Einzeldokumentationen, Folge 101–124
101. Christian und Felix Neureuther: Was macht gute Väter aus?
Folge 101 (20 Min.)
Ski-Legenden Felix Neureuther (l.) und Vater Christian Neureuther (M.) sprechen mit Psychologe Leon Windscheid (r.) über ihre Vater-Sohn-Beziehung.Bild: ZDF und Anna WagnerWann ist ein Vater ein guter Vater? Was geben Männer weiter, wenn sie Väter werden? Psychologe Leon Windscheid sucht mit den Skilegenden Christian und Felix Neureuther nach Antworten. Christian (76) war für seinen Sohn stets Vorbild und Begleiter. Heute ist Felix (41) selbst vierfacher Vater und gibt Werte wie Familie, Zusammenhalt und Verantwortung weiter – unterstützt von Christian. Eine Vater-Sohn-Bindung mit Nähe und Vertrauen. Wissenschaftliche Einblicke geben Bindungs- und Väterforscher: Sie zeigen, wie sich Vatersein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt. Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut – und wo braucht es noch Veränderungen? (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 ZDF 102. Vater und Kind – eine Bindung, die das Leben prägt?
Folge 102 (25 Min.)Psychologe Leon Windscheid (M.) spricht mit Teilnehmenden des Sozialexperiments über ihre Vater-Kind-Beziehungen.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEine liebevolle Eltern-Kind-Bindung schenkt Kindern Vertrauen, Halt und den Mut, ihre Welt zu entdecken. Väter hinterlassen durch Nähe, echtes Engagement und tägliches Vorbild tiefe Spuren. Sie können die Entwicklung stärken und Resilienz wachsen lassen. In einem Studioexperiment geht Psychologe Leon Windscheid der Frage nach, was Vatersein heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung – oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 ZDF 103. Schocktherapie gegen Rassismus?
Folge 103 (15 Min.)1968 teilt die Lehrerin Jane Elliott ihre Klasse nach Augenfarbe – Blau gegen Braun. Psychologe Leon Windscheid zeigt, warum dieses pädagogische Experiment bis heute fasziniert.Bild: ZDF und Pascal GarbrechtRassismus im Klassenzimmer: Ein Unterricht wird zum Experiment gegen Diskriminierung. Eine Grundschullehrerin stellt die Frage, ob wir rassistische Denkmuster verlernen können. 1968 trennt die Lehrerin Jane Elliott ihre Schulklasse nach Augenfarben: Blau gegen Braun. In wenigen Minuten entstehen Macht, Ausgrenzung und Diskriminierung. Psychologe Leon Windscheid zeigt, was uns dieses radikale Schulexperiment bis heute lehrt. Das „Blue Eyes, Brown Eyes“-Experiment ist eines der bekanntesten Antirassismus-Experimente in der Schule. Jane Elliott wollte Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung für Kinder erfahrbar machen – und löste eine Debatte über rassismuskritische Pädagogik aus.Leon Windscheid beleuchtet psychologische Mechanismen hinter Vorurteilen, wie den „Ingroup-Outgroup-Bias“ oder den „Stereotype Threat“. Der Bildungsforscher Prof. Dr. Karim Fereidooni zeigt, wie tief Rassismus bereits im Denken von Kindern verankert ist – und welche rassismuskritischen Bildungsansätze helfen, Diskriminierung abzubauen und rassistische Denkmuster nachhaltig zu verlernen. Die Reihe „Terra Xplore – Brain Projects“ beleuchtet weltberühmte Experimente, Diagnosen und Therapien. Zwischen Wissenschaft und Wahnsinn fragt Psychologe Dr. Leon Windscheid: Was können wir aus diesen Geschichten für unsere eigene Psyche lernen – und warum wirken manche Methoden bis heute nach? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 16.03.2026 ZDF 104. Sechs schizophrene Brüder – Die Familie Galvin
Folge 104 (15 Min.)Psychologe Leon Windscheid folgt den Spuren der Familie Galvin. Was ist die Ursache von Schizophrenie – unsere Gene, die Umwelt oder gar die Erziehung?Bild: ZDF und Marius Fuchtmann12 Kinder, sechs mit Schizophrenie: Die Geschichte der Familie Galvin beleuchtet ein medizinisches Rätsel und zeigt, wie Stigma und Vorurteile psychische Erkrankungen verschärfen können. Frühe Warnzeichen, dramatische Verläufe: Vom ersten Auftreten der Schizophrenie im Hause Galvin über die harten Psychiatriepraktiken der 60er- und 70er-Jahre bis zur modernen Wissenschaft zeigt Leon Windscheid, wie die Diagnose die Familie prägte. Die „zweite Krankheit“ Hinter der perfekten Fassade kämpfen die Familienmitglieder mit rätselhaften Symptomen: Ein Sohn hört Stimmen, ein anderer wird im Wahn zur Gefahr.Wo liegen die Ursachen von Schizophrenie? Sind es unsere Gene, Umweltfaktoren oder gar die Erziehung? Psychiater Prof. Andreas Meyer-Lindenberg ordnet ein, wie sich das Verständnis psychischer Erkrankungen verändert hat – und warum Stigmatisierung bei Schizophrenie auch heute oft als „zweite Krankheit“ wirkt. Der Fall Galvin verdeutlicht, wie entscheidend frühe Behandlung, Aufklärung und Empathie sind und was wir alle gegen Vorurteile im Umgang mit psychischen Erkrankungen tun können. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 ZDF 105. Lust: Wie oft ist normal?
