Kommentare 101–110 von 288

  • am

    Dein zweiter Punkt bezüglich der helmkranken SF-Ikone….also, wenn man einen Faible für so etwas hat, heißt das doch nun beileibe nicht das man selbst ein böser Mensch ist oder selbige bewundert. Es geht eben nur darum das seine Lordschaft,… nun ja….eben der coolste war, Träger meiner persönlichsten Lieblingsfarbe war und durch seine schiere physische Präsenz eben imponierte.
    „Zustand der Welt,…. wenn alle ein Möchtegern-Darth Vader sein wollen“. Ich weiß nicht, man sollte doch so denke ich doch den Einfluss den die Fantastik und die Popkultur auf die reale Welt haben doch nicht zu sehr überschätzen. Es stimmt zwar das die Fantastik manchmal der Realität sogar vorraus war, so wie zum Beispiel Autoren wie Verne oder Wells Dinge wie das U-Boot, den Mondflug oder die Gen-Technik vorhergesehen haben. Aber das waren alle nur technische Prophezeiungen, keine characterlichen. Normalerweise ist es doch-was letzten Punkt betrifft- so das sich die Phantastik eher an der Realität orientiert. So wie die siebziegjährige Feindschaft zwischen „Föderation“ und „klingonischem Imperium“ im „Star Trek-Universum“ ganz klar am realen kalten Krieg angelehnt ist, „Kanzler Gorkon“ Gorbatschow nachempfunden ist, oder auch für den Detektiv „Dick Tracy“ eindeutig Elliot Ness, bzw. für sein Nemesis „Al Caprice“ eindeutig Al Capone Pate gestanden haben. Man kann solche schurkischen Figuren eigentlich gar nicht recht bewundern ohne auch ihren realen Vorbildern Tribut zu zollen, und wer will das schon? Nein ich denke mal das die meisten die z.B Vader bewundern es eben aufgrund seiner plakativen Wirkung tun. Er ist eben ein Symbol, eine Ikone mit großer prägender und nachhaltiger Wirkung. Ausserdem ist er ja kein richtiger Schurke. Er ist mehr ein Tragöd der sich-dadurch das er sich zu tief mit der dunklen Seite hatte einlassen müssen- sich selbst innere loyalistische und gemütstechnische Ketten angelegt hat, und der………………………………………………………
    ……………………………..ich glaube, jetzt wird es wirklich etwas nerdy, hmmm?
    Na ja, du weißt wie ichs meine.
    • (geb. 1964) am

      Also du hast Probleme damit jemanden zu bewundern, der Al Capone ähnlich ist, aber einem, der eine Führungsfigur in einem Staat darstellt, der eindeutig dem 3. Reich nachempfunden wurde, damit hast du keine Probleme?
      Ich finde zwar auch, dass Darth Vader eine beeindruckende Gestalt ist - als ich ihn 1978 im Alter von 14 Jahren überlebensgroß auf der Leinwand sah, mit der Maske und den Atemgeräuschen, die seine Unmenschlichkeit noch unterstrichen, da lief es mir eiskalt den Rücken runter. Er ist eine gut gemachte Figur, und ich fand auch die zweite Star Wars Trilogie gut, wo gezeigt wurde wie er so wurde wie er ist. Aber er war schon ab dem 3. Teil ein Bösewicht, der kleine Kinder umbringt und ganze Planeten in die Luft sprengt, mit Millionen von Bewohnern. Und egal wie er dazu geworden ist, er hatte die Wahl zwischen gut und böse und hat sich für das Böse entschieden. Die meisten Pädophilen Kindesmissbraucher wurden selber auch als Kinder missbraucht und machen es dann selber, weil sie es nicht anders kennen. Deren Lebensweg ist auch eine Tragödie, aber sie sind trotzdem Verbrecher, die das Leben anderer zerstören. Genauso ist es bei Darth Vader, egal wie plakativ er wirkt. Er verkörpert "das Böse" - und ich habe den Eindruck, dass es momentan ziemlich Mode ist die bösen Charaktere zu bewundern. Auch Boba Fett - der ja nichts von der plakativen Ikonographie des Darth Vader hat wird heutzutage verehrt. Ich halte dich auch nicht für böse - zumindest kommst du sehr sympathisch rüber, auch wenn ich nicht immer deiner Meinung bin. Aber mich erschreckt eben diese gesellschaftliche Strömung "das Böse" zu bewundern.
    • (geb. 1964) am

