Der Kriminalist

    zurückStaffel 5, Folge 1–8weiter

    • ZDF-Ausstrahlungsreihenfolge (tlw. abweichend von SRF 1)
    • Staffel 5, Folge 1 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Schatten der Vergangenheit (Staffel 5, Folge 1) – © ZDF

      Hilfeschreie dringen durch die Nacht. Wie versteinert steht Jürgen Müller im Wohnzimmer seines Hauses. Verzweifelt versucht der alte Mann jegliche Bewegung zu vermeiden, denn die Metallplatte unter seinen Füßen verheißt kaum Gutes: Jürgen Müller steht auf einer Mine. Den Mann verlassen zunehmend die Kräfte. Eine heftige Explosion reißt ihn schließlich in den Tod. Als Bruno Schumann am Tatort eintrifft, traut er seinen Augen kaum: Das durch die Explosion zerstörte Haus war einst sein Elternhaus. Den Hauptkommissar holen unvermittelt Gedanken aus der Vergangenheit ein: Vor 37 Jahren wurde sein Vater während eines Polizeieinsatzes getötet. Jürgen Müller und Fritz Krömer, ein weiterer Kollege, hatten damals die erschütternde Nachricht überbracht.

      Nur wenig später verkaufte seine Mutter das Haus an das jetzige Opfer. Bruno Schumann ahnt, dass der Schlüssel zur Lösung des Falles in seiner eigenen Vergangenheit liegt. Eine erste Spur führt den Hauptkommissar und seine Kollegen zu Rolf Kahles, einem vorbestraften Sprengstoffexperten, dessen Mutter Gabriele einst Schumanns Vater getötet haben soll. Sie hatte damals auffallend schnell gestanden, den Polizisten im Streit mit der eigenen Dienstwaffe erschossen zu haben. Wenige Tage vor dem Anschlag auf Jürgen Müller ist Gabriele Kahles gestorben und ihr Sohn Rolf aus dem Gefängnis geflohen. Voller Angst, das nächste Opfer zu werden, sucht Fritz Krömer den Hauptkommissar auf.

      Verzweifelt gesteht er, dass nicht Gabriele Kahles, sondern der damals zehnjährige Rolf Schumanns Vater erschossen hatte. Nun scheint dieser sich an den Polizisten rächen zu wollen, die damals seine Mutter unschuldig ins Gefängnis gebracht hatten. Schumann scheint aber skeptisch und ist immer mehr davon überzeugt, dass Krömer ihm weiterhin die Wahrheit über die Umstände, die zum Tod seines Vaters geführt hatten, verschweigt. Bei ihren Recherchen entkommen Schumann und Henry Weber allerdings nur knapp einem Anschlag, der eindeutig Krömer in seiner abgelegenen Datsche töten sollte. Die Kommissare bleiben hartnäckig, und tatsächlich kann bald durch neue kriminaltechnische Methoden nachgewiesen werden, dass Schumanns Vater nicht an einer Schussverletzung starb, sondern erstickt wurde. Allmählich scheint Licht ins Dunkel des Falles zu kommen, doch dann steht Rolf Kahles selbst auf einer Tretmine. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 15.10.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 12.10.2010 SRF 1
    • Staffel 5, Folge 2 (60 Min.)
      Bild: SF1
      Das Vogelmädchen (Staffel 5, Folge 2) – © SF1

      Die Kollegen der Spurensicherung drängen sich an Bruno Schumann vorbei, der Blick des Hauptkommissars wandert zu der jungen Frau, die leblos auf dem Boden des Badezimmers liegt. Ihr Körper ist gekrümmt, der Mund weit aufgerissen. In einer Ecke erkennt Schumann eine zerrissene Kette. Der Anhänger, ein Vögelchen, ist mit kleinen Steinen besetzt und funkelt fröhlich. Die Wände der Wohnung sind rot besprüht. Im Wohnzimmer prangt in großen Buchstaben der Schriftzug „PASS AUF SCHLAMPE!!!“. Ein leerer Vogelkäfig hängt von der Decke herab. Die Szenerie lässt den Hauptkommissar erschaudern.

