Seriencamp Festival 2019 lockt mit reichhaltigem Angebot nach München

    47 Aufführungen von „Watchmen“ über „The Expanse“ bis „Rampensau“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 11.10.2019, 17:30 Uhr

    Seriencamp Festival 2019 lockt mit reichhaltigem Angebot nach München – 47 Aufführungen von "Watchmen" über "The Expanse" bis "Rampensau" – Bild: Seriencamp Festival

    Vom 8. bis 10. November 2019 wird in München zum bereits fünften Mal das Seriencamp Festival in den Räumlichkeiten der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) veranstaltet. Neben dem Serienscreening-Angebot mit 47 Formaten aus 22 Ländern – darunter zahlreiche Welt- und Deutschlandpremieren – gibt es ein reichhaltiges Rahmenprogramm für Profis und Interessierte.

    Dazu gehören Panels über die Kunstform des Serienvorspannes und ein Live-Auftritt des Rocket Beans-Erfolgsformat „Bada Binge“. Zum Rahmenprogramm gehört ein Pub Quiz anlässlich des zehnten Geburtstags des modernen Zombieklassikers „The Walking Dead“.

    Ziel des Seriencamp Festivals ist es einmal mehr, Serien aus aller Welt zu präsentieren, die es verdient hätten, in Deutschland zu laufen oder die es würdig sind, von der Kinoleinwand aus den Zuschauer gefangen zu nehmen. Hatten die Veranstalter im ersten Jahr noch 143 Formate auf ihrer Vor-Auswahlliste, so sind es heuer schon 320 gewesen – Serien boomen aktuell wie kaum ein anderes Medium, das Aufkommen der Streaminganbieter hat auch den linearen Sendern Feuer unterm Hintern gemacht.

    SCREENINGS

    Zu den Perlen, die das Seriencamp Festival präsentieren kann, gehört die Weltpremiere der ersten Episode der beliebten Science-Fiction-Serie „The Expanse“ (regulärer Start: 13. Dezember; Prime Video). Daneben kommt die Sky-Serie „The New Pope“ von Paul Sorentino zu ihrer erst zweiten Aufführung weltweit – auf dem Seriencamp wird sie zwischen der Weltpremiere in Venedig und dem Fernsehstart im Januar 2020 aufgeführt.

    Ebenfalls als Weltpremiere gezeigt wird der Auftakt der zweiten Staffel von „Hindafing“ (BR, arte), wobei Cast und Crew der Serie aus diesem Anlass vor Ort sind.

    Magenta TV präsentiert auf dem Seriencamp Festival seinen Neueinkauf „Godfather of Harlem“, in dem unter der führenden Hand von Oscar-Gewinner John Ridley die schauspielerischen Schwergewichte Forest Whitaker und Vincent D’Onofrio im New York der 1960er Jahre aufeinandertreffen.

    FOX ist mit „Krieg der Welten“ und „American Horror Story: 1984“ vertreten, während Prime Video neben „The Expanse“ auch neue Episoden von „Tom Clancy’s Jack Ryan“ aufführen lässt. Sky steuert „Watchmen“ aus der Schmiede von Damon Lindelof („Lost“, „The Leftovers“) bei. Daneben gibt es vom europäischen Pay-TV-Primus aus Italien noch „ZeroZeroZero“ von Stephano Sollima.

    Der Streaminganbieter Starzplay (über Amazon Channels oder Apple TV abonnierbar) tritt mit der gefeierten amerikanischen Comedy „Ramy“ an und präsentiert „Dublin Murders“ nach den Romanen über die „Mordkommission Dublin“ von Tana French – der reguläre Deutschlandstart ist dann am 10. November.

    VOX gewährt einen Einblick in seine neue Eigenproduktion „Rampensau“, in der Jasna Fritzi Bauer für die Polizei wider Willen zur Undercover-Ermittlerin an einer Schule wird. RTL hat noch die deutsch-belgisch-finnische Ko-Produktion „Bullets“ im Angebot, RTL Crime den vor dem Hintergrund allgegegenwärtiger Überwachung inszenierten britischen Krimi „The Capture“.

    Die Serie „Dignity“ von Joyn blickt als deutsch-chilenische Ko-Produktion auf die Folgen der Colonia Dignidad, zudem führt der Dienst von ProSiebenSat.1 und Discovery auch seinen spanischen Einkauf „The Pier – El Embarcadero“ vor der Deutschlandpremiere auf.

    ZDF zeigt den Nordic-Noir-Thriller „Arctic Circle“, ORF die Arbeitsplatz-Comedy „Walking on Sunshine“ und Servus TV gewährt Einblicke in die zweite Staffel seiner Serie „Meiberger“, die parallel zum Festival ihre TV-Premiere feiert.

    Die Vielfalt der Marke HBO wird mit Beiträgen der lokalen Ableger der Marke beleuchtet, HBO, HBO Asia, HBO Nordic, HBO Adria und HBO Europe. Aus Norwegen kommt der nicht ganz ernste Krimi „Beforeigners“, der Zeitreisen und Migrationsprobleme kombiniert, aus Kroatien der Thriller „Success“, die Comedyserie „Gösta“ wurde in Schweden produziert, aus Tschechien kommt das Grenzland-Drama „Wasteland“, in Israel wurde das auf realen Ereignissen basierende Politdrama „Our Boys“ produziert und die Anthologie „Food Lore“ aus China verbindet einen cineastischen Anspruch mit einem kulinarischen Thema.

    Ein Augenmerk im Programm liegt auch auf dem britischen Comedian Matt Berry („The IT Crowd“), der mit seiner aktuellen Comedyserie „What We Do in the Shadows“ vertreten ist, eine Vampir-Mockumentary, die eine WG von Blutsaugern begleitet, die schon vor 100 Jahren in die USA geschickt wurden, um dort die Machtergreifung der Kinder der Nacht vorzubereiten – die aber bisher nicht sonderlich weit gekommen sind.

    AXN präsentiert seine Neuerwerbung „Pure“ aus Kanada, in dem ein Mennoniten-Pastor sich mit Drogen herumschlagen muss.

    Darüber hinaus werden noch 16 sehenswerte digitale Kurzformate präsentiert.

    Das „The Walking Dead“-Pub-Quiz

    Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Zombieserie veranstaltet das Seriencamp Festival in Zusammenarbeit mit dem FOX Channel und der Unterstützung von fernsehserien.de und der German Comic Con das ultimative „The Walking Dead“-Jubiläumsquiz. Wer schon immer der Meinung war, mehr über das komplexe Zombie-Drama zu wissen als seine Freunde und Mit-Nerds, kann sich hier beweisen. Mitmachen kann jeder, der sich online oder direkt vor Ort ein Ticket sichert. Im klassischen Pub Quiz-Format knobeln kleine Teams ihre Antwort auf die jeweiligen Fragen aus, um sich am Ende einen der Hauptpreise zu sichern, von denen der Veranstalter versichert, dass sie bei jedem echten TWD-Fan garantiert für Schwitzehändchen sorgen.

    Panels

    Bada Binge Off Air: Mit dem Durchbruch moderner Serienformate ist das Bedürