Quoten: „Germany’s Next Topmodel“-Finale so erfolgreich wie lange nicht mehr

    „Masuren-Krimi“ dominiert insgesamt, „FBI: Most Wanted“ bleibt Totalausfall

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 28.05.2021, 09:33 Uhr

    Heidi Klum (l.) hat das Transgender-Model Alex (23) zu „Germany’s Next Topmodel“ gekürt. – Bild: ProSieben/Willi Weber
    Heidi Klum (l.) hat das Transgender-Model Alex (23) zu „Germany’s Next Topmodel“ gekürt.

    Mit der 23-jährigen Alex aus Köln hat am gestrigen Donnerstagabend zum ersten Mal ein Transgender-Model die ProSieben-Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ gewonnen. Die in jeglicher Hinsicht diverse Staffel setzte sich zum Finale die Krone auf: Satte 2,97 Millionen Zuschauer wollten wissen, wen Heidi Klum zur Siegerin kürt, das war zugleich ein neuer Staffelbestwert. Darunter waren 1,98 Millionen zwischen 14 und 49 Jahren, die herausragenden 25,2 Prozent entsprachen – besser hatte es zuletzt vor sage und schreibe zwölf Jahren ausgesehen. Da Klum ihren Vertrag mit ProSieben schon vor einiger Zeit langfristig verlängert hat, kann man sich in Unterföhring vermutlich auch in den nächsten Jahren auf famose Quoten freuen. Das Promimagazin „red.“ brachte es am späten Abend noch auf ansehnliche 14,6 Prozent bei den Jüngeren.

    Die Zielgruppen-Konkurrenz konnte natürlich nicht ansatzweise mithalten: Bei RTL kam ein „RTL Aktuell Spezial“ zum Thema „Impfen gegen Corona – Streit um Kinder“ beispielsweise nur auf 9,8 Prozent, selbst das zeitgleich ausgestrahlte „ARD extra“ war mit 11,9 Prozent erfolgreicher. Noch deutlich schwerer tat sich eine alte Doppelfolge von „Alarm für Cobra 11“, die um 22:30 Uhr auf miese 6,9 Prozent zurückfiel und insgesamt nur 1,13 Millionen Menschen unterhielt.

    Den Gesamtsieg sicherte sich die „Tagesschau“ im Ersten, die 6,66 Millionen Zuschauer informierte und 22,3 Prozent verbuchte. Für das erwähnte „ARD extra“ zur Corona-Lage blieben 6,11 Millionen (19,5 Prozent) dran, ehe sich der neue „Masuren-Krimi“ „Fangschuss“ wieder auf 6,22 Millionen steigerte und tolle 20,2 Prozent holte. Bei den Jüngeren ging der Marktanteil im Vergleich zu den Informationssendungen zuvor deutlich zurück, hielt sich aber bei ordentlichen 7,9 Prozent. „Monitor“ und die „Tagesthemen“ wollten im weiteren Verlauf noch insgesamt 2,93 Millionen (11,5 Prozent) und 2,17 Millionen (10,5 Prozent) sehen. Um kurz nach 23:00 Uhr meldete sich dann „Die Carolin Kebekus Show“ vor lediglich 1,13 Millionen und mauen 7,8 Prozent zurück.

    Nur eine Wiederholung seiner erfolgreichen Serie „Die Bergretter“ schickte das ZDF ins Rennen, kann mit 3,97 Millionen Zusehern und 12,7 Prozent aber ganz zufrieden sein. Deutlich weniger Interesse herrschte allerdings in der Zielgruppe, wo gerade mal 4,3 Prozent drin waren. Beliebter war hier das „heute journal“, das im Anschluss auf 8,4 Prozent zulegte und beim Gesamtpublikum die gleiche Reichweite generierte wie das Vorprogramm. „Maybrit Illner“ talkte um 22:15 Uhr schließlich noch vor 2,82 Millionen und verzeichnete gute 13,8 Prozent.

    Ganz bitter wurde es im Laufe des Abends für Sat.1: Während eine neue Episode von „Navy CIS“ zur Primetime noch 1,85 Millionen Gesamtzuschauer zählte, bei den Werberelevanten aber schon nicht über 6,9 Prozent hinauskam, stürzte „Navy CIS: L.A.“ nachfolgend auf 5,2 Prozent ab. Den Tiefpunkt markierte dann das glücklose „FBI“-Spin-Off „FBI: Most Wanted“, das mit 3,7 Prozent unter die Räder geriet. Eine weitere Folge steigerte sich um 23:15 Uhr nur leicht auf 4,6 Prozent.

    Gut im Rennen gegen die Konkurrenz lag mal wieder der Geheimagenten-Doppelpack bei VOX: „James Bond 007: Der Morgen stirbt nie“ fesselte zunächst 8,1 Prozent der Zielgruppen-Zuschauer, für „James Bond 007: Sag niemals nie“ ging es später sogar auf 9,1 Prozent nach oben. Unspektakulärer waren „Rosins Restaurants“ und das „k1 Magazin“ bei Kabel Eins unterwegs, die jeweils bei unterdurchschnittlichen 4,4 Prozent hängenblieben. RTL Zwei kramte zwei Wiederholungen von „Reeperbahn privat!“ hervor und wird mit den erreichten 5,4 und 5,6 Prozent sicherlich gut leben können.

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