Folge 105 (45 Min.)Die Studentin Johanna spricht mit dem Psychologen Leon Windscheid über die unterschiedliche Ausprägung der Libido in ihrer Beziehung sowie über die Gefühle, Ängste und Herausforderungen, die damit verbunden sind.Bild: ZDF und Marius FuchtmannWo die Lust auf Intimität am Anfang der Beziehung kaum zu stillen ist, entsteht später oft ein Ungleichgewicht: Eine Person will oft mehr Nähe als die andere – und das belastet beide. Psychologe Leon Windscheid trifft die Studentin Johanna, die wegen einer chronischen Erkrankung weniger Nähe sucht als ihr Partner. Im Gespräch mit Dr. Christoph Joseph Ahlers zeigt sich, dass hinter einfachem Verlangen oft tiefere Bedürfnisse stehen. Wie viel Nähe brauchen wir, und was machen wir, wenn ein Ungleichgewicht in der Libido entsteht? Bei einer Analyse mehrerer Studien kam heraus, dass nur bei 6 Prozent der befragten Paare ein Gleichgewicht des sexuellen Verlangens vorliegt.Doch was macht das mit einem Paar, wenn der eine mehr und der andere weniger will? Zusammen mit Dr. Christoph Joseph Ahlers, einem klinischen Sexualpsychologen, sucht Leon Windscheid nach Lösungen. Oft sind es in Beziehungen nämlich seltener die reine Lust auf Sex und Orgasmus, sondern mehr ein Verlangen nach Aufmerksamkeit und Nähe, die zu Spannungen führen. Leon Windscheid lädt Menschen aus allen Altersgruppen zu einem Sozialexperiment ein, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen und Kämpfe mit dem Thema Lust in Beziehungen teilen. Bewegende Geschichten führen zu überraschenden Erkenntnissen und zeigen einmal mehr: Wir reden viel zu selten offen über Sex. Das weiß auch Dr. Laura Hatzler, die am sexualwissenschaftlichen Institut der Charité in Berlin forscht und Leon erklärt, wie Lust im Körper eigentlich entsteht und was dazu führen kann, dass sie komplett ausbleibt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 ZDF 106. Neustart nach Trennung – mit Collien Fernandes
Folge 106 (45 Min.)Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes spricht in „Terra Xplore“ mit Psychologe Leon Windscheid über ihre Trennung und darüber, wer man nach den Jahren des „Wir“ eigentlich selbst ist.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEine Scheidung fühlt sich für viele wie persönliches Scheitern an. Psychologe Leon Windscheid fragt: Welche Chancen bietet eine Trennung? Und wie klappt Trennen fair und respektvoll? Leon Windscheid trifft Collien Monica Fernandes in einer Phase des Umbruchs. Nach der Trennung von ihrem Ehemann befindet sie sich in einer Situation, die viele kennen: Nach Jahren des „Wir“ wieder herauszufinden, wer man selbst eigentlich ist. In einem Gespräch zwischen Leon Windscheid und der Paar- und Sexualtherapeutin Nele Sehrt wird deutlich, dass viele Paare oft jahrelang unglücklich in Beziehungen verharren, bevor sie den Mut finden, getrennte Wege zu gehen.Wie gelingt Loslassen, ohne sich selbst zu verlieren? Wie geht gutes Schlussmachen? Und was hilft beim Neustart? Für ein Sozialexperiment hat Leon Windscheid Menschen unterschiedlichen Alters eingeladen, um über ihre ganz persönlichen Erfahrungen des Verlassens und Verlassenwerdens zu sprechen. In emotionalen Gesprächen erzählen sie von Funkstille und Kontaktabbruch, von Schuldgefühlen und Erleichterung – und vom oft langen Weg zurück zum eigenen Ich. Eine „Terra Xplore“-Folge über Abschiede, Neuanfänge und die Erkenntnis, dass eine Trennung nicht nur das Ende einer Beziehung ist. Die Dreharbeiten mit Collien Fernandes fanden bereits im September 2025 statt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 ZDF 107. Was macht einen Papa aus? Mit den Neureuthers
Folge 107 (45 Min.)Wie wichtig sind die eigenen Väter? Welchen Einfluss haben Väter, und was geben Menschen weiter, wenn sie Väter werden? Mit diesen Fragen geht Psychologe Leon Windscheid auf Spurensuche. Leon Windscheid trifft die Ski-Legenden und Weltklasseathleten Christian und Felix Neureuther. Christian war für seinen Sohn immer Vorbild und Begleiter – nicht nur im Sport, sondern vor allem im Leben. Heute ist Felix selbst vierfacher Vater. Wissenschaftliche Einblicke, wie sich Vater sein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt, geben Psychologin und Bindungsforscherin Prof. Marian Bakermans-Kranenburg, Entwicklungspsychologe und Väterforscher Prof. Andreas Eickhorst und Sozialforscherin und Väterforscherin Prof. Katja Nowacki.Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut – und wo braucht es Veränderungen? Felix Neureuther möchte seinen Kindern dieselben Werte vermitteln, die er von seinen Eltern gelernt hat: Familie, Zusammenhalt und Verantwortung. Unterstützt wird er dabei von Christian, der seine Rolle als Opa mit Leidenschaft lebt. Eine Vater-Sohn-Beziehung, die Nähe und Vertrauen verkörpert – und zeigt, was Vaterschaft bedeuten kann. Doch nicht alle haben so enge Bindungen. In einem Studioexperiment geht Leon Windscheid der Frage nach, was Vaterrolle heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung – oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird. Zahlen verdeutlichen den Wandel: 59,4 Prozent der Väter sehen es als wichtigste Aufgabe, ihrem Kind Zuneigung zu zeigen – verbringen aber im Schnitt nur eine Stunde und 17 Minuten täglich mit ihnen. Während jeder zweite Vater sich gleichberechtigt einbringen will, arbeiten 86 Prozent Vollzeit. Zugleich steigt die Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen – ein Zeichen, dass sich Rollenbilder langsam verschieben. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF 108. Ehrlich Brothers: Was geben uns Geschwister?
