Einzeldokumentationen, Folge 76⁠–⁠100

  • Folge 76 (20 Min.)
    Ist Geld gerecht verteilt? Sollten Reiche mehr Steuern zahlen? Leon Windscheid bringt Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Hintergründen zusammen – vom Millionär bis zum Rentner. Rund 17 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut bedroht. Das sind mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Gleichzeitig werden Schätzungen zufolge hierzulande jährlich circa 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt. Was ist gerecht, und was ist ungerecht? Prof. Detlef Fetchenhauer forscht zum Thema Gerechtigkeit und liefert spannende Erkenntnisse darüber, welche Faktoren Einfluss auf unser subjektives Gerechtigkeitsempfinden haben und wie wir einen gesunden Umgang damit finden können. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 27.05.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 03.07.2025 ZDF
  • Folge 77 (19 Min.)
    Wer ist schöner, schneller, klüger, hat einen besseren Job? Egal, was wir tun, wir werden immer miteinander verglichen. Tun uns Vergleiche gut oder schaden sie mehr, als wir denken? Die eineiigen Zwillinge und Profi-Fußballerinnen Dina und Katja werden schon ihr ganzes Leben lang miteinander verglichen – von andern und von sich selbst. Wie ist es, ständig gemessen zu werden und welche Rolle können Vergleiche bei der Karriere spielen. Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem wir Menschen uns nicht vergleichen. Dina und Katja Orschmann erzählen Moderatorin Lisa Budzinski, wann sie Vergleiche belastet haben, welche Rolle Vergleiche in ihrer Fußballkarriere gespielt haben und wie sie gelernt haben, aus Vergleichen einen positiven Nutzen zu ziehen. Oft heißt es ja, man solle sich nicht mit anderen Menschen vergleichen. Psychologie-Professor Nexhmedin Morina von der Uni Münster sieht das anders. Vergleiche seien besser als ihr Ruf und spielen in unserem Sozialleben und unserer persönlichen Entwicklung eine wichtige Rolle. Wenn wir uns richtig vergleichen, können Vergleiche uns sogar weiterbringen. Deshalb verrät Lisa in diesem Film ein paar Tipps, die uns helfen können, uns so zu vergleichen, dass es uns guttut. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 01.07.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Mo. 18.08.2025 ZDF
  • Folge 78 (20 Min.)
    Machen uns frühere Erfahrungen und Kindheitstraumata automatisch beziehungsfähig? Leon spricht für mit Menschen, die sich als beziehungsunfähig bezeichnen. Ist Veränderung möglich? In einem Sozialexperiment berichten Menschen von ihren traumatischen Kindheitserfahrungen, Selbstzweifeln und Bindungsängsten. Von Prof. Franz Neyer erfährt Leon, wie sehr frühe Prägungen spätere Beziehungen beeinflussen können. Sind wir wirklich „Generation beziehungsunfähig“? Und wenn ja, woran liegt das? Die Menschen, die Psychologe Leon Windscheid für dieses Experiment befragt, sagen von sich selbst, sie seien beziehungsunfähig. Sie teilen ihre persönlichen Geschichten über ihr erlebtes Trauma in der Kindheit und die dadurch entstandene Bindungsangst sowie den entstandenen Selbstzweifeln. Es wird deutlich, wie vielfältig die Gründe für solche Gefühle sein können. Dabei entsteht ein bewegender Austausch über Herausforderungen, Hoffnung und die Fähigkeit, wieder Vertrauen in Beziehungen zu finden. Zusammen mit Franz Neyer, Professor für Persönlichkeitspsychologie, geht Leon der Frage nach, welchen Zusammenhang es zwischen unseren früheren Erfahrungen und den späteren Beziehungen gibt. Wie wirken sich unsere Denk- und Verhaltensmuster darauf aus? (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 22.07.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 21.08.2025 ZDF
  • Folge 79 (45 Min.)