      Jetzt muss ich auch nen 2. Kommentar eröffnen... ;-)
      Und oft werden auch Gründe dafür genannt, wieso jemand einen Bösen verehrt, wie: "Die dürfen viel mehr als die Guten", "alle haben vor ihnen Angst"... Da frage ich mich, was das für Menschen sind, die jemanden bewundern, weil alle vor ihm Angst haben und weil er Böses tun darf - egal ob der Bewunderte aus einem Fantasieimperium oder der Realität kommt. Ich für mich habe selten bis nie das Bedürfnis was Böses zu tun, und mir ist es auch lieber, dass Menschen mich mögen weil ich gut bin als dass sie mich fürchten weil ich böse bin. Aber es scheint wohl Menschen - und nicht zu wenige - zu geben, die es erstrebenswert finden Angst zu verbreiten oder etwas zu tun das verboten ist. Und ich mache da keine Unterschiede zwischen Fantasie und Realität, denn die Wünsche und Sehnsüchte orientieren sich ja am Charakter des realen Menschen. Und in Fantasiewelten kann dieser seine Fantasien und Bedürfnisse durch jemand anderen ausleben lassen, wenn er (oder sie) schon selber nicht böse sein darf. Aber ich denke, da gibt es ein paar tickende Zeitbomben, die nur auf eine Gelegenheit warten ihre Sehnsucht nach Macht und Sadismus auch mal echt auszuleben. Und je mehr es gesellschaftlich anerkannt ist, "das Böse" zu verehren, desto mehr solche tickenden Zeitbomben wird es geben. Und ich sag das noch mal: Dich, Beobachter halte ich NICHT für so jemanden!
  • am

    Das hätte man ausarbeiten können. Statt dessen reduzierte man ihn irgendwann nur noch auf dieses „armer –Hund-mit-sexuellen-Problemen“-Klischee und gab ihm dann auch noch eine Freundin, was bei den (zuvielen) Charakteren der Serie an sich schon problematisch ist. Dadurch wurde Raj immer unorgineller. Irgendwann war er für mich nur noch eine (schlechte) Kombination auf „Fez“ aus den „Wilden Siebziegern“- Stichworte „Ausländer“ und „sexuelle Hemmung“- und „Ben Jabituya“-Stichworte „ethnische Herkunft Inder“ und „hochbegabt und intelligent“ aus „Nummer Fünf lebt“. Das ist schade da man, hätte man sich von diesem Beziehungskram distanziert und mehr auf andere Eigenschaften konzentriert aus ihm neben Sheldon den durchaus orginellsten Character machen können. (Obwohl Laura Spencer -die Darstellerin der Emily- von offizieller Seite ja schon zum Hauptcast zählt haben sie sie nur recht sporadisch auftreten lassen, und das Raj-laut Molaro- in seinem Innersten weiß das sie nicht die Richtige sei lässt es aussehen als wenn sie sich eine Hintertür offen lassen wollten um Emily wenn nötig schnell wieder los werden zu können. Finde ich).Wie auch immer. Ich bin mitnichten dafür jedem ne Beziehung überzustülpen. Aus, bereits mehrfach erläuterten Gründen, würde ich mich riesig freuen wenn beziehungstechnisch Penny und Sheldon am Ende als Paar zusammen das Rennen machen würden. Aber abseits davon….wäre es irgendwie interessant sich am Ende alle trennen zu lassen, weil sie realisieren das Beziehungen eben für sie nichts sind. Es wäre in der TV-Historie ein Paukenschlag und ein absolutes Novum. Aber das, denke ich, werden die Macher niemals wagen.
    • (geb. 1964) am

