Einzeldokumentationen, Folge 85–104
85. 250 Kilo – bin ich süchtig nach Essen?
Folge 85 (45 Min.)
Personaltrainer Torsten Prix (l.) spricht mit Leon Windscheid (r.) über seine Binge-Eating-Störung und sein Leben zwischen ständigem Zu- und Abnehmen.Bild: ZDF und Marius FuchtmannWie eng hängen Ernährung und Psyche zusammen? Warum fällt es vielen schwer, ihr Essverhalten zu kontrollieren? Psychologe Leon Windscheid und die Macht der Ernährung über unsere Psyche. Leon trifft Torsten Prix, der an einer Binge-Eating-Störung leidet. Torsten wiegt über 200 Kilo. Er beschreibt Essen als seinen besten Freund und schlimmsten Feind zugleich. Essen wird für ihn zur Bewältigungsstrategie – und zur Belastung. Die Neurologin Dr. Sharmili Edwin Thanarajah vom Universitätsklinikum Frankfurt zeigt Leon Windscheid, wie unser Gehirn auf fettige und süße Nahrung reagiert – und warum schon kleine Mengen solcher Lebensmittel das Belohnungssystem umprogrammieren können.Ihr Forschungsansatz macht deutlich: Unser Essverhalten beeinflusst die Psyche – und umgekehrt bestimmt unser psychischer Zustand mit, was und wie wir essen. Ein Kreislauf, der sich oft unbemerkt verselbständigt. Doch wie sehr ähnelt dieses Verhalten einer Sucht? Der Ernährungspsychologe Dr. Adrian Meule forscht zu Essstörungen und warnt davor, Betroffene vorschnell als „esssüchtig“ abzustempeln und so ihr Verhalten zu stigmatisieren oder Verantwortung abzuschieben. Der Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Guido Ritter erklärt außerdem, welche Rolle die Lebensmittelindustrie dabei spielt, dass wir immer häufiger und immer unbewusster essen – und wie gezielt durch Konsistenz, Klang und Zusatzstoffe Bedürfnisse erzeugt werden. In einem Studioexperiment mit Leon Windscheid treffen Menschen zusammen, die mit Essanfällen, Diäten oder Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Sie zeigen, wie emotional, schambesetzt und oft wenig verstanden das Thema noch immer ist – und wie sehr es uns alle betrifft. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 24.11.2025 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 23.11.202586. Gen Z unter Druck – Das Sozialexperiment
Folge 86 (20 Min.)Junge Menschen stehen unter massivem Druck – durch Krisen, Erwartungen und Selbstoptimierung. Das Sozialexperiment zeigt ihre Realität: Warum sind sie heute die unglücklichste Generation? Neue Studien zeigen: Junge Menschen sind heute die unglücklichste Altersgruppe in Deutschland. Der Film begleitet Psychologe Dr. Leon Windscheid bei Gesprächen mit Betroffenen, die offen über den Druck sprechen, unter dem sie stehen – und wie sie damit umgehen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF 87. Kind psychisch krank – Das Sozialexperiment
Folge 87 (20 Min.)In einem Sozialexperiment stellen sich Mutter-Kind-Paare den eigenen Schuldzuweisungen und suchen nach Ursachen für unterschiedliche psychische Erkrankungen wie Anorexie, Depression und ADHS. Mother-Blaming ist tief in der Gesellschaft verankert. Studien zeigen: Mütter empfinden bei Konflikten zwischen Beruf und Familie häufiger Schuld als Väter – besonders bei traditionellen Rollenbildern. Das Experiment hinterfragt diese Muster und sucht nach neuen Perspektiven. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF 88. Victim Blaming – Das Sozialexperiment
Folge 88 (25 Min.)Presenter Leon Windscheid.Bild: ZDFDu wirst verletzt – und statt Mitgefühl bekommst du Schuldzuweisungen. Der Film zeigt, wie tief Victim Blaming Betroffene trifft. Victim Blaming trifft viele und verstärkt das Leid der Betroffenen. Im Film sprechen Menschen über ihre Erfahrungen. Sie wollen aufklären, verstehen, woher die Schuldzuweisungen kommen und anderen Mut machen, sich nicht länger selbst die Schuld zu geben. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 01.12.2025 ZDF 89. ADHS: Trend oder Krankheit?
