272. Wie man einen Gartenzwerg macht
Staffel 16, Folge 20
Helma Ortmann hat die traditionelle Manufaktur für Gartenzwerge übernommen.Bild: SWR/Eikon Media GmbH/Luca UllricLieben oder hassen? – bei Gartenzwergen ist da wenig Spielraum. Die Herstellung der Zwerge erfordert viel Liebe, einen Blick fürs Detail und jede Menge Know-how. Helma Ortmann gehört Europas einzige Gartenzwerg-Manufaktur in Gräfenroda. Sie gießt die Zwerge in zum Teil mehr als hundert Jahre alte Modellformen. Bereits die Konsistenz des Tongemischs ist entscheidend. Auch das Ausformen muss genau zum richtigen Zeitpunkt geschehen, damit der Gartenzwerg gelingt. Dann braucht es viel Geduld und Sorgfalt, um die einzelnen Teile sauber zu verbinden. Helma Ortmann kennt die Tricks, damit beim späteren Brennen die Form nicht platzt. Ein Gartenzwerg kann aus 14 einzelnen Teilen bestehen. Der Bart wird noch handgezupft und nur wenn alles stimmt, wandert der Zwerg in den Brennofen. Dann kommt Sven Berra, ein Gartenzwerg-Nerd im besten Sinne, und widmet sich der aufwändigen Bemalung. Auch hier ist sie wieder zu spüren: die Liebe für den Gartenzwerg. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 21.06.2026 SWR 273. Wie man einen Carport baut
Staffel 16, Folge 21Carports gehören heutzutage zu Häusern wie die obligatorische Garage in den 1960er und 1970er Jahren. Inzwischen hat man gelernt, dass ein Carport nicht nur besser, weil luftiger für ein Auto ist – sondern auch luftiger aussieht. In der Zimmerei Borrmann in Undenheim in Rheinhessen entsteht ein Carport in Holzrahmenbauweise. Die Montagepläne entstehen am Computer und Zimmermann Sebastian Mitsch schneidet die Hölzer in einer CNC-Abbundanlage zu. Die großen Wandteile, die Dachelemente und Verbindungskonstruktionen entstehen in der Werkstatt und auf die Dachflächen wird schon eine Abdichtung aufgebracht. Jedes einzelne Bauteil hat ein Gewicht von bis zu zwei Tonnen und wird vor Ort mit einem Kran in Position gebracht. Die Zimmerleute verbinden die einzelnen Holzelemente vor Ort, richten sie aus und befestigen sie. Der Holz-Carport steht an seinem Platz – ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von traditionellem Handwerk und moderner Technik. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 SWR 274. Wie man Baklava macht
Staffel 16, Folge 22Baklavabäcker Mehmet Usta aus Neckarsulm rollt Pistazienrollen in der Backstube.Bild: SWR/ EIKON Media /Luisa SaalEin hauchdünner Teig, Pistazien oder Walnüsse, Zuckersirup, Butter: Das ist Baklava. Klingt einfach, doch Baklava, das türkische Gebäck, ist echte handwerkliche Kunst. „Usta“ ist die türkische Bezeichnung für Meister und diesen Ehrentitel hat sich Mehmet Yilmaz in Neckarsulm zu Recht erworben. Fertigprodukte kommen ihm nicht in die Backstube. Alles macht er selbst: den Teig, die Pistazienfüllung nach eigenem Geheimrezept und den Zuckersirup, der die süßen Teilchen zum Glänzen bringt. Mehmet Yilmaz war aus seiner türkischen Heimat nach Deutschland gezogen. Seine Frau Betül ist hier aufgewachsen. In ihrem Heimatort hat er seine Bäckerei und ein kleines Café eingerichtet. Für den Handwerkskünstler kommt es beim Backen auf alle Sinne an: das Gefühl in den Händen beim Formen des sensiblen Teigs, am Geräusch zu erkennen, wann das Baklava aus dem Ofen muss sowie ein gutes Auge beim Schneiden der knusprigen Teilchen. „Baklava, das ist mein Leben.“, sagt Mehmet Yilmaz. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 SWR 275. Wie man ein Segelflugzeug baut
Staffel 16, Folge 23Der Traum vom Segelfliegen: frei wie ein Vogel in der Luft, ganz ohne Motor. In Kirchheim unter Teck, am Fuße der Schwäbischen Alb, arbeitet man daran. In historischen Hallen baut das Familienunternehmen „Schempp-Hirth“ Segelflugzeuge. Die Herausforderung: Leicht sollen sie sein und stabil – denn die Kräfte in der Luft, die Flugzeug und Pilot:in in die Höhe treiben, sind gewaltig. Dabei sind die Außenwände des Fliegers nur wenige Millimeter dünn: Carbon- und Glasfasern werden von Hand zugeschnitten, in Formen gelegt und mit Harz verbunden. Während so Rumpf und Flügel entstehen, wird auch der Rest von Hand gefertigt: Man muss Stahl schweißen, Seile und Kabel verlegen, die Steuerung anpassen und einbauen, Oberflächen spachteln, lackieren, schleifen und polieren – bis die Aerodynamik perfekt ist. So entsteht aus mehr als 100.000 Teilen ein Segelflugzeug, das mit den Kräften in der Luft arbeitet – und den Traum vom vogelgleichen Dahingleiten wahr werden lässt. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 SWR
