• Folge 284 (90 Min.)
      Ferien in der Schweiz: Ist das nicht zu teuer? Mit dem Wohnmobil, das man auf den Passstraßen wie dem Flüelapass auch mal „wild“ stehen lassen darf, kann ein Urlaub bei den Eidgenossen erschwinglich werden. Tamina Kallert startet im Südosten der Schweiz: im Engadin, ganz in der Nähe von St. Moritz. Ihre erste Station: Ein Campingplatz in Morteratsch auf 1.860 m Höhe, mit Blick auf Gletscher und See. Sie besucht den ältesten Nationalpark der Alpen, trifft im „Heididorf“ auf Besucher aus aller Welt und entpuppt sich als Talent an der Armbrust wie einst Wilhelm Tell. Schweizerische Geschichten und Traditionen stehen auf dem Programm, Wandern durchs autofreie Fextal und ein Spaziergang mit Yaks bei Andermatt. Begeistert ist Tamina Kallert von der spektakulären Landschaft wie dem „Swiss Grand Canyon“.
      Mit der Zahnradbahn auf die Rigi und ein Bad im Vierwaldstätter See
      Früher ließen sich reiche Urlauber mit der Sänfte in die Bergwelt Rigi tragen. Tamina Kallert nimmt in Vitznau die Zahnradbahn und lässt sich auf der Alp Trieb in 1.450 m Höhe den Unterschied zwischen Berg- und Alpkäse erklären. An den Ufern des Vierwaldstätter See lernt sie die legendären Badeparadiese kennen, die schon vor 100 Jahren Touristenmagnete waren.
      Das Oberengadin: Gletscherwanderung und Kite-Surfen im Hawaii der Alpen
      In Morteratsch im Oberengadin liegt der höchst gelegene ganzjährig bewohnte Campingplatz in Europa. Tamina Kallert stellt ihr Wohnmobil in einer spektakulären Gletscher- und Seenlandschaft ab. Am nächsten Tag steigt sie mit einer Bergführerin auf den Persgletscher, der sich früher mit dem großen Morteratschgletscher vereinte. Vom Gletschereis zum Hawaii der Alpen: Am Silvaplanersee stehen pünktlich zur Mittagszeit die Kite-Surfer und warten auf den Malojawind; Tamina Kallert bevorzugt fürs Stand-up-Paddling das spiegelglatte Wasser am Morgen.
      Botschafter der Schweiz: Heidi und Wilhelm Tell
      Heidi wurde1880 von der Schriftstellerin Johanna Spyri erfunden; dem Freiheitshelden Wilhelm Tell widmete Friedrich Schiller ein ganzes Bühnendrama. Beide Figuren prägen das Bild der Schweiz bis heute. Im Freiluftmuseum Heididorf im Kanton Graubünden „lebt“ das kleine Mädchen weiter: mit Ziegen, im 300 Jahre alten Heidihaus und in der nachgebauten Almhütte. Hat Wilhelm Tell wirklich gelebt? Das erfährt Tamina Kallert im Bundesbriefmuseum in Schwyz. (Text: WDR)
      Deutsche TV-PremiereSo 03.07.2022WDR
    • Folge 285 (90 Min.)
      Für die Wanderung durch den uralten Lorbeerwald und ins Reich der Wasserfälle braucht Anne Willmes einen Regenmantel
      Rauf auf den Monte mit der Seilbahn, runter mit dem Korbschlitten. Das gibt es nur auf Madeira. Die Insel gehört zu Portugal und liegt rund 1.000 km entfernt mitten im Atlantik. Anne Willmes reist kreuz und quer über die Insel und erkundet ihre Besonderheiten: spektakuläre Steilklippen und Lavapools statt Sandstränden, einen Unterwasser-Naturschutzpark voll exotischer Fische und in der Hauptstadt Funchal eine Outdoor-Galerie aus kunstvoll bemalten Haustüren. Sie wandelt auf den Spuren von Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der in Funchal aufgewachsen ist, und erforscht das Geheimnis des berühmten Madeiraweins. Spektakulär ist die Wanderung durch den uralten Lorbeerwald, entlang der Wasserkanäle, den berühmten Levadas. Schwimmen, tauchen und schnorcheln Madeira hat viele schroffe Steilküsten, einige kleine Steinstrände und nur wenige Sandstrände.