    ADHS wird zur Superkraft erklärt oder zum Grund für ständiges Scheitern. Viele fühlen sich betroffen. Aber ist es vielleicht nur ein Hype? Das will Psychologe Leon Windscheid wissen. Vor zwei Jahren macht Lola Weippert ihre ADHS-Diagnose öffentlich. Sie bezeichnet ADHS als ihre Superpower. Lola arbeitet als Moderatorin, Model und Autorin. Mit Leon spricht sie über die positiven, aber auch die Schattenseiten des „ADHS-Hype“. Leon Windscheid spricht darüber mit Prof. Dr. Alexandra Philipsen, einer weltweit anerkannten ADHS-Expertin. Wie verändert Social Media ihre Forschung? Zwar gibt es klare Diagnoseleitlinien – doch die Symptome sind vielfältig. Wo endet das Normale, wo beginnt die Störung? Mit dem Persönlichkeitspsychologen Prof. Marcus Roth diskutiert Leon, was „normal“ überhaupt bedeutet. Werden ADHS-Symptome heute zu leichtfertig diagnostiziert? Welche Rolle spielen dabei Selbstdiagnosen? Dass ADHS immer noch nicht vollständig verstanden wird, zeigt sich an der Medikamentenwahl: Es gibt keinen Marker, der vorhersagt, welches Medikament am besten hilft. Die Psyche ist komplex, geprägt von Umfeld, Traumata und Persönlichkeit. Klar ist inzwischen: ADHS ist längst nicht mehr nur das Bild des klassischen Zappelphilipp. Mädchen und Erwachsene sind genauso betroffen wie kleine Jungs. In einem Studioexperiment erlebt Leon hautnah, wie es sich anfühlt, ADHS zu haben. Für manche bedeutet die Diagnose Erleichterung, für andere ist sie längst Alltag. Leon Windscheid begegnet in dieser Folge den vielen Gesichtern von ADHS – den positiven, aber auch den Schattenseiten. Und er stellt sich die Frage: Haben jetzt alle ADHS? Teil des ZDF-Programmschwerpunkt „Psychisch stark – Wege aus der Depression“ (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.10.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 12.10.2025 ZDF
  • Folge 80 (15 Min.)
    Entscheidet unsere Nase, wen wir mögen oder nicht? Düfte beeinflussen unser Leben und unsere Beziehungen oft mehr, als wir tatsächlich bewusst wahrnehmen. Was heißt das für die Partnersuche? Lisa Budzinski fragt sich, warum wir manche Menschen gut oder gar nicht „riechen können“. Riechen beginnt bereits im Mutterleib. Ein Embryo kann schon etwa ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel ungefähr anfangen zu riechen und Gerüche wahrzunehmen. Dr. Laura Schäfer aus Dresden erforscht seit Jahren, warum unser Geruchssinn so wichtig für unsere sozialen Beziehungen ist. Studien zeigen zum Beispiel, dass das Stresslevel sinkt, wenn man den Geruch seiner Mutter – tatsächlich auch im Erwachsenenalter – wahrnimmt. Oder den Geruch eines Partners oder einer Partnerin, wenn diese zum Beispiel länger abwesend ist. Dass wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Auf genetischer Ebene ist es tatsächlich so, dass man sich eher jemanden suchen würde, der ein anderes genetisches Profil hat als man selbst. Gerade wenn es zum Beispiel um Dating oder Partnerwahl geht, würde man vermutlich zunächst das als interessant empfinden, was sich vom eigenen Körpergeruch unterscheidet. Das ist heutzutage allerdings schwierig, weil der natürliche Geruch oft durch Deos und andere Produkte überlagert wird. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 16.10.2025 ZDF
  • Folge 81 (45 Min.)