Folge 89 (30 Min.)Lola Weippert spricht mit Leon Windscheid über ihr Leben vor ihrer späten ADHS-Diagnose und wie sie jetzt damit umgeht.Bild: ZDF und Marius FuchtmannDas Thema ADHS bewegt. Was haben die sozialen Netzwerke damit zu tun, und wann liegt wirklich eine krankhafte Störung vor? Das will Psychologe Leon Windscheid herausfinden. Dafür trifft er neben Expertinnen und Experten auch Lola Weippert, die offen über ihre ADHS-Erkrankung spricht. Lola Weippert, Moderatorin, Model und Autorin, bekam vor zwei Jahren ihre Diagnose und machte sie öffentlich. Lange Zeit dachte sie, sie müsse sich ändern. Heute bezeichnet sie ADHS als ihre Superpower. Mit Leon Windscheid spricht sie sowohl über die positiven als auch negativen Seiten des „ADHS-Hypes“. Zwar gibt es klare Diagnoseleitlinien bei ADHS, doch die Symptome sind vielfältig.Menschen mit ADHS haben unter anderem ein höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken. Unter anderem darüber spricht Leon Windscheid mit der weltweit anerkannten ADHS-Expertin Prof. Alexandra Philipsen. Klar ist: Das Bild des klassischen Zappelphilipps ist passé. Von ADHS sind auch Mädchen und Erwachsene betroffen. Wo endet das Normale, wo beginnt die Störung? Was bedeutet normal überhaupt? Werden ADHS-Symptome heute zu leichtfertig diagnostiziert? Und welche Rolle spielen dabei Selbstdiagnosen? Darüber diskutiert Leon Windscheid mit dem Persönlichkeitspsychologen Prof. Marcus Roth. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 ZDF 90. ADHS hat viele Seiten – Das Sozialexperiment
Folge 90 (15 Min.)In einem Studioexperiment spricht Presenter Leon Windscheid (r.) mit den Teilnehmenden, um mehr über ihr Leben mit ADHS zu erfahren.Bild: ZDF und Marius FuchtmannADHS wird zur Superkraft erklärt oder zum Grund für ständiges Scheitern. Viele fühlen sich betroffen. Aber ist es vielleicht nur ein Hype? Das will Psychologe Leon Windscheid wissen. In einem Studioexperiment erlebt Leon hautnah, wie es sich anfühlt, ADHS zu haben. Für manche bedeutet die Diagnose Erleichterung, für andere ist sie längst Alltag. Leon Windscheid begegnet in dieser Folge den vielen Gesichtern von ADHS – den positiven, aber auch den Schattenseiten. Und er stellt sich die Frage: Haben jetzt alle ADHS? (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 ZDF 91. Stockholm-Syndrom: Wenn aus Angst Nähe wird
Folge 91 (15 Min.)Thumb für „Stockholm Syndrom: Wenn aus Angst Nähe wird“, Presenter Leon WindscheidBild: ZDF und Marius FuchtmannKönnen Geiseln Verständnis oder Sympathie für ihre Entführer entwickeln? Ein Banküberfall in den Siebzigern prägte den Begriff „Stockholm-Syndrom“, der bis heute in der Kritik steht. Wie reagieren Menschen in Extremsituationen? Bei der Geiselnahme am Norrmalmstorg sorgte Geisel Kristin Enmark für Schlagzeilen: Sie soll sich in Entführer Clark Olofsson verliebt haben. Noch heute lohnt sich ein Blick auf ihre Geschichte. Das, was als Stockholm-Syndrom weltberühmt wurde, ist bis heute keine offizielle Diagnose und in keinem medizinischen Standardwerk zu finden.Psychologe Leon Windscheid zeigt den Mechanismus auf, bei dem Opfer von Geiselnahmen oder Entführungen Verständnis, Sympathie oder gar Identifikation mit den Tätern entwickeln und mit ihnen kooperieren. Was wie Zuneigung aussieht, ist eigentlich ein Überlebensreflex des Gehirns. Beim sogenannten Stockholm-Syndrom spielte auch die Presse, die damals live berichtete, eine große Rolle. Die „verliebte Geisel“ – eine perfekte Schlagzeile. Doch warum richtet sich der Blick häufig auf die Frauen? Die Psychologin Dr. Maggie Schauer weiß: Wir schützen uns vor der Vorstellung, dass es jedem passieren kann. Victim Blaming entsteht oft genau dann – aus Vermeidung und Angst, uns mit dieser Realität auseinanderzusetzen. Um die Faszination für „Bad Boys“ nachzuvollziehen, muss man gar nicht erst mit einem Straftäter zusammen sein. Sie zeigt sich längst im Alltag – in Filmen, Serien. Die Dark-Romance-Literatur boomt: Geschichten, die Gewalt, Kontrolle und toxische Beziehungen romantisieren. Es geht um Macht, Kontrolle und Begehren. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 21.12.2025 ZDF 92. Wie geht guter Sex? – Das Experiment
