• 25 Min.
    Uli Kunz und Dr. Carmen Köhler stehen in Raumanzügen in der Mars-Simulations-Station in der „Astroland“-Höhle in Nordspanien. – Bild: ZDF and Hannah Stief
    Uli Kunz und Dr. Carmen Köhler stehen in Raumanzügen in der Mars-Simulations-Station in der „Astroland“-Höhle in Nordspanien.
    Die Menschen wollen weg auf den Mars – die Erde flippt aus. „Terra X“-Moderator und Meeresbiologe Uli Kunz ist unterwegs zu einer ganz besonderen Mission – einer Marssimulation in einer Höhle in Spaniens Bergen. Unter welchen Bedingungen könnten Menschen auf dem Mars leben? Kurz vor Ankunft in der Höhle erscheint Uli – in einem Pumuckl-Meister Eder-Moment – die Welt höchstpersönlich. Und sie ist sauer. Stinksauer. Erst überlässt sie der Menschheit alle ihre Ressourcen, lässt sich ausbeuten und schlecht behandeln – und jetzt, wo sie runtergewirtschaftet ist, denken die Menschen offenbar darüber nach auf den Mars auszuwandern?! Geht’s noch? Es reicht! Höchste Zeit sich von dieser miesen Spezies zu trennen. Uli Kunz, der zunächst nicht weiß, wie ihm geschieht, bekommt den ganzen Hate der Erde ab. Schafft es aber 100 Tage Zeit zu verhandeln, um die Welt umzustimmen. Gemeinsam reisen sie zu Projekten, die Hoffnung machen: Erster Stopp auf ihrer gemeinsamen Reise: geheimnisvolle Kelpwälder unter Wasser, die als effektive CO₂-Speicher gelten. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 21.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 ZDFneo
  • 25 Min.
    Uli Kunz sitzt mit Schutzhelm und Kletterausrüstung auf einen Baumstamm im rumänischen Wald.
    Illegale Abholzung, Holzmafia und Klimakrise – die Welt ist kurz vor dem Aufgeben. Uli Kunz nimmt sie mit in Rumäniens Urwälder, wo Aktivisten unter Lebensgefahr gegen illegalen Raubbau und die Holz-Mafia kämpfen. Im Anschluss geht es an die Ostsee: Dort retten Forschende Seegraswiesen, die mehr CO2 speichern als tropische Regenwälder und damit entscheidend zum Klimaschutz beitragen. Diese Folge von „Kunz und die Welt“ zeigt eindrucksvoll, wie engagierte Menschen die Natur schützen – und warum diese Projekte für unsere Zukunft Überlebenswichtig sind. Selbst die grantige Welt wird zwischenzeitlich fast schon milde. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 21.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 ZDFneo
  • 25 Min.
    Uli Kunz und WWF-Mitarbeiterin Gabrielle Dederer sitzen am Olympiahafen in Schilksee. Sie haben ein Geisternetz in der Hand, welches sie aus der Ostsee geholt haben.
    Plastikmüll bedroht die Ozeane – und die Welt dreht durch. Uli Kunz und sein Team bergen mit Verfahren, die inzwischen von KI-Technologie unterstützt werden, Geisternetze aus der Ostsee. Beim anschließenden Stopp auf Helgoland wird klar: Auch Basstölpel, die größten Seevögel an der deutschen Küste, verheddern sich häufig in Plastikfäden, die sie in ihre Nester einbauen. Viele Jungtiere sterben qualvoll. Doch es gibt Alternativen, auf die Fischer setzen können, um Plastikmüll zu vermeiden und das Leben der Meeresbewohner schützen. Diese Folge macht deutlich, wie globale Probleme und lokale Initiativen zusammenhängen – und warum jeder Beitrag zählt, um die Meere zu retten. Und was sagt die Welt zu alledem? Der Countdown läuft weiter. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 21.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 ZDFneo
  • 45 Min.