    Leistung trotz innerer Leere – häufig ist da die Rede von einer hochfunktionalen Depression. Was steckt da aus wissenschaftlicher Sicht dahinter? Psychologe Leon Windscheid geht dem nach. Depression hat viele Gesichter: Jan Ullrich, Tour-de-France-Sieger und einstiger Nationalheld, spricht über seine psychischen Tiefpunkte. Er war immer auf Leistung programmiert. Heute sagt er, dass er viel zu lange damit gewartet habe, sich Hilfe zu holen. Im Netz machen Begriffe wie Smiling Depression oder hochfunktionale Depression die Runde. Mit Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, bespricht Leon Windscheid, wie sinnvoll solche Zuschreibungen sind. Warum können manche Menschen ihre Traurigkeit oder Leere besonders gut verstecken? Häufig liegen die Gründe in der eigenen Biografie: Wer früh gelernt hat, immer nur stark zu sein, übergeht oft die eigenen Gefühle, weiß die Psychologin Prof. Eva-Lotta Brakemeier von der Universität Greifswald. In Gesprächen mit weiteren Betroffenen zeigt die Folge, wie unterschiedlich Depressionen aussehen können. Was alle vereint, ist der Wunsch, offen darüber zu sprechen und anderen Mut zu machen. Denn niemand muss mit der Erkrankung allein bleiben – und es gibt Wege, die helfen hinaus zu finden. Teil des Programmschwerpunkts „Psychisch stark – Wege aus der Depression“ (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.10.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 19.10.2025 ZDF
  • Folge 82 (45 Min.)
    Marc lebt seit 12 Jahren im Wald. Psychologe Leon Windscheid besucht ihn im Odenwald und will wissen, wieso er so einen radikalen Schritt gegangen ist, und was der Wald für ihn verändert hat. Naturfotografin Ulla Lohmann hat nach dem Suizid ihres Vaters oft im Wald nach Antworten gesucht. Heute ist der heimische Wald für sie ein Ruheort, Energiegeber und Abenteuerspielplatz. Der Wald ist tief in uns Deutschen verankert. Das zeigen Geschichte, Mythen und Märchen und auch die Popkultur. Was der Wald mit uns Menschen macht und warum er uns Menschen – auch unserer Psyche – guttut, bespricht Leon Windscheid mit der Umweltmedizinerin Dr. Daniela Haluza aus Wien. Sie forscht zu Green Public Health und erklärt, warum der Wald ein Bestandteil der Vorsorgemedizin werden sollte: als Entstressor in einem stressigen, immer digitaler werdenden Leben. Studien haben gezeigt, dass schon 15 bis 20 Minuten im Wald einen positiven Effekt auf uns haben können. Auch Marc ist in den Wald gegangen, um wieder zu sich selbst zu finden und gesund zu werden. Depressionen und Burnout haben ihm gezeigt, dass er nicht mehr weiterleben kann wie zuvor. Der Wald war sein Rettungsanker. Wie sehr der Wald Einfluss auf uns nimmt, erklärt auch Prof. Dr. Simone Kühn, Leiterin des Forschungsbereichs Umweltneurowissenschaften des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin. Sie zeigt uns ihre Studienergebnisse ganz plastisch am MRT-Scanner – wie sich der Einfluss des Waldes positiv auf unsere Gehirne auswirkt. Denn gerade in einer immer urbaner werdenden Welt ist es wichtig, der Natur Platz in der Stadt zu geben – für unsere Gesundheit. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.10.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 26.10.2025 ZDF
  • Folge 83 (20 Min.)
    Der Tod gehört zum Leben, aber im Alltag blenden wir das häufig einfach aus. Warum ist das so? Psychologe Leon Windscheid fragt: Was ist die Psychologie hinter dem Ende des Lebens? In einem Sozialexperiment spricht Psychologe Leon Windscheid mit Menschen darüber, was sie noch alles tun wollen, bevor sie sterben. Von der Palliativmedizinerin Prof. Claudia Bausewein erfährt Leon, was sterbende Menschen am Ende am meisten bereuen. Leon Windscheid geht der Frage nach, ob am Ende ein gutes Leben die beste Voraussetzung für ein möglichst gutes Sterben ist. Denn der Tod gehört zum Leben. Jedoch ist im Alltagsstress oft kein Platz für Gedanken an den Tod, vielleicht erst recht nicht, wenn es um den eigenen Tod geht. Aber ist das gut? Oder wäre es nicht besser, wenn wir uns mehr mit dem eigenen Tod und somit auch unserem „restlichen“ Leben auseinandersetzen? Welche Erlebnisse warten noch auf uns? Macht erst der Tod das Leben lebenswert? Und können wir durch die Auseinandersetzung mit dem Tod letztendlich sogar fürs Leben profitieren? (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 27.10.2025 ZDF
  • Folge 84 (40 Min.)