Folge 92 (15 Min.)Über den weiblichen Orgasmus wird wenig gesprochen. Das kann die Unsicherheiten in Beziehungen verstärken, und auch das Allgemeinwissen leidet darunter. In einem Sozialexperiment bringt Psychologe Leon Windscheid fremde Menschen miteinander ins Gespräch. Diese Folge von Terra „Xplore“ zeigt, wie wertvoll und augenöffnend es sein kann, die gelernte Scham zu überwinden und offen über das Thema Sex zu kommunizieren. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Sa. 27.12.2025 ZDF 93. Bin ich gut im Bett? – Das macht Männern Druck!
Folge 93 (30 Min.)Bin ich gut im Bett? Diese Frage stellen sich viele Menschen und Leon Windscheid will bei einer Straßenumfrage wissen, woran wir guten Sex ausmachen und was dabei überhaupt wichtig ist.Bild: ZDF und Marius FuchtmannDer Mann kann immer: Werbung, Pornos und Popkultur prägen dieses Verständnis von Männlichkeit. Was passiert, wenn aus Lust Pflicht wird, Zweifel entstehen und niemand darüber spricht. Leon Windscheid trifft Max. Im Gespräch erzählt er, wie ihn Performancedruck lähmte – Dating-Erfahrungen endeten in Erektionsproblemen, Scham und Selbstzweifeln. Erst ein ehrliches Gespräch mit seinem besten Freund Jona veränderte alles. Der Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers erklärt Leon Windscheid, wie Rollenmuster, Leistungsdenken und Pornografie unser Selbstbild im Bett prägen. Und warum guter Sex nichts mit Kontrolle zu tun hat, sondern mit Vertrauen und Kommunikation. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF 94. Wie junge Männer über Pornos denken!
Folge 94 (15 Min.)Ein Experiment mit jungen Männern zeigt, wie stark gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit und Sex das eigene Selbstverständnis beeinflussen. Selbst wer das kritisch sieht, kann sich oft davon nicht freimachen. Ein ehrlicher Austausch über Prägungen, Unsicherheiten und den Wunsch, einfach man selbst sein zu dürfen. Mit aktuellen Einblicken aus der Wissenschaft und überraschend ehrlichen Momenten. Diese Episode liefert spannende Erkenntnisse zum Tabuthema männliche Lust. Sie macht Mut, alte Vorstellungen zu hinterfragen und ein neues Bild von Lust zuzulassen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF 95. Diagnose Frau – Hysterie über die Jahrhunderte
Folge 95 (15 Min.)Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas.Bild: ZDF und n.n.„Hysterisch“ sagen wir noch heute. Einst war Hysterie aber eine medizinische Diagnose. Leon Windscheid erzählt die Geschichte von Hysterie, Geschlechterbildern und Medical Gaslighting. Paris im 19. Jahrhundert: Die junge Augustine liegt krampfend im Hörsaal, umringt von Ärzten und Kameras. In der Salpêtrière-Klinik wird die Diagnose Hysterie zur Show. Warum galt die Hysterie damals als Frauenkrankheit und wie prägt sie bis heute unser Denken? Über Jahrtausende galt Hysterie als Erklärung für unerklärliche Symptome – hauptsächlich bei Frauen wie der 15-jährigen Augustine. Ihre Anfälle, die der Neurologe Jean-Martin Charcot als „grande hystérie“ beschreibt, werden öffentlich zur Schau gestellt. Die Diagnose Hysterie sagt viel aus über Macht, Medizin und Geschlechterrollen.Ihre Geschichte reicht von Mythen über eine „wandernde Gebärmutter“ bis hin zu radikalen medizinischen Eingriffen. „Hysterie ist gewissermaßen die Krankheit der Hyper-Weiblichkeit im 19. Jahrhundert“, weiß die Medizinhistorikerin Professorin Karen Nolte, die intensiv zur Geschichte der Psychiatrie forscht. Leon Windscheid zeigt, wie diese Denkmuster bis heute wirken – etwa im Medical Gaslighting, wenn Beschwerden nicht ernst genommen werden. Trotz moderner Medizin bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede fort: Medikamente werden seltener an Frauen getestet, Symptome anders bewertet. Der Gender Health Gap Report macht deutlich, wie sehr medizinische Ungleichheit unsere Gesundheit bis heute prägt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 ZDF 96. Preppen als Vorbereitung auf Katastrophen?