      Ein Blick in die polizeiliche Akte verrät, dass Johanna Waller, die einst Lily Bergmann hieß, als Kind über mehrere Jahre hinweg von ihrem eigenen Vater eingesperrt und missbraucht wurde. Wilhelm Bergmann bestreitet jedoch vehement den Mord an seiner Tochter. Immerhin habe er seit über 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt. Doch als eine gestohlene Digitalkamera gefunden wird, besteht kein Zweifel mehr: Bergmann hat sich seiner Tochter wieder genähert. Auch Jochen Pohl, Johannas Tanzpartner, bestätigt, dass die junge Frau kürzlich verfolgt und heimlich gefilmt wurde. Allerdings scheint dieser mehr über Johanna zu wissen, als er den Ermittlern gegenüber zugibt.

      Die Obduktion der Leiche bestätigt, dass Johanna an einer Zyankali-Vergiftung starb. Unvermittelt rückt nun Thomas Wrede, der Sohn eines hochrangigen Wirtschaftsvertreters, ins Visier der Kommissare. Denn auch sein Vater erlag vor kurzem einer derartigen Vergiftung. Und Johanna hatte offenbar kurz vor ihrem Tod Kontakt zu Wrede Junior. Doch allem voran geht Schumann die Wohnsituation der jungen Frau nicht aus dem Kopf. Alles deutet darauf hin, dass außer ihr noch zwei weitere Frauen und ein Kind in der Wohnung lebten. Die Suche nach den Mitbewohnerinnen bleibt jedoch erfolglos. Erst als Schumann von Therapeutin Dr. Sybille Ulrich erfährt, dass Johanna – bedingt durch ihr frühkindliches Trauma – an einer multiplen Persönlichkeitsstörung litt, scheint Licht ins Dunkel des Falles zu kommen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 22.10.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 19.10.2010 SRF 1
    • Staffel 5, Folge 3 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Schuld und Sühne (Staffel 5, Folge 3) – © ZDF

      In Gedanken verloren steht Bruno Schumann am Grab seiner Tochter, als Pfarrer Johannsen sich dem Hauptkommissar nähert. Der Geistliche steht offenbar unter Schock. Seine Hände sind blutverschmiert. Er erinnert sich einzig an den Rückflug aus Rom am Morgen des Tages, die letzten Stunden scheinen aus seiner Erinnerung jedoch gänzlich gelöscht. Schumann ahnt Böses. Gemeinsam mit dem Pfarrer versucht er, die fehlenden Momente zu rekonstruieren. Geleitet vom Geräusch einer S-Bahn gelangen beide in die Nähe eines Hauses, in dem Meral Sahin, eine junge Türkin, lebt. Der Pfarrer kennt die Frau aus dem Gefängnis, wo er als Seelsorger tätig ist. Sie hatte vor einiger Zeit eine Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verbüßt. Die Männer verschaffen sich rasch Zugang zur Wohnung der jungen Türkin und machen eine furchtbare Entdeckung: Merals lebloser Körper liegt auf dem Boden, neben ihr eine Waffe. Im Wohnzimmer steht Johannsens Koffer, auf dem Tisch ein frischer Blumenstrauß und zwei Tassen mit Tee.

