Der Kriminalist

    zurückStaffel 4, Folge 1–8weiter

    • ZDF-Ausstrahlungsreihenfolge (tlw. abweichend von SRF 1)
    • Staffel 4, Folge 1 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Das Geständnis (Staffel 4, Folge 1) – © ZDF

      Abermals sitzt Hauptkommissar Bruno Schumann mit Lutz Adamski am Vernehmungstisch. Und abermals streitet dieser jegliche Beteilung am Mord seines Bruders Carsten ab. Als Lutz Adamski schließlich wegen Mangels an Beweisen aus der Haft entlassen wird, gesteht er am folgenden Tag unvermittelt seine blutige Tat. Bruno Schumann erscheint dies Geständnis höchst zweifelhaft, doch für Staatsanwältin Lara Solovjev ist die Sache klar. Sie will mit dem Fall endlich vor Gericht.

      Am Morgen der Verhandlung tummelt sich bereits eine große Menschenmenge vor dem Gerichtsgebäude. Der tragische Brudermord hat das Interesse der Presse geweckt, und die Sicherheitsbeamten haben bei der Ankunft des Angeklagten viel Mühe, die Journalisten zurückzudrängen. Schumann beobachtet das Geschehen etwas abseits. Lutz Adamski wirkt angeschlagen und müde. Er wirft dem Hauptkommissar allerdings ein seltsam verschwörerisches Lächeln zu. Dann fallen plötzlich Schüsse und Lutz Adamski fällt tödlich getroffen zu Boden. Sofort nimmt Schumann die Verfolgung des Scharfschützen auf, doch dieser kann entkommen.

      Die Ereignisse bestätigen einmal mehr die Zweifel des Hauptkommissars an der Schuld von Lutz Adamski. Schumann beginnt, dessen Familiengeschichte neu aufzurollen, wobei er auf die heftige Gegenwehr von Staatsanwältin Solovjev trifft, die den Fall Carsten Adamski als abgeschlossen sieht. Nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders hat Lutz Adamski das gemeinsame Möbelhaus an einen russischen Unternehmer verkauft. Da Carsten sich zuvor gegen diesen Verkauf gewehrt hatte, schien Lutz Adamski ein eindeutiges Motiv für den Mord zu haben. Doch Schumann stößt auf immer mehr Unstimmigkeiten. Als er den Käufer Boris Putowkin zur Rede stellen will, stellt sich heraus, dass Dr. Rothenbach, Lutz Adamskis Anwalt, ebenfalls auf der Gehaltsliste des Russen steht. Rothenbach hat vermutlich mehr mit dem überraschenden Geständnis seines Mandanten zu tun, als bislang angenommen. Zudem stellt Schumann fest, dass Sarah Adamski, die Ex-Frau des ermordeten Carsten Adamski, und dessen geliebte Tochter Janine kurz vor dem Gerichtstermin entführt worden sind. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, doch die Staatsanwältin stellt sich weiterhin hartnäckig gegen die Ermittlungen des Hauptkommissars. Schumann muss sich fragen, ob Solovjev tatsächlich Druck von oben erhält oder etwas anderes hinter ihrem Widerstand steckt … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 25.09.2009 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 22.09.2009 SF 1
    • Staffel 4, Folge 2 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Der gute Samariter (Staffel 4, Folge 2) – © ZDF

      In durchaus nobler Aufmachung weist ein Schild den Weg zu den Räumen der Entwicklungshilfe-Organisation ‚Afrika jetzt!‘. Dabei verhindert früh an diesem Morgen ein Absperrband jeglichen Zugang. Dahinter sichern Beamte der KTU bereits erste Spuren. Bruno Schumann wurde ebenfalls zum Tatort gerufen, dem Schauplatz eines offenbar brutalen Raubüberfalls. In den Büros herrscht Chaos, auf dem Boden, in einer Blutlache, liegt schließlich ein Mann – reglos. Der Hauptkommissar kann jedoch mit einem fachkundigen Blick feststellen, dass der angeblich erschlagene Geschäftsführer Tilmann Reiter noch am Leben ist! Sofort wird dieser ins Krankenhaus gebracht und dem Arzt, der eilig den Totenschein ausgestellt hat, blühen deutliche Konsequenzen. Aber das scheint nicht die einzige Absonderlichkeit an diesem Fall, denn außer Reiters Labtop wurde im Büro der Organisation offenbar nichts entwendet.

