt Menschen aus allen Altersgruppen zu einem Sozialexperiment ein, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen und Struggles mit dem Thema Lust in Beziehungen teilen. Bewegende Geschichten führen zu überraschenden Erkenntnissen und zeigen einmal mehr: Wir reden viel zu selten offen über Sex. Das weiß auch Dr. Laura Hatzler, die am sexualwissenschaftlichen Institut der Charité in Berlin forscht und Leon erklärt, wie Lust im Körper eigentlich entsteht und was dazu führen kann, dass sie komplett ausbleibt. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Di. 09.06.2026 ZDF 115. Villa oder WG – wie Wohnen uns prägt
Folge 115 (45 Min.)Grafikdesignerin Lena Lademann (r.) spricht mit Psychologe Leon Windschscheid (l.) über die zentrale Rolle des Themas Wohnen in ihrem Leben.Bild: ZDFWir verbringen viele Stunden zu Hause – und Dinge wie Licht, Farben und Platz beeinflussen unsere Psyche. Wie gestalte ich meine Wohnung so, dass sie mir guttut? Leon Windscheid trifft den Hamburger Unternehmer Simon Schäfer. Er hat seine Villa nach seinen eigenen Vorstellungen von gesundem und wohltuendem Wohnen geplant. Natürliche Materialien, viel Tageslicht und der Blick ins Grüne gehören zu seinem Wohnkonzept. Was verraten unsere Wohnungen über uns selbst? Das will Leon Windscheid herausfinden. Einen sehr persönlichen Zugang zum Thema eröffnet die Geschichte von Lena Lademann.Nach ihrer Trennung verliert die Mode-Influencerin ihr vertrautes Zuhause und steht vor einem Neuanfang. In ihrem neuen Domizil auf Mallorca spricht sie darüber, welche zentrale Rolle das Thema Wohnen für sie in dieser Lebensphase gespielt hat. Wohnpsychologin Melanie Fritze ordnet ein, welche Aspekte von Wohnraum besonders relevant für das psychische Erleben sind, welche verbreiteten Fehlannahmen es bei der Einrichtung des eigenen Zuhauses gibt und welche Bedeutung Wohnsicherheit für das psychische Wohlbefinden hat. Für „Terra Xplore“ macht Leon in einem Studioexperiment den Praxistest: Anhand von Fotos ihrer Wohnungen müssen die anderen Teilnehmer erraten, was sich daraus über die Menschen dahinter ablesen lässt. Hintergrund ist eine psychologische Studie, nach der bestimmte Persönlichkeitsmerkmale häufig schon durch einen Blick ins Zuhause zutreffend eingeschätzt werden können. Spiegeln unsere eigenen vier Wände wirklich so deutlich, wer wir sind? Wird es den Teilnehmern gelingen, die richtigen Rückschlüsse über die anderen Kandidaten zu ziehen? Wohnraum als Luxusobjekt: Das ist die Mission von Leon Sandhowe. Als Mister Unreal Estate führt er auf seinem YouTube-Kanal durch exklusive Immobilien und Villen. Sicher ist: Je stärker wir uns mit unserem Zuhause identifizieren, desto stabiler wirkt es als psychologischer Anker. Doch beim Wohnen geht es nicht um Luxus, sondern vor allem um die Frage: Was brauche ich wirklich, um mich sicher, inspiriert und geborgen zu fühlen? In dieser Folge zeigt Leon Windscheid, dass bereits kleine Veränderungen im Zuhause das Wohlbefinden unterstützen können. Es braucht dafür keine Luxusvilla, sondern vor allem eine Wohnung, die zu den eigenen Bedürfnissen passt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 18.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 14.06.2026 ZDF