    Waldschule für Waisen: In der Auffangstation lernen junge Orang-Utans täglich, welche Pflanzen essbar sind, wie man Nester baut und an Termiten kommt – Fähigkeiten, die über ihr Überleben entscheiden.
    Nach mehr als zehn Jahren Vorbereitung sollen drei Orang-Utans in den Tiefen des ältesten Regenwalds der Erde freigelassen werden. Hannah Emde begleitet eine der schwierigsten Auswilderungen weltweit. Tief im ältesten Regenwald der Erde zeigt „Faszination Erde“, wie viel Forschung, Risiko und Hoffnung nötig sind, um Orang-Utans zurück in die Wildnis zu bringen. Der Regenwald im indonesischen Borneo ist ein Ort, an dem Echsen fliegen, Schlangen von Baum zu Baum segeln und Nasenaffen gelassen durch die Kronen turnen. Dieses hochkomplexe Ökosystem ist zugleich einer der letzten Rückzugsorte für Orang-Utans. Diese Folge von „Terra X: Faszination Erde“ erzählt die Geschichte dieses einzigartigen Lebensraums und folgt drei Orang-Utans auf ihrem Weg zurück in die Freiheit: Kapuan, Putri und Ficz wurden als Babys ihren Müttern entrissen – und konnten von der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) gerettet werden. Jetzt sollen sie nach Jahren in der BOSF-Auffangstation in die Freiheit entlassen werden. Bevor es auf die gefährliche Reise geht, besucht Hannah Emde dort die Kinderkrippe, den Kindergarten und die Orang-Utan-Schule und erlebt, wie menschliche Pflegerinnen die Mutterrolle für die Tiere übernehmen – wissend, dass jede Bindung später wieder gelöst werden muss, denn in der Wildnis müssen die Affen alleine zurechtkommen. Auswilderungen sind extrem selten, denn der Aufwand ist immens. Gesundheitschecks für Menschen und Tiere, wissenschaftliche Begleitung und nicht nur logistische Extrembedingungen wie schlammige Pisten, wackelige Boote und kaum Schlaf sind herausfordernd. Auch das Wissen, dass jeder noch so kleine Fehler für die Tiere über Leben oder Tod entscheiden kann, ist nervenaufreibend. Der emotionale Höhepunkt des Films ist schließlich die Auswilderung. Der männliche Orang-Utan Ficz wirkt bedrohlich und entpuppt sich als schwieriger Kandidat, während die Weibchen Kapuan und Putri gut kooperieren. Die Zukunft der Tiere ist ungewiss – aber es gibt Anlass zur Hoffnung. Denn Artenschutz ist Naturschutz. Hannah Emde trifft in der Tuanan-Station Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die den Regenwald erforschen – von Schlafnestern über Futterpflanzen bis zur Rolle der Orang-Utans als „Gärtner des Waldes“. Die indonesische Forscherin Sri Sumi Atomko hat ihr wissenschaftliches Leben den Orang-Utans gewidmet hat. Mit ihr klettert Hannah Emde zu den Nahrungsbäumen hoch und lernt, warum ohne intakten Wald keine Auswilderung funktionieren kann. Die Bedrohungen für die Tiere in Indonesien sind vielfältig: Neben Abholzung und Plantagen ist illegaler Wildtierhandel ein großes Problem. Hannah Emde folgt Schmuggelrouten, begleitet Hundestaffeln bei nächtlichen Kontrollen und wird Zeugin, wie brutal der Markt für „süße“ Tierbabys ist. Hoffnung hingegen machen Schutzprojekte, Wiederaufforstung und neue Konzepte für die Koexistenz von Mensch und Wildnis. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 04.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 ZDF
  • 60 Min.
    Aus Oberstdorf starten mehrere Heißluftballons zu einer Alpenüberquerung.