Folge 96 (30 Min.)Konstantin Barz (l.) erklärt Leon Windscheid (r.), wie er sich auf Krisen und Kriege vorbereitet, wovor er sich fürchtet und wie er zum Preppen gekommen ist.Bild: ZDF und Marius FuchtmannKriege, Krisen, Katastrophen – müssen wir auf den Ernstfall vorbereiten sein? Psychologe Leon Windscheid trifft Menschen, für die Preppen zum Lebensinhalt gehört. Einer von ihnen ist Konstantin Barz, der für jedes erdenkliche Szenario gerüstet sein will und immer essenzielle Ausrüstung für mehrere Tage dabei hat. Leon Windscheid begleitet Konstantin Barz in ein simuliertes Katastrophenszenario. Er erfährt, warum Barz sich vorbereitet und wovor er sich fürchtet. Zudem untersucht Windscheid mit dem Kulturwissenschaftler Julian Genner, warum Preppen in unsicheren Zeiten immer populärer wird.Das Paradoxe dabei: Intensive Vorsorge reduziert nicht nur Ängste, sondern kann sie oft sogar verstärken. Auch der Blick ins Ausland zeigt, dass Preppen längst kein Randphänomen mehr ist: In den USA entwickelt sich eine milliardenschwere Industrie, in der selbst Techmilliardäre Luxusbunker kaufen. In Lüneburg begleitet Leon Windscheid Reservisten bei einer militärischen Übung. Was motiviert Menschen, freiwillig militärische Fähigkeiten zu trainieren? Und wie sinnvoll ist so eine Vorbereitung auf eine Katastrophe? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 ZDF 97. Bist du vorbereitet auf Krisen, Krieg und Katastrophen?
Folge 97 (15 Min.)In einem Studioexperiment erfährt Leon Windscheid (r.) von den Teilnehmenden, wie unterschiedlich Menschen reale Krisen erleben und verarbeiten.Bild: ZDF und Marius FuchtmannEin Studioexperiment mit ganz unterschiedlichen Menschen enthüllt: Krisen treffen uns verschieden. Preppen oder Teamwork – entscheidend ist das Gefühl, die Kontrolle zurückzuerlangen. Wie gehen unterschiedliche Menschen mit realen Krisen um und verarbeiten sie? Ob individuelles Preppen oder gemeinschaftliche Lösungen, es geht letztlich um das Gefühl, einen Umgang zu finden und die Kontrolle zurückzugewinnen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 ZDF 98. Der Kampf mit den Kilos
Folge 98 (30 Min.)Torsten Prix kämpft mit Binge-Eating: Über 250 Kilo, Essen als Bewältigung. Psychologe Leon Windscheid erklärt, warum Maß schwerfällt und wie eng Ernährung und Psyche verbunden sind. Prix beschreibt Essen als Freund und Feind zugleich. Neurologin Sharmili Edwin Thanarajah zeigt, wie fettige und süße Nahrung das Belohnungssystem verändert. So beeinflussen sich Psyche und Essverhalten gegenseitig in einem oft unbemerkten Kreislauf. Ernährungspsychologe Adrian Meule betont, dass suchtähnliches Essverhalten zwar Parallelen zu Abhängigkeiten aufweise, Betroffene aber nicht vorschnell als esssüchtig bezeichnet werden sollten, um Stigmatisierung zu vermeiden.Essstörungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel psychologischer, biologischer und sozialer Faktoren. Zudem erklärt Lebensmittelchemiker Guido Ritter, wie die Lebensmittelindustrie Produkte gezielt so gestaltet, dass sie durch Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur besonders attraktiv wirken und Bedürfnisse auslösen. Dadurch essen viele Menschen häufiger und unbewusster, weil solche Lebensmittel das Belohnungssystem stark aktivieren. Das Zusammenspiel aus individueller Anfälligkeit und industriellen Strategien beeinflusst unser Essverhalten tiefgreifend und kann zu Kontrollverlust führen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 15.02.2026 ZDF 99. Jan Ullrich: Topleistung trotz Depression