      Unter dem dringenden Verdacht, Meral ermordet zu haben, wird Pfarrer Johannsen verhaftet. Dem Geistlichen kann allerdings kaum etwas nachgewiesen werden. Eine Nachbarin berichtet außerdem von einem heftigen Streit in der Wohnung des Mordopfers. Zusätzlich bereitet den Kommissaren ein Einschussloch in einer Wand der Wohnung Kopfschmerzen, denn die Untersuchungen haben ergeben, dass die Tatwaffe bereits einmal für ein Verbrechen genutzt wurde, für einen Raubüberfall auf eine Tankstelle. Schumann und seine Kollegen nehmen somit den Ex-Freund der jungen Türkin, Bodo Kiel, ins Visier. Von ihm stammen die Blumen in der Wohnung des Opfers. Bodo gibt tatsächlich zu, Meral kurz vor ihrem Tod aufgesucht zu haben. Er wollte ihre Liebe zurückgewinnen, dabei kam es zum Streit, doch er habe sie nicht getötet. Bruno Schumann zeigt sich unterdessen überrascht von den Reaktionen der Familie Sahin: Merals Vater gibt an, seit langem keine Tochter mehr zu haben. Es scheint so, als habe er sie verstoßen. Die Mutter ist zutiefst schockiert und hegt den Verdacht, dass jemand seit ihrem Gefängnisaufenthalt Druck auf ihre Tochter ausübt, und Taifun, Merals Bruder, geht wutentbrannt auf Bodo Kiel los, den er für den Mörder seiner Schwester hält. Der Fall wird zunehmend rätselhafter, und der einzige Augenzeuge, Pfarrer Johannsen, kann sich an kaum etwas erinnern. Da erfahren die Ermittler, dass Meral zum Christentum konvertiert war, und der Fall nimmt unvermittelt eine entscheidende Wendung. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 29.10.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 26.10.2010 SRF 1
    • Staffel 5, Folge 4 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Das Verhör (Staffel 5, Folge 4) – © ZDF

      Im Präsidium herrscht vergnügte Stimmung, Luftschlangen und Ballons schwirren durch die Luft. Ein ungewohntes Bild, doch Silvester naht und somit auch das Fest für alle Kollegen, die an diesem Abend im Dienst sind. Schumann hat frei, er ist mit Lara für den Abend verabredet. Allerdings drückt ein noch ungeklärter Fall schwer auf das Gemüt des Hauptkommissars. Vor drei Wochen wurde in einer Parkanlage, versteckt hinter dichtem Gebüsch, der leblose Körper einer jungen Frau gefunden – ihr Kleid zerrissen, Augen und Mund vor Angst und Schrecken weit geöffnet. Eindeutig wurde sie erdrosselt. Sophie Voltau wäre zu Beginn des neuen Jahres erst 15 geworden.

      Entdeckt hatte Sophies Leiche der Nachbar, dessen Garten mit dem großen Pool unmittelbar an das Grundstück ihrer Familie grenzt. Wie jeden Morgen war Volker Pütz durch den nahe gelegenen Park gejoggt. Der Unternehmer verständigte die Polizei. Später stellte er sich bereitwillig den zahlreichen Fragen der ermittelnden Kommissare und beteuerte dabei, unbedingt zur Lösung des Falles beitragen zu wollen. Doch die protokollierte Aussage von Volker Pütz birgt Widersprüche, die Schumann nunmehr keine Ruhe lassen. Noch an diesem Abend muss der Unternehmer ungeachtet der unangemessenen Stunde kurz vor Silvester im Präsidium erscheinen. Während Pütz sich im Vernehmungsraum in Unklarheiten verstrickt, warten seine junge Ehefrau Barbara und der Fahrer vor dem Gebäude der Polizei. Als Schumann erfährt, dass Sophie und der Unternehmer sich viel näher standen als zunächst angenommen und Sophie außerdem einen Schlüssel zu seinem Garten und Pool besaß, wandelt sich rasch das Gespräch in ein strenges Verhör. Pütz verlangt nach seiner Anwältin. Schumann ist überrascht, Lara Solovjev an der Seite seines Hauptverdächtigen zu sehen. Auch Barbara Pütz eilt zur Unterstützung ihres Ehemannes. Das neue Jahr ist längst angekommen, und die erhoffte Lösung des Falles scheint entfernter denn je. Da fällt Schumanns Blick auf ein winziges Detail, einen Anhänger am Hals von Barbara Pütz, der Sophies Mörder letztlich zum Verhängnis werden soll. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 05.11.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 02.11.2010 SRF 1
    • Staffel 5, Folge 5 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Zwischen den Fronten (Staffel 5, Folge 5) – © ZDF

      In den Straßen des Berliner Arbeiterviertels herrscht geschäftiges Treiben. Autos und Passanten eilen vorbei – niemand beachtet die junge, zierliche Vietnamesin, die wirr und verstört die Straße entlang taumelt. Gesicht und Arme der 18-Jährigen zeigen deutliche Spuren von Gewalteinwirkung. Sie stürzt, rappelt sich wieder auf, schließlich aber ist sie am Ende ihrer Kräfte und bricht zusammen. Erst dann beugt sich ein Mann über sie, holt Hilfe.

