• Angkor Wat, "Die Stadt der Tempel" im kambodschanischen Dschungel, ist ein eine der größten und eindrucksvollsten Tempelanlagen der Welt. – Bild: ZDF und Christiane von Boehm.

      In dieser Folge der „Welten-Saga“ erkundet Christopher Clark den kulturellen Reichtum Südostasiens: Angkor in Kambodscha, die alten Königsstädte Hue in Vietnam und Luang Prabang in Laos. Die Halong-Bucht, die größte Höhle der Welt in Vietnam und die Reisterrassen auf Bali beweisen: Natur und Kultur sind oft eins. Ob Völker, Gebräuche, Religionen oder Landschaften: Südostasien zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus. Angkor war einst die größte Stadt der Welt, ihre Ausdehnung entsprach etwa der des heutigen Berlin. Heute sind die Ruinen der Tempelstadt das größte Kulturdenkmal Südostasiens. Vietnam kann mit mehreren spektakulären UNESCO-Welterbestätten aufwarten. Die Halong-Bucht, eine bizarre Insellandschaft im Golf von Tonkin, wurde weltweit zum Inbegriff des Aussteigerparadieses und leidet mittlerweile enorm unter den Auswirkungen des Massentourismus. Die Fischer der „Floating Villages“, der schwimmenden Dörfer in der Bucht, scheint das nicht zu stören. Sie erklären Christopher Clark, dass sie ihr traditionelles Leben weiterführen werden wie bisher. Der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang im Zentrum des Landes ist durchzogen von mehr als 300 Tropfsteinhöhlen, manche so groß wie Kathedralen, und unterirdischen Flüssen. Die erst 2009 entdeckte Son-Doong-Höhle soll die größte der Welt sein. Wie stark der Einfluss Chinas in Vietnam war, zeigt die einstige Kaiserstadt Hue. In ihrem Zentrum befindet sich die Purpur-Stadt, die nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking entworfen wurde. Hue wurde im Vietnamkrieg fast zerstört. Erst seit der Ort 1993 zum Weltkulturerbe ernannt wurde, konnten viele Gebäude wiederhergestellt werden. Der Buddhismus prägt den Lebensrhythmus in diesem Teil der Welt, und in Luang Prabang spürt das Moderator Christopher Clark ganz besonders. Einen Tag lang lernt er die Paläste, Klöster und Tempel der Stadt kennen, die über Jahrhunderte die Königsstadt von Laos war, dem „Reich der Millionen Elefanten“. Reis ist das wichtigste Nahrungsmittel Asiens und wird seit Jahrtausenden kultiviert. Beeindruckend sind die Reisterrassen im bergigen Land von Jatiluwih auf der indonesischen Insel Bali. Ihr ausgeklügeltes Bewässerungssystem ist UNESCO-Welterbe. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 07.06.2020 ZDF
      Deutsche Online-Premiere: Sa 23.05.2020 ZDFmediathek
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    • Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1767 bis 1769 als erster Franzose die Welt. Sein Bericht über die Inseln des Pazifik begründen den „Mythos Tahiti“. Wie entstand diese Idee vom Paradies auf Erden, von freier Liebe und einem Leben im Einklang mit der Natur? Die Dokumentation folgt den Stationen der Expedition und ihren schillernden Akteuren: Denn ihre Reise sollte auch Europa für immer verändern. An Originalschauplätzen in Paris, Brasilien und auf Tahiti hat das „Terra X“-Team diese Dokumentation gedreht. Der Anlass dazu war das 250. Jubiläum der Seereise von Louis Antoine de Bougainville. Das Personal war interessant und temperamentvoll: Neben dem Kapitän reisten der wohlhabende Lebemann Prinz von Nassau sowie Jeanne Baret mit. In Männerkleidung stellte sie an der Seite des Botanikers Philibert Commerson pflanzenkundliche Forschungen an. Ihre Mitbringsel von der anderen Seite der Erde zieren heute nahezu jeden Garten: Hortensie und Bougainvillea. Wie gelang es ihr, unerkannt als erste Frau um die Welt zu segeln? Warum war die Erkundung der Natur- und Pflanzenwelt den Leitern dieser Expedition so wichtig? Bougainvilles Schiffe drangen an Orte vor, die kein