      In Porto Moniz im Nordwesten der Insel badet Anne Willmes in einem sogenannten Lava-Pool – geschützt vor den hohen Atlantikwellen. Einen neun Kilometer langen Traumstrand findet sie auf der Nachbarinsel Porto Santo. In Caniço an der Südküste von Madeira kann man in einem Unterwasser-Naturschutzpark schwimmen und vor allem auch tauchen oder schnorcheln. Auf den Spuren von Cristiano Ronaldo Anne Willmes begegnet der Bewunderung für Cristiano Ronaldo überall auf Madeira. Der Flughafen trägt den Namen des weltberühmten Fußballspielers, im Hafen von Funchal steht eine riesige Bronzestatue vor dem Ronaldo-Museum, wo seine Trophäen und Ebenbilder ausgestellt sind: Ronaldo virtuell, lebensgroß, in Gold und ganz aus Schokolade.
      Das Haus seiner Familie im Stadtteil Santo Antonio steht nicht mehr, aber eine Nachbarin erinnert sich an den Knirps, genauso wie genauso wie der Präsident des Amateur-Clubs Andorinha, wo Ronaldo als Achtjähriger seine ersten Spiele absolvierte. Wald und Wasser Der uralte Lorbeerwald zieht sich bis auf eine Höhe von 1.300 Metern. Er bedeckt ein Fünftel der Insel Madeira und ist für ihren Wasserhaushalt unentbehrlich. Denn die Feuchtigkeit aus den dortigen Nebeln schlägt sich als Wasser auf den Bäumen nieder. Anne Willmes macht eine Wanderung ins Reich der Wasserfälle und Levadas, den steinernen Kanälen, die schon ab dem 14. Jahrhundert auf Madeira in den Fels gehauen wurden. (Text: WDR)
      Deutsche TV-PremiereSo 17.07.2022WDR
    • Folge 286 (90 Min.)
      Pilgern auf dem Camino del Norte, unterwegs mit der Deutsch-Baskin Jone Karres.
      Das Baskenland ist anders als der Rest von Spanien: Die Küste ist wilder und rauer, das grüne Hinterland mit Gipfeln über 1.000 m erinnert an das Allgäu, und die Menschen sprechen eine eigene Sprache. Anne Willmes reist vom mondänen Seebad San Sebastian durch kleine Fischerdörfer, in denen die Seefahrer-Vergangenheit lebendig ist, bis in die Avantgarde-Metropole Bilbao. Das Baskenland ist voller Traditionen. Dazu gehören Pelota, das schnellste Ballspiel der Welt, Ruderwettbewerbe auf dem Atlantik und Männerkochklubs. Anne Willmes probiert sich durch die köstlichen Pinxtos, die baskischen Tapas, bestaunt die archaische Natur im Geopark von Zumaia und pilgert auf dem Jakobsweg zwischen Küste und Weinbergen. Und sie besucht das Wahrzeichen des Baskenlands: die Felseninsel San Juan de Gaztelugaxte, mitten im Golf von Biskaya.
      Guernica und die baskische Identität Für die Identität und Eigenständigkeit des Baskenlands steht neben der eigenen Sprache die Stadt Guernica. Während des spanischen Bürgerkriegs legten 1937 Deutsche und Italiener, die das Franco-Regime unterstützten, die Stadt in Schutt und Asche. Dieses Kriegsverbrechen war der Anlass zu Picassos weltberühmtem Gemälde „Guernica“. Mondänes San Sebastian und avantgardistisches Bilbao Das mondäne San Sebastian ist berühmt für seine muschelförmige Bucht und die vielen Gebäude aus der Belle Époche. Bilbao, das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region, gilt heute als Avantgarde-Metropole: Die ehemals heruntergekommene Industriestadt hat sich seit dem Bau des Guggenheim Museums neu erfunden. Mehr als eine Mio. Menschen besuchen jährlich das von Stararchitekten Frank O. Gehry entworfene Meisterwerk.
