• Staffel 16, Folge 14
    Steffi Benzinger in der Kommunikationszentrale der Pforzheimer Uhrenwerkstatt. – Bild: SWR
    Steffi Benzinger in der Kommunikationszentrale der Pforzheimer Uhrenwerkstatt.
    Als einer der renommiertesten Uhrenmacher Deutschlands und einer der ganz wenigen Guillocheure des Landes beherrscht Jochen Benzinger die hochspezialisierte Technik der ornamentalen Metallgravur, die er in seiner Werkstatt in Pforzheim ausübt. Auf historischen Guillochier-Maschinen zaubert er in präziser Handarbeit fein strukturierte Muster auf Zifferblätter und Uhrwerke. Der Bau einer solchen Uhr folgt klaren Abläufen und erfordert höchste Konzentration, handwerkliche Erfahrung und technisches Verständnis. Benzingers Arbeit verbindet traditionelle Uhrmacherkunst mit mechanischer Präzision und zeigt, wie viel Zeit und Fachwissen in der Fertigung einer individuellen mechanischen Armbanduhr stecken. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 15
    Vorarbeiten des Handwerkers: Spengler Manfred Hofmann falzt die Kanten des Wasserfangkastens aus Zinkblech in seiner Werkstatt in Singhofen Rheinland-Pfalz.
    An fast jedem Haus sind sie zu finden – doch kaum jemand schenkt ihnen Beachtung: Dachrinnen und Fallrohre. Dabei sorgen sie dafür, dass ein Haus mit Regen klarkommt, dass Wasser nicht schadet, sondern seinen Weg findet – geplant, zuverlässig und kontrolliert. Dafür sind Spengler:innen zuständig. Schritt für Schritt zeigt Spengler Manfred Hofmann, wie aus Blechen und Rohren eine funktionierende Dachentwässerung entsteht. Für eine denkmalgeschützte Villa fertigt er passgenaue Dachrinnen, einen verzierten Wasserfangkasten und einen Gliederbogen, der sich exakt an die Fassade schmiegt. Dabei benötigt er vor allem ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, um aus flachen Blechen dreidimensionale Formen entstehen zu lassen. Mit großer Präzision, gestalterischem Gespür und dem richtigen Hammerschlag ermöglicht er mit seiner handwerklichen Kunst, dass Häuser über Jahrzehnte allen Wettern und Niederschlägen trotzen können. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 16
    Glockenspezialist Simon Westermann bearbeitet das Joch der Kirchenglocke.
    Zimmerermeister Sebastian Luib und sein Team restaurieren in Wangen bei Ostrach die historische Kapelle St. Michael. Sie widmen sich sorgfältig dem jahrhundertealten Glockenturm und insbesondere dem Glockenstuhl, dessen Holzkonstruktion durch Witterung, Pilzbefall und Schädlinge stark beschädigt ist. Mit viel Erfahrung und handwerklichem Geschick heben sie den Turmhelm und den Glockenstuhl ab und bringen beide in die Werkstatt nach Bad Saulgau. Dort werden die beschädigten Holzteile gesundgeschnitten und passgenaue Beihölzer und Holzprothesen angefertigt – eine Königsdisziplin des Zimmererhandwerks. Parallel überprüft Glockenspezialist Simon Westermann das Läutewerk und erneuert Verschleißteile. Nach der präzisen Restaurierung erfolgt der Wiedereinbau. Die Glocke wird wieder sicher aufgehängt und dreimal angeschlagen – ein Moment, der Tradition und Handwerkskunst lebendig werden lässt. So erklingt der Turm künftig wieder in voller Pracht und bewahrt das kulturelle Erbe. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 17.05.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 17
    Sie waren der große Wurf des Schuhmachers Eugen Brütting aus Oberfranken: die Laufschuhe mit dem Namen „Roadrunner“. Ende der 1960er Jahre hatte er den Schuh gemeinsam mit dem neuseeländischen Läufer und Langstreckentrainer Arthur Lydiard entwickelt. Den besonderen Erfolg des aus Velourleder hergestellten „Roadrunners“ machte seine dämpfende, aus drei Gummischichten bestehende Mittelsohle aus. Dadurch konnte er insbesondere auf befestigten Wegen und harten Böden getragen werden. Aufgrund seiner guten Aufpralldämmung wurde er zum Schuh einer Läufer:innen-Generation: Die Diskuswerferin und Weltrekordlerin Liesel Westermann trug den Schuh genauso wie Bernd Kannenberg, der mit ihm bei den Olympischen Spielen 1972 Gold im 50 Kilometer Gehen holte. Bis heute wird der weitgehend in Handarbeit hergestellt Schuh getragen: inzwischen weniger beim Sport als im Alltag – als Sneaker. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 18
    Der Hut – einst unverzichtbares Symbol für Klasse und gesellschaftlichen Rang – ist heute eher stilvolles Accessoire mit Charakter. Elke Tombers, gelernte Modistin, kennt jede Kopfform und weiß, welcher Hut perfekt dazu passt. Vom Formen der Stulpe bis zur Gestaltung der Krempe beherrscht sie die Kunst der Hutherstellung in feinster Handarbeit. Ihre Berufung gilt Männerhüten. Damenhüte erscheinen ihr oft als filigrane Spielwiesen aus Formen und Strukturen. Die wahre Kunst beim Männerhut liegt für sie in der Reduktion – darin, mit wenigen, präzisen Elementen Stil und Ausdruck zu vollenden. Bis ein Hut seine endgültige Form erreicht, vergehen mehrere Tage: Die Woll- oder Haarstumpen werden sorgfältig geformt, Garnitur, Futter und Krempe präzise abgestimmt. Schritt für Schritt entsteht so handwerkliche Kunst, die erst dann vollendet ist, wenn sie auf dem Kopf des Trägers jene selbstverständliche Eleganz entfaltet, die einen guten Hut auszeichnet. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 07.06.2026 SWR

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