    Die Meisterleistungen der mutigen Pioniere der Ballonfahrt sind kaum noch bekannt. Für diese Männer und Frauen stellte der Himmel keine Grenze dar. Die Brüder Montgolfier sind als Erfinder der Heißluftballonfahrt bekannt. Sie haben den Wettstreit gegen den Erfinder des Gasballons, Jacques Charles 1783 knapp gewonnen. Schon im 19. Jahrhundert sorgen maßgeblich mutige Frauen für eine Ballonmanie in Europa. Zwar begleiten einige tragische Unfälle die Geschichte der Ballonfahrt: Die erste professionelle Ballonfahrerin beispielsweise, Sophie Blanchard, stirbt 1819, als ihr Ballon Feuer fängt. Doch spektakuläre Ereignisse wie die Nonstop-Weltumrundung in einem Spezialballon 1999 durch die Luftfahrtpioniere Bertrand Piccard und Brian Jones oder der legendäre Sprung aus einem Ballon in der Stratosphäre von Felix Baumgartner 2012 befeuern die Faszination an der Ballonfahrt. Allie Dunnington reiht sich aktuell ein in die Liste unerschrockener Frauen in der Luftfahrt. Sie ist bereits in 124 Ländern weltweit mit dem Ballon gestartet – vier Ländern fehlen, um den Weltrekord ihres verstorbenen Mannes Phil zu brechen. Etwa 70 zugelassene Gasballons gibt es weltweit und rund 20.000 Heißluftballons. Die meisten Ballons steigen jedoch im Dienst der Wissenschaft auf. Und zwar zwei Mal täglich zur gleichen Zeit. Es sind Registrierballons – so nennt man unbemannte Freiballons, die mit Messsonden ausgestattet sind. Ihre Daten ergänzen das weltweite Wetterbeobachtungsnetz. Der Film beleuchtet die spektakulärsten Meilensteine der Ballonfahrt von den ersten Anfängen in Paris bis heute und begleitet zudem eine Querung des Alpenhauptkamms im Heißluftballon sowie den Gordon Bennett Cup, die Weltmeisterschaft der Gasballonfahrer. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 03.04.2026 ZDF
  • 60 Min.
    Harald Lesch in der marokkanischen Wüste
    Auf seinem Roadtrip folgt Harald Lesch den Spuren der klügsten Denker und Forscher der Wissenschaft. Wo sind die genialsten Ideen entstanden und wie haben sie die moderne Forschung inspiriert? Harald Lesch hat sich schon als Kind gefragt, wie all das, was wir wissen, in die Welt kam. Auf seiner Reise öffnet er Türen in den schillernden Kosmos der Wissenschaft – angefangen von den Babyloniern über die Griechen bis hin zu den arabischen Gelehrten. Die Geschichte der Wissenschaft beginnt vor etwa 5.000 Jahren mit den Sumerern und ihren systematischen Beobachtungen des Nachthimmels. Auf Basis ihrer Erkenntnisse entwickeln die Babylonier einen Kalender, mit dem sie Sonnen- und Mondfinsternisse genau berechnen können. Das ist die Geburtsstunde der Astronomie, der ersten Wissenschaft der Menschheit. Über Jahrtausende werden Himmelszeichen vor allem religiös gedeutet. Aber im 6. Jahrhundert vor Christus setzt sich in Griechenland eine neue Denkschule durch. Ihre Anhänger wie Thales, Heraklit, Platon oder Aristoteles wollen nicht nur glauben, sondern vor allem verstehen. Sie beobachten, denken nach und versuchen, Zusammenhänge in der Natur nach dem Prinzip „Ursache und Wirkung“ theoretisch zu erklären. Archimedes hingegen ist ein anderer Forschertypus. Er gehört