• Staffel 16, Folge 37
    Das Team des Familienbetriebs Waco (v.l.n.r.): Uwe Brückner, Bettina Aust-Brückner, Mariele Aust, Christoph Aust. Sie fertigen Lederkombis seit 1993. – Bild: SWR
    Das Team des Familienbetriebs Waco (v.l.n.r.): Uwe Brückner, Bettina Aust-Brückner, Mariele Aust, Christoph Aust. Sie fertigen Lederkombis seit 1993.
    Eine Motorrad-Lederkombi ist Vertrauenssache, denn man sitzt auf dem Motorrad oft stundenlang darin. Wenn es ständig zwickt und zwackt, wird der Bikertrip sehr schnell zum Albtraum. Für eine sichere zweit Haut schneiden Christoph Aust und Uwe Brückner zunächst Schablonen aus Pappe zu: für Arme, Oberkörper, Beine. Der Grundschnitt beinhaltet 16 Teile. Mit Hilfe der Schablonen wird dann das Känguruleder zugeschnitten. Dann geht’s an die Nähmaschinen: Die einzelnen Lederteile werden zusammengefügt und das Innenfutter hergestellt. Die Austs können auch Kombis mit Airbag produzieren. Unter der Kundschaft der Familie sind viele professionelle Rennfahrer, doch auch Amateur:innen, die es gemütlicher angehen lassen. Drei Tage sind die „Lederschneider“ mit einem Anzug beschäftigt. Die SWR Kamera hat ihnen in ihrer Werkstatt über die Schulter geschaut – auf dem Land in Niederbayern. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 38
    SWR HANDWERKSKUNST!, „Wie man ein Haus mit Holz verkleidet und dämmt“. Die Zimmermänner Stefan Sulga und Philipp Block bringen einen Etagenstross an.
    In Rietenau bei Backnang verkleidet Zimmerer und Bauingenieur Jonathan Tränkle mit seinem Team aus den Zimmerermeistern Philipp Block und Stefan Sulga ein Haus mit einer klassischen Holzfassade. Mit heimischer, sägerauer Douglasie entsteht eine langlebige, natürliche Schutzhülle für das Gebäude. Die Unterkonstruktion aus Rahmenhölzern, ausgefüllt mit drei Dämmlagen aus Holzfaserplatten bilden eine atmende Dämmung. Das Projekt ist förderfähig als Energiesparmaßnahme. Die sorgfältige Montage von Bodenbrettern und Deckleisten schützt vor Witterung, während Fenster- und Türanschlüsse präzise ausgearbeitet werden. Der honigfarbene, rötliche Farbton der frischen, sägerauen Bretter verleiht dem Gebäude eine stattliche Hülle, die mit der natürlichen Vergrauung über die Jahre lebendig bleibt. Für Jonathan Tränkle ist die Boden-Leistenschalung mehr als ein Schutz – sie ist ein Statement für Handwerk, Nachhaltigkeit und Stil, das Generationen überdauert. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 39
    Der Christstollen wird mit Puderzucker bestreut und bekommt so sein traditionelles Aussehen.
    „Der Christstollen ist ein ganz edles Gebäck“, sagt Heiner Beck, Bäckermeister von der Schwäbischen Alb, „es ist das Gebäck für die besinnliche Zeit“. Aus einem einfachen Fastenbrot aus Mehl, Wasser, Hefe und Rapsöl hat sich ein reichhaltiger Genuss entwickelt. Die Form des Christstollens soll an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern. Erstmals erwähnt wurde der „Stollen“ im 14. Jahrhundert. Damals hatte die katholische Kirche die Verwendung von Butter in der Adventsfastenzeit jedoch verboten. Butter war erst im 15. Jahrhundert erlaubt, nachdem der sächsische Adel beim Papst die Aufhebung des Butterverzichts erwirkt hatte. Das karge Gebäck veränderte sich durch Zucker, Mandeln oder Trockenfrüchte. Diese Zutaten waren teuer, der Stollen wurde zum Statussymbol. Der „Dresdner Stollen“ ist bis heute der Prototyp des Christstollens. Viel Butter bringt lange Haltbarkeit. Heiner Beck schwört auf regionale Zutaten und zeigt, wie sein „Albstollen“ ohne Zitronat und Orangeat entsteht. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.11.2026 SWR

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