Asien: 6. Wilde Nachbarn
44 Min.Auf dem größten aller Kontinente lebt eine artenreiche Tierwelt. Die neue Naturdokureihe „Asien“ zeigt die vielfältigen Wildtiere des Kontinents, wie sie noch nie zu sehen waren. Diese Folge der siebenteiligen Koproduktion von ZDF/“Terra X“ und der BBC schildert die erstaunlichen Strategien, die Asiens Wildtiere entwickelt haben, um in Nachbarschaft von Menschen zu leben – denn Asien ist der bevölkerungsreichste aller Kontinente. Der Tiger, die mächtigste Großkatze Asiens, ist vom Aussterben bedroht. Die verbliebenen Populationen leben meist in abgelegenen Dschungelgebieten.Doch die erfolgreichen Schutzbemühungen der letzten Jahrzehnte haben dazu geführt, dass einige Großkatzen, die nach neuen Revieren gesucht haben, inzwischen direkt vor den Toren der indischen Stadt Bhopal leben. Dort gibt es reiche Jagdgründe. Nachts schleichen sich Tiger in die Stadt und reißen heilige Kühe. Solche Übergriffe tolerieren die Einheimischen, denn der Hinduismus lehrt Respekt vor allen Mitgeschöpfen. Tagsüber ziehen sich die urbanen Tiger in Verstecke vor der Stadt zurück. Ein Forschungsprojekt untersucht, ob diese außergewöhnliche Nachbarschaft auf Dauer gelingen kann. Die Koexistenz mit großen Pflanzenfressern ist oft noch schwieriger als mit Raubtieren. Auf Sri Lanka nutzen wilde Elefanten ihre massigen, tonnenschweren Körper, um Straßensperren für Fahrzeuge zu errichten und von den Insassen Maut zu verlangen – in Form von Obst, Gemüse oder Brot. Diese Leckereien sind nahrhafter als Gras und Blätter. Daher stoppen Elefanten auf einer Straße, die mitten durch ihren Lebensraum führt regelmäßig Busse. Besonders routiniert ist ein riesiger Bulle. Wenn er eine Zahlung erhält, lässt er die Fahrzeuge passieren. Durch seinen überzeugenden Charme ist er eine lokale Berühmtheit geworden: Raja – der König. Der Ursprung solcher ungewöhnlicher Formen der Nachbarschaft liegt oft darin, dass Menschen den Lebensraum der Wildtiere massiv verändert haben. Bangkok, die Hauptstadt Thailands, hat heute etwa zehn Millionen Einwohner. Vor rund 250 Jahren lag dort eine ausgedehnte Sumpflandschaft. Überreste davon lassen sich bis heute in verschiedenen Stadtparks zwischen den Wolkenkratzern entdecken. Dort leben Bindenwarane, große Echsen, die mehr als zwei Meter lang werden können. Zwischen Joggern und Erholungssuchenden gehen etwa 300 der Riesenechsen auf Nahrungssuche. Es ist eine der dichtesten Populationen von Waranen überhaupt. Mit großem Aufwand und vielen Entbehrungen ist es den Drehteams gelungen, bisher kaum bekanntes Tierverhalten zu dokumentieren. Dafür setzten sie auch hochauflösende Kameradrohnen und leistungsfähige automatische Kamerafallen ein. So liefert die Naturdokureihe „Asien“ nicht nur neue Perspektiven, sondern auch neue Erkenntnisse. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.11.2025 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 ZDF Asien: 7. Hilfe für bedrohte Arten
44 Min.Auf dem größten aller Kontinente lebt eine artenreiche Tierwelt. Die Naturdokureihe „Asien“ zeigt die vielfältigen Wildtiere des Kontinents, wie sie noch nie zu sehen waren. Diese Folge der Koproduktion von ZDF/“Terra X und der BBC“ stellt wegweisende Naturschutzprojekte vor, mit denen engagierte Menschen dabei helfen, bedrohte Tierarten zu retten – denn im dicht besiedelten Asien sind viele Wildtiere stark gefährdet. Im Nordosten Borneos gibt es noch intakte Regenwälder. Hier lebt eines der scheuesten und am wenigsten bekannten Säugetiere Asiens – der Malaienbär.Durch die Zerstörung ihres Lebensraums und Wilderei sind die Tiere stark bedroht. Wie viele noch in freier Wildbahn leben, weiß niemand genau. Oft werden die Jungen als Haustiere gehalten. Doch weil sie sich schon bald nicht mehr bändigen lassen, werden die Heranwachsenden getötet oder verkauft. Viele, die gerettet werden, landen im „Sun Bear Conservation Centre“, das im malaysischen Teil der Insel Borneo liegt. Der Leiter Dr. Siew Te Wong setzt sich zusammen mit seinem Team dafür ein, dass die Tiere eine zweite Chance bekommen: „Man braucht viel Liebe und Geduld. Die Rehabilitation und Pflege eines Bärenjungen ist ein sehr langer Prozess, der Jahre dauern kann.