    In einem Studioexperiment erfährt Psychologe Leon Windscheid von den Teilnehmenden, wie unterschiedlich Menschen reale Krisen erleben und verarbeiten.
    Kriege, Krisen, Katastrophen – müssen wir auf den Ernstfall vorbereiten sein? Psychologe Leon Windscheid trifft Menschen, die das Preppen zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Konstantin Barz will für fast jedes erdenkliche Szenario gewappnet sein und trägt stets Ausrüstung für mehrere Tage mit sich. Leon begleitet ihn in ein simuliertes Katastrophenszenario und erfährt, warum Konstantin sich vorbereitet und wovor er sich fürchtet. Zusammen mit dem Kultur- und Sozialwissenschaftler Dr. Julian Genner untersucht Leon Windscheid, warum Preppen in Zeiten großer Unsicherheit immer populärer wird. Dr. Genner beschreibt, wie diese intensive Vorsorge nicht nur Ängste reduziert, sondern sie paradoxerweise oft sogar verstärkt. Auch der Blick ins Ausland zeigt, dass Preppen längst nicht mehr nur ein Randphänomen ist – in den USA entwickelt sich daraus eine milliardenschwere Industrie, in der selbst Tech-Milliardäre Luxusbunker kaufen. In Lüneburg begleitet Leon zudem Reservisten bei einer militärischen Übung. Was motiviert Menschen, freiwillig militärische Fähigkeiten zu trainieren? Ist dies eine sinnvolle Vorbereitung oder ein Zeichen der Unsicherheit gegenüber staatlichen Schutzstrukturen? Prof. Dr. Julia Asbrand ergänzt die Folge mit psychologischen Perspektiven: Wie verändern Krisen die Psyche einer ganzen Generation, und welche gesellschaftlichen Maßnahmen könnten uns allen helfen, mit globaler Unsicherheit besser umzugehen? Ein Studioexperiment zeigt schließlich eindrucksvoll, wie unterschiedlich Menschen reale Krisen erleben und verarbeiten – und macht deutlich: Ob individuelles Preppen oder gemeinschaftliche Lösungen, es geht letztlich um das Gefühl, Kontrolle zurückzugewinnen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 10.11.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 23.11.2025 ZDF
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 30.11.2025
  • Folge 85 (45 Min.)
    Personaltrainer Torsten Prix (l.) spricht mit Leon Windscheid (r.) über seine Binge-Eating-Störung und sein Leben zwischen ständigem Zu- und Abnehmen.
    Wie eng hängen Ernährung und Psyche zusammen? Warum fällt es vielen schwer, ihr Essverhalten zu kontrollieren? Psychologe Leon Windscheid und die Macht der Ernährung über unsere Psyche. Leon trifft Torsten Prix, der an einer Binge-Eating-Störung leidet. Torsten wiegt über 200 Kilo. Er beschreibt Essen als seinen besten Freund und schlimmsten Feind zugleich. Essen wird für ihn zur Bewältigungsstrategie – und zur Belastung. Die Neurologin Dr. Sharmili Edwin Thanarajah vom Universitätsklinikum Frankfurt zeigt Leon Windscheid, wie unser Gehirn auf fettige und süße Nahrung reagiert – und warum schon kleine Mengen solcher Lebensmittel das Belohnungssystem umprogrammieren können. Ihr Forschungsansatz macht deutlich: Unser Essverhalten beeinflusst die Psyche – und umgekehrt bestimmt unser psychischer Zustand mit, was und wie wir essen. Ein Kreislauf, der sich oft unbemerkt verselbständigt. Doch wie sehr ähnelt dieses Verhalten einer Sucht? Der Ernährungspsychologe Dr. Adrian Meule forscht zu Essstörungen und warnt davor, Betroffene vorschnell als „esssüchtig“ abzustempeln und so ihr Verhalten zu stigmatisieren oder Verantwortung abzuschieben. Der Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Guido Ritter erklärt außerdem, welche Rolle die Lebensmittelindustrie dabei spielt, dass wir immer häufiger und immer unbewusster essen – und wie gezielt durch Konsistenz, Klang und Zusatzstoffe Bedürfnisse erzeugt werden. In einem Studioexperiment mit Leon Windscheid treffen Menschen zusammen, die mit Essanfällen, Diäten oder Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Sie zeigen, wie emotional, schambesetzt und oft wenig verstanden das Thema noch immer ist – und wie sehr es uns alle betrifft. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 24.11.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 23.11.2025
  • Folge 86 (20 Min.)