      Was Raj angeht stimme ich dir völlig zu. Aus dem könnte man mehr machen - und zwar nicht nur was eine Beziehung angeht, und die Ähnlichkeit zu Fez ist mir auch aufgefallen. Bisher wurde er meist durch 2 Running Gags charakterisiert, die beide zu Tode geritten wurden: Einmal der Mutismus (den er zum Glück los geworden ist) und zum anderen seine scheinbare Homosexualität - meist aus naiver Unwissenheit, aber oft auch weil er eine eher frauentypische Affinität zu Körperpflege oder Ästhetik hat. Auch das wurde meiner Meinung nach überstrapaziert und ist mittlerweile nicht mehr lustig. Neulich gab es aber ne neue Variante, die ich dann wieder witzig fand: Als Howard "Emily oder Cinnamon" spielte, also die anderen raten ließ, ob Raj etwas zu seiner Freundin oder seinem Hund gesagt hat. Aber ständig wollte ich das auch nicht haben.
      Aber bei Sheldon stimme ich nicht zu. Ich finde, der ist der Letzte zu dem eine Beziehung passt. Er will es nicht, Sex interessiert ihn nicht - er findet ihn eher abstoßend, und er ist einfach am witzigsten, wenn er von nem anderen Planeten kommt. Und eine Beziehung mit Penny würde ihn zu "normal" machen. Denn eine Beziehung setzt voraus, dass man sich dem anderen anpasst und Kompromisse eingeht. Aber Sheldon ist witziger, wenn er das nicht tut.
      Letzte Woche kam übrigens wieder eine Folge, in der die Nerds alleine ohne Frauen unterwegs waren - in Feynman's Van. Die hochwissenschaftlichen Ideen, die alle nicht zur praktischen Lösung des Problems, dass eine Schraube sich nicht lösen lässt beitragen waren so witzig! Naja, am Ende klappte es schon, aber nicht so dass es weiter half. Das ist es, was die Serie braucht. Nerds mit überragender Intelligenz und theoretischen Fähigkeiten, die aber im Alltag an der Praxis scheitern. Und Penny machte am Ende klar, dass - bei allen Katastrophen, die an dem Tag geschehen waren, "eine Nacht mit Sheldon verbringen" die schlimmste war.
  • am

    Hallo miteinander!
    Erst einmal zu „Kartoffelkäfer“. Deine Frage bezüglich Sheldons Vater hat Kollegin und Meinugsteillerin „Melrose“ ja schon freundlicherweise beantwortet. Bezüglich Pennys Mutter wurde schon häufiger angedeutet das sie einen leibhaftigen Auftritt in der Serie bekommen soll. Über die eventuelle Besetzung ließ man nichts verlauten. Allerdings hat Miss Cuoco mal erklärt das sie Lisa Kudrow gern in der Rolle hätte weil sie ihre Arbeit sehr bewundert.. Eine definitive Verlautbarung von Seiten des Senders gibt es zur Zeit, soweit ich weiß, aber noch nicht. Ich hoffe mal es geht dir besser. Wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung.
    Zu „Tinkerbell“:Du hast mit so ziemlich allem recht (Zuviel Beziehungen usw.), aber gegen zwei Punkte muss ich mich verteidigen. Zu einem nämlich das ich wie die Autoren der Serie sei, die unbedingt alle unter der Haube haben wollen. Ich war auch eher der Ansicht das dieser ganze Beziehungsschmu eher einen Hemmschuh für die Charactere ist und das ganze häufig in eine Sackgasse manövriert. Als Beispiel möchte ich in diesem Falle Raj nennen. Ich fand immer schon das er von den Autoren am stiefmütterlichsten behandelt worden ist, obwohl man ja durchaus auch Versuche gemacht hatte ihn auszubauen. Es gab da diese Episode in welcher er diesen neuen Himmelskörper entdeckte und sich dann sehr arrogant verhielt. Vielleicht kein nettes Beispiel, aber sie hatte gezeigt das man mit Raj (abseits von seinem „Mutismus“-Running Gag) einiges hätte machen können. Sein Verhalten in der Folge beeinflusste die Aktionen und Reaktionen der anderen, und man konnte sagen das die Episode mehr oder weniger ihm gehörte, was bewies das diese Figur durchaus das Zeug dazu hatte eine ganze Handlung tragen zu können.
    • (geb. 2000) am

