Staffel 16

Staffel 16 von Handwerkskunst! startete am 03.01.2026 in der ARD Mediathek und am 04.01.2026 im SWR.
  • Staffel 16, Folge 1
    Joschka Pelgen von der Mainzer Spiritus Bar mixt einen New York Sour in der speziellen Hausvariante. – Bild: SWR
    Joschka Pelgen von der Mainzer Spiritus Bar mixt einen New York Sour in der speziellen Hausvariante.
    Geschüttelt oder gerührt? Für Barkeeper Tobias Petri eine entscheidende Frage – und eine Kunst, die gelernt sein will. Seit 15 Jahren betreibt er die Mainzer „Spiritus Bar“ und hat es im „Falstaff Barguide“ unter die zehn besten Cocktailbars in Deutschland geschafft. Petri und sein Team bieten keine Karte an, sondern gehen individuell auf ihre Gäste ein. Für die Cocktails verwenden sie nur Saft oder Sirup, den sie in zeitaufwändigen Verfahren selbst herstellen. So wie der New Yorker Jerry Thomas, der 1862 eines der ersten Cocktailbücher verfasste und damals auch nicht auf Industrieprodukte zurückgreifen konnte. Warum lohnt sich der Aufwand? Welche Werkzeuge braucht man? Welches Glas eignet sich für welchen Drink? Und: Ist Cocktails zu machen überhaupt ein Handwerk? „Definitiv“, meint Tobias Petri, nicht nur wegen der selbstgemachten Fruchtzusätze: „Wenn du am Abend hier mal so 150, 200 Drinks gemacht hast, egal ob du rührst oder shakest, weißt du am nächsten Tag, was du getan hast. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 03.01.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.01.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 2
    Die Wände des Strohballenhauses werden mit Lehm verputzt, damit sie atmen können.
    In Backnang entsteht ein nachhaltiges Häuserensemble aus Stroh, Holz und Lehm – natürliche Baustoffe, die energieeffiziente und atmende Lebensräume schaffen. Zimmerermeister Nathanael Tjhen und Bauphysiker Heiko Fischer aus Rottenburg setzen auf regionale Materialien: Ein stabiles Holzrahmenwerk trägt das Haus und Strohballen dienen als Dämmung. Die Strohballen sind dicht gepresst und bieten hervorragende Dämmeigenschaften. Ein Lehmputz sorgt für ein gesundes Raumklima, reguliert Feuchtigkeit und bindet Schadstoffe. Die Häuser sind langlebig, warm und ökologisch. Pro Haus werden rund 260 Strohballen verbaut, die den Schall dämmen und dennoch atmen. Häuser, mit dem Dämmstoff Stroh gebaut, verbinden traditionelle Baustoffe mit moderner Technik und schaffen bezahlbaren, nachhaltigen Wohnraum. Ein Beispiel für zukunftsfähiges Bauen, das Umweltbewusstsein und Wohnkomfort vereint. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 10.01.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 11.01.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 3
    Waffengraveurin Sarah Wolske graviert eine Gürtelschnalle mit einer Punze. Sie hat das Gravieren in Österreich gelernt.
    Das Gravieren in Metall ist eine hochkomplexe Kunst, ein Handwerk, das auch heute noch an seinem traditionellen Kern festhält. Es gibt nur noch wenige Menschen, die dieses Handwerk beherrschen und davon leben. Denn graviert wird nicht mit einem Laser, sondern von Hand: Mit Hammer, spitzem Stichel und jahrelang erlernten Handgriffen. Abertausende, gezielte Schläge lassen in tagelanger Arbeit ein filigranes Bild in hartem Metall entstehen. Im Allgäu geben zwei Graveurinnen unterschiedlicher Generationen Einblick in diesen alten Handwerksberuf. Ihre Arbeitsweisen unterscheiden sich, die Faszination für ihr Handwerk verbindet sie. Sigrid Mückenheim und Sarah Wolske zeichnen, hämmern und meißeln ihre Bilder konzentriert ins Metall. Sie lassen miterleben, wie sich ein Traditionshandwerk über Generationen verändert und modernisiert, dabei jedoch nie seinen Kern verliert: die Hingabe bis ins kleinste Detail. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 17.01.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 18.01.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 4
    Andreas Müller, Mitarbeiter bei der Bildhauerei Huber in Oberkirch im Schwarzwald, bearbeitet einen Sandstein.