      Eine Herausforderung der ganz anderen Art wartet auf Schumann, als er den Angehörigen des brutal niedergeschlagenen Mannes die schlechte Nachricht überbringen will: Charlotte Schumann, seine Noch-Ehefrau, öffnet in Reiters Wohnung die Tür. Sie lebt dort seit ihrer Rückkehr aus dem Sudan vor kurzem mit dem Geschäftsführer der Organisation und den gemeinsam adoptierten Sohn Jo zusammen. Dem Hauptkommissar verschlägt es die Sprache, aber auch für Charlotte ist das Wiedersehen nicht einfach. Zu viel Unbewältigtes angesichts ihrer Trennung vor sieben Jahren, eine Konsequenz des Todes ihrer gemeinsamen Tochter Marie, steht zwischen beiden. Schumann versucht dennoch, sich ganz und gar auf die Ermittlungen zu konzentrieren.

      Der Zustand Tilmann Reiters lässt kaum Hoffnungen zu. Er liegt schwer verletzt im Koma. Zudem bemerkt der zweite Geschäftsführer von „Afrika jetzt!“, Robert Dellinger, dass sehr wohl etwas aus dem Büro der Organisation gestohlen wurde: Über Reiters Laptop wurde vom Firmenkonto eine hohe Summe Geld abgebucht. Diese Transaktion rückt die bisherigen Erkenntnisse der Ermittlungen abrupt in ein neues Licht. Denn sie führt direkt zu Benny Reiter, Tilmann Reiters Sohn und zu dessen Mutter Sylvia Reiter. Der Geschäftsführer führte ein Doppelleben, weder seine Ehefrau Sylvia noch Charlotte wussten davon. Genau das scheint allerdings der Schlüssel zum brutalen Raubüberfall zu sein. Allem voran muss Schumann zur Kenntnis nehmen, dass unter diesen Umständen selbst Charlotte ein Motiv hat … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 02.10.2009 ZDF
    • Staffel 4, Folge 3 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Spurlos (Staffel 4, Folge 3) – © ZDF

      Ein sechsjähriges Mädchen bahnt sich seinen Weg durch die geschäftige Menschenmenge auf den morgendlichen Straßen Berlins. Valerie sollte längst in ihrer Schule sein. Niemanden scheint jedoch das Kind mit dem viel zu schweren Schulranzen zu kümmern. In der Hektik der vielen Erwachsenen muss Valerie sogar aufpassen, nicht umgerannt zu werden. Ein zu kleines Kind allein in einer zu großen Stadt. Dessen plötzliches Verschwinden bemerkt kaum jemand.