Folge 108 (45 Min.)Psychologe Leon Windscheid (4.v.l.) mit den Teilnehmenden des Sozial-Experiments zum Thema ‚Geschwister‘ mit all seinen Facetten positiv wie negativ.Bild: ZDF und Marius FuchtmannGeschwister haben enormen Einfluss auf unsere Persönlichkeitsentwicklung. Aber wie prägen sie uns wirklich, welche Lektionen lehren sie uns – und wie entwickeln wir uns ohne sie? Psychologe Leon Windscheid trifft die Ehrlich Brothers, die seit über 20 Jahren als Magier auftreten. Gemeinsam blicken sie in ihre Jugend und erkunden, welche Rolle eine gute Streitkultur für ihre Geschwisterbeziehung spielte. Sie sind oft die längste Beziehung unseres Lebens: Geschwister waren da, bevor wir unsere Partnerinnen und Partner kennengelernt haben – und häufig bleiben sie, wenn andere gehen.Forschende sind sich einig: Schwestern und Brüder prägen unsere Persönlichkeit wie kaum jemand sonst. Doch wie genau geschieht das? Und warum werden manche Geschwister zu engsten Vertrauten, während andere sich entfremden? Für „Terra Xplore“ geht Psychologe Leon Windscheid diesen Fragen nach. Er trifft die Ehrlich Brothers, zwei Brüder, die seit über 20 Jahren gemeinsam als Magier Erfolge feiern. Was hält zusammen, was nach außen wie eine untrennbare Einheit wirkt? Leon blickt auf ihre Familienkonstellation und entdeckt, welche Rolle die Eltern für stabile oder konflikthafte Geschwisterbeziehungen spielen. Auch die Wissenschaft liefert spannende Einblicke: Studien zeigen, dass Menschen mit Schwestern oft optimistischer sind und weniger Konflikte erleben, während Brüderbeziehungen häufiger belastet sind. Was steckt dahinter? Und was bedeutet das für unsere mentale Gesundheit? Eine „Terra Xplore“-Folge über Nähe, Konflikte – und die Frage: Wie machen uns Geschwister zu den Menschen, die wir heute sind? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 ZDF 109. Glaube: Was gibt uns das?
Folge 109 (43 Min.)Glaube an Gott, Religion oder Spiritualität begleitet Menschen seit Jahrtausenden. Doch brauchen wir Glauben? Leon Windscheid sucht Antworten in der Wissenschaft. (Text: ZDF)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.04.2026 ZDFmediathek 110. Ist Mama die Beste? Mit Rhea Harder-Vennewald
Folge 110 (45 Min.)Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald (r.) erzählt in dieser „Terra Xplore“-Folge Psychologe Leon Windscheid (l.) offen über Nähe und Erschöpfung, über Schuldgefühle und den Versuch, als Mutter „gut genug“ zu sein.Bild: ZDF und Marius FuchtmannKaum eine Rolle ist aufgeladener als die der Mutter. In „Terra Xplore“ fragt Psychologe Leon Windscheid: Was bedeutet Muttersein wirklich, und wie sehr prägen uns unsere Mütter? Leon trifft Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald. Seit knapp 20 Jahren spielt sie in der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ und ist Mutter von drei Kindern. Sie spricht über Nähe und Erschöpfung und den Druck, zwischen Drehalltag und Familie „gut genug“ zu sein. Rheas Freundin Nina Bott, selbst vierfache Mutter, erzählt im Gespräch mit Leon, wie ihre eigene belastete Kindheit mit einer suchtkranken Mutter zugleich Liebe, Verantwortung und Überforderung bedeuten kann – und wie sich der Blick auf die eigene Mutter mit den Jahren verändert.Mutterliebe gilt als bedingungslos und einfach da. Doch Mutterliebe ist kein Naturgesetz, erklärt Psychologin Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn. Überhöhte Ideale und Perfektionsansprüche setzen Mütter maßlos und vor allem unnötig unter Druck. In einem bewegenden Studioexperiment sprechen zwölf Mütter, Töchter und Söhne das aus, was sonst häufig ein Leben lang ungesagt bleibt: Dankbarkeit, Enttäuschung, Loyalität, Kontaktabbrüche, Gewalt- und Traumaerfahrungen. Dabei wird klar: Manche Kinder wurden getragen, andere verletzt. Manche Mütter konnten lieben, andere waren selbst überfordert oder traumatisiert. Mutterliebe ist kein Garant für eine gute Beziehung – und ihr Fehlen kein persönliches Versagen. Mit der Bindungsforscherin Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll spricht Leon Windscheid darüber, wie Bindung entsteht – nämlich dort, wo Menschen verlässlich da sind und zwar unabhängig von Biologie oder Geschlecht. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2026 ZDF 111. Brauchen wir Glauben?