zu den genialen Erfindern, die Wissenschaft in praktische Erfindungen umsetzen. Zu seinen technischen Meisterwerken zählt die Archimedische Schraube. In diese Blütezeit fällt auch der weltberühmte Mechanismus von Antikythera, der seit Jahrzehnten erforscht wird. Harald Lesch besucht den britischen Mathematiker Tony Freeth. Er und sein Team haben wesentlich zur Entschlüsselung des Mechanismus beigetragen. Der nächste Stopp ist Alexandria, das schon bald nach seiner Gründung zur Hochburg von Wissenschaft und Technik wird. Als Weltwunder geht der Leuchtturm von Alexandria in die Geschichte ein, aber viel bedeutender ist das sogenannte Museion – eine Hochschule für Supergelehrte aus Griechenland, Ägypten, Persien und vielen Ländern mehr – mit einer riesigen Bibliothek, in der fast das gesamte Wissen der damaligen Welt bereitsteht: Astronomie, Medizin, Mathematik, Physik und Philosophie. Heute ersetzt ein moderner Bau den längst zerstörten Tempel des Wissens. Die Bibliotheca Alexandrina versteht sich als Plattform für Dialog, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz, wie Dr. Marwa El-Wakil, die Leiterin der Forschungsabteilung, erklärt. Mit dem Christentum ändert sich das Verhältnis zur Wissenschaft grundlegend. Unter Kaiser Justinian gilt: Wahres Wissen kommt nur von Gott. Der Glaube zählt mehr als jede Vernunft. Er schließt die Akademien in Athen, lässt Lehrer vertreiben und Bücher vernichten. Zahlreiche Gelehrte verlassen den europäischen Kontinent. Aber sie nehmen viele Manuskripte mit, darunter auch Werke über Medizin. Vom persischen König in Gondishapur werden sie mit offenen Armen empfangen. An seiner Akademie unterhält er ein Krankenhaus, in dem Jungärzte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch ausgebildet werden. Im 9. Jahrhundert wird Bagdad zum Forschungshotspot. Dort beginnt eine neue Ära der Wissenschaft: Die Kalifen von Bagdad machen Wissenschaft zur Chefsache und fördern sie mit großzügigen Mitteln. Sie gründen das Haus der Weisheit – das bedeutendste Forschungsinstitut seiner Zeit, das zahlreiche Erfindungen hervorbringt. Im Gegensatz zum Christentum sieht der Islam Wissenschaft damals nicht als Bedrohung, sondern als Weg zu Gott. Für einen islamischen Gelehrten ist das Studium von Aristoteles, Platon & Co.eine fromme Pflicht. Denn nur wer die Naturgesetze versteht, begreift auch die Werke Gottes. Von Bagdad aus verbreitet sich die arabische Wissenschaft im ganzen Orient – besonders astronomische Studien liegen im Trend. Männer der Weisheit bringen ihre Ideen, Schriften und Erkenntnisse auch in die Stadt Fès im heutigen Marokko. Seit 859 gibt es dort eine Universität, die aus der al-Qarawīyīn-Moschee und einer Koranschule hervorgegangen ist. Sie gilt als die älteste Hochschule der Welt – und sie wurde von einer Frau gegründet. Am Ende seiner Reise trifft sich Harald Lesch in Kairo mit drei Studentinnen der al-Azhar-Universität. Basama, Rahma und Asmaa studieren dort Mathematik, Chemie und Physik und erzählen Harald, wie Glaube und moderne Naturwissenschaft zusammengehen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 ZDF
  • 60 Min.