      Beobachter, wenn ich deine Beiträge so lese, dann kann ich trotz Darth Vader, Imperium etc. nur zu einem Schluss kommen (und ich meine das durchaus freundlich-liebevoll):

      Du bist in den Tiefen deines Herzens ein Romantiker :-)
      • (geb. 2000) am

        ...das glaube ich auch!
      • (geb. 1964) am

        Ich auch. Aber das ist auch das Problem mit den Autoren - die sind es auch und wollen alle Figuren unter die Haube bringen...
    • (geb. 2000) am

      Ich finde all deine Ausführungen sehr interessant und nachvollziehbar. Bin leider krank und gerade sehr müde, deshalb das nur ganz kurz.
      Die Casting-Leute haben ja schon immer einen Super-Job gemacht. Die Mütter von Sheldon und Leonard finde ich auch klasse ausgewählt.
      Gibt es eigentlich zum gelegentlich vorkommenden Daddy von Penny auch noch eine Mutter? Und was ist mit dem Vater von Sheldon?
      • (geb. 2000) am

        Sheldons Vater ist tot. Deswegen hat doch der Inhaber des "Liquor Stores" wochenlang geweint (Folge 7.09, "The Thanksgiving Decoupling", da erzählt Sheldon das Bernadettes Dad).
      • (geb. 2000) am

        Danke, gebe zu, dass ich die ein oder andere Folge nicht gesehen habe, obwohl ich alle DVDs habe.
    • am

      Komisch. Ich selber bin weder „Asperger“-Patient noch Autist noch mit viel Gehirnschmalz gesegnet aber,….. na ja, ich muss zugeben das für mich Sheldon auch immer der Held der Serie war, obwohl ich eigentlich nur wirklich zwei Dinge mit ihm gemein habe. Die Macke mit der „Drei“(ob ich mir einen Absatz durchlese, oder bei „YouTube“ ein Musikvideo anschaue, ohne es dreimal gemacht zu haben geht es irgendwie nicht) und,… wie er war ich immer schon ein Mann des „Imperiums“. (Jetzt muss man sich im Hintergrund eine schwere maschinelle Atmung vorstellen, Zwinker) Warum ich mich ansonsten mit ihm am Meisten gleichsetzten konnte, weiß ich nicht exakt. Vielleicht weil er, wie ich finde, als fiktive Figur die Versinnbildlichung eines meiner Lieblingszitate von Hemmingway darstellt: „Nur wer seine eigene Melodie besitzt kann auf den Rest der Welt pfeiffen.“ (Grins)

      Zu „Melrose“:
      Hundertprozentig Richtig. Miss Squibb passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu den Beschreibungen die Sheldon immer über seine Omi abgegeben hat. Genauso hatte man sie sich vorgestellt. Sie wirkt einfach durch und durch lieb und das er sie so in Ehren hält wird nun auch außerhalb des verbal- imaginären Aspekts für Unsereins verständlich. Eine wirklich 1-A-Wahl von der Casting-Abteilung.

      Wie erwähnt halte ich auch weiterhin Augen und Ohren auf.

