„FBI“ und die beiden Ableger bleiben ein wichtiger Ankerpunkt im CBS-Sendeplan
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CBS krempelt sein Programm zur Saison 2026/27 spürbar um und setzt dabei stärker denn je auf etablierte Marken. Besonders auffällig: Der US-Sender plant im Herbst nur noch zwei halbstündige Comedyserien. Branchenbeobachter sprechen bereits von einem historischen Tiefstand für das Network, das traditionell für seine Sitcom-Schiene bekannt ist. Der bisherige Comedyblock am Montag verschwindet komplett, nachdem „The Neighborhood“ endet und „DMV“ abgesetzt wurde.
Stattdessen baut CBS seine Abende konsequent um vier große Franchise-Blöcke herum. Montags dominiert künftig das „FBI“-Universum, dienstags bleibt der Abend fest in der Hand von „Navy CIS“ und freitags setzt der Sender weiter auf die Welt von „Fire Country“. Am Donnerstag entsteht zudem ein Serienblock aus Produktionen der „Good Wife“-Schöpfer Robert King und Michelle King.
Auffällig ist dabei auch, wer zunächst fehlt: Die bisherigen Herbst-Stützen „Ghosts“ und „Matlock“ werden erst zur Midseason zurückkehren, ebenso das Prequel „NCIS: Origins“. Auch die US-Adaption von „Einstein“ mit „Criminal Minds“-Veteran Matthew Gray Gubler soll erst im Winter oder Frühjahr starten. Neu im kommenden TV-Jahr sind unter anderem die Dramaserien „NCIS: New York“, „Cupertino“ und „Eternally Yours“.
Am Sonntag hält CBS dagegen bewusst an Bewährtem fest. „Tracker“ geht in sein drittes Jahr und bleibt gemeinsam mit dem noch jungen Format „Marshals“ hinter dem traditionsreichen Magazin „60 Minutes“ platziert. Auch der Freitag bleibt nahezu unverändert: Die Kombination aus „Sheriff Country“, „Fire Country“ und „Boston Blue“ soll weiterhin für stabile Quoten sorgen.
Die drei neuen Serien
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„NCIS: New York“ führt eine vertraute Figur zurück ins Rampenlicht. Der legendäre NCIS-Agent Sam Hanna (LL Cool J) kehrt in seine Heimatstadt New York zurück und schließt sich dort dem örtlichen Außeneinsatzteam an. Gemeinsam mit einem unkonventionellen neuen Partner („Hawaii Five-0“-Star Scott Caan) soll er ein frisches Team aufbauen und riskante Missionen übernehmen, um eine der bedeutendsten Städte und Hafenregionen der Welt zu schützen.
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Mit „Eternally Yours“ wagt CBS parallel einen Ausflug ins Comedy-Genre – wenn auch mit ungewöhnlicher Ausgangslage. Im Mittelpunkt steht ein Ehepaar, das seit 500 Jahren verheiratet ist: Charles (Ed Weeks) und Liz (Allegra Edwards) sind Vampire, deren einst leidenschaftliche Beziehung längst in Routine erstarrt ist. Gemeinsam mit ihrem exzentrischen Vampirzirkel leben sie im heutigen Seattle ein scheinbar endloses, aber wenig aufregendes Leben. Erst als der menschliche Freund ihrer Tochter auftaucht, gerät die eingefahrene Dynamik ins Wanken und zwingt das Paar, sich der Frage zu stellen, ob ihre Liebe tatsächlich für die Ewigkeit bestimmt ist.
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Das Justizdrama „Cupertino“ spielt im Zentrum des Silicon Valley und erzählt die Geschichte eines Anwalts (Mike Colter), der von seinem ehemaligen Arbeitgeber – einem Tech-Startup – um seine Aktienoptionen gebracht wird. Statt sich geschlagen zu geben, verbündet er sich mit einer ebenfalls entlassenen Kollegin (Rachel Keller) und beginnt, gegen mächtige Technologieunternehmen vorzugehen. Gemeinsam vertreten sie Mandanten, die sich von der Elite der Branche benachteiligt fühlen. Verantwortlich für das Projekt sind die Produzenten Robert und Michelle King, die als Showrunner fungieren und seit Jahren zu den prägenden Köpfen hinter erfolgreichen CBS-Dramaserien zählen.