Folge 111 (45 Min.)Sozialpsychologe Professor Detlef Fetchenhauer spricht darüber, warum Menschen glauben.Bild: Marius Fuchtmann / ZDFSeit Tausenden von Jahren glauben Menschen – an ein Leben nach dem Tod, an Gott oder Götter. Menschen leben ihre Spiritualität auf vielfältige Weise aus. Psychologe Leon Windscheid macht sich für „Terra Xplore“ auf die Reise, den Glauben zu verstehen. Er trifft Angela, die mehrere Schicksalsschläge erlebt hat. Dabei hat sie Halt in ihrem christlichen Glauben gefunden und dieser hat sich dadurch weiter vertieft. Kommen wir mit dem Bedürfnis, an etwas Höheres zu glauben, bereits auf die Welt? Oder sind es bestimmte Momente, Erfahrungen und Prägungen, die uns zu gläubigen beziehungsweise spirituellen Menschen machen? Der Sozialpsychologe Prof. Detlef Fetchenhauer gibt Einblicke in die Forschung und erklärt, was Glauben Menschen geben kann.Er beantwortet die Frage, die sich Leon in dieser Folge stellt: „Brauchen wir Glauben?“ In einem Sozialexperiment treffen Menschen aufeinander, die ganz unterschiedliche Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Glaube haben. Dabei lernt Leon auch Lisa kennen – eine Muslima, die als Jugendliche vom Katholizismus zum Islam konvertiert ist. Er besucht sie in Köln, um ihre Beweggründe besser zu verstehen und fragt sich dabei selbst, ob es auch ihm guttun würde, an etwas zu glauben. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 ZDF 112. Longevity – für immer jung?
Folge 112 (45 Min.)Psychologe Leon Windscheid (r.) mit Longevity Entrepreneur Maurice Lichtenberg (l.) im Gespräch über die Philosophie hinter dem Trendthema Langlebigkeit.Bild: ZDF und Marius FuchtmannAlle wollen lange leben, aber niemand will alt sein. Biohacking verspricht ewige Jugend. Superager setzen auf ein positives Mindset. Wie blickt die Psychologie auf das Thema Longevity? Leon Windscheid trifft einen Biohacker, die Gerontopsychologin Eva-Marie Kessler, den Soziologen Hartmut Rosa und einen frisch verliebten Hundertzweijährigen. Superager diskutieren mit Schulkindern darüber, wie wir alle besser mit dem Thema Alter umgehen können. Wie wir altern, hängt ganz entscheidend davon ab, wie wir über das Alter denken. Das betont Eva-Marie Kessler von der Medical School Berlin, eine der führenden Alternsforschenden.Denn eine negative Sicht auf das Alter kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Im Gespräch mit Leon Windscheid erklärt die Expertin, welche drei Säulen für ein gutes Altwerden wichtig sind und wie viel wir davon selbst in der Hand haben. Denn Gene machen nur einen Teil unserer Lebensspanne aus. Der Rest ist Lebensstil, Umwelt, Haltung. So wie bei Franz Bilzer, 102 Jahre alt, Trompeter und frisch verliebt. Leon trifft ihn und seine neue Liebe Doris im Konzerthaus. Für Franz liegt das Geheimnis eines vitalen Superagers vor allem in der richtigen Einstellung: nichts übertreiben, offen und neugierig bleiben, sich auf das Positive fokussieren. Das ist auch eine der zentralen Erkenntnisse aus den Interviews, die „logo“-Kinderreporterinnen und -Kinderreporter mit Superagern führen. Die Kids wollen wissen, wie gutes Altwerden geht, was sie jetzt schon dafür tun können und wie ein besserer Austausch zwischen den Generationen möglich ist. Denn in unserer Gesellschaft ist Alter immer noch negativ geprägt. Schon Kinder präsentieren ihre Anti-Aging-Produkte auf Social Media – gegen Alterserscheinungen, die noch gar nicht da sind. Ästhetische Eingriffe sind normal geworden. Falten werden weggespritzt, Gesichter geglättet, Körper optimiert. Jugend ist kein Lebensabschnitt mehr, sondern ein Leistungszustand, den es zu verteidigen gilt. Der US-amerikanische Unternehmer Bryan Johnson will genau das und polarisiert mit seiner radikalen Mission „Don’t Die.“ Er inspiriert aber auch zahlreiche Leute – so wie Maurice Lichtenberg anfangs. Ob Maurice aber so weit gehen würde wie Johnson, findet Leon Windscheid im Gespräch mit ihm in einem Biohacking Club in München heraus. Doch woher kommt unser negativer Blick aufs Alter? Und wie hat er sich verändert? Im Gespräch mit dem Soziologen Hartmut Rosa erfährt Leon: Früher war hohes Alter ein Zeichen von Erfahrung und Autorität. Heute dagegen gilt es oft als Makel. Unsere Gesellschaft ist auf Beschleunigung programmiert: Wer langsamer wird, fällt raus. Dagegen hält Rosa sein Konzept der Resonanz: Nur im bewussten Austausch mit unserer Umwelt und in der Akzeptanz der Endlichkeit kann gutes Leben – und damit auch gutes Altern – gelingen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 25.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 07.06.2026 ZDF 113. Ungleiches Verlangen, gleiche Liebe?
Folge 113 (30 Min.)Paare haben oft ein unterschiedliches sexuelles Bedürfnis. In „Terra Xplore“ erklärt Psychologe Leon Windscheid, wie das Beziehungen prägt, und wie man Nähe und Intimität unterscheiden kann. In Hannover trifft Leon Windscheid die Studentin Johanna, die wegen einer chronischen Erkrankung und Schmerzen weniger Nähe sucht als ihr Partner. Zudem sucht er gemeinsam mit Christoph Joseph Ahlers und Ärztin Laura Hatzler nach Lösungen, wie Paare mit unterschiedlichen Bedürfnissen umgehen können. Oft geht es weniger um körperliche Wünsche, sondern um das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Nähe, das Spannungen erzeugt. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 08.06.2026 ZDF 114. Lust und Liebe – wie kann das ohne Stress zusammengehen?