      Norman Foster entwarf eine ganze U-Bahn Linie; internationale Streetart-Künstler verschönten die Altstadt. Walfänger und Seefahrer Der Fisch- und Walfang hat im Baskenland eine jahrhundertelange Tradition. Im 16. Jh. war Pasaia der wichtigste Walfanghafen in Europa. Seit 2013 wird hier im Werftmuseum Albaola ein 1565 gesunkener Walfänger nachgebaut: mit den gleichen Verfahren wie vor 500 Jahren. Zu den berühmtesten Söhnen der Region gehört der Seefahrer Elcano – 1476 geboren in Getaria – der nach dem Tod von Magellan dessen Platz einnahm und als erster die Welt umsegelte. (Text: WDR)
      Deutsche TV-PremiereSo 24.07.2022WDR
    • Folge 287 (90 Min.)
      Für seine wuchtige, im 13. Jahrhundert erbaute Trutzburg ist Calvi bekannt. Im Hafen des charmanten Ortes an der Nordwestküste starten Ausflugsboote.
      „Das Gebirge im Meer“ wird Korsika auch genannt. Zu Recht: Rund 70 Gipfel der französischen Mittelmeerinsel sind höher als 2.000 m, und das Hochgebirge mit seinen Canyons und glasklaren Flüssen ist das Ziel vieler Wanderer. Lange Sandstrände an der Ostküste laden zum Baden und Sport machen ein, die Felsküsten im Westen locken Taucher und Schnorchler. Tamina Kallert startet in Calvi an der Nordwestküste, dann geht’s ins Landesinnere nach Corte und anschließend in die Region um Bastia im Nordosten. Wie viele andere Urlauber übernachtet sie meist auf Campingplätzen. Mit der Tramway de Balagne, ein Schmalspurbahn, passiert sie versteckte Traumbuchten und die vielen Wachtürme aus dem 16. Jahrhundert, als die Genuesen auf der Insel herrschten.
      Klippenwanderung und heißer Kakao im Hochgebirge Wie hingeworfen sehen die Tafoni aus, die bizarren Fels- und Steinformationen aus Granit am Küstenabschnitt von Punta Spano. Tamina Kallert macht eine Klippenwanderung und blickt von dort auf die nur 15 km entfernten Gebirge der Insel. Das Restonica-Tal führt von Corte ins Hochgebirge und gehört zum Naturpark Parc Naturel Régional Corse. Auf 1.500 m ist es kalt und stürmisch. Tamina Kallert und ihr Wanderführer Edgar Eberle nehmen in der Bergerie de Melo dankbar am Ofen Platz und trinken heißen Kakao. Das Künstlerdorf Pigna und die alte Hauptstadt Corte Verstreut in den Hügeln der Region Balagne liegen kleine, oft mittelalterliche anmutende Bergdörfer. Pigna hat sich zu dem Zentrum der korsischen Musik entwickelt. Im sogenannten Auditorium finden Konzerte und Workshops statt.
      Corte, die alte Hauptstadt im Inselinneren, ist die Wiege der Unabhängigkeitsbewegung. Dem Widerstandskämpfer Pascal Paoli wurde hier ein Denkmal errichtet. Bunt und quirlig geht es in Corte hingegen in den Studentenlokalen und Cafés entlang der Hauptstraße Richtung Place Paoli zu. Calvi und Bastia: Trutzburg und italienisches Flair Für seine wuchtige, im 13. Jahrhundert erbaute Trutzburg ist Calvi bekannt. Im Hafen des charmanten Ortes an der Nordwestküste starten Ausflugsboote. Tamina Kallert entscheidet sich für eine Schnorcheltour vor der Halbinsel La Revellata. Der Hafen Port Vieux von Bastia erinnert an die Zeiten, als die Italiener die Stadt im Nordosten der Insel prägten. (Text: WDR)
      Deutsche TV-PremiereSo 31.07.2022WDR

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