Europäer zuvor gesehen hatte. Tahiti war kurz vorher von den Engländern „entdeckt“ worden – doch da gab es auf beiden Seiten nur Unverständnis und Aggression. Bougainville dagegen sah die Menschen und die Kultur Tahitis mit den interessierten Augen eines Forschers. Er erkundete die Sitten und Lebensgewohnheiten der Menschen, erzählte in seinem Bericht von erotischer Freizügigkeit und bewunderte das harmonische Zusammenleben der Gastgeber. Sein Südsee-Report inspirierte Philosophen und Künstler zu Abhandlungen über sexuelle Freiheiten, den „Edlen Wilden“ und die menschliche Gesellschaft im Naturzustand. Und es beflügelte Maler wie Paul Gauguin zur Flucht ins vermeintliche Paradies und zu ikonischen Meisterwerken. Der „Mythos Südsee“ war geboren – und hält bis heute an. Aber was steckt wirklich dahinter? Die Dokumentation folgt den Stationen dieser Expedition, die am Vorabend der Französischen Revolution Europa für immer verändern sollte. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 14.06.2020 ZDF
      Deutsche Online-Premiere: Mi 10.06.2020 ZDFmediathek
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    • Faszinierende Landschaften, eine bewegte Geschichte und eine atemberaubende Tierwelt: Namibia – ein Land der Extreme. Diese spannende Region der Erde gehört für viele zu den Sehnsuchtszielen. Endlose Wüste, die höchsten Dünen der Welt und die Skelettküste am Atlantik machen den landschaftlichen Reiz Namibias aus. „Abenteuer Namibia“ begleitet Wissenschaftler durch das abwechslungsreiche Land zwischen extremer Trockenheit und grünem Tierparadies. Wasser spielt in einem von großer Trockenheit geprägten Land wie Namibia eine entscheidende Rolle. Lediglich vier Flüsse im Land führen regelmäßig Wasser. In den restlichen Flussläufen versickern die spärlichen Niederschläge meist schnell. Entsprechend karg und öd sind weite Regionen. Die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser wird vor allem im bevölkerungsreichen Norden zum Problem. Der Arbeit des Hydrogeologen Martin Quinger ist es zu verdanken, dass die Lage trotz der zunehmenden Trockenheit durch den Klimawandel nicht hoffnungslos ist. Er hat ein riesiges Grundwasservorkommen entdeckt – fünfmal so groß wie der Bodensee. Umso erstaunlicher ist in einem so trockenen Land wie Namibia der große Tierreichtum. In Jahrmillionen haben es zahlreiche Tiere geschafft, sich den unwirtlichen Bedingungen anzupassen. Und so machen 300 verschiedene Säugetier-, 500 Vogel- und über 100 Reptilienarten Namibia zu einem der wildreichsten Länder Afrikas. Dies ist auch der Erfolg eines konsequenten Tier- und Naturschutzes. Beides hat Namibia als erstes Land der Welt in seiner Verfassung verankert. Überall im Land ist dieses Engagement zu spüren: Im Kaokoveld setzen sich Julian und Stephanie Fennessy für den Giraffenschutz ein. Philipp Göltenboth überwacht das Besendern von Elefanten im länderübergreifenden KAZA-Schutzgebiet. Und die Brüder Reinhard haben sich in der Kalahari dem Schutz der Spitzmaulnashörner verschrieben. Wer Namibia bereist, wird immer wieder auf Spuren der deutschen Kolonialgeschichte stoßen. Der deutsche Kaufmann Franz Lüderitz erwarb 1883 unter fragwürdigen Umständen weite Landstriche an der Küste. 1884 wurde das Land offiziell zur Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“. Als erste Diamanten gefunden wurden, gab es einen wahren Rausch, der immer mehr Deutsche ins ferne Afrika lockte. Der grausame Tiefpunkt der deutschen Kolonialzeit war die Niederschlagung des Herero-Aufstands. Bis heute ringen Deutschland und Namibia um eine angemessene Form der Entschädigung für diesen Völkermord. Namibia bei der Nutzung seiner reichen Bodenschätze zu unterstützen, ist das Ziel des Geologen Bernd Lottermoser. Gemeinsam mit Kollegen der namibischen Universität ist er auf der Suche nach wertvollen Hochtechnologiemetallen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 21.06.2020 ZDF