Folge 114 (15 Min.)Wie viel Nähe brauchen wir – und was passiert, wenn Bedürfnisse auseinandergehen? Oft geht es weniger um körperliche Wünsche, sondern um das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Verbundenheit. Leon Windscheid lädt Menschen aus allen Altersgruppen zu einem Sozialexperiment ein, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen und Struggles mit dem Thema Lust in Beziehungen teilen. Bewegende Geschichten führen zu überraschenden Erkenntnissen und zeigen einmal mehr: Wir reden viel zu selten offen über Sex. Das weiß auch Dr. Laura Hatzler, die am sexualwissenschaftlichen Institut der Charité in Berlin forscht und Leon erklärt, wie Lust im Körper eigentlich entsteht und was dazu führen kann, dass sie komplett ausbleibt. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Di. 09.06.2026 ZDF 115. Villa oder WG – wie Wohnen uns prägt
Folge 115 (45 Min.)Grafikdesignerin Lena Lademann (r.) spricht mit Psychologe Leon Windschscheid (l.) über die zentrale Rolle des Themas Wohnen in ihrem Leben.Bild: ZDFWir verbringen viele Stunden zu Hause – und Dinge wie Licht, Farben und Platz beeinflussen unsere Psyche. Wie gestalte ich meine Wohnung so, dass sie mir guttut? Leon Windscheid trifft den Hamburger Unternehmer Simon Schäfer. Er hat seine Villa nach seinen eigenen Vorstellungen von gesundem und wohltuendem Wohnen geplant. Natürliche Materialien, viel Tageslicht und der Blick ins Grüne gehören zu seinem Wohnkonzept. Was verraten unsere Wohnungen über uns selbst? Das will Leon Windscheid herausfinden. Einen sehr persönlichen Zugang zum Thema eröffnet die Geschichte von Lena Lademann.Nach ihrer Trennung verliert die Mode-Influencerin ihr vertrautes Zuhause und steht vor einem Neuanfang. In ihrem neuen Domizil auf Mallorca spricht sie darüber, welche zentrale Rolle das Thema Wohnen für sie in dieser Lebensphase gespielt hat. Wohnpsychologin Melanie Fritze ordnet ein, welche Aspekte von Wohnraum besonders relevant für das psychische Erleben sind, welche verbreiteten Fehlannahmen es bei der Einrichtung des eigenen Zuhauses gibt und welche Bedeutung Wohnsicherheit für das psychische Wohlbefinden hat. Für „Terra Xplore“ macht Leon in einem Studioexperiment den Praxistest: Anhand von Fotos ihrer Wohnungen müssen die anderen Teilnehmer erraten, was sich daraus über die Menschen dahinter ablesen lässt. Hintergrund ist eine psychologische Studie, nach der bestimmte Persönlichkeitsmerkmale häufig schon durch einen Blick ins Zuhause zutreffend eingeschätzt werden können. Spiegeln unsere eigenen vier Wände wirklich so deutlich, wer wir sind? Wird es den Teilnehmern gelingen, die richtigen Rückschlüsse über die anderen Kandidaten zu ziehen? Wohnraum als Luxusobjekt: Das ist die Mission von Leon Sandhowe. Als Mister Unreal Estate führt er auf seinem YouTube-Kanal durch exklusive Immobilien und Villen. Sicher ist: Je stärker wir uns mit unserem Zuhause identifizieren, desto stabiler wirkt es als psychologischer Anker. Doch beim Wohnen geht es nicht um Luxus, sondern vor allem um die Frage: Was brauche ich wirklich, um mich sicher, inspiriert und geborgen zu fühlen? In dieser Folge zeigt Leon Windscheid, dass bereits kleine Veränderungen im Zuhause das Wohlbefinden unterstützen können. Es braucht dafür keine Luxusvilla, sondern vor allem eine Wohnung, die zu den eigenen Bedürfnissen passt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 18.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 14.06.2026 ZDF 116. Vermisst – wie lange bleibt die Hoffnung?
