Der Deutsche Fernsehpreis 2018: „Babylon Berlin“ ist die besten Serie

    Preise für „Magda“, Luke Mockridge, Michael Kessler und „Kitchen Impossible“

    Der Deutsche Fernsehpreis 2018: "Babylon Berlin" ist die besten Serie – Preise für "Magda", Luke Mockridge, Michael Kessler und "Kitchen Impossible" – Bild: X Filme
    „Babylon Berlin“

    Die Preisträger stehen fest: Am heutigen Freitagabend (26. Januar) wurde „Der Deutsche Fernsehpreis 2018“ verliehen. Barbara Schöneberger führte als Moderatorin durch die Verleihung, die diesmal im Kölner Palladium stattfand – erneut lediglich als Branchentreff, der nicht im Fernsehen übertragen wird.

    Die Sky/ARD-Koproduktion „Babylon Berlin“ gewann in der Königsdisziplin „Beste Drama-Serie“ gegen „4 Blocks“, „Charité“, „Hindafing“ und „Das Verschwinden“. Noch dazu gingen drei weitere Preise an „Babylon Berlin“: Beste Kamera, beste Musik und beste Ausstattung. Große Freude auch bei RTL: „Magda macht das schon!“ setzte sich in der Kategorie „Beste Comedy-Serie“ gegen „jerks.“ und die ZDFneo-Dramedy „Blaumacher“ durch. Als bester Mehrteiler wurde die ARD-Produktion „Brüder“ ausgezeichnet. Kida Khodr Ramadan wurde als bester Schauspieler für seine Leistung in „4 Blocks“ ausgezeichnet, Julia Jentsch als beste Schauspielerin für ihre Hauptrolle in „Das Verschwinden“.

    Als „Beste Unterhaltung Primetime“ setzte sich „The Voice of Germany“ gegen „Ninja Warrior Germany“ und „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ durch. Michael Kessler gewann die Auszeichnung als bester Moderator in seinem Format „Kessler ist … “ und gewann gegen das Dschungelcamp-Duo Sonja Zietlow & Daniel Hartwich sowie Luke Mockridge. Letztgenannter ging allerdings nicht leer aus: Seine Show „Luke! Die Woche und ich“ erhielt den Preis als beste Late-Night-Show. Selten genug kann sich RTL II über eine Auszeichnung freuen, doch für das ungewöhnliche Format „Endlich Klartext!“ erhielt der Sender einen Preis in der Kategorie „Beste Information“. Marietta Slomka setzte sich in der Rubrik „Beste Moderation Information“ gegen ihre Kolleginnen Dunja Hayali und Caren Miosga durch. Die VOX-Kochshow „Kitchen Impossible“ gewann zum zweiten Mal in Folge in der Rubrik „Bestes Factual Entertainment“. Altmeister Thomas Gottschalk („Wetten, dass..?“) erhielt den Ehrenpreis der Stifter für sein Lebenswerk, der ihm von seinem Wunsch-Laudator Joko Winterscheidt überreicht wurde.

    Die Gewinner im Überblick:

    Beste Drama-Serie:
    - „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    – „Charité“ (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film)
    – „Hindafing“ (BR/NEUESUPER)
    – „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    – „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

    Beste Comedy-Serie:
    – „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool)
    – „jerks.“ (ProSieben/maxdome/Talpa Germany)
    – „Magda macht das schon!“ (RTL/Polyphon)

    Bester Fernsehfilm:
    – „Eine unerhörte Frau“ (ZDF/arte/Lailaps Pictures)
    „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)
    „Zuckersand“ (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film)

    Bester Mehrteiler:
    – „Brüder“ (ARD/SWR)
    – „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
    – „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion)

    Beste Schauspielerin:
    Liv Lisa Fries für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Julia Jentsch für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    Anna Schudt für „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ (RTL/Zeitsprung Pictures)
    Nadja Uhl für „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion)
    Felicitas Woll für „Nackt. Das Netz vergisst nie“ (Sat.1/Westside/Meta Productions) und „Das Nebelhaus“ (Sat.1/Wiedemann & Berg)

    Bester Schauspieler:
    Maximilian Brückner für „Hindafing“ (BR/NEUESUPER) und „Zwischen Himmel und Hölle“ (ZDF/UFA Fiction/MIA Film)
    Edin Hasanovic für „Brüder“ (ARD/SWR)
    Peter Kurth für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    – Kida Khodr Ramadan für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Tom Schilling für „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)

