Traditionell in der dritten Mai-Woche stehen jährlich die New York Upfronts an. Im Umfeld dieser Veranstaltungsreihe, bei der jährlich die Unterhaltungsindustrie aus Los Angeles in die Hauptstadt der US-amerikanischen Werbeindustrie reist, werden von den großen linearen Sendern in der Regel zahlreiche Programmentscheidungen für die im Herbst beginnende, nächste Season verkündet – insbesondere welche Serien eingestellt werden, welche verlängert werden und welche neuen Formate dafür sorgen sollen, dass die Fernsehzuschauer Werbung ansehen.
Standen früher bei den Upfronts die großen, linearen Sender im Zentrum, so laufen mittlerweile die Medienunternehmen mit ihrem gesamten Angebot auf: Broadcast-Networks, Kabelsender und natürlich ihren Streamern.
Die Ausnahme ist zum dritten Mal in Folge das Unternehmen Paramount Global mit seinem Sender CBS: Statt die Werbewirtschaft in einer Großveranstaltung bezirzen zu wollen, will man die Werbetreibenden lieber in kleineren Besprechungen umgarnen – für CBS wurde das neue Programm daher bereits am 15. April vorgestellt (fernsehserien.de berichtete).
Die Upfronts-Termine im Jahr 2026:
Montag, 11. Mai: NBCUniversal (mit NBC, Peacock)
Montag, 11. Mai: FOX
Montag, 11. Mai: Amazon (mit Prime Video)
Dienstag, 12. Mai: The Walt Disney Company (mit ABC, Disney+)
Mittwoch, 13. Mai: WBD (war schon vor dem Kaufangebot von Paramount angesetzt)
Bernd Krannich ist Jahrgang 1974 und erhielt die Liebe zu Fernsehserien quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war Fan früher Actionserien und technikbegeistert, Bernd verfiel den Serien spätestens mit Akte X, Das nächste Jahrhundert und Buffy. Mittlerweile verfolgt er das ganzes Serienspektrum von „The Americans“ über „Arrow“ bis „The Big Bang Theory“. Seit 2007 schreibt Bernd beruflich über vornehmlich amerikanische Fernsehserien, seit 2014 in der Newsredaktion von fernsehserien.de.