277. Wie man Fische fängt und räuchert
Staffel 16, Folge 25Seit Generationen leben die Riebels auf der Insel Reichenau vom Bodensee. Doch die Fischerei hat sich verändert. Die Fänge gehen zurück, viele Berufsfischer:innen haben aufgegeben und Nachwuchs gibt es kaum noch. Trotzdem fahren Stefan und Urs Riebel jeden Tag hinaus auf den See, legen Netze und Reusen aus und hoffen auf einen guten Fang. Die Doku begleitet die Fischer durch ihren gesamten Arbeitsalltag: Vom Einholen der Netze über das Ausnehmen, Filetieren und Räuchern bis in die Fischbrutanstalt, wo neue Jungfische für den See aufgezogen werden. Gezeigt wird, wie viel Handarbeit, Erfahrung und Geduld in einem Lebensmittel stecken, das viele nur fertig auf dem Teller sehen. Zwischen Schilfgürteln, Fangkammern und Rauchofen entsteht das Porträt eines Handwerks, das seit Jahrhunderten zum Bodensee gehört und bis heute vom Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur lebt. (Text: SR)Deutsche TV-Premiere So. 09.08.2026 SWR 278. Wie man eine Stromtrasse baut
Staffel 16, Folge 26Die Energiewende schreitet voran. In Deutschland stammt immer mehr Strom aus Windkraft und Sonne. Dieser zusätzliche Strom stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Ob es um Wind- oder Solarstrom geht – ob aus Norddeutschland oder dem Hunsrück. Die alten Leitungen sind in vielen Fällen nicht stark genug, um den Strom von der Quelle zu den Verbrauchenden zu leiten. Deswegen werden seit Jahren die Übertragungsnetze ausgebaut. So auch in der Eifel zwischen Metternich im Westen und Koblenz im Osten. Hier wird nördlich der Mosel auf 105 Kilometern die Stromtrasse erneuert. Mehr als 300 Fundamente werden geschaffen, Strommasten werden entlang der bestehenden Trasse von Metternich nach Koblenz neu aufgestellt. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 16.08.2026 SWR 279. Wie man einen Bienenkorb macht
Staffel 16, Folge 27Das lange Roggenstroh ist ideal zum Flechten. Vier Tage benötigt Ante Hamersmit für einen Bienenkorb.Bild: SWR/Gabriele DamaskoFür RP und „Ich will nur das Beste für meine Bienen“, sagt Ante Hamersmit und meint damit Bienenkörbe. Ihn interessiert nicht der Honig, den seine Bienen erzeugen, sondern ihre Behausung. Da hat sich der 43-Jährige klar festgelegt. Er findet, es sind die Körbe, in denen die Bienen auf natürlichste Weise ihre Waben bauen können. Er kam über die Makrofotografie zu den Insekten und schließlich zu den Bienen. Seitdem baut er aus Roggenstroh und Rattan Bienenkörbe. Die traditionellste Form dieser kuppelförmigen Körbe ist der Lüneburger Stülper, der aus der Heideimkerei in den Südwesten gekommen ist. Der Ingenieur und Manager mit eigener Firma ist fasziniert, was Menschen mit ihren Händen erschaffen konnten. Er steckt viel Leidenschaft und Arbeit in seine Bienenkörbe. Bis zu vier Tage intensives Flechten, dann hat er ein besonderes Stück geschaffen. Das Know-how gibt er auch in Seminaren weiter. Ante will auf keinen Fall, dass dieses Handwerk verloren geht. (Text: SR)Deutsche TV-Premiere So. 23.08.2026 SWR 280. Wie man eine Obstleiter baut
Staffel 16, Folge 28Helfer bei der Ernte: Wie man eine Obstleiter baut, das wissen nur noch wenige Betriebe in Deutschland.Bild: SWR/Eikon Media/Luca UllrichWie man eine Obstleiter baut, wissen nur noch wenige Betriebe in Deutschland. Bei „Leitern-Beck“ im schwäbischen Dettingen an der Erms gehört der Leitern-Bau sozusagen zur Familien-DNA. Chefin Ingrid Ertel hat den Betrieb in siebter Generation übernommen. Ingrid Ertels Vorfahr:innen waren Wagner. Sie arbeiteten sowohl mit Holz als auch mit Metall. Heutzutage braucht man zwei Berufsgruppen zum Bau der Leiter: Schreiner:innen und Schlosser:innen. In Ingrid Ertels Betrieb werden die Holme, die Sprossen und die Stützen hergestellt. Die Beschläge aus Metall, also das verbindende Gelenk zwischen Leiter und Stützen, sowie die Spitzen an den Enden des Holms und der Stützen liefert eine Schlosserei zu – im Fall von „Leitern-Beck“ ist das die „Schlosserei Schwenkel“ in Hülben auf der Schwäbischen Alb. Dass sich das Know-how um die Obstleitern ausgerechnet im Ermstal erhalten hat, ist kein Zufall. „Leitern-Beck“ liegt mitten in einem der wichtigsten Obstanbaugebiete. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 06.09.2026 SWR