    Junge Menschen stehen unter massivem Druck – durch Krisen, Erwartungen und Selbstoptimierung. Das Sozialexperiment zeigt ihre Realität: Warum sind sie heute die unglücklichste Generation? Neue Studien zeigen: Junge Menschen sind heute die unglücklichste Altersgruppe in Deutschland. Der Film begleitet Psychologe Dr. Leon Windscheid bei Gesprächen mit Betroffenen, die offen über den Druck sprechen, unter dem sie stehen – und wie sie damit umgehen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF
  • Folge 87 (20 Min.)
    In einem Sozialexperiment stellen sich Mutter-Kind-Paare den eigenen Schuldzuweisungen und suchen nach Ursachen für unterschiedliche psychische Erkrankungen wie Anorexie, Depression und ADHS. Mother-Blaming ist tief in der Gesellschaft verankert. Studien zeigen: Mütter empfinden bei Konflikten zwischen Beruf und Familie häufiger Schuld als Väter – besonders bei traditionellen Rollenbildern. Das Experiment hinterfragt diese Muster und sucht nach neuen Perspektiven. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF
  • Folge 88 (25 Min.)
    Presenter Leon Windscheid.
    Du wirst verletzt – und statt Mitgefühl bekommst du Schuldzuweisungen. Der Film zeigt, wie tief Victim Blaming Betroffene trifft. Victim Blaming trifft viele und verstärkt das Leid der Betroffenen. Im Film sprechen Menschen über ihre Erfahrungen. Sie wollen aufklären, verstehen, woher die Schuldzuweisungen kommen und anderen Mut machen, sich nicht länger selbst die Schuld zu geben. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 01.12.2025 ZDF
  • Folge 89 (30 Min.)
    Das Thema ADHS bewegt. Was haben die sozialen Netzwerke damit zu tun, und wann liegt wirklich eine krankhafte Störung vor? Das will Psychologe Leon Windscheid herausfinden. Dafür trifft er neben Expertinnen und Experten auch Lola Weippert, die offen über ihre ADHS-Erkrankung spricht. Lola Weippert, Moderatorin, Model und Autorin, bekam vor zwei Jahren ihre Diagnose und machte sie öffentlich. Lange Zeit dachte sie, sie müsse sich ändern. Heute bezeichnet sie ADHS als ihre Superpower. Mit Leon Windscheid spricht sie sowohl über die positiven als auch negativen Seiten des „ADHS-Hypes“. Zwar gibt es klare Diagnoseleitlinien bei ADHS, doch die Symptome sind vielfältig. Menschen mit ADHS haben unter anderem ein höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken. Unter anderem darüber spricht Leon Windscheid mit der weltweit anerkannten ADHS-Expertin Prof. Alexandra Philipsen. Klar ist: Das Bild des klassischen Zappelphilipps ist passé. Von ADHS sind auch Mädchen und Erwachsene betroffen. Wo endet das Normale, wo beginnt die Störung? Was bedeutet normal überhaupt? Werden ADHS-Symptome heute zu leichtfertig diagnostiziert? Und welche Rolle spielen dabei Selbstdiagnosen? Darüber diskutiert Leon Windscheid mit dem Persönlichkeitspsychologen Prof. Marcus Roth. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 ZDF
  • Folge 90 (15 Min.)
    ADHS wird zur Superkraft erklärt oder zum Grund für ständiges Scheitern. Viele fühlen sich betroffen. Aber ist es vielleicht nur ein Hype? Das will Psychologe Leon Windscheid wissen. In einem Studioexperiment erlebt Leon hautnah, wie es sich anfühlt, ADHS zu haben. Für manche bedeutet die Diagnose Erleichterung, für andere ist sie längst Alltag. Leon Windscheid begegnet in dieser Folge den vielen Gesichtern von ADHS – den positiven, aber auch den Schattenseiten. Und er stellt sich die Frage: Haben jetzt alle ADHS? (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 ZDF
  • Folge 91 (15 Min.)