    Beste Regie:
    Marvin Kren für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Hans-Christian Schmid für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    Tom Tykwer, Henk Handloegten, Achim von Borries für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

    Bestes Buch:
    Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Anne-Marie Keßel für „Nackt. Das Netz vergisst nie“ (Sat.1/Westside/Meta Productions)
    – Hans-Christian Schmid, Bernd Lange für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)

    Beste Kamera:
    Eeva Fleig für „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool)
    Frank Griebe, Bernd Fischer, Philipp Haberlandt für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Judith Kaufmann für „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und „Tatort: Amour fou“ (ARD/RBB/Real Film Berlin)

    Bester Schnitt:
    – Jan Hille, Lars Jordan für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Darius Simaifar für „Alarm für Cobra 11“ (RTL/action concept)
    Antje Zynga, Alexander Berner, Claus Wehlisch für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

    Beste Musik:
    Johnny Klimek, Tom Tykwer für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    The Notwist für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    Stefan Will, Marco Dreckkötter für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

    Beste Ausstattung:
    Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild), Uli Hanisch (Szenenbild) für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Bernd Lepel (Szenenbild) für „Charité“ (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film) und „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
    Esther Walz (Kostümbild) für „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)

    Beste Unterhaltung Primetime:
    – „Ninja Warrior Germany“ (RTL/Norddeich TV)
    – „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX/Talpa Germany)
    – „The Voice of Germany“ (ProSieben/Sat.1/Talpa Germany)

    Beste Moderation Unterhaltung:
    – Michael Kessler für „Kessler ist … Wolfgang Bosbach“ (ZDF/ITV Studios Germany)
    – Luke Mockridge für „Luke! Die Schule und ich“/“Luke! Die Woche und ich“/„Luke! Die 90er und ich“/“Luke! Das Jahr und ich“ (Sat.1/Brainpool TV)
    – Sonja Zietlow und Daniel Hartwich für „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL/ITV Studios Germany)

    Beste Unterhaltung Late Night:
    – „Luke! Die Woche und ich“ (Sat.1/Brainpool TV)
    „Neo Magazin Royale“ (ZDF/ZDFneo/Bildundtonfabrik)
    „Die Pierre M. Krause Show“ (SWR)

    Beste Comedy:
    „extra-3“ (ARD/NDR)
    „heute-show“ (ZDF/Prime Productions/Knacker Einfach Medienproduktion)
    „Kroymann“ (ARD/RB/Bildundtonfabrik)

    Bestes Factual Entertainment:
    „Dein Song“ (KiKA/ZDF/bsb-film/MBTV)
    „Feuer & Flamme – Mit Feuerwehrmännern im Einsatz“ (WDR/SEO Entertainment)
    – „Kitchen Impossible“ (VOX/Endemol Shine Germany)

    Beste gestalterische Leistung Non-Fiktion:
    Mark Achterberg (Regie) für seine Live Regie von „Let’s Dance“ (RTL/Seapoint/Tower) und „Germany’s Next Topmodel – Das Finale“ (ProSieben/Redseven Entertainment)
    Micky Beisenherz, Jens Oliver Haas und Jörg Uebber (Buch) für das Moderationsbuch von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL/ITV Studios Germany)
    – Ralf Kamin und Christian Bender für ihren Schnitt von „The Taste“ (Sat.1/Redseven Entertainment)

    Beste Information:
    – „Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check“ (RTL II/doclights)
    „Fahrbereitschaft“ (rbb/Räuberleiter GmbH)
    „Volksvertreter“ (ZDFneo/Wieduwilt Film & TV Production)

    Beste Moderation Information:
    – Dunja Hayali für „ZDF-Morgenmagazin“ (ZDF) und ihre Reportagen in „Dunja Hayali“ (ZDF/doclights/Riverside)
    – Caren Miosga für ihre Interviews in den „Tagesthemen“ (ARD)
    – Marietta Slomka für ihre Interviews im „heute journal“ (ZDF)

    Bestes Infotainment:
    „Panorama – Die Show“: Früher war alles besser (NDR)
    „Terra X: Der große Anfang“: 500 Jahre Reformation (ZDF/Cross Media/Eikon Nord/Eikon Südwest/IFAGE)
    „Uncovered mit Thilo Mischke“ (ProSieben/pqpp2)