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    • Vietnam, ein Land voller Kontraste und von seltener Schönheit. Es zieht immer mehr Menschen magisch an. Forscher verschiedenster Disziplinen berichten über das Abenteuer Vietnam. Höhlenforscher erkunden die weitverzweigte Unterwelt der gewaltigen Karstgebirge im Norden. Biologen, Tierärzte und Naturschützer kümmern sich um bedrohte Tiere und Lebensräume. Und Historiker spüren den Folgen des Vietnamkriegs nach. Die Region Dong Van im äußersten Norden ist geprägt von Karstgebirgen mit tiefen Schluchten und weitverzweigten Höhlensystemen. In abgeschiedenen Bergdörfern leben hier die Hmong, ein indigenes Bergvolk mit eigenen Bräuchen und eigener Sprache. Ihre kunstvoll angelegten Reisterrassen sehen aus wie in die Berge geschnitzt. Wie in vielen Karstregionen herrscht auch hier fast überall Wassermangel. Der Wasserbauingenieur Peter Oberle beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, wie man Wasser in einer zerfurchten Region wie dem Dong-Van-Karstgebiet finden, innovativ fördern und dann an die Bergdörfer verteilen kann. Das Ganze möglichst ohne externe Stromversorgung oder den Einsatz von Dieselaggregaten. Fruchtbare, dicht besiedelte Flussdeltas des Roten Flusses im Norden und des Mekong im Süden dominieren dagegen die lang gestreckte Küste Vietnams. Uralte Regenwälder und Kaffeeplantagen prägen das zentrale Bergland. Das ehemalige Saigon gehört zu den am schnellsten wachsenden Boom-Städten der Welt. Hier glitzern nachts Wolkenkratzer um die Wette. So atemberaubend die Kultur- und Naturlandschaften Vietnams, so groß aktuelle Probleme. Klimawandel und die flächendeckende Abholzung der Mangrovenwälder beschleunigen die Erosion der Küsten. In den letzten Regenwäldern des Landes machen Wilderer Jagd auf das urzeitliche Schuppentier und die 25 Primaten-Arten Vietnams. Sie alle sind stark gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Antje Müllner von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft setzt sich gemeinsam mit ihren vietnamesischen Kollegen für den Erhalt von gefährdeten Lebensräumen wie dem Kon-Ka-Kinh-Nationalpark im zentralen Bergland von Vietnam ein. Die Tierärztin Daniela Schrudde versorgt konfiszierte Schuppentiere und wildert sie wieder aus. Die Erforschung der vom Aussterben bedrohten Cát-Bà-Languren in der berühmten Halong-Bucht ist das Ziel des Zoologen Christian Roos. Der Historiker Andreas Magara befasst sich mit der Sicht der Vietnamesen auf den Vietnamkrieg. Diese Folge der „Terra X“-Abenteuerreihe eröffnet bildgewaltig einen ganz besonderen Blick auf das Land Vietnam, das zu den großen Sehnsuchtszielen zählt. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 28.06.2020 ZDF
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    • Der Film folgt den Spuren deutscher Aussteiger, die sich ab dem Ende der 1920er-Jahre auf der zum Galapagos-Archipel gehörenden Insel Floreana niederließen. Es sollte eine Rückkehr ins Paradies werden, zurück zu einer naturnahen Lebensweise. Doch Mitte der 1930er-Jahre kam es auf der Insel zu Vorfällen, die ein weltweites Medienecho zur Folge hatten. Waren die Bewohner des Paradieses zu Mördern geworden? Kein Geringerer als der damals schon weltberühmte Schriftsteller Georges Simenon, Schöpfer des „Kommissar Maigret“, fuhr im Januar 1935 im Auftrag einer großen Pariser Zeitung zu den Galapagosinseln, um Licht ins Dunkel der rätselhaften Ereignisse zu bringen. Von den acht Personen, die auf der Insel lebten, wurden damals zwei seit Monaten vermisst. Zwei weitere starben unter mysteriösen Umständen. Die Überlebenden bezichtigten sich gegenseitig des Mordes. Aus der Perspektive Simenons erzählt der