    Können Geiseln Verständnis oder Sympathie für ihre Entführer entwickeln? Ein Banküberfall in den Siebzigern prägte den Begriff „Stockholm-Syndrom“, der bis heute in der Kritik steht. Wie reagieren Menschen in Extremsituationen? Bei der Geiselnahme am Norrmalmstorg sorgte Geisel Kristin Enmark für Schlagzeilen: Sie soll sich in Entführer Clark Olofsson verliebt haben. Noch heute lohnt sich ein Blick auf ihre Geschichte. Das, was als Stockholm-Syndrom weltberühmt wurde, ist bis heute keine offizielle Diagnose und in keinem medizinischen Standardwerk zu finden. Psychologe Leon Windscheid zeigt den Mechanismus auf, bei dem Opfer von Geiselnahmen oder Entführungen Verständnis, Sympathie oder gar Identifikation mit den Tätern entwickeln und mit ihnen kooperieren. Was wie Zuneigung aussieht, ist eigentlich ein Überlebensreflex des Gehirns. Beim sogenannten Stockholm-Syndrom spielte auch die Presse, die damals live berichtete, eine große Rolle. Die „verliebte Geisel“ – eine perfekte Schlagzeile. Doch warum richtet sich der Blick häufig auf die Frauen? Die Psychologin Dr. Maggie Schauer weiß: Wir schützen uns vor der Vorstellung, dass es jedem passieren kann. Victim Blaming entsteht oft genau dann – aus Vermeidung und Angst, uns mit dieser Realität auseinanderzusetzen. Um die Faszination für „Bad Boys“ nachzuvollziehen, muss man gar nicht erst mit einem Straftäter zusammen sein. Sie zeigt sich längst im Alltag – in Filmen, Serien. Die Dark-Romance-Literatur boomt: Geschichten, die Gewalt, Kontrolle und toxische Beziehungen romantisieren. Es geht um Macht, Kontrolle und Begehren. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 21.12.2025 ZDF
  • Folge 92 (15 Min.)
    Über den weiblichen Orgasmus wird wenig gesprochen. Das kann die Unsicherheiten in Beziehungen verstärken, und auch das Allgemeinwissen leidet darunter. In einem Sozialexperiment bringt Psychologe Leon Windscheid fremde Menschen miteinander ins Gespräch. Diese Folge von Terra „Xplore“ zeigt, wie wertvoll und augenöffnend es sein kann, die gelernte Scham zu überwinden und offen über das Thema Sex zu kommunizieren. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 27.12.2025 ZDF
  • Folge 93 (30 Min.)
    Bin ich gut im Bett? Diese Frage stellen sich viele Menschen und Leon Windscheid will bei einer Straßenumfrage wissen, woran wir guten Sex ausmachen und was dabei überhaupt wichtig ist.
    Der Mann kann immer: Werbung, Pornos und Popkultur prägen dieses Verständnis von Männlichkeit. Was passiert, wenn aus Lust Pflicht wird, Zweifel entstehen und niemand darüber spricht. Leon Windscheid trifft Max. Im Gespräch erzählt er, wie ihn Performancedruck lähmte – Dating-Erfahrungen endeten in Erektionsproblemen, Scham und Selbstzweifeln. Erst ein ehrliches Gespräch mit seinem besten Freund Jona veränderte alles. Der Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers erklärt Leon Windscheid, wie Rollenmuster, Leistungsdenken und Pornografie unser Selbstbild im Bett prägen. Und warum guter Sex nichts mit Kontrolle zu tun hat, sondern mit Vertrauen und Kommunikation. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF
  • Folge 94 (15 Min.)
    Ein Experiment mit jungen Männern zeigt, wie stark gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit und Sex das eigene Selbstverständnis beeinflussen. Selbst wer das kritisch sieht, kann sich oft davon nicht freimachen. Ein ehrlicher Austausch über Prägungen, Unsicherheiten und den Wunsch, einfach man selbst sein zu dürfen. Mit aktuellen Einblicken aus der Wissenschaft und überraschend ehrlichen Momenten. Diese Episode liefert spannende Erkenntnisse zum Tabuthema männliche Lust. Sie macht Mut, alte Vorstellungen zu hinterfragen und ein neues Bild von Lust zuzulassen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF
  • Folge 95 (15 Min.)
    Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas.
    „Hysterisch“ sagen wir noch heute. Einst war Hysterie aber eine medizinische Diagnose. Leon Windscheid erzählt die Geschichte von Hysterie, Geschlechterbildern und Medical Gaslighting. Paris im 19. Jahrhundert: Die junge Augustine liegt krampfend im Hörsaal, umringt von Ärzten und Kameras. In der Salpêtrière-Klinik wird die Diagnose Hysterie zur Show. Warum galt die Hysterie damals als Frauenkrankheit und wie prägt sie bis heute unser Denken? Über Jahrtausende galt Hysterie als Erklärung für unerklärliche Symptome – hauptsächlich bei Frauen wie der 15-jährigen Augustine. Ihre Anfälle, die der Neurologe Jean-Martin Charcot als „grande hystérie“ beschreibt, werden öffentlich zur Schau gestellt. Die Diagnose Hysterie sagt viel aus über Macht, Medizin und Geschlechterrollen. Ihre Geschichte reicht von Mythen über eine „wandernde Gebärmutter“ bis hin zu radikalen medizinischen Eingriffen. „Hysterie ist gewissermaßen die Krankheit der Hyper-Weiblichkeit im 19. Jahrhundert“, weiß die Medizinhistorikerin Professorin Karen Nolte, die intensiv zur Geschichte der Psychiatrie forscht. Leon Windscheid zeigt, wie diese Denkmuster bis heute wirken – etwa im Medical Gaslighting, wenn Beschwerden nicht ernst genommen werden. Trotz moderner Medizin bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede fort: Medikamente werden seltener an Frauen getestet, Symptome anders bewertet. Der Gender Health Gap Report macht deutlich, wie sehr medizinische Ungleichheit unsere Gesundheit bis heute prägt. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 ZDF
  • Folge 96 (30 Min.)
    Konstantin Barz (l.) erklärt Leon Windscheid (r.) wie er sich auf Krisen und Kriege vorbereitet, wovor er sich fürchtet und wie er zum Preppen gekommen ist.
    Kriege, Krisen, Katastrophen – müssen wir auf den Ernstfall vorbereiten sein? Psychologe Leon Windscheid trifft Menschen, für die Preppen zum Lebensinhalt gehört. Einer von ihnen ist Konstantin Barz, der für jedes erdenkliche Szenario gerüstet sein will und immer essenzielle Ausrüstung für mehrere Tage dabei hat. Leon Windscheid begleitet Konstantin Barz in ein simuliertes Katastrophenszenario. Er erfährt, warum Barz sich vorbereitet und wovor er sich fürchtet. Zudem untersucht Windscheid mit dem Kulturwissenschaftler Julian Genner, warum Preppen in unsicheren Zeiten immer populärer wird. Das Paradoxe dabei: Intensive Vorsorge reduziert nicht nur Ängste, sondern kann sie oft sogar verstärken. Auch der Blick ins Ausland zeigt, dass Preppen längst kein Randphänomen mehr ist: In den USA entwickelt sich eine milliardenschwere Industrie, in der selbst Techmilliardäre Luxusbunker kaufen. In Lüneburg begleitet Leon Windscheid Reservisten bei einer militärischen Übung. Was motiviert Menschen, freiwillig militärische Fähigkeiten zu trainieren? Und wie sinnvoll ist so eine Vorbereitung auf eine Katastrophe? (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 ZDF
  • Folge 97 (15 Min.)
    In einem Studioexperiment erfährt Leon Windscheid (r.) von den Teilnehmenden, wie unterschiedlich Menschen reale Krisen erleben und verarbeiten.
    Ein Studioexperiment mit ganz unterschiedlichen Menschen enthüllt: Krisen treffen uns verschieden. Preppen oder Teamwork – entscheidend ist das Gefühl, die Kontrolle zurückzuerlangen. Wie gehen unterschiedliche Menschen mit realen Krisen um und verarbeiten sie? Ob individuelles Preppen oder gemeinschaftliche Lösungen, es geht letztlich um das Gefühl, einen Umgang zu finden und die Kontrolle zurückzugewinnen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 ZDF
  • Folge 98 (30 Min.)