Folge 99 (30 Min.)Psychologe Leon Windscheid (l.) und der ehemalige Radrennprofi Jan Ullrich (r.) auf einer gemeinsamen Fahrradtour.Bild: ZDF und Marius FuchtmannDepression hat viele Gesichter: Manche Menschen funktionieren nach außen perfekt, sind innerlich aber leer. „Terra Xplore“ fragt, was hinter der sogenannten hochfunktionalen Depression steckt. Psychologe Leon Windscheid trifft den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich. Der Tour-de-France-Sieger erzählt von Leistungsdruck, dem Absturz nach der Karriere und warum er zu lange wartete, sich Hilfe zu holen. Heute spricht er offen über seine Depressionen. Einige Betroffene können ihre Traurigkeit oder innere Leere besonders gut verbergen. Die Ursachen liegen oft in der eigenen Biografie: Wer früh lernt, immer stark zu sein, übersieht eigene Gefühle, erklärt Psychologin Prof. Eva-Lotta Brakemeier von der Universität Greifswald.Im Netz zirkulieren Begriffe wie Smiling Depression oder hochfunktionale Depression, die Betroffene beschreiben, aber keine offiziellen Diagnosen darstellen. Von Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, erfährt Leon Windscheid, wie solche Zuschreibungen wissenschaftlich einzuordnen sind, warum sie zugleich helfen und schaden können. Und weshalb Aufklärung wichtig ist, um Depressionen früher zu erkennen und offen darüber zu sprechen. Das Ziel: viel Verständnis für Betroffene und weniger Stigmatisierung zu erreichen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ZDF 100. Gemeinsam aus der Depression
Folge 100 (15 Min.)Im Sozialexperiment spricht Psychologe Leon Windscheid (r.) mit den Teilnehmenden über Depression und wie unterschiedlich diese Erkrankung aussehen kann und vor welche Herausforderung sie die Menschen stellt.Bild: ZDF und Marius FuchtmannMillionen Menschen erkranken in Deutschland im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Nach außen funktionieren manche noch perfekt, obwohl sie innerlich leer sind. Im Sozialexperiment zu hochfunktionaler Depression spricht Leon Windscheid mit Betroffenen. Die Folge zeigt, wie unterschiedlich Depressionen erlebt werden und warum Offenheit wichtig ist. Was alle Teilnehmenden vereint, ist der Wunsch, sich auszutauschen, um anderen Mut zu machen. Denn niemand muss in einem seelischen Tief alleine bleiben. Es gibt Wege, die aus der Depression führen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ZDF 101. Christian und Felix Neureuther: Was macht gute Väter aus?
Folge 101 (20 Min.)Ski-Legende Christian Neureuther (r.) war für seinen Sohn Felix (l.) immer Vorbild und Begleiter – nicht nur im Sport, sondern vor allem im Leben. Heute ist Felix (41) selbst vierfacher Vater.Bild: Anna Wagner / ZDFWann ist ein Vater ein guter Vater? Was geben Männer weiter, wenn sie Väter werden? Psychologe Leon Windscheid sucht mit den Skilegenden Christian und Felix Neureuther nach Antworten. Christian (76) war für seinen Sohn stets Vorbild und Begleiter. Heute ist Felix (41) selbst vierfacher Vater und gibt Werte wie Familie, Zusammenhalt und Verantwortung weiter – unterstützt von Christian. Eine Vater-Sohn-Bindung mit Nähe und Vertrauen. Wissenschaftliche Einblicke geben Bindungs- und Väterforscher: Sie zeigen, wie sich Vatersein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt. Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut – und wo braucht es noch Veränderungen? (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 ZDF 102. Vater und Kind – eine Bindung, die das Leben prägt?