Film die Geschichte der deutschen Auswanderer, die von einem Leben frei von den Zwängen bürgerlicher Konventionen träumten und zu Gefangenen einer Hölle wurden, die sie selbst geschaffen hatten. Den Anfang machten der Berliner Zahnarzt Dr. Ritter und seine Lebensgefährtin Dore Strauch. Sie teilten die zivilisationskritischen Ideen der Epoche und wollten dem als krankmachend empfundenen Dickicht der Städte entfliehen. Im Oktober 1929, auf dem Höhepunkt des New Yorker Börsencrashs, trafen sie auf der kleinen unbewohnten Insel Floreana ein und begannen, sich unter großen körperlichen Strapazen auf dem kargen Eiland einzurichten. Inspiriert durch Zeitungsartikel Ritters fand sich etwa zwei Jahre später das Kölner Ehepaar Wittmer auf der Insel ein, das sich vor allem einen positiven Einfluss auf die Gesundheit ihres behinderten Sohnes erhoffte. Die pragmatischen Wittmers gerieten bald in Konflikt mit Ritter, der die Führerschaft der kleinen Gemeinschaft beanspruchte. Trotzdem arrangierte man sich. Als sich allerdings kurz darauf eine mysteriöse Dame, die sich Eloise Wagner de Bousquet nannte, mit ihren beiden jüngeren Liebhabern auf der Insel einfand, geriet der labile Frieden zwischen den Parteien ins Wanken. Die angebliche Baroness beabsichtigte, ein Nobelhotel auf der Insel zu errichten, und spielte sich von Anfang an als Herrscherin über die Insel auf. Wer die offensichtliche Hochstaplerin tatsächlich war, bleibt im Dunkeln. Angeblich stammte sie aus einem österreichischen Adelsgeschlecht und hatte in Konstantinopel als Tänzerin gearbeitet. Das dreiste und aggressive Auftreten der „Baronin“ vergiftete die Atmosphäre auf der Insel zusehends. Sie lief bewaffnet herum und verletzte sogar Besucher der Insel, die ihr nicht passten, durch Schüsse. Hinzu kam, dass während der Trockenzeit die einzige Quelle der Insel zu versiegen drohte, und die Baronin das verbliebene Wasser für sich beanspruchte. Am 26. März 1934 kündigte sie den Wittmers angeblich an, mit einem ihrer Liebhaber auf einer Touristenjacht die Insel zu verlassen. Seit diesem Tag fehlt von den beiden jede Spur. Wurden die Hochstaplerin und ihr Begleiter in Wirklichkeit von den Wittmers ermordet, wie Dore Strauch später behauptete? Der andere Liebhaber, mit dem sich die Baronin schon vorher überworfen hatte, machte sich mit einem Fischer auf den Weg zum Festland, wo er eine Schiffspassage nach Europa zu finden hoffte. Monate später entdeckte man seine Leiche auf der unbewohnten Insel Marchena. Auch Friedrich Ritter, der Visionär und Lebensreformer, starb unter mysteriösen Umständen. Nach Aussage seiner Lebensgefährtin Dore wurde dem Vegetarier verdorbenes Hühnerfleisch zum Verhängnis. Die Wittmers hingegen berichteten, dass er noch im Todeskampf seine einstige Geliebte verflucht habe. Dies nährt den Verdacht, dass er von Dore, die er mehr und mehr gedemütigt hatte, vergiftet worden war. 1935 verließ sie Floreana für immer. Nur die Wittmers blieben. Margret Wittmer brachte zwei Kinder auf der Insel zur Welt. Und noch heute betreiben ihre Nachkommen dort ein kleines Hotel. Mithilfe der Texte von Georges Simenon, den Lebenserinnerungen von Dore Strauch und Margret Wittmer sowie der Vielzahl von Fotos und Filmaufnahmen, die ein amerikanischer Milliardär von den historischen Protagonisten herstellte, rekonstruiert der Film die damaligen Ereignisse. Reenactments erzählen Schlüsselszenen aus dem Leben der deutschen Auswanderer, die ihren Träumen folgten und dabei die bittere Erfahrung machen mussten, dass man ein Paradies in eine Hölle verwandeln kann. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 05.07.2020 ZDF
      Deutsche Online-Premiere: Mi 01.07.2020 ZDFmediathek
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    Terra X – News

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