      Die Ärzte im Krankenhaus sind sofort alarmiert. Hauptkommissar Schumann ist ebenfalls herbeigeeilt, denn Lin wurde offensichtlich gequält und missbraucht. Doch die junge Vietnamesin vermag nicht über ihr schreckliches Erlebnis zu sprechen. Trotz Schumanns einfühlsamem Versuch, von mehr über die Täter zu erfahren, schweigt Lin beharrlich. Auch die Eltern der jungen Frau und ihr Bruder Tan, die ein kleines Restaurant in einem vietnamesischen Einkaufszentrum betreiben, zeigen sich ratlos. Und dennoch scheint die Familie mehr zu wissen, als sie den Ermittlern gegenüber zugibt. Schumann ist überzeugt, dass der Überfall auf Lin keine sexuell motivierte Tat war, sondern vielmehr ein Racheakt oder eine Warnung, um die Eltern der jungen Vietnamesin unter Druck zu setzen.

      Tatsächlich rückt Tien, der Chef des Einkaufszentrums, bald ins Visier der Ermittler. Dieser ist wahrlich kein unbeschriebenes Blatt: Ihm werden Schutzgelderpressung, Menschenhandel und sogar Mord zur Last gelegt, doch bislang konnten ihm sämtliche verbrecherische Taten nicht nachgewiesen werden. Die Beobachtung einer Klassenkameradin Lins bringt Schumann und seine Kollegen aber auch auf eine weitere heiße Spur. Lin wurde vermutlich von Tan und dessen Freund Jens Luckow gewaltsam in ein Auto gezerrt. Wenig später wird Letzterer ermordet aufgefunden. Alle Indizien weisen darauf hin, dass Luckow in einen illegalen internationalen Menschenhandel verstrickt war. Offenbar schleuste er zusammen mit Tan Vietnamesen nach Deutschland. Doch hat der junge Mann wirklich Lin missbraucht? Aus welchem Grund? Als Schumann herausfindet, dass Lins Familie illegal in Deutschland lebt und somit erpressbar ist, nimmt der Fall unvermittelt eine entscheidende Wendung. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 25.02.2011 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 22.02.2011 SRF 1
    • Staffel 5, Folge 6 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Dierhagens Vermächtnis (Staffel 5, Folge 6) – © ZDF

      Bruno Schumann steht der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Der Haupt-

      kommissar hockt in der Diele einer gutbürgerlichen Altbauwohnung und mustert das Scherbenbild einer zersprungenen Vase. Kurz zuvor hat er den leblosen Körper eines alten Freundes entdeckt: Thomas Dierhagen, mit zwei Einschusslöchern in der Stirn, auf dem Boden Ordner und Unterlagen zu Versicherungen und Finanzen. Sein Mörder war sicher kein gewöhnlicher Dieb. Jemand hat in der Wohnung des Oberstaatsanwalts gezielt nach etwas gesucht.

      Erst am vergangenen Abend war Dierhagen, nach neun Jahren ohne ein Lebenszeichen, an Schumann herangetreten. Der Oberstaatsanwalt wollte endlich ein altes Missverständnis bereinigen und bat um ein gemeinsames Gespräch in seiner Wohnung. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Schumann und seine Kollegen Henry Weber und Alex Keller übernehmen die Aufklärung seines gewaltsamen Todes. Der Schlüssel zur Lösung des Falles scheint in der Vergangenheit zu liegen, in jener Zeit, als Dierhagen plötzlich den Kontakt zu seinem Freund unterbrach. Am Tatort werden die Fingerabdrücke eines ehemals wegen Totschlags verurteilten Mannes sichergestellt. Vor genau neun Jahren soll Clemens Bohr eine russische Prostituierte erstochen haben. Die Anklage hatte damals Oberstaatsanwalt Dierhagen geführt. Doch Bohr leugnete vehement die Tat. Vor Gericht behauptete er sogar, in eine Falle geraten zu sein. Der wahre Schuldige wäre Spediteur Torsten Krafft, der ihm den Mord anhängen wolle.