“ Daher ist es für das Team ein ganz besonderer Moment, wenn einer ihrer Schützlinge wieder in die Freiheit entlassen wird. So hoffen sie, den Bestand der seltenen Tiere in freier Natur zu stützen. Auch auf Sumatra im benachbarten Indonesien leben bedrohte Arten. Etwa der Tapanuli-Orang-Utan, dessen Bestand auf nur noch rund 800 Tieren geschätzt wird. Die Ärztin Hotlin Ompussungu setzt sich gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung für ihre Rettung ein. „Die Menschenaffen sind eine Schlüsselart, die für das Überleben anderer Arten sehr wichtig ist.“ Der Lebensraum der Tapanuli-Orang-Utans ist zwar abgelegen, aber durch menschliche Eingriffe wie Rodung stark gefährdet. Daher verfolgt Hotlin Ompussungu einen besonderen Ansatz beim Artenschutz, der alle Dorfbewohner der Region mit einbezieht. Die Menschen erhalten kostenlos medizinische Versorgung, wenn sie im Gegenzug dabei helfen, den Regenwald wieder aufzuforsten. Auch Kettensägen können gegen medizinische Behandlung eingetauscht werden. So möchte Hotlin Ompussungu die Verbindung zwischen Armut und Naturzerstörung durchbrechen, die sie für eine der größten Herausforderungen im globalen Naturschutz hält. Hunderttausende Setzlinge wurden bereits gepflanzt, um wieder neuen Wald entstehen zu lassen. Überall in Asien arbeiten Menschen unermüdlich daran, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und die Natur zu bewahren. Der Aufwand dafür ist gewaltig. Fast sechzig Prozent der Weltbevölkerung leben in Asien. Wenn es ihnen gelingt, Lebensräume zu erhalten und in Nachbarschaft mit Wildtieren zu leben – dann gibt es sicherlich auch Hoffnung für den Rest der Welt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.11.2025 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 ZDF Das Drama der Superyacht Bayesian: Warum sinken Schiffe?
45 Min.Das zweite Schiff aus der Unglücksnacht, die „Sir Robert Baden Powell“, im Hafen – Ihre Besatzung rettete die 15 Überlebenden der „Bayesian“.Bild: Thomas J. Kramer / ZDFWas als tolle Reise einer Superyacht begann, endet in einem der rätselhaftesten Seeunglücke der letzten Jahre. Doch warum geriet ein als „unsinkbar“ geltendes Schiff so schnell in Not? Der Film rekonstruiert die Ereignisse jener Nacht vor Sizilien mit exklusiven Zeugenaussagen unter anderem des deutschen Kapitäns Karsten Börner, der die 15 Überlebenden rettete. Gezeigt werden unbekannte Videoaufnahmen und Einblicke in die laufenden Ermittlungen. Sieben Menschen sterben, darunter der britische Eigner, der Tech-Magnat Mike Lynch und seine Tochter. Experten der britischen Marine Accident Investigation Branch und renommierte Wissenschaftler enthüllen alarmierende neue Erkenntnisse: Eine unvollständige Stabilitätsdokumentation, ein extrem hoher Mast, der die Yacht anfällig für Starkwind machte, und ein Wetterereignis, das zu den gefährlichsten seiner Art zählt.Spannend und emotional: Die Dokumentation zeigt nicht nur, wie es zu diesem Unglück kommen konnte, sondern wirft auch die Frage auf, ob die Yachtindustrie im Zeitalter extremer Wetterlagen vor einem grundlegenden Sicherheitsproblem steht. Ein fesselndes Stück investigativen Fernsehens und ein eindringlicher Appell, die Risiken auf unseren Meeren neu zu denken. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 02.08.2026 ZDF