    Vom Gerüst bis ins Detail – Tobias Huber zeigt, wie aus Handarbeit, Erfahrung und Geduld die Restaurierung einer historischen Sandsteinfassade gelingt. In Oberkirch widmet sich der Steinbildhauer jedem Stein einzeln: Zunächst werden Risse, Ausbrüche und Hohlstellen erfasst, die Fassade Schritt für Schritt kartiert. Oben auf dem Gerüst prüft er den Stein per Klopftest und entscheidet, welche Teile erhalten, repariert oder ersetzt werden. In der Werkstatt entstehen aus Rohblöcken passgenaue Ersatzsteine. Mit klassischem Handwerkszeug und moderner Technik arbeitet Huber Profile und Kanten so nach, dass sie sich später fast unsichtbar einfügen. Zurück an der Fassade werden die neuen Steine eingesetzt, verfugt und an die gealterte Oberfläche angepasst. Erst wenn Alt und Neu eine Einheit bilden, gilt die Arbeit als gelungen. Dann darf die Fassade wieder strahlen – als Ergebnis präziser handwerklicher Kunst, die das gebaute Erbe Stein für Stein erhält. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 5
    Thomas Martin gerbt Leder mit Baumrinde und Wasser. Mindestens 2 Jahre ruhen die Tierhäute in der Gerbbrühe bevor sie zu Sohlenleder weiterverarbeitet werden.
    Leder ist eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit – und seine Herstellung bleibt bis heute ein faszinierender Prozess: Bei der Gerbung wird rohe Tierhaut so behandelt, dass sie haltbar, formstabil und widerstandsfähig wird. Die Manufaktur von Thomas Martin in Tuttlingen setzt auf die Methode der pflanzlichen Gerbung. Natürliche Extrakte aus Rinden und Hölzern verleihen dem Leder nicht nur eine warme und charakteristische Farbe, sondern auch besondere Festigkeit und ein angenehmes Griffgefühl. Dafür ruhen die Tierhäute mindestens zwei Jahre lang in der Gerbbrühe, bevor Thomas Martin sie weiterverarbeiten kann. Viele Arbeitsschritte sind nötig. Die Häute werden in riesigen hölzernen Waschmaschinen gesäubert, getrocknet und auf die gewünschte Dicke geschnitten, bevor der Gerber das Sohlenleder herausstanzt. Seit fast 400 Jahren ist die Manufaktur in Tuttlingen im Familienbesitz und damit eine der wenigen verbliebenen Gerbereien Deutschlands. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 6
    Modellbaumeister Thomas Egger fertigt Sportrodel in seiner Werkstatt. Einige seiner Schlitten waren bereits bei Sportrodel-Meisterschaften am Start.
    Thomas Egger ist Modellbaumeister. Doch der Bayer ist auch passionierter Schlittenfahrer. Da lag es nahe, selbst ein Sportrodel zu konstruieren. In seiner Werkstatt in München hat er sich damit ein zweites berufliches Standbein geschaffen. Seine Schlitten stellt er aus mehrfach verleimtem Sperrholz her. Das Design soll möglichst hohe Geschwindigkeiten ermöglichen. So sind die Kufen nicht völlig gerade, sondern ganz leicht gebogen. Außerdem werden sie nicht starr verbaut, sondern beweglich. In den Kurven können die Fahrer:innen eine Seite be- und die andere entlasten, ähnlich wie beim Skifahren. So werden höhere Geschwindigkeiten möglich. Anders als die Rennrodler bei den olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo fahren Sportrodler:innen nicht im Eiskanal. Doch es gibt viele Pisten, auf denen Meisterschaften ausgetragen werden. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 7
    Sieben Segmente, rund 65 Gramm Gewicht, unzählige hauchfeine Schichten aus Teig und Butter: Ein echtes französisches Croissant ist ein kleines Meisterwerk. Außen knusprig, innen zart und weich – zwischen ihm und aufgebackener Tiefkühlware liegen Welten. Entscheidend sind Zeit, gute Zutaten und handwerkliche Präzision. Auf dem Pankratiushof in Mainz hat Paul Schmiel diese Kunst perfektioniert. Der gelernte Koch widmet sich den Croissants mit großer Hingabe. Seine Zutaten sind schlicht: Mehl, Wasser, Butter. Vier Tage dauert die Herstellung eines einzigen Gebäcks – Tage, in denen der Teig ruht, die Butter kühlt und Schicht für Schicht entsteht. Das nötige Wissen hat sich Schmiel selbst erarbeitet, aus Neugier und Perfektionismus. Weil er kein Croissant fand, das ihn überzeugte, begann er, es selbst zu backen. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 22.02.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 8
    „Es ist eines der schönsten Mühlräder im Schwäbischen Wald“, schwärmt der gelernte Zimmerer Michael Bühler. Für ihn sind die 13 Mühlen auf dem 37 Kilometer langen Mühlenwanderweg ein Kulturgut. Das Mühlrad der Hundsberger Mühle steht seit vier Jahren still. Sonne und Feuchtigkeit haben ihm schwer zugesetzt. Eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer:innen hat sich auf ein Abenteuer Mühlradbau eingelassen. Sponsor:innen wurden gesucht, damit die Kosten für das Material gedeckt sind. Mit viel Engagement und Leidenschaft wollen sie alle, Zimmerer Michael Bühler, die Ehrenamtlichen und die Sponsor:inen, ein Stück Tradition für die Zukunft erhalten und das Wasserrad wieder aufbauen. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.03.2026 SWR

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