    Beste Dokumentation/Reportage:
    – „Drei Tage im September. Angela Merkels einsame Entscheidung“(MDR/arte/Broadview TV)
    „Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland“ (ARD/NDR/rbb/ECO Media)
    – „RTL extra: Fake News“ (RTL/infoNetwork/Redaktion extra)
    „Die Story im Ersten“: Das Darknet – Eine Reise in die digitale Unterwelt (ARD/NDR)
    „ZDFzoom“: Gefährliche Verbindungen – Trump und seine Geschäftspartner (ZDF)

    Beste Sportsendung:
    Sascha Bandermann, Rick Goldmann und Basti Schwele für ihre Kommentare bei der Eishockey-WM (Sport1)
    Florian König und Niki Lauda für ihre Kommentare bei der Formel 1 (RTL)
    Boris Becker und Matthias Stach für ihre Kommentare bei den US Open (Eurosport)

    Ehrenpreis:
    Thomas Gottschalk

    26.01.2018, 23:08 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • faxe61 am 27.01.2018 16:26 via tvforen.de

      Das finde ich auch wissenswert zur Nicht TV-Ausstrahlung:

      >Ohne Quotendruck – das stimmte. Denn die Show wurde abermals nicht im Fernsehen übertragen. Seit 1999 wird die Auszeichnung von den großen TV-Anbietern – Stifter sind die Intendanten und Geschäftsführer von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 – vergeben. 2015 kam es aber zur Zäsur. Die Verleihung fiel aus, weil man sich auf einen neuen Modus einigen wollte. Der Preis war zuvor stark in die Kritik geraten, da die Einschaltquoten der TV-Übertragung immer weiter sanken und die Kategorien von Jahr zu Jahr immer wieder wechselten.

      2016 kehrte die Verleihung in neuer Aufmachung und mit weniger Aufwand in Düsseldorf zurück, wurde aber nicht im Fernsehen übertragen. Im vergangenen Jahr gab es einen Zusammenschnitt. 2018 kehrte man nun wieder komplett zum Format eines sogenannten Branchentreffs zurück.>

      Quelle:
      https://www.welt.de/vermischtes/article172911822/Deutscher-Fernsehpreis-Ganz-ohne-Quotendruck-dafuer-mit-viel-Schluckschluck.html
      • Sveta am 27.01.2018 15:16 via tvforen.de

        Nachzutragen, da von Glenn Riedmeier unterschlagen, bleiben die beiden Nachwuchspreise.

        Zum einen für Fabian Köster ("heute-show").
        Die Jury urteilte: "Schlagfertig, unglaublich schnell im Kopf mit Killerinstinkt" und lobte, dass er den Politikern "selbst im Alter von 22 Jahren mit Chuzpe begegnet".
        Zum zweiten für Louis Klamroth für seine Sendung "Klamroths Konter" auf n-tv.
        "Konfrontativ, kritisch, kurzweilig", so die Jury. "Da fragt einer, der es ganz genau wissen und die Antworten auch wirklich hören will".

        Der Spruch des Abends kam für mich von Moderatorin Barbara Schöneberger:
        "Kein Schwein schaut uns zu, keine Sau interessiert sich für uns. Aber wir haben uns verbessert: Im letzten Jahr waren wir in einer Mehrzweckhalle in Düsseldorf, heute sind wir in einer Lagerhalle in Köln. Läuft!"
        • Kate am 27.01.2018 13:33 via tvforen.de

          Wunschliste schrieb:

          Bester Fernsehfilm:
          - "Eine unerhörte Frau" (ZDF/arte/Lailaps Pictures)
          - "Katharina Luther" (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)
          - "Zuckersand" (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film)

          Ich frage mich an dieser Stelle, ob der Film "Eine unerhörte Frau" überhaupt gewinnen durfte.

          Das ist ein Film, der 2016 in den Kinos lief und jetzt im Fernsehen ausgestrahlt wurde, während hingegen "Katharina Luther" und "Zuckersand" tatsächlich TV-Produktionen sind.

          Ich finde das ziemlich unfair.
          • _Eddie_ am 27.01.2018 12:39 via tvforen.de

            Im Ernst "The Voice of Germany"? Ein Preis für ein Casting(!)-Format, das es schon seit sieben Jahren in mehr oder weniger unveränderter Form gibt? Die Begründung der Preisvergabe würde mich in dem Fall mal interessieren. Oder zeigt das nur, wie schlecht es um die "Primetime-Unterhaltung" bestellt ist?