      „Peace out“, und bis demnächst!
      • (geb. 1964) am

        Bei Sheldon sehe ich die Wiederholungen schon als Zwangshandlungen oder eine leichte Form der Zwangsstörung (Obsessive-compulsive disorder), vor allem nach der Episode "Juckreiz im Gehirn", wo er Leonard das so erklärt, dass wie ein Juckreiz im Gehirn für ihn ist, der ihn dazu bringt manche Dinge zu tun, damit er aufhört. Auch die Episode, in der Amy versucht ihn davon zu kurieren passt dazu. Es ist noch nicht so schlimm, dass es ihn in seinem Leben schwer beeinträchtigt, aber teilweise ist es schon an der Schwelle dazu.
        Und was die dunkle Seite angeht... Ein guter Bösewicht gibt einer Story die Würze, das ist klar. Aber abgesehen von dem erzählerischen Aspekt weiß ich nicht was Leute dazu bringt böse Menschen zu bewundern. Und heutzutage ist man schon fast ein Außenseiter wenn man das nicht tut. Aber muss man sich dann über den Zustand der Welt wundern, wenn sie voller Möchtegern Darth Vaders ist? Die einzigen Bösewichter mit denen ich Sympathien habe sind die wildgewordenen Tiere der Serie "Zoo", die einen Aufstand gegen die Tyrannei der Menschen veranstalten, die nicht nur zu ihren eigenen Artgenossen grausam sind, sondern besonders auch gegen Tiere. Denn die wirklich Bösen sind da ja eigentlich die Menschen - manche davon zumindest.
        Das Hemingway Zitat gefällt mir sehr gut. Und die Wahl von June Squibb ebenfalls. Als ich sie zuerst gegoogelt habe kamen erst ein paar Bilder wo sie elegant aussieht... aber inzwischen hab ich auch Bilder von ihr als "apfelbäckige Oma" gefunden, die wirklich schön passen.
    • am

      Zu „Tinkerbell“:
      Das die Figuren in Serien, wie du schriebst, unbedingt immer(!) mit irgendwem verbandelt werden müssen, hat mich mal zurückdenken lassen und da ist mir im Nachhinein aufgefallen wie generell inhaltlich ähnlich sich Serien sind obwohl sie von verschiedenen Sendern oder Produzenten sind. Es gab mal eine Folge von „Eine schrecklich nette Familie“ in welcher die Bundys ein Restaurant besuchen, nicht zahlen können und sich die Kinder verdünnisieren sodass Al und Peggy versuchen mussten aus der Sache heraus zu kommen. In „Die wilden Siebziger“ gab es eine Episode mit dem exakt gleichen Inhalt, nur das es da eben die Clique und nicht die Familie war und es eben Donna und Erik waren die feststeckten. Oder ebenso gab es mal eine Folge in welcher Al in der Klemme steckte weil sein angestammter Friseur verstorben war. Das gleiche Problem hatte Sheldon in „TBBT“ auch schon. Ich habe manchmal den Eindruck als wenn es so etwas wie einen inoffiziellen Storykatalog für Autoren gibt der Themen beinhaltet die standartmäßig immer wieder runtergeleiert werden. Daher wohl auch die Hinwendung zu diesem Beziehungskram. Mit diesen Seifenoperelementen (Ja/Nein-erst wollen sie/dann wieder nicht-dann trennen sie sich weils das Beste ist/ dann kommen sie wieder zusammen, usw. usw.) bekommen die Schreiber die Hälfte bis Dreiviertel einer ganzen Staffel voll ohne sich groß anstrengen zu müssen. Ich denke nicht das da wirklich ein expliziter Zuschauerwunsch hinter steckt sondern eher Bequemlichkeit von Seiten des Stabes. Allerdings ist es auch irgendwie Anzeichen einer gewissen Ideenlosigkeit. Die Trennung von „Shamy“ war z. B. eine gute Sache, aber wenn man diese durchgezogen hätte, dann hätte man sich ja für beide Figuren etwas Neues einfallen lassen müssen. Aber das Thema „Neuerung“ scheint ja leider schon lange begraben. Das Thema „Autismus“ das du angesprochen hast ist beachtenswert. Das Sheldon in betreffenden Foren als Held gefeiert wird ist wirklich interessant. Ich weiß das Mister Parsons selbst die Produzenten fragte ob Sheldon unter dem „Asperger“-Syndrom leiden würde, was aber immer abgewiesen wurde. Aus ihrer Sicht ist er eben einfach nur wunderlich, aber auch wenn wirklich viele Symphtome zutreffen, würden da die Macher bestimmt niemals zustimmen.
      • (geb. 1964) am