    Torsten Prix kämpft mit Binge-Eating: Über 250 Kilo, Essen als Bewältigung. Psychologe Leon Windscheid erklärt, warum Maß schwerfällt und wie eng Ernährung und Psyche verbunden sind. Prix beschreibt Essen als Freund und Feind zugleich. Neurologin Sharmili Edwin Thanarajah zeigt, wie fettige und süße Nahrung das Belohnungssystem verändert. So beeinflussen sich Psyche und Essverhalten gegenseitig in einem oft unbemerkten Kreislauf. Ernährungspsychologe Adrian Meule betont, dass suchtähnliches Essverhalten zwar Parallelen zu Abhängigkeiten aufweise, Betroffene aber nicht vorschnell als esssüchtig bezeichnet werden sollten, um Stigmatisierung zu vermeiden. Essstörungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel psychologischer, biologischer und sozialer Faktoren. Zudem erklärt Lebensmittelchemiker Guido Ritter, wie die Lebensmittelindustrie Produkte gezielt so gestaltet, dass sie durch Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur besonders attraktiv wirken und Bedürfnisse auslösen. Dadurch essen viele Menschen häufiger und unbewusster, weil solche Lebensmittel das Belohnungssystem stark aktivieren. Das Zusammenspiel aus individueller Anfälligkeit und industriellen Strategien beeinflusst unser Essverhalten tiefgreifend und kann zu Kontrollverlust führen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 15.02.2026 ZDF
  • Folge 99 (30 Min.)
    Der ehemalige Radrennprofi Jan Ullrich (r.) spricht mit Psychologe Leon Windscheid (l.) über seine psychischen Tiefpunkte und wie er es wieder raus geschafft hat.
    Depression hat viele Gesichter: Manche Menschen funktionieren nach außen perfekt, sind innerlich aber leer. „Terra Xplore“ fragt, was hinter der sogenannten hochfunktionalen Depression steckt. Psychologe Leon Windscheid trifft den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich. Der Tour-de-France-Sieger erzählt von Leistungsdruck, dem Absturz nach der Karriere und warum er zu lange wartete, sich Hilfe zu holen. Heute spricht er offen über seine Depressionen. Einige Betroffene können ihre Traurigkeit oder innere Leere besonders gut verbergen. Die Ursachen liegen oft in der eigenen Biografie: Wer früh lernt, immer stark zu sein, übersieht eigene Gefühle, erklärt Psychologin Prof. Eva-Lotta Brakemeier von der Universität Greifswald. Im Netz zirkulieren Begriffe wie Smiling Depression oder hochfunktionale Depression, die Betroffene beschreiben, aber keine offiziellen Diagnosen darstellen. Von Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, erfährt Leon Windscheid, wie solche Zuschreibungen wissenschaftlich einzuordnen sind, warum sie zugleich helfen und schaden können. Und weshalb Aufklärung wichtig ist, um Depressionen früher zu erkennen und offen darüber zu sprechen. Das Ziel: viel Verständnis für Betroffene und weniger Stigmatisierung zu erreichen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ZDF
  • Folge 100 (15 Min.)
    Im Sozialexperiment spricht Psychologe Leon Windscheid (r.) mit den Teilnehmenden über Depression und wie unterschiedlich diese Erkrankung aussehen kann und vor welche Herausforderung sie die Menschen stellt.
    Millionen Menschen erkranken in Deutschland im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Nach außen funktionieren manche noch perfekt, obwohl sie innerlich leer sind. Im Sozialexperiment zu hochfunktionaler Depression spricht Leon Windscheid mit Betroffenen. Die Folge zeigt, wie unterschiedlich Depressionen erlebt werden und warum Offenheit wichtig ist. Was alle Teilnehmenden vereint, ist der Wunsch, sich auszutauschen, um anderen Mut zu machen. Denn niemand muss in einem seelischen Tief alleine bleiben. Es gibt Wege, die aus der Depression führen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ZDF

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