Folge 116 (45 Min.)Psychologe Leon Windscheid (M.) spricht mit Teilnehmenden des Sozial-Experiments über ihre Vermissten-Geschichten.Bild: ZDF und Marius FuchtmannSpurlos verschwunden, kein Abschied, keine Antworten. Psychologe Leon Windscheid trifft Ralf Salice. Seit 2020 sucht er seine vermisste Tochter. Aufzugeben ist für ihn keine Option. Täglich werden in Deutschland rund 250 Menschen als vermisst gemeldet. Aktuell sind es etwa 10.000 Vermisste. Leon Windscheid fragt: Was macht diese Ungewissheit mit unserer Psyche? Wie leben Angehörige weiter – zwischen Angst und Hoffnung? Im September 2020 verschwindet Scarlett Salice während einer Wanderung im Schwarzwald. Auch nachdem die offiziellen Suchmaßnahmen der Polizei eingestellt wurden, sucht Scarletts Vater Ralf weiter.Er sammelt Hinweise, spricht mit Zeugen, gibt nicht auf. Die Suche nach seiner Tochter Scarlett ist für ihn zum Mittelpunkt seines Lebens geworden. Er sagt: „Ich muss das tun, was nötig ist, um sie wiederzufinden. Und da gibt es in dem Moment auch keine Grenzen.“ Hoffnung bedeutet für ihn Handeln. Der Fall Salice zeigt, was ein Verschwinden für Angehörige bedeutet: ein Leben im permanenten Alarmzustand. Um die psychischen Folgen dieser Ungewissheit zu verstehen, trifft Leon Windscheid die Psychologin Prof. Rita Rosner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie erklärt, warum das menschliche Gehirn Unsicherheit kaum aushält und welche emotionalen Mechanismen dabei aktiviert werden. Hoffnung spielt eine doppelte Rolle: Sie kann stabilisieren, Sinn stiften und Handlungskraft erhalten. Gleichzeitig kann sie verhindern, dass Schmerz verarbeitet wird. Die Forschung zeigt: Hoffnung ist weder gut noch schlecht – entscheidend ist, ob sie beweglich bleibt oder sich starr an ein einziges mögliches Ergebnis klammert. Der Fall von Nathalie Schöffmann zeigt die andere Seite des vermisst seins – die des Opfers. Die österreichische Radrennfahrerin und Triathletin wird 2019 während einer Radtour entführt und ist stundenlang in der Gewalt ihres Täters. Trotz extremer Angst bleibt sie ruhig, spricht mit dem Entführer – und kommt frei. Ihre Geschichte macht deutlich: Während Betroffene selbst auf Rettung hoffen können, bleibt für Angehörige oft nur die quälende Ungewissheit. „Terra Xplore“ zeigt: Beim Hoffen oder Loslassen gibt es kein richtig oder falsch. Fehlende Klarheit kann lähmen – doch manchmal ist es gerade eine bewusste Entscheidung, die es ermöglicht, weiterzuleben. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 22.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 ZDF 117. Mutter sein – Zwischen Liebe und Druck
Folge 117 (25 Min.)Psychologe Leon Windscheid diskutiert mit den befreundeten Schauspielerinnen Rhea Harder-Vennewald und Nina Bott, was Muttersein bedeutet. Seit rund 20 Jahren gehört Rhea Harder-Vennewald zur Stammbesetzung der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“. Im wahren Leben ist sie Mutter von drei Kindern. Sie berichtet von Nähe und Erschöpfung sowie dem Druck, zwischen Drehalltag und Familie „gut genug“ zu sein. Nina Bott, selbst vierfache Mutter, erzählt im Gespräch mit Leon, wie ihre eigene belastete Kindheit mit einer suchtkranken Mutter zugleich Liebe, Verantwortung und Überforderung bedeuten kann – und wie sich der Blick auf die eigene Mutter mit den Jahren verändert hat. Mutterliebe gilt als bedingungslos und einfach da. Doch Mutterliebe ist kein Naturgesetz, erklärt Psychologin Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn. Überhöhte Ideale und Perfektionsansprüche setzen Mütter maßlos und vor allem unnötig unter Druck. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 13.07.2026 ZDF 118. Wie Mütter uns prägen
Folge 118 (15 Min.)In einem bewegenden Studioexperiment mit dem Psychologen Leon Windscheid sprechen Mütter, Töchter und Söhne aus, wie sehr Muttersein und Mütter sie geprägt haben. Dankbarkeit, Enttäuschung, Loyalität, Kontaktabbrüche, Gewalt- und Traumaerfahrungen: Kaum eine Rolle ist aufgeladener als die der Mutter. Manche Kinder wurden getragen, andere verletzt. Manche Mütter konnten lieben, andere waren selbst überfordert oder traumatisiert. Mutterliebe ist kein Garant für eine gute Beziehung – und ihr Fehlen kein persönliches Versagen. Fabienne Becker-Stoll, Psychologin und Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik an der Universität Regensburg, führt aus, warum uns früheste Bindungserfahrungen – egal ob positiv oder negativ – nachhaltig beeinflussen, jedoch nicht allein entscheidend sind für das spätere Leben oder die Tatsache, ob man selbst ein sicheres oder vielleicht ängstlicheres Elternteil wird. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 13.07.2026 ZDF 119. Was tun mit psychisch kranken Tätern?