        Ich glaube auch, die Produzenten wollen sich die Möglichkeiten offen lassen, dass Sheldon auch mal was macht das untypisch für einen Asperger-Autisten ist. Und sicher wollen sie vermeiden, dass ihnen jemand Diskriminierung vorwirft, denn was die anderen Figuren über Sheldon sagen ist ja meistens nicht nett. Oder wenn er mal etwas tut, das nicht ankommt, dann könnten sich die echten Autisten beleidigt fühlen, wenn "sie" so negativ dargestellt werden. Wobei, gerade gestern gab es wieder eine Episode, als Howard diskriminierende Dinge über Inder und Mexikaner gesagt hat und Raj ihm sagte: "Jetzt hast du 2 Nationalitäten in 1 Atemzug diskriminiert!", worauf Howard sinngemäß meinte: "Das ist ja gar nichts, hast du schon mal mit mir zusammen die olympischen Spiele geschaut?" oder so ähnlich. Die schaffen das wirklich spielerisch im über-politisch korrekten Amerika, wo schon die Andeutung eines Stereotyps Proteststürme hervorruft, so etwas rein zu bringen, ohne dass man ihnen böse deswegen sein kann.
        Bei den wiederkehrenden Stories stimme ich dir zu - es gibt in vielen Sitcoms auch ne Episode wo ein Mann eine Frau (oder umgekehrt) versehentlich nackt sieht und es beiden peinlich ist und sie nicht mehr miteinander sprechen können - typisch amerikanische Prüderie. Aber "eine Beziehung haben" ist jetzt keine so spezifische Situation - das gibt es in tausenden Varianten, und die Beziehung zwischen Sheldon und Amy ist schon anders als andere Beziehungen. Das sehe ich nicht als sich wiederholende Story oder wiederkehrenden Gag. Was mich stört, ist, dass wirklich JEDER so eine Beziehung aufgedrückt bekommt. Als ob es auf der Welt keine Singles gibt die auch Singles bleiben!
      • (geb. 2000) am

        Ganz schlimm damals: "Friends"

        Eigentlich ging's doch allen gut, als Freundesclique und Singles in einer Großstadt. Aber nein, der amerikanische Frauentraum mit Hochzeit nach Kleinmädchenschwärmerei-Plan (Fotoalbum, Liste von Brautmagazinen, alles, was frau sich angeblich in ein Ideenalbum einklebt, seit sie 5 ist) MUSS für die Frauen verwirklicht werden, kreischende Freundinnen inclusive.

        Noch schlimmer in "Sex and The City". Hier wurde das Single-Sein ja noch als Superlebensform angepriesen (stimmt ja auch *g* ich mag's jdf), nur um dann doch am Ende alle unter der Haube zu haben, ausgenommen die "unverbesserliche" Single Samantha. D.h., "nicht zu verbessern". D.h., Heirat ist eine "Verbesserung".

        Auch "Bones", Titelheldin im Sinne von "stark, Frau, Single, klug, Führungskraft" musste unter die Haube und Kinder kriegen.
        Uärx!!
        Ich glaube, US-Serienschreiber haben das einfach im Hirn programmiert, dass es nur so gehen kann.