      Die Eltern des Mädchens haben Valerie offenbar täglich alleine durch die Stadt zur Schule laufen lassen. Auch war es nicht selten, dass sie im Unterricht gefehlt hatte. Mittlerweile sind jedoch mehr als 24 Stunden vergangen, seitdem das Mädchen zuletzt das Haus ihrer Eltern verlassen hatte. Bruno Schumann wird besonders hellhörig und sieht sich sehr bald in seiner Vermutung bestätigt: Valerie wurde von Mutter Sabine Schlüter und Stiefvater Horst schwer vernachlässigt. Vielleicht wurde das kleine Mädchen sogar misshandelt. Valeries Lehrerin und das Jugendamt sind davon überzeugt, doch Ermittlungen gegen die Eltern des Kindes waren in der Vergangenheit kaum erfolgreich. Schumann erfährt außerdem, dass der leibliche Vater des Mädchens, Rudi Jacobi, ebenfalls kein Interesse an Valerie zeigt, hatte er sich doch zu seiner Homosexualität bereits bekannt und zudem nie ein Kind gewollt. Nach Meinung des Hauptkommissars droht Valerie allein aufgrund ihres Umfelds potentielles Opfer einer Gewalttat zu sein. Er schreibt die Fahndung nach dem Kind aus. Die Recherchen um den Verbleib des Mädchens bleiben jedoch zunächst ergebnislos. Jegliche Spuren verlieren sich auf dem Schulweg. Da ergibt die Kontrolle polizeibekannter pädosexueller Verbrecher unerwartet einen Treffer. Schumann und seine Kollegen finden auf dem Rechner eines Straftäters, der seine Gefängnishaft bereits abgesessen hat, Bilder von Valerie. Dieser beteuert jedoch, jene Bilder über das Internet erworben zu haben. Es fängt eine rasante Suche nach deren Urheber an. Zum Entsetzen aller führt diese allerdings wieder in das Haus von Valeries Eltern … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 09.10.2009 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 06.10.2009 SF 1
    • Staffel 4, Folge 4 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Die vierte Gewalt (Staffel 4, Folge 4) – © ZDF

      Der Blick des Hauptkommissars wandert über die rote, plüschige Einrichtung des Zimmers. Es ist offenbar ein Bordell, in dem sich Schumann befindet, doch er kann sich nicht erinnern, was ihn dorthin geführt hat. Er besinnt sich nur langsam auf das Geschehene – und seinen schmerzenden Hinterkopf. Schumann wurde niedergeschlagen, als er nach einer rasanten Verfolgungsjagd seinen Verdächti-gen im Bordell verschwinden sah. Vincent Schaller, Inhaber des Bordells, zeigt sich sichtlich reumütig. Seine Leute haben schließlich nicht wissen können, dass Schumann einem Mörder auf der Spur war . . .

      Zuvor wurde der Hauptkommissar Zeuge eines grausamen Geschehens. Tatenlos musste er zusehen, wie Nelly Prohaska, eine junge Prostituierte, von einem Mann über die Brüstung einer Brücke gedrückt und anschließend in die Tiefe gestoßen wurde. Die Frau war sofort tot. Schumann macht sich Vorwürfe, in dieser bedrohlichen Situation nicht adäquat gehandelt zu haben, und begibt sich sogleich auf die Suche nach Nellys Mörder. Er stößt dabei auf eine kuriose Geschichte, die erst vor kurzem für Schlagzeilen sorgte: Nelly hatte einem Journalisten eine Exklusiv-Story anvertraut, in der sie behauptete, von Staatssekretär Krone miss-handelt worden zu sein. Allerdings zog die junge Frau wenige Tage später ihre Aussage zurück, was zu der Mutmaßung führte, Journalist Filter habe Nelly für eine spektakuläre, aber falsche Aussage Geld geboten. Filter, der nach Aufdeckung des vermeintlichen Skandals fristlos von seiner Zeitung gekündigt wurde, beteuert jedoch der Prostituierten geglaubt und für ihre Geschichte keinesfalls bezahlt zu haben.

      In der Zwischenzeit taucht im Kommissariat der Mann auf, dem Schumann nach der Mordtat bis zu den dubiosen Ereignissen im Bordell von Vincent Schaller gefolgt war. Mickey wurde von Schaller überzeugt, sich zu stellen. Denn in jener Nacht ist er tatsächlich vor dem Hauptkommissar weggerannt – aus Angst, aufgrund von Drogenbesitz festgenommen zu werden. Für die Tatzeit hat Mickey ein handfestes Alibi. Trotz einiger Widersprüche in seiner Aussage haben Schumann und seine Kollegen gegen den jungen Mann nichts in der Hand. Die Ermittlungen drohen zu scheitern, da entdeckt Schumann in der Wohnung der Ermordeten einen neuen Hinweis und stellt zugleich fest, dass Mickey gelogen haben muss. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 16.10.2009 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 13.10.2009 SF 1
    • Staffel 4, Folge 5 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Amok (Staffel 4, Folge 5) – © ZDF