Folge 119 (45 Min.)Psychologe Leon Windscheid (r.) befragt Passanten bei einer Straßenumfrage über ihren Standpunkt zum Thema Forensik.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEin geliebter Mensch wird brutal ermordet. Vielleicht die beste Freundin oder sogar das eigene Kind. Der Täter kommt nicht ins Gefängnis, sondern in die Forensische Psychiatrie. Warum? Psychologe Leon Windscheid trifft eine Frau, die unter anderem eine Dame mit dem Messer bedrohte und seit 16 Jahren in der Forensischen Psychiatrie einsitzt. Sie leidet unter Impulskontrollstörungen, hat ihre Emotionen nicht im Griff und ist immer wieder aggressiv. Der Psychiater Prof. Dieter Seifert ist forensischer Sachverständiger. Er erklärt Leon, auf welchen Grundlagen man die Schuldunfähigkeit von straffälligen Menschen feststellt.Anders als im Gefängnis, gibt es in der Forensischen Psychiatrie kein zeitlich festgelegtes Strafmaß. Entlassen werden Insassen erst, wenn das Risiko weiterer Straftaten für die Allgemeinheit möglichst gering bleibt. Und sie werden auch anschließend noch weiter psychologisch betreut. Ganz anders verhält es sich im Fall des Serienmörders Niels Högel, der für eine der größten Mordserien der Bundesrepublik verantwortlich ist. Der ehemalige Krankenpfleger ermordete in zwei Kliniken Patienten, indem er ihnen Überdosen an Medikamenten verabreicht. In 332 Fällen werden Ermittlungsverfahren eingeleitet, Högel wird schließlich wegen über 80 Morden angeklagt. Warum aber wird er nicht in eine forensische Psychiatrie eingewiesen? 2019 wird Högel zu lebenslanger Gefängnishaft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Da er seine Taten kühl geplant und sich dem, was er getan hat, bewusst war, wird Högel als voll schuldfähig eingestuft. Eine Unterbringung in einer Forensische Psychiatrie kommt für diesen Täter daher nicht in Frage. Doch der andere Umgang mit psychisch kranken Straftätern polarisiert. Für „Terra Xplore“ bringt Leon Windscheid in einem Studioexperiment Täter und Opfer zusammen. Da ist Gerhard, dessen Bruder von einem psychisch kranken Menschen brutal ins Koma geschlagen wird. Oder Petra, die in ihrem Juweliergeschäft überfallen und gefesselt zurückgelassen wird. Leon will wissen, wie sie auf den forensischen Strafvollzug und das Thema Strafe blicken. Dabei wird auch deutlich, dass sich die Opfer von Gewaltverbrechen mehr Hilfsangebote und auch Betreuung wünschen, um das Geschehen zu verarbeiten. Und so zeigt der Film, wie komplex das Thema „Schuldunfähigkeit und Umgang mit psychisch kranken Straftätern“ ist. Es prallen theoretische, psychologische Sichtweisen auf emotionale Lebenserfahrungen von Tätern, Opfern und deren Angehörigen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 29.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 ZDF 120. Ehrlich Brothers: Die magische Kraft der Geschwister
Folge 120 (30 Min.)Geschwister begleiten uns oft ein Leben lang. So gehören diese Beziehungen zu den komplexesten und prägendsten überhaupt. In „Terra Xplore“ trifft Leon Windscheid die Ehrlich Brothers. Die berühmten Brüder sprechen offen über ihr Aufwachsen, den Beginn ihrer gemeinsamen Karriere und die Schwierigkeiten, die entstehen können, wenn man als Brüder nicht nur das Privatleben, sondern auch die Karriere teilt. Expertinnen und Experten aus Psychologie und Familienforschung ordnen zudem ein, wie entscheidend diese frühen sozialen Erfahrungen für die persönliche Entwicklung sind. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 20.07.2026 ZDF 121. Geschwister – Wie Familienkonstellationen unser Leben prägen
Folge 121 (15 Min.)Psychologie-Professorin Dr. Sabine WalperBild: ZDF und Marius FuchtmannGeschwisterbeziehungen zählen meist zu den dauerhaftesten sozialen Bindungen eines Menschen. Sie reichen oft über Jahrzehnte – länger als Partnerschaften oder Freundschaften. Die Psychologie beschreibt Geschwister daher als ein einzigartiges Beziehungssystem, das von intensiver Nähe, Rivalität, und einem lebenslangen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung geprägt ist. In einem Sozialexperiment erzählen Menschen von belasteten Beziehungen, großen Streits, mehrjährigen Kontaktabbrüchen unter Geschwistern und von Wiederannäherung. Von der Psychologieprofessorin Sabine Walper will Leon Windscheid wissen, warum Geschwistersein so oft mit Konflikten einhergeht und was man im Erwachsenenalter tun kann, um sich wieder anzunähern. Dabei spielt immer wieder die Frage eine Rolle, ob Geschwister uns per se guttun und was wir tun können, um diese lebenslangen Beziehungen zu stärken. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 20.07.2026 ZDF 122. Bobo-Doll-Studien: Aggressive Vorbilder, aggressive Kinder?
Folge 122 (15 Min.)Aggression durch Beobachtung? Psychologe Leon Windscheid fragt, ob Kinder aggressives Verhalten von Eltern, Games und Social Media kopieren und erklärt die Bobo-Doll-Studien.Bild: ZDF und Marius FuchtmannLernen wir aggressives Verhalten, wenn wir Gewalt sehen? Psychologe Albert Bandura zeigt im Bobo-Doll-Experiment, wie kleine Kinder aggressives Verhalten beobachten und dann nachahmen. „Modelllernen“ oder „Beobachtungslernen“ nennt Albert Bandura seine Lerntheorie. Psychologe Leon Windscheid zeigt auf, welche Rolle Vorbilder und auch Medien im sozialen Lernprozess spielen und was das heute für ein mögliches Social Media Verbot bedeutet. Was der kanadische Psychologe Albert Bandura damals herausfand, gilt bis heute als Meilenstein in der Gewaltforschung.Er hat mit seinen Bobo-Doll-Studien gezeigt, dass Lernen nicht ausschließlich über Belohnung und Bestrafung funktioniert, sondern Menschen auch durch Beobachtung und Imitation lernen. Anfang der 1960er-Jahre wird der Fernseher zum Leitmedium und 1963 wiederholt Bandura das Experiment mit der Frage, ob Kinder durch Gewalt im Fernsehen und in Filmen negativ beeinflusst werden können. Wie wirkt sich heute Gewalt aus Filmen, Social Media, Serien oder Gaming auf uns aus und vor allem auf Kinder, die solche Inhalte sehen? Psychotherapeutin Dr. Isabel Brandhorst geht davon aus, dass Mediengewalt als ein mögliches Verhaltensskript gelernt und gespeichert wird. Gleichzeitig gibt es zahlreiche weitere Einflüsse, die mitentscheiden, ob dieses Skript aktiviert wird und Menschen selbst aggressiv reagieren. Modelllernen prägt unser Verhalten weit stärker, als uns oft bewusst ist. In nahezu allen Lebensbereichen sind wir – ob wir es wollen oder nicht – Vorbilder, denn wir werden ständig beobachtet. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 ZDF 123. Fantasiewelten: Gut für die Psyche?