      Die Kommissare sind überrascht, als eine Zeugin ihnen bestätigt, Anja Kraft, die Ehefrau jenes Unternehmers, am Morgen des Mordes an Dierhagen vor dessen Wohnungstür gesehen zu haben. Die junge Frau hatte einen Termin beim Oberstaatsanwalt, denn sie fühlte sich wohl seit einiger Zeit bedroht. Seither scheint sie spurlos verschwunden. Eine Videobotschaft bringt Schumann schließlich Gewissheit: Clemens Bohr hat Anja entführt und verlangt nun von ihrem Ehemann, den Mord an der russischen Prostituierten endlich öffentlich zu gestehen. Andernfalls werde er Anja töten. Plötzlich trifft Torsten Kraft ein tödlicher Schuss. Für Hauptkommissar Schumann und seinen Kollegen beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 04.03.2011 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 01.03.2011 SRF 1
      Während der Dreharbeiten im Sommer 2010 starb der junge Schauspieler Frank Giering plötzlich und unerwartet. Seine letzten Auftritte als Henry Weber sind in dieser Folge zu sehen.
    • Staffel 5, Folge 7 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Tod eines Begleiters (Staffel 5, Folge 7) – © ZDF

      Um Frank Gierings plötzlichen Tod während der Dreharbeiten im Sommer 2010 mit Respekt zu begegnen, stirbt ebenso unerwartet seine Figur, der Kommissar Henry Weber. Angesichts der tragischen Umstände wird der Neue, Max Winter, gar nicht freudig aufgenommen. Der zeigt aber großes Verständnis, auch er kannte und schätzte den verstorbenen Kollegen. Max Winter wird gespielt von Janek Rieke.

      Leise Trauermusik schwebt über der Stille eines Friedhofs. Die Trauergemeinde hat sich respektvoll aufgereiht, Hauptkommissar Bruno Schumann ist unter den Trauergästen. Während dieser sich zusammen mit den Kolleginnen Alex Keller, Inge Tschernay und Lara Solovjev von dem Grab entfernt, dreht er sich noch einmal um und blickt auf das gerahmte Foto von Henry. Schumann und seine Kollegen stehen noch unter Schock – ein unerwarteter Herztod hatte Kommissar Henry Weber aus dem Leben gerissen. Zurück im Präsidium muss die Arbeit weitergehen – bemüht, die richtigen Worte zu finden, stellt Kriminaldirektorin Kessler den neuen Kollegen, Kommissar Max Winter vor, der nun Schumanns Team verstärken soll.

      Bereits am nächsten Morgen wird das Team mit einem neuen Fall konfrontiert. Nun gilt es für die Ermittler, einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Tatort, ein Parkplatz, ist weiträumig abgesperrt. Das Opfer ist ein außergewöhnlich gutaussehender junger Mann. An seinem Körper sind deutlich Strommarken zu erkennen – er wurde mit einem Elektroschocker wohl übel misshandelt, bevor er gezielt überfahren wurde. Zwei Opernkarten im Auto lassen vermuten, dass Christoph Täubner am Abend seines Todes ein Rendezvous hatte. Hat es Schumann etwa mit dem tragischen Ende einer Liebesgeschichte zu tun?