    Harald Lesch auf der Puente de Alcántara in Toledo
    Wissenschaft kennt keine Grenzen, vorausgesetzt, es herrschen Offenheit und Denkfreiheit. Harald Lesch folgt den Wegen großer Denker und Erfinder und erklärt, wie sie die Welt veränderten. Harald Leschs Roadtrip beginnt in Córdoba, einer der Keimzellen des Goldenen Zeitalters der arabischen Wissenschaft. Von dort reist er über Fès, Istanbul und Venedig bis nach Cambridge – dem Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Revolution der Neuzeit. Den Grundstein für die modernen Wissenschaften legen die alten Griechen. Durch Beobachten und Nachdenken formulieren sie die ersten Naturgesetze und revolutionieren das Verständnis von Natur und Logik. Bedeutende Denker wie Thales, Pythagoras, Aristoteles oder Archimedes liefern wegweisende Erkenntnisse über Astronomie, Mathematik, Philosophie und Medizin. Doch mit dem Christentum droht das Wissen der antiken Welt unterzugehen. Aufgehalten haben das arabische Gelehrte, die im Auftrag ihrer Herrscher beginnen, die alten Schriften zu bewahren, zu studieren und wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Harald Leschs erster Stopp auf seinen „Wege des Wissens“ ist Córdoba. Nach der Eroberung durch die Umayyaden wird die Stadt unter Abd ar-Rahman I. im 8. Jahrhundert zum multikulturellen Wissenszentrum in Europa. Er und seine Nachfolger buhlen um die klügsten Köpfe ihrer Zeit, und Moslems, Christen und Juden folgen ihrem Ruf. Im gemeinsamen Forschungsdrang gelingt es ihnen über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg, ein goldenes Zeitalter der Wissenschaft zu begründen. Der Erfinder und Flugpionier Abbas ibn Firnas ist der erste große arabische Gelehrte aus Andalusien. Auch az-Zarqali ist ein gefragter Mann, nicht nur wegen seiner astronomischen Präzisionsinstrumente, sondern auch als führender Mathematiker. Und muslimische Ärzte sind Wegbereiter in der Augenheilkunde und in der Erfindung medizinischer Instrumente. Im 12. Jahrhundert aber setzt sich in Andalusien ein konservativer Islam durch, es wird gestritten, ob Glaube und Wissenschaft vereinbar sind. Anhänger der griechischen Vordenker wie der jüdische Gelehrte Maimonides oder auch der muslimische Denker ibn Ruschd müssen ins Exil ausweichen. Mit der Rückeroberung Spaniens ändern sich die Vorzeichen in Spanien. In Toledo werden christliche Gelehrte die treibende Kraft in Wissenschaft und Forschung. Harald Lesch lässt sich die Bedeutung der dortigen Übersetzerschule erklären, die wesentlich an der Übertragung griechischer und arabischer Texte ins Lateinische beteiligt war. Schon bald sind Klöster und Bibliotheken die neuen Zentren der Gelehrsamkeit. Und in Italien, Frankreich und England entstehen die ersten Universitäten Europas. In Köln ist es der Theologe und Naturwissenschaftler Albertus Magnus, der den Grundstein für die Universität legt. Trotz allem Wissensdursts im christlichen Europa bleiben die Araber auf vielen wissenschaftlichen Gebieten noch lange Vorreiter und beeinflussen die abendländische Forschung. Dazu gehört der Kartograf Al-Idrisi, der in Fès studiert hat und erstmals eine Karte entwickelt, die ein fast vollständiges Bild von Europa, Afrika und Asien zeigt und für die großen Entdecker wie Christoph Kolumbus unersetzlich ist. In Italien profitiert Leonardo Fibonacci, der auf seinen Handelsreisen die indisch-arabischen Zahlen kennenlernt und sie mit seinem „Buch der Rechenkunst“ in der westlichen Welt populär macht. Auf seinen Erkenntnissen beruht die Entwicklung des Bankgeschäfts in Städten wie Pisa, Florenz und Venedig. Dass Wissenschaft keine Grenzen kennt, dafür sorgt nicht zuletzt ein internationales Netzwerk von Gelehrten, dem sich auch Nikolas Kopernikus im polnischen Frombork verpflichtet fühlt. Mit seiner Theorie vom heliozentrischen Weltbild revolutioniert er die Forschung – allerdings zunächst nur auf dem Papier. Den Beweis tritt erst Galileo Galilei, der Vater der modernen Astronomie, an. Er kann überzeugend belegen, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt. Während die westliche Wissenschaft in die Zukunft eilt, verliert die arabische Forschung zunehmend an Strahlkraft. Verantwortlich ist der Buchdruck, den muslimische Herrscher über Jahrhunderte für sämtliche gelehrte und religiöse Texte aus ihrem Kulturkreis ablehnen. Damit verzögert sich die Verbreitung neuer Erkenntnisse. Im 17. Jahrhundert entstehen überall in Europa Kaffeehäuser wie das „Grecian Coffee House“ in London. Hier trifft sich die Forscherelite, darunter auch der berühmte Isaac Newton. Er wird 1703 Präsident der Royal Society, die aus den wissenschaftlichen Kaffeekränzchen im „Grecian“ entsteht. Isaac Newton verkörpert den Höhepunkt der wissenschaftlichen Revolution der Neuzeit. Aber kritischer Geist und auf Vernunft und Beobachtung basierende Erkenntnisse – das steht nicht nur in der Tradition europäischer Gelehrter der Antike und Neuzeit, sondern wird auch von Wissenschaftlern aus der Goldenen Ära des Islam im Mittelalter geprägt. Newton hat einmal gesagt: „Wenn ich weiter geblickt habe, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stehe.“ (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 06.04.2026 ZDF
  • 45 Min.