Folge 123 (45 Min.)Pia Bergmann nutzt „Live Action Roleplay“, um sich eine Auszeit von der Realität zu nehmen. Im Gespräch mit Eric Mayer erklärt sie, dass es ihrer psychischen Gesundheit hilft, einem Hobby nachzugehen.Bild: ZDF und Jan HinkesWarum fliehen Menschen in Fantasie- und Digitalwelten? Eric Mayer erforscht, wie viel Realität unser Gehirn verkraftet, wann sie zu viel wird und wie Eskapismus entlasten oder belasten kann. Eric Mayer trifft Lars (Name geändert), der dem Alltagsdruck erlag und in digitale Welten flüchtete; begleitet LARP-Spielerin Pia Bergmann in eine Fantasiewelt und spricht mit Forschern darüber, wann Realitätsflucht krank macht – oder mental stärken kann. Warum ist für manche Menschen die Flucht in Fantasie- und Digitalwelten so reizvoll? Wie viel Realität verarbeitet unser Gehirn? Wissenschaftsjournalist Eric Mayer will wissen, wie das Gehirn unseren Alltag verarbeitet, wann es zu viel wird und ob Pausen von der realen Welt Kraft geben können.Zwischen Therapie, Live-Rollenspiel – kurz LARP – und Forschung zeigt Eric, wie Eskapismus belasten, aber auch entlasten kann. Eric Mayer trifft Lars (Name von der Redaktion geändert), der vor einigen Jahren mit dem Druck in seinem Alltag nicht mehr klar kam und sich in digitale Welten flüchtete – so intensiv, dass er eine Mediensucht entwickelte. Für Pia Bergmann ist das Live-Rollenspiel wie ein Werkzeug: Es hilft ihr, mit den vielen Krisen unserer Zeit klarzukommen und der Wirklichkeit für kurze Zeit zu entfliehen. Mehrmals im Jahr taucht sie bei einem sogenannten „Live Action Role Play“ in eine fiktive Welt ein und spielt dann für ein paar Tage sogar eine ganz andere Person. Unter ihrer Anleitung macht Wissenschaftsjournalist Eric Mayer den Selbstversuch: Was passiert, wenn man sich in eine solche fiktive Welt versetzt? Für den Eskapismusforscher Prof. Frode Stenseng, Psychologe an der Universität Trondheim, ist dabei eines klar: Realitätsflucht ist nicht gleich Realitätsflucht. Es gibt Eskapismusformen, die unseren Alltag stark in Mitleidenschaft ziehen und in psychologischer Überforderung enden, und andere, die uns helfen und neue Kraft geben. Warum das so ist, erfährt Eric bei Prof. Óscar Gonçalves, Neurowissenschaftler an der Universität Coimbra. Er sagt, dass das Verhältnis zwischen unserem Gehirn und der Realität ambivalent ist und „ … dass das Gehirn während des Ruhezustands sehr aktiv ist. Ein Netzwerk aus Hirnregionen wird besonders aktiv, wenn unsere Gedanken wandern. Das sind vor allem Bereiche, in denen unsere Selbstreflexion stattfindet und die eng mit Erinnerungen verknüpft sind. Und das Interessante daran ist, dass wir das während unserer Wachzeit etwa 50 Prozent der Zeit tun!“ (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 ZDF 124. Third Wave – in 5 Tagen zum faschististischen Regime?
Folge 124 (15 Min.)Psychologe Leon Windscheid erklärt das von Geschichtslehrer Ron Jones gestartete Experiment „The Third Wave“.Bild: ZDF und Marius Fuchtmann1967 startet Geschichtslehrer Ron Jones das Experiment „The Third Wave“. Plötzlich geht es an der Cubberley High School nicht mehr um Unterricht, sondern um Disziplin und Gemeinschaft. Ron Jones stellt Hierarchien auf, führt Rituale ein und macht sich selbst zum Anführer. Die Klasse erlebt fünf Tage lang Mechanismen faschistischer Bewegungen. Psychologe Leon Windscheid will wissen: Sind wir alle verführbar? Wie konnten so viele Deutsche behaupten, sie hätten von den Verbrechen der Nationalsozialisten nichts gewusst? Diese Frage bringt dieses radikale Experiment ins Rollen: Lehrer Ron Jones baut faschistische Mechanismen im Klassenzimmer nach und zeigt, was passiert, wenn Macht, Gruppendynamik und eigene Wahrheiten aufeinandertreffen.Psychologe Leon Windscheid beleuchtet psychologische Konzepte wie die Einteilung in „Wir“, die sogenannte In-Group und die „Die Anderen“, also sogenannte Out-Group. Der Sozialpsychologe und Konfliktforscher Prof. Andreas Zick zeigt, wie identitätsstiftend auch heute noch Gruppensymbole sind und dass Menschen, die ihre moralischen Standards nicht aufgeben wollen, eher autoritären Bewegungen widerstehen können. Die Reihe „Terra Xplore – Brain Projects“ beleuchtet weltberühmte Experimente, Diagnosen und Therapien. Zwischen Wissenschaft und Wahnsinn fragt Psychologe Leon Windscheid: Was können wir aus diesen Geschichten für unsere eigene Psyche lernen, und warum wirken manche Methoden bis heute nach? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Sa. 15.08.2026 ZDF
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