      Es ist noch früh am Morgen als Bruno Schumann den Tatort, eine Datsche etwas außerhalb der Stadt, betritt. Auf dem Boden des spärlich eingerichteten Wohnraumes verteilen sich Splitter einer zerplatzten Glasschale, Essensreste und Blut. Ein Radiomoderator plappert leise aus dem Hintergrund. Und inmitten des Chaos’ liegt die Leiche einer Frau. Sie wurde brutal erschlagen.

      Noch am Abend zuvor gab es offenbar für Ursula Bendix Grund zum Feiern. Tommy und Jackie, ihre Kinder, waren ebenfalls gekommen, und sogar eine Champagnerflasche wurde geöffnet. Doch später in der Nacht wurde eine Nachbarin Zeugin eines heftigen Streits. Die Ermittler fassen sogleich Tommy ins Visier. Der junge Mann, der sich in der Computerbranche hocharbeiten möchte, wurde erst vor kurzem aus der Haft entlassen. Er scheint stets auf Speed zu sein und gilt als unberechenbar und extrem gewalttätig. Tatsächlich sprechen nahezu alle Fakten gegen Tommy. Einzig Schumann ist von dessen Schuld nicht überzeugt. Obwohl der junge Mann flüchtig ist, sieht der Hauptkommissar kein Mordmotiv. Außerdem verraten Spuren am Tatort, dass der Mörder keineswegs im Affekt gehandelt hatte.

      Bei seinen Recherchen erfährt Schumann, dass Tommy mit seinem Charme die Mutter regelmäßig um den Finger wickelte. Der Hauptkommissar findet auch heraus, dass Ursula Bendix am Vorabend ihres Todes im Lotto gewonnen hatte. Zunehmend gerät nun Tommys Schwester Jackie unter Druck. In der Tat widerruft diese bald ihre erste Aussage, nach der das kleine Familientreffen in der Datsche wegen der Neuigkeit von Tommys Vaterschaft stattgefunden hatte, und gesteht, dass Ursula mit ihren Kindern den Lottogewinn feiern wollte. Rasch rücken somit alle Familienmitglieder in den Focus der Kommissare, auch der Ex-Mann der Ermordeten, Gerhard Bendix. Zwar beteuert dieser seine Unschuld, doch er hat eindeutig finanzielle Probleme, und Ursula hatte mit ihm das letzte Telefonat vor ihrem Tod geführt. Indessen stehen Schumann und seine Kollegen selbst unter erheblichem Druck: Denn Tommy hat seine schwangere Freundin gekidnappt und nutzt diese als Druckmittel. Er will sich und Annett umbringen, sollte Schumann nicht bald den wahren Täter finden … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 19.02.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 16.02.2010 SF 1
    • Staffel 4, Folge 6 (60 Min.)