    Der Schiffskoch Harrison Okene überlebt 62 Stunden in einer Luftblase im Rumpf eines gesunkenen Schleppers.
    Wie überlebt man auf einer Insel ohne Frischwasser, in einer Luftblase in einem Wrack oder auf einem steuerlosen Katamaran auf dem Pazifik? Drei Schiffbrüchige erzählen ihre Geschichte. Den sechs Teenagern, die auf der Insel ʻAta stranden, hilft ihr Zusammenhalt. Koch Harrison Okene hält es dank seines Glaubens 62 Stunden im Rumpf eines gesunkenen Schiffs aus, und Segler Tim Shaddock denkt: Ohne seine Hündin Bella hätte er die Hoffnung verloren. Trotz moderner Navigation und Satellitenkommunikation: Tausende erleiden jedes Jahr Schiffbruch, manche gehen für immer verloren. Wie meistert man die psychologischen und physischen Herausforderungen in einer aussichtslos scheinenden Situation? Die Protagonisten von drei der dramatischsten Schiffbruchgeschichten der letzten Jahrzehnte erzählen ihre Strategien. Sione Filipe Totau aus Tonga strandete in den Sechzigerjahren zusammen mit fünf Freunden auf der Insel ʻAta im Südpazifik. Die Jungs überlebten 15 Monate dank ihrer Kenntnisse der Natur und ihrer Freundschaft. Als der Schlepper Jascon 4 im Jahr 2013 vor Nigeria versank, waren die Chancen von Schiffskoch Harrison Okene zu überleben, gering. Er saß in einer Luftblase des auf 30 Metern Tiefe gesunkenen Schiffs. Tauchern gelang es, ihn nach drei Tagen zu retten. Er ist davon überzeugt, dass sein Glaube ihn stärkte und stabilisierte. Der australische Einhandsegler Tim Shaddock wollte allein mit seiner Hündin Bella von Mexiko über Französisch-Polynesien nach Australien segeln. Eine mehrere Tausend Kilometer lange Reise. Doch sein Katamaran wurde bei rauem Seegang beschädigt und die Navigation zerstört. Zwei Monate verbrachte er mitten auf dem Pazifik auf dem manövrierunfähigen Gefährt und ernährte sich von rohem Fisch und Sauerkraut. Vielleicht hätte er aufgegeben, doch seiner Hündin zuliebe wollte er durchhalten. An Originalschauplätzen und authentischen Orten des Geschehens gewähren die ehemaligen Schiffbrüchigen sehr persönliche Einblicke in ihre lebensbedrohlichen Erlebnisse. Der Zuschauer erfährt, wie sie mit Einsamkeit, Angst, Hunger und Durst umgegangen sind und was ihnen geholfen hat, nicht aufzugeben – trotz widriger Umstände. Prof. Hanns-Christian Gunga, Physiologe und Experte für extreme Umwelten von der Charité Berlin, und Prof. Jürgen Margraf, Psychologe und Experte für Angststörungen von der Ruhr-Universität Bochum, ordnen die Herausforderungen, mit denen sich die Schiffbrüchigen konfrontiert sahen, und deren Verhalten vertiefend ein. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF
  • 45 Min.
