In den vergangenen Jahren haben sich vermehrt „Tagesschau“- und „Tagesthemen“-Moderatoren dazu entschieden, das ARD-Nachrichtenflaggschiff zu verlassen und stattdessen zu einem privaten Anbieter zu wechseln. Nun steht der nächste prominente Abgang bevor: Laut eines Berichts der Katholischen Nachrichten-Agentur, die sich auf NDR-Kreise beruft, will Journalist Helge Fuhst die ARD verlassen. Fuhst ist seit Oktober 2019 Zweiter Chefredakteur bei ARD-aktuell. Dort leitet er unter anderem die „Tagesthemen“ und moderiert diese seit 2020 auch vertretungsweise.
Gegenüber t-online bestätigte der NDR, dass Helge Fuhst seine Aufgaben bei „ARD-aktuell“ und den „Tagesthemen“ niederlegen wird. Alle weiteren Informationen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Laut der KNA will Fuhst zu einem noch nicht namentlich genannten privaten Medienunternehmen wechseln. Sein berufliches Ziel soll im Februar bekannt gegeben werden. Dort soll er sowohl Managementaufgaben übernehmen als auch selbst vor der Kamera stehen – ähnlich, wie er es in den vergangenen fünf Jahren bei ARD-aktuell tat.
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Der gebürtige Hannoveraner absolvierte beim NDR sein Volontariat und war bereits zwischen 2012 und 2013 für die „Tagesthemen“ tätig. Anschließend wechselte er zum WDR, wo er persönlicher Referent des damaligen Intendanten Tom Buhrow wurde, der als sein Förderer gilt. 2016 wurde Fuhst zunächst Moderator und stellvertretender Programmgeschäftsführer beim Ereigniskanal Phoenix. Auf Vorschlag von Tom Buhrow wurde Fuhst Mitte Juni schließlich zum Programmgeschäftsführer von Phoenix gewählt. Auf dem Sender moderierte er den Polittalk „Unter den Linden“ und war zudem Moderator des „Internationalen Frühschoppens“.
Im Oktober 2019 wurde Fuhst schließlich Nachfolger von Marcus Bornheim als Zweiter Chefredakteur bei ARD-aktuell. 2024 bewarb er sich als Nachfolger für den scheidenden WDR-Intendanten Tom Buhrow. Im zweiten Wahlgang unterlag er jedoch der damaligen WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau.
Zahlreiche ehemalige „Tagesschau“- bzw. „Tagesthemen“-Moderatoren sind in den vergangenen Jahren zur privaten Konkurrenz abgewandert: Marc Bator ging zu Sat.1, Linda Zervakis wechselte zu ProSieben und Pinar Atalay zog es zu RTL. Der jüngste prominente Abschied war jener von Constantin Schreiber: Im Mai verließ der Journalist die „Tagesschau“ und wechselte zu Axel Springer, wo er nun unter anderem als Global Reporter der WELT-Redaktion aus Israel über den Nahen Osten berichtet.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
Sentinel2003 (geb. 1967) am
Warum überraschend? Ich bin nie warm geworden mit ihm! Und, auch hierzu habe ich gelesen, dass anscheinend er ab Februar zur privaten Konkurrenz wechseln soll....