      Stimmen und Gelächter dringen durch die Nacht. An der festlich gedeckten Tafel im Garten der Familie Wagenbach packen Adrian und Kai ihre Geschenke aus. Die Zwillinge feiern ihren fünfundzwanzigsten Geburtstag, als plötzlich ein Schuss die fröhliche Gesellschaft erstarren lässt. Blut strömt aus dem Hals von Adrian, der sogleich leblos über dem Tisch zusammenbricht. Als einige Zeit später Bruno Schumann und seine Kollegen den Tatort erreichen, ist die Erschütterung in der Familie groß. Den Hauptkommissar überrascht allem voran die besonders disziplinierte Art der Mutter Katharina Wagenbach. Auch die Fassungslosigkeit des überlebenden Zwillings Kai entgeht Schumann keineswegs. Sein Interesse richtet sich jedoch auf zwei ominöse Botschaften aus der gemeinsamen Wohnung der Brüder, beide an Adrian adressiert. Es sind einerseits böse Wünsche zum Geburtstag, welche die Ex-Freundin des Zwillings, eine junge Polizistin, ihm mitteilt, aber auch ein Hilferuf in krakeliger Handschrift und unterzeichnet von Clemens – ein Name, der offenbar in der Familie Wagenbach widersprüchliche Gefühle hervorruft. Polizistin Mariella konnte die unvermittelte Trennung von Adrian offenbar kaum ertragen, so dass die Ermittler kurzzeitig die junge Frau ins Visier fassen. Allerdings bestätigt sich rasch ihr vages Alibi. Dagegen mag zunächst kaum jemand das bislang gut gehütete Geheimnis der Familie Wagenbach verraten: Kai wurde wohl bei der Geburt im Krankenhaus irrtümlich vertauscht, und so wuchs Adrian bis zu seinem achten Lebensjahr mit Clemens, der sich in Statur und Aussehen durchaus von ihm unterschied, auf. Dann führte ein Zufall die wahren Zwillinge in einem Supermarkt zusammen. Katharina und Georg Wagenbach setzten alles daran, Clemens zurückzutauschen und ihren Sohn Kai in die Familie zu holen. Als Verlierer bei dieser außerordentlichen Geschichte erwies sich offenbar allein Clemens. Während Kai in Adrian eine enge Bezugsperson fand, blieb Clemens in seiner leiblichen Familie stets ein Fremdkörper und geriet letztlich gar auf die schiefe Bahn. Bruno Schumann begibt sich auf die dringende Suche nach Clemens, denn dieser könnte aus Eifersucht auf Adrian geschossen haben. Allerdings scheint der junge Mann wie vom Erdboden verschluckt. Seine Eltern, Corinna und Thomas Budras, wissen schon lange keinen Rat mehr und schweigen. Da erhalten die Kommissare den entscheidenden Hinweis. Tatsächlich können sie Clemens bald aufspüren, doch sie müssen sich beeilen, um eine weitere blutige Tat zu verhindern … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 26.02.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 23.02.2010 SF 1
    • Staffel 4, Folge 7 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Der Schatten (Staffel 4, Folge 7) – © ZDF

      Kollegen der Spurensicherung drängen sich in den engen Raum der Damentoilette einer Krankenhausschule, als Schumann den neuen Schauplatz eines grausigen Mordes betritt. Auf den Kacheln liegt die Leiche einer jungen Frau.

      Sämtliche Spuren sprechen für ein Sexualverbrechen. Bianca Walowski stand offenbar vor dem Waschbecken, als der Täter sie von hinten überfiel und zu Boden riss. Offenbar konnte sich die junge Frau kaum wehren, als er plötzlich mit einem Messer auf sie einstach. Die Schwesternschülerin lebte sehr zurückgezogen im Heim des Klinikums. Sie war äußerst schüchtern und hatte laut Aussage ihrer Eltern keinen Freund – eine Tatsache, die mehrere Fragen über die Umstände, die zu ihrem schrecklichen Tod geführt hatten, aufwirft. Denn Schumann und seine Kollegen glauben zunächst an eine Beziehungstat. Als sie jedoch erfahren müssen, dass sich vor nahezu zwei Monaten die Schwesternschülerin Ayla, eine junge Muslimin aus dem selben Schwesternheim, unvermittelt vor eine S-Bahn gestürzt hatte und eine weitere Schülerin, Greta Michelsen, seit zwei Wochen ihr Zimmer nicht mehr verlassen hat, vermutet der Hauptkommissar, dass hinter allem das Muster eines Serienvergewaltigers steckt. Doch Schumann fehlen jegliche stichhaltige Beweise, um seine Theorie zu belegen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Täter an keinem seiner Opfer DNA-Spuren hinterlassen hat.