    Der indische Archäologe Benny Kurian studiert die Beschaffenheit der Bananenblätter als Plastikersatz.
    Um Lösungen für heutige Probleme zu finden, entdecken Experten vergessene Schätze der Natur: von Bananenblatt-Verpackungen bis zu alten Heilkräutern. Ideen der Vorfahren für die Zukunft. In Indien ersetzen Bananenblätter Plastik, alte Heilkräuter aus deutschen Wäldern und sizilianisches Manna bereichern die Medizin, prähistorische Schädel aus Schottland und Pariser Bauern des 19. Jahrhunderts zeigen, wie nachhaltige Ernährung aussehen könnte. Selbst das Thema Nahrungsmittelsicherheit trieb unsere Vorfahren um. Auf den Lofoten in Norwegen beginnt eine Fischerstochter, Algen zu ernten, um der Überfischung etwas entgegenzusetzen. Keine Neuigkeit, wie sie lernt, denn neolithische Grabfunde in Schottland beweisen, dass unsere Ahnen schon vor langer Zeit regelmäßig Algen aßen. Selbst Nahrungsergänzungsmittel kannten sie bereits. Auf Sizilien erlebt das biblische Manna ein Revival: Es wurde über Jahrhunderte als Superfood empfohlen – gewonnen aus dem Harz der Manna-Esche. Das Wissen darum ging fast verloren, doch sizilianische Landwirte beleben die Tradition wieder und Biochemikerinnen und -chemiker entschlüsseln das pharmakologische Geheimnis dahinter. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 ZDF
  • 45 Min.
    Nachhaltigkeit ist keine Erfindung der Moderne: Von Spaniens Höhlenhäusern bis zu Japans Edo-Zeit zeigt das Wissen unserer Ahnen, wie klimafreundliches Leben schon früher gelang. Traditionelle Architektur kühlt in Spanien ohne Klimaanlage, Japans altes Null-Müll-Prinzip ist Vorbild für Kreislaufwirtschaft. Mittelalterliche Fangquoten am Bodensee, indigene Feuerpraxis in Kanada und schwimmende Azteken-Gärten liefern Zukunftsideen. Wie lebten Menschen früher klimafreundlich, lange bevor es den Begriff Nachhaltigkeit gab? In Spanien inspiriert traditionelle Architektur mit kühlen Höhlenhäusern, in Japan wird die Null-Müll-Gesellschaft der Edo-Zeit zum Vorbild moderner Kreislaufwirtschaft und am Bodensee nutzte man schon im Mittelalter Fangquoten für enkeltaugliche Fischerei. Indigene Feuerpraktiken in Kanada und schwimmende Azteken-Gärten in Mexiko offenbaren, wie Lowtech gegen Megafeuer und steigende Meere helfen kann – und warum die Lösungen von morgen oft tief in der Vergangenheit wurzeln. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 ZDF
  • 44 Min.
    Orang-Utans schwingen sich durch tropische Regenwälder, Persische Leoparden verstecken sich im Gebirge, und Große Pandas klettern durch Bergwälder – sie alle brauchen Asiens Wälder zum Überleben. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.11.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 21.06.2026 ZDF
  • 43 Min.
    Riffhaie stellen Halfterfischen nach, Pottwale schweben im Wasser und Seeschlangen und Makrelen arbeiten bei der Jagd zusammen – die Meeresbewohner Asiens verblüffen mit erstaunlichem Verhalten. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.11.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 28.06.2026 ZDF
  • 44 Min.
    Tiger jagen nachts mitten in einer Stadt, wilde Elefanten betteln auf Straßen um Futter, und riesige Bindenwarane leben in Stadtparks – Wildtiere gehören in vielen Regionen Asiens zum Alltag. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.11.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 ZDF
  • 44 Min.
    Malaienbären bekommen eine zweite Chance in der Wildnis. Die Polizei greift gegen Wilderer durch, und eine App hilft gegen Tierhandel – damit die bedrohten Wildtiere Asiens eine Zukunft haben. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.11.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 ZDF

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