Folge 102 (25 Min.)Psychologe Leon Windscheid (M.) spricht mit Teilnehmenden des Sozialexperiments über ihre Vater-Kind-Beziehungen.Bild: Marius Fuchtmann / ZDFEine liebevolle Eltern-Kind-Bindung schenkt Kindern Vertrauen, Halt und den Mut, ihre Welt zu entdecken. Väter hinterlassen durch Nähe, echtes Engagement und tägliches Vorbild tiefe Spuren. Sie können die Entwicklung stärken und Resilienz wachsen lassen. In einem Studioexperiment geht Psychologe Leon Windscheid der Frage nach, was Vatersein heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung – oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 ZDF 103. Schocktherapie gegen Rassismus?
Folge 103 (15 Min.)1968 teilt die Lehrerin Jane Elliott ihre Klasse nach Augenfarbe – Blau gegen Braun. Psychologe Leon Windscheid zeigt, warum dieses pädagogische Experiment bis heute fasziniert.Bild: ZDF und Pascal GarbrechtRassismus im Klassenzimmer: Ein Unterricht wird zum Experiment gegen Diskriminierung. Eine Grundschullehrerin stellt die Frage, ob wir rassistische Denkmuster verlernen können. 1968 trennt die Lehrerin Jane Elliott ihre Schulklasse nach Augenfarben: Blau gegen Braun. In wenigen Minuten entstehen Macht, Ausgrenzung und Diskriminierung. Psychologe Leon Windscheid zeigt, was uns dieses radikale Schulexperiment bis heute lehrt. Das „Blue Eyes, Brown Eyes“-Experiment ist eines der bekanntesten Antirassismus-Experimente in der Schule. Jane Elliott wollte Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung für Kinder erfahrbar machen – und löste eine Debatte über rassismuskritische Pädagogik aus.Leon Windscheid beleuchtet psychologische Mechanismen hinter Vorurteilen, wie den „Ingroup-Outgroup-Bias“ oder den „Stereotype Threat“. Der Bildungsforscher Prof. Dr. Karim Fereidooni zeigt, wie tief Rassismus bereits im Denken von Kindern verankert ist – und welche rassismuskritischen Bildungsansätze helfen, Diskriminierung abzubauen und rassistische Denkmuster nachhaltig zu verlernen. Die Reihe „Terra Xplore – Brain Projects“ beleuchtet weltberühmte Experimente, Diagnosen und Therapien. Zwischen Wissenschaft und Wahnsinn fragt Psychologe Dr. Leon Windscheid: Was können wir aus diesen Geschichten für unsere eigene Psyche lernen – und warum wirken manche Methoden bis heute nach? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 16.03.2026 ZDF 104. Sechs schizophrene Brüder – Die Familie Galvin
Folge 104 (15 Min.)12 Kinder, sechs mit Schizophrenie: Die Geschichte der Familie Galvin beleuchtet ein medizinisches Rätsel und zeigt, wie Stigma und Vorurteile psychische Erkrankungen verschärfen können. Frühe Warnzeichen, dramatische Verläufe: Vom ersten Auftreten der Schizophrenie im Hause Galvin über die harten Psychiatriepraktiken der 60er- und 70er-Jahre bis zur modernen Wissenschaft zeigt Leon Windscheid, wie die Diagnose die Familie prägte. Die „zweite Krankheit“ Hinter der perfekten Fassade kämpfen die Familienmitglieder mit rätselhaften Symptomen: Ein Sohn hört Stimmen, ein anderer wird im Wahn zur Gefahr.Wo liegen die Ursachen von Schizophrenie? Sind es unsere Gene, Umweltfaktoren oder gar die Erziehung? Psychiater Prof. Andreas Meyer-Lindenberg ordnet ein, wie sich das Verständnis psychischer Erkrankungen verändert hat – und warum Stigmatisierung bei Schizophrenie auch heute oft als „zweite Krankheit“ wirkt. Der Fall Galvin verdeutlicht, wie entscheidend frühe Behandlung, Aufklärung und Empathie sind und was wir alle gegen Vorurteile im Umgang mit psychischen Erkrankungen tun können. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 ZDF
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