      Dennoch gelingt es Schumann, Greta zu einer Aussage zu bewegen. Die ebenfalls vergewaltigte junge Frau glaubt, über einen längeren Zeitraum beobachtet worden zu sein. Ihr Hinweis lässt auf einen Spanner schließen, der im Wohnheim sein Unwesen treibt. Tatsächlich entdecken die Kommissare in den Duschräumen eine geschickt versteckte Kamera, die das Geschehen dort offenbar zu jeder Zeit filmte. Ein weiterer Hinweis führt Schumann und seine Kollegen allerdings auch in ein nahe gelegenes Computergeschäft, in dem sowohl Bianca Walowski als auch die Selbstmörderin Ayla regelmäßig ihre

      E-Mails verschickt hatten. Dabei nimmt der Fall plötzlich eine überraschende Wendung, und die Ermittler können nur knapp die Vergewaltigung einer weiteren jungen Frau verhindern. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 05.03.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 02.03.2010 SF 1
    • Staffel 4, Folge 8 (60 Min.)
      Bild: ZDF
      Tod gegen Liebe (Staffel 4, Folge 8) – © ZDF

      Es ist spät in der Nacht. Polizisten haben das leer stehende Gebäude der Baustelle bereits abgeriegelt und Beamten der KTU sichern im grellen Licht der Scheinwerfer erste Spuren, als auch Hauptkommissar Schumann den Tatort betritt. Inmitten von Bauschutt und Geräten liegt der leblose Körper eines jungen Mannes. Sein Oberkörper ist nackt, die Hände an ein freiliegendes Rohr gefesselt. Auf seine Hand wurde scheinbar noch kurz vor seinem Tod ein geschwungenes „H“ gestempelt, das Logo eines nahe liegenden Clubs, einem Treffpunkt für Hedonisten.

      Im „Hedos“-Club, war der neunzehnjährige Niko Poll offenbar Stammgast, niemand jedoch kann sich erinnern, den jungen Mann in der Nacht seiner Ermordung dort gesehen zu haben. Auch seine Eltern scheinen ratlos. Niko, wegen Körperverletzung und Drogenhandel vorbestraft, war vor einigen Monaten aus dem gemeinsamen Haus gezogen und stand seither wohl allein unter dem Einfluss seines Freundes und Mitbewohners Kay Franke, eines ebenfalls mehrfach vorbestraften jungen Mannes. Eine Familientherapie sollte beschwichtigen, doch diese führte zu keiner Besserung in der Beziehung zwischen Niko und seinen Eltern. Seither pflegte einzig sein Schwester Alicia, noch liebevoll den Kontakt zu ihm.

      Als Bruno Schumann Kay in der WG der beiden Jungen aufsucht, ergreift der die Flucht. Es stellt sich heraus, dass Niko Kay am Tag zuvor ziemlich brutal niedergeschlagen hatte, dass er von ihm Geld verlangte – vermutlich seinen Anteil am Drogenhandel – und Pläne für die Zukunft schmiedete. Niko scheint außerdem nach Abschluss der Familientherapie weiterhin mit Janine Meerbaum, der Psychologin, in regem Kontakt gestanden zu haben. Diese gibt tatsächlich zu, eine enge Beziehung zu Niko bewahrt zu haben. Dabei erfahren die Kommissare, dass auch sie häufige Besucherin im „Hedos“-Club war.

      Schließlich können die Beamten der Spurensicherung ihre Fingerabdrücke am Tatort sichern. Janine Meerbaum war zudem jene Anruferin, die auf den Toten hingewiesen hatte. Die Therapeutin besteht jedoch vehement auf ihre Unschuld und Schumann ist in der Tat überzeugt, die Lösung des Falles in der Familie des jungen Mannes suchen zu müssen. Zumal Schumann Hinweise entdeckt, die auf eine besondere Beziehung beider Geschwister zueinander schließen lassen … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 12.03.2010 ZDF
      Original-Erstausstrahlung: Di 09.03.2010 SF 1

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