        Und bei TBBT nervt's mich auch. Team Shenny hin oder her, ich würde mir auch Shenny nicht als Ehe mit Kindern wünschen, sondern eher als selbstbewusstes Power-Couple mit regelmäßigen S*x-Dates, aber in getrennten Wohnungen. Drumherum die Nerds. Aber ich nehme Bernie und Howard aus. Die sind genial zusammen, wobei mir Bernie als Mrs-Wolowitz-Reinkarnation gut gefällt, es ist im Grunde die Weiterführung der Beziehung "Howard & seine Mom".
      • (geb. 1964) am

        @Melrose, ist stimme dir bei allem zu - mit Ausnahme von Shenny - das funktioniert platonisch hervorragend und muss keine sexuelle Beziehung werden. Aber was du über die anderen Serien und deren Schreiber sagst - da triffst du den Nagel auf den Kopf! Beziehung=Norm, und da muss alles rein gepresst werden, auch die schrägsten Nerds bei TBBT.
      • (geb. 2000) am

        @ Thinkerbelle (hervorragender Name übrigens):

        Gimme five! ;-)
    • am

      Hallo!
      Einmal für „Kartoffelkäfer“:
      Bis zur zehnten Staffel ist die Serie sicher vorgeplant. Mister Molaro hat angekündigt das diese auch den Schlusspunt markieren „könnte“. Aber wirklich entschieden ist es so wie es sich anhört noch nicht. Der Punkt „Gagenforderung“ den du angesprochen hast ist da bestimmt auch noch ausschlaggebend. Mir ist was die Besetzung angeht sowieso ein trauriger Verdacht gekommen, welcher mich wirklich schmerzt zu beschreiben. Ich habe den Eindruck, das sie allesamt die Beziehungen zu ihren Figuren schon lange verloren haben. In den ersten Staffeln war das gesamte Spiel kraftvoll, enthusiastisch und man konnte richtig sehen das sie an den Figuren die sie gaben, Spaß hatten. Mittlerweile ist das Ganze, denke ich nur noch eine Pflicht die eben getan werden muss. Es wurde ja schon häufig erwähnt das sie allesamt ziemlich gelangweilt wirken würden. Ich stelle mir mal vor das ein/eine begeisterter/begeisterte Schauspieler/Schauspielerin auch nach der Überwindung neuer Horizonte aus ist. Das wenn z.B. eine neue Idee vorgelegt wird er/ sie sich sagen würde: „Okay, probieren wir es. Mal sehen wie es ankommt und wirkt.“ Für sich selbst, ihre Figur und auch die Show. Mittlerweile ist es aber kein Wunder mehr das sie alle so fest hinter diesen festgefahrenen Zuständen in der Handlung stehen, denn sie brauchen sich dadurch ja nicht mehr groß anstrengen. Dadurch fehlt jetzt etwas was, meiner Meinung nach, der Serie Anfangs mitgeholfen hat Besonders zu sein. Nämlich Herz. Ich denke, die einzigen Gründe warum sie weitermachen sind zu einem die Gagen und das sie eine schöne Zeit mit ihren Kollegen/innen verbringen können. Sie sind ja wirklich alle so dicke miteinander. Ansonsten ist es alles nur noch Routine. Das nach der Verkündung das noch weitere drei volle Jahre folgen sollten die achte Staffel mit einem Darstellerstreik und zähen Gagenforderungen begonnen hatte, war, fand ich schon ein sicheres (schlechtes) Zeichen. Und ja, die Autoren strecken momentan so dass viel Unlogisches bei rauskommt. Das schrieben auch schon andere. Wenn etwas Wichtiges passiert spielt es schon knapp zwei Folgen später keine sonderliche Rolle mehr. Das ist schon recht bezeichnend. Und das Amys Präsenz so stark beschränkt ist, zeigt auch deutlich welcher Teil von „Shamy“ entbehrlicher ist. Ich habe mir mal, was „Entbehrlichkeit“ angeht, da mal folgende hypothetische Situation vorgestellt: Das die Macher Miss Cuoco und Mister Parsons in die Ferien schicken und eine halbe oder auch ganze Staffel nur mit Leonard, Amy, Raj und dem Wollowitz-Ehepaar machen. Ich würde gern mal wissen wie dann die Quoten aussehen würden.
      • (geb. 2000) am