      Schumanns erster Weg führt zu Markus Hartz, dem Mitbewohner des Opfers, der sich zutiefst betroffen zeigt. Schumann erfährt, dass Täubner als Model gearbeitet hat. Ein Gespräch mit der Agentur eröffnet jedoch eine ganz andere Perspektive: Der junge Mann hatte diesen Job längst aufgegeben, um für den lukrativeren Escort-Service von Daniela Zorn tätig zu werden. Nach anfänglichem Zögern gibt diese an, dass Christoph Täubner beinahe ausschließlich von drei Stamm-

      kundinnen gebucht wurde: von Elke Hohenstein, einer reichen Witwe, Clara Printz, einer erfolgreichen Managerin, und Kathrin Grothe, der vernachlässigten Ehefrau eines Arztes.

      Schumann sieht sich mit drei völlig unterschiedlichen Frauentypen konfrontiert, doch eines ist allen gemeinsam: Sie beschreiben Täubner als einfühlsamen Begleiter, der ihre Interessen und Hobbys kannte und respektierte. Überdies sagen alle drei Frauen aus, eine rein platonische Beziehung zu dem jungen Mann unterhalten zu haben. Allerdings hat keine von ihnen ein Alibi. Die Ermittlungen scheinen sich im Kreis zu drehen, da entdecken die Kommissare Täubners geheimes Apartment, in dem dieser pikante Videoaufzeichnungen versteckt hat. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 11.03.2011 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 08.03.2011 SRF 1
    • Staffel 5, Folge 8 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Abgetaucht (Staffel 5, Folge 8) – © ZDF

      Blut bahnt sich seinen Weg über den schmalen Schotterpfad im Park. Zu dieser frühen Stunde scheint sich niemand an dem offenbar besoffenen Penner zu stören, der regungslos an einem Stein lehnt. Mehrere Stunden vergehen, bis der Mann mit zwei tiefen Stichwunden im Rücken ins Krankenhaus eingeliefert wird.

      Hauptkommissar Schumann und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf. Nichts weist auf die Identität des Obdachlosen hin – keine Papiere, keine weiteren Zeugen. Die Ermittler finden lediglich einen kleinen Zettel, auf dem handschriftlich eine Uhrzeit und der Name eines Cafés vermerkt sind. Nach einiger Überlegung beschließt Schumann schließlich, in die Rolle des Opfers zu schlüpfen und sich an dessen Stelle zu dem auf dem Zettel vermerkten Treffpunkt zu begeben. Tatsächlich wird der Hauptkommissar von einem Mann angesprochen, der ihn unter einem Vorwand in ein Auto lockt. Mehrere Polizeibeamten nehmen die Verfolgung auf, doch sie verlieren den Wagen rasch aus den Augen. Schumann ist nun auf sich allein gestellt.

      Der Hauptkommissar wird in einer dunklen Halle gefesselt und gequält. Offenbar will sich eine junge Frau an dem Obdachlosen, für den sie Schumann hält, rächen. Yasmina Drobca wurde von Martin Gawalda Jahre zuvor entführt und ebenso brutal misshandelt. Der ehemalige Bundeswehroffizier hatte auf diesem Wege eine hohe Geldsumme von Yasminas damaligen Verlobten, dem Major Kajo von Herstetten, erpresst. Dieser ist mittlerweile mit seiner Jugendbekanntschaft Sophia verheiratet und möchte keinesfalls mehr an jenes dunkle Kapitel seines Lebens erinnert werden. Gawalda hatte das erpresste Geld allerdings nie entgegen genommen. Er stürzte zuvor unglücklich, verlor sein Gedächtnis und lebte fortan mit einem Obdachlosen, genannt Doc, auf der Straße. Schumanns Kollegen staunen nicht schlecht, als der Hauptkommissar am Morgen nach seiner Entführung in desolatem Zustand und begleitet von Doc im Präsidium auftaucht.

      Der ehemalige Arzt hatte Schumann befreit und sich seiner angenommen.

      Obwohl ihm der Fall langsam entgleitet, denkt der Kriminalist nicht daran, von den Ermittlungen zurückzutreten. Selbst als Schumann zwangsbeurlaubt wird, ermittelt er auf eigene Faust weiter. Er scheint sich immer mehr in ein unübersichtliches Netz aus Lügen und Intrigen zu verstricken. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 18.03.2011 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 15.03.2011 SRF 1

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