127. Geborgen wohnen: Die Psychologie des Zuhauses
Folge 127 (30 Min.)Wir verbringen rund 14 Stunden täglich zuhause. Licht, Raum und Farben beeinflussen unsere Psyche. Wie gestalten Menschen ihren Wohnraum, damit er zu ihnen passt? Psychologe Leon Windscheid trifft in dieser „Terra-Xplore“-Folge den Influencer Mr. Unreal Estate, der ihm exklusive Immobilien zeigt. Denn beim Wohnen geht es nicht nur um Luxus, sondern vor allem darum, was man wirklich braucht, um sich geborgen zu fühlen. Für Unternehmer Simon Schäfer zählen natürliche Materialien, viel Tageslicht und der Blick ins Grüne – danach plante er seine Villa. Lena Lademann verlor nach einer Trennung ihr Zuhause und erzählt auf Mallorca, wie prägend Wohnen in dieser Phase für sie ist. Wohnpsychologin Melanie Fritze ordnet ein, welche Aspekte von Wohnraum besonders relevant für das psychische Erleben sind, welche verbreiteten Fehlannahmen es bei der Einrichtung des eigenen Zuhauses gibt und welche Bedeutung Wohnsicherheit für das psychische Wohlbefinden hat. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 ZDF 128. Was Wohnungen über Menschen verraten
Folge 128 (15 Min.)Wohnpsychologin Melanie Fritze (l.) und Psychologe Leon Windscheid (r.)Bild: ZDF und Marius FuchtmannWie wir wohnen, beeinflusst unser Wohlbefinden stärker, als uns oft bewusst ist. Schon kleine Veränderungen zu Hause können dazu beitragen, dass wir uns wohler fühlen. In einem Studioexperiment zeigt Psychologe Leon Windscheid den Teilnehmenden Fotos der Wohnungen der jeweils anderen. Obwohl sie sich nicht kennen, versuchen sie daraus Rückschlüsse auf Persönlichkeit, Lebensstil und Gewohnheiten der Bewohner zu ziehen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 ZDF 129. Vermisst – Zwischen Hoffnung und Ungewissheit
Folge 129 (25 Min.)Wenn ein Mensch spurlos verschwindet, bleiben Familie und Freunde mit quälenden Fragen und Ungewissheit zurück. Ein Ausnahmezustand, der ihre Psyche massiv belastet und beeinflusst. Psychologe Leon Windscheid begegnet Angehörigen vermisster Personen und erhält Einblicke in ihren Umgang mit Hoffnung, Angst und Verlust. Psychologin Prof. Rita Rosner erklärt, wie Hoffnung stabilisieren, Sinn stiften und Handlungskraft erhalten kann. Der Fall von Nathalie Schöffmann zeigt die andere Seite des Vermisst-Seins – die Perspektive der Betroffenen selbst. Die österreichische Radrennfahrerin und Triathletin wurde 2019 während einer Radtour entführt und war stundenlang in der Gewalt ihres Täters. Trotz extremer Angst blieb sie ruhig, sprach mit dem Entführer – und kam frei. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 14.09.2026 ZDF 130. Vermisst – Was Ungewissheit mit uns macht
Folge 130 (20 Min.)Sandra EckardtBild: ZDFSpurlos verschwunden, kein Abschied, keine Antworten. Psychologe Leon Windscheid trifft Ralf Salice. Seit 2020 sucht er seine vermisste Tochter. Aufzugeben ist für ihn keine Option. Täglich werden in Deutschland rund 250 Menschen als vermisst gemeldet. Aktuell sind es etwa 10.000 Vermisste. Psychologe Leon Windscheid fragt: Was macht diese Ungewissheit mit unserer Psyche? Wie lebt man als Angehöriger weiter? Im September 2020 verschwindet Scarlett Salice während einer Wanderung im Schwarzwald. Auch nachdem die offiziellen Suchmaßnahmen der Polizei eingestellt wurden, sucht Scarletts Vater Ralf weiter. Er sammelt Hinweise, spricht mit Zeugen, gibt nicht auf.Die Suche nach Scarlett bestimmt seitdem einen großen Teil seines Lebens. Er sagt: „Ich muss das tun, was nötig ist, um sie wiederzufinden. Und da gibt es in dem Moment auch keine Grenzen.“ Hoffnung bedeutet für ihn Handeln. Der Fall Salice zeigt, was ein Verschwinden für Angehörige bedeutet: ein Leben im permanenten Alarmzustand. Um die psychischen Folgen dieser Ungewissheit zu verstehen, trifft Leon Windscheid die Psychologin Prof. Rita Rosner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie erklärt, warum das menschliche Gehirn Unsicherheit kaum aushält und welche emotionalen Mechanismen dabei aktiviert werden. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 14.09.2026 ZDF 131. Neustart nach Trennung – Kämpfen oder loslassen?
Folge 131 (15 Min.)Psychologe Leon Windscheid (2.v.r.) spricht mit Teilnehmenden des Sozialexperiments über ihre Trennungen.Bild: Marius Fuchtmann / ZDFWarum fällt es uns so schwer, eine Beziehung zu beenden – selbst dann, wenn wir längst spüren, dass sie uns nicht mehr guttut? Und kann man sich eigentlich gut trennen? In einem Studioexperiment kommen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen und erzählen von ihren Erfahrungen mit Trennung, Zweifel und Neuanfang. Ihre Geschichten zeigen, wie emotional und verletzend das Thema ist und wie viel Mut es braucht, loszulassen. Leon Windscheid ordnet die persönlichen Erfahrungen mit Erkenntnissen der Beziehungspsychologie ein. Er geht Fragen nach wie: Woran erkennen wir, dass eine Beziehung wirklich am Ende ist? Warum halten viele Menschen an einer Partnerschaft fest, obwohl sie unglücklich sind? Und wann lohnt es sich, um die Liebe zu kämpfen – und wann ist Loslassen der gesündere Weg? Die aktuelle Forschung zeigt: Trennungen sind meist kein spontaner Entschluss, sondern das Ende eines langen Prozesses, der oft Monate oder sogar Jahre vor der eigentlichen Trennung beginnt. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 ZDF 132. Alkohol – Brauchen wir den Rausch?
Folge 132 (15 Min.)Psychologe Leon Windscheid (5.v.r.) spricht mit den Teilnehmenden des Sozialexperiments über ihr ganz persönliches Verhältnis zum Thema Rausch.Bild: ZDF und Marius FuchtmannAuch wenn es einen risikofreien Alkoholkonsum niemals geben wird – ist eine andere, bewusstere Trinkkultur auch in Deutschland denkbar? Im Sozialexperiment trifft Psychologe Leon Windscheid auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen: eine Winzerin, für die Wein Kulturgut ist. Einen seit zwölf Jahren trockenen Alkoholiker. Eine junge Frau, die als Teenager im Rausch Zugehörigkeit suchte. Ihre Geschichten zeigen: Alkohol ist Genuss, Ritual und Risiko zugleich – oft alles auf einmal. Suchtforscher Professor Johannes Lindenmeyer sagt, eine Gesellschaft wird den Alkohol nie loswerden. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob wir trinken, sondern wie. Während andere Kulturen zum Teil einen bewussteren Umgang mit Alkohol pflegen, gilt in Deutschland noch immer viel zu häufig: Wer viel trinkt, hat gewonnen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 24.09.2026 ZDF 133. Alkohol – Warum wir den Rausch suchen
Folge 133 (25 Min.)Stephanie Spendler führt seit Jahren eines der bekanntesten Bierzelte auf der Wiesn. Sie erlebt jeden Herbst, wie Millionen Menschen gemeinsam den Rausch suchen. Auf dem Oktoberfest, beim Karneval, am Ballermann: Der Rausch hat in unserem Leben einen festen Platz. Millionen Menschen trinken Alkohol – obwohl sie wissen, dass er schadet. Psychologe Leon Windscheid fragt sich „Warum suchen wir den Rausch?“ „Seitdem wir Geschichte nachprüfen können, gibt es auch Alkohol“, berichtet Kulturanthropologe Prof. Gunther Hirschfelder. Frühe Spuren von Alkohol finden sich tatsächlich rund um den Globus.In dieser „Terra Xplore“-Folge erfährt Leon, wie vielschichtig das Verhältnis zwischen Mensch und Alkohol, dem Rauschmittel Nummer eins in Deutschland, wirklich ist. Aufgrund des hohen Alkoholkonsums sterben in Deutschland jährlich rund 44.000 Menschen. Knapp vier Millionen Menschen haben alkoholbezogene Störungen. Und doch, sagt Suchtexperte Prof. Johannes Lindenmeyer, wird unsere Gesellschaft den Alkohol nie loswerden. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob wir trinken, sondern wie. Denn während es auch Kulturen mit bewussterem Umgang mit Alkohol gibt, gilt in Deutschland noch immer oft: Wer viel trinkt, kann damit fast angeben. Auch wenn es einen risikofreien Konsum niemals geben wird – ist eine andere, bewusstere Trinkkultur denkbar? Im Sozialexperiment trifft Leon auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen: Eine Winzerin, für die Wein Kulturgut ist, einen seit zwölf Jahren trockenen Alkoholiker, eine junge Frau, die als Teenager im Rausch Zugehörigkeit suchte. Ihre Geschichten zeigen: Alkohol ist Genuss, Ritual und Risiko – oft alles auf einmal. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Do. 24.09.2026 ZDF 134. Warum lieben wir Schlager?
Folge 134 (45 Min.)Warum berührt Schlager Millionen, während andere abschalten? Leon Windscheid trifft Stars, Fans und Experten und entdeckt: Hinter den Hits stecken Sehnsucht, Gemeinschaft und Kalkül. Was passiert bei Schlagermusik im Kopf? Leon Windscheid geht für „Terra Xplore“ den psychologischen Mechanismen des Genres nach. Dr. Pop erklärt, wie Vertrautheit und Emotion diese Musik prägen. Mit Roland Kaiser erlebt Leon zudem, was Generationen verbindet. Tausende Menschen, ein Refrain, Tränen in den Augen: Bei einem Schlager lassen sich Millionen fallen, ob im Festzelt, auf Mallorca oder im Stadion. Aber warum feiern ihn die einen hemmungslos, während die anderen beim ersten Takt die Augen verdrehen? Leon Windscheid trifft für „Terra Xplore“ Schlagergrößen.Da ist Isi Glück, die mit Partyschlager ganze Hallen in kollektive Ekstase versetzt. Leon begleitet sie backstage und erlebt, wie viel Handwerk, Energie und Strategie hinter dem scheinbar mühelosen Auftritt steckt. Warum funktionieren einfache Zeilen, klare Beats und große Gefühle so zuverlässig? Und warum ist gerade die Übertreibung oft der Schlüssel zum Erfolg? Auf der anderen Seite: Roland Kaiser, der den deutschen Schlager seit Jahrzehnten prägt wie kaum ein zweiter. In Münster spricht Leon mit ihm über Sehnsucht, Gemeinschaft, den Generationenwechsel und darüber, was Schlager den Menschen eigentlich gibt. Wie ein Hit überhaupt entsteht, zeigt Produzent Tim Peters: Schlager ist kein Zufallsprodukt, sondern ein genau kalkuliertes Zusammenspiel aus Melodie, Text, Rhythmus und Emotion. Musikwissenschaftler Dr. Markus Henrik, alias Dr. Pop, erklärt die Mechanismen hinter dem Phänomen: Welche Sehnsüchte bedient ein Schlager und warum funktioniert er über Generationen hinweg so verlässlich? Am Ende wird klar: Hinter all den Bildern, Tränen und Partyexzessen steckt mehr als Kitsch. Schlager ist Party, Emotion und ein lukratives Geschäft. Aber auch ein Ort, an dem viele sich trauen, einfach sie selbst zu sein. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 04.10.2026 ZDF