        Kartoffelkäfer(geb. )schrieb am 18.01.2016:

        Vielen Dank für die Aussicht auf die weiteren Folgen. Wie viele Staffeln sind denn momentan geplant? Ich schätze mal, dass das TBBT-Team (wer auch immer das federführend ist) im Moment ein bisschen streckt, denn man kann inhaltlich keinem Ende entgegensehen/schreiben, wenn man noch nicht einmal weiß, wann dieses Ende überhaupt sein wird. Das hängt sicherlich von den Einschaltquoten ab, von den Gehaltsforderungen der Schauspieler ... Und so lange kann man sich ja auch noch offen lassen, wie das Ende gestaltet werden soll. Aber so ist diese Staffel dann schon recht durcheinander und von Brüchen und Ungereimtheiten begleitet.
        • am

          So, und jetzt komme ich wie gewünscht zum „SPOILER-Teil“

          Hier das, was Mister Molaro Anfang des Jahres selbst verlauten ließ (sinngemäß):
          -Raj weiß in seinem Inneren das Emily nicht die Richtige für ihn ist aber die Aussicht wieder allein zu sein ist ihm zu unangenehm.
          -Howard und Bernadette haben Mühe das „Wollowitz“-Haus in ihr eigenes Heim umzuwandeln.
          -Sheldon und Amy gehen es langsamer an.
          - Das die Flitterwochen von Penny und Leonard ein jähes Ende finden da Leonard nicht ehrlich zu seiner Frau gewesen ist und sich herausstellt das Mandy ihm wesentlich näher steht, als er es Penny hat glauben lassen ist ja schon gelaufen.
          -Pennys Vater bekommt einen weiteren Auftritt und Sheldons geliebte Omi wird erstmals leibhaftig in Erscheinung treten.
          In Episode 12 der neunten Staffel sind Penny und Leonard bei einer Psychologin, während Stuart das „Wollowitz“-Haus verlässt und Sheldon und Raj einen Meteoriten entdecken.
          In Episode 13 macht die Truppe einen Ausflug nach Las Vegas wo Sheldon mit Rajs Freundin Emily aneinander gerät.
          In beiden Episoden taucht Amy nur am Rande auf.
          Kleine Anmerkung: Die Autoren lassen Sheldon doch wieder in sein altes Verhaltensmuster zurückfallen, was angesichts des Koitus zwei Folgen zuvor recht seltsam anmutet.

          SPOILER ENDE !!!



          Tschuldigung das es dieses Mal alles etwas holprig daher kommt. Ich hoffe man verzeiht einem unabänderlichen „Shenny“-Shipper.
          Ich halte was die Entwicklungen angeht weiterhin Augen und Ohren auf.
          Bis dann, und „Peace out“.
          • (geb. 2000) am

            SPOILER oder so: Die Meemah, also Sheldons heißgeliebte Omi, wird von June Squibb gespielt, die für mich das Sinnbild einer Apfelbäckchen-Oma ist. Sie hat schon in Ghost Whisperer die Oma gespielt. Sie sieht einfach aus wie eine gütige alte liebe weise Omi. Ich mag sie. Sie passt zu Sheldons Meemah.

        zurückweiter

        Erhalte Neuigkeiten zu The Big Bang Theory direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
        Alle Neuigkeiten zu The Big Bang Theory und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

        Erinnerungs-Service per E-Mail

        TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn The Big Bang Theory online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.

        The Big Bang Theory auf DVD

        Auch interessant…

        Hol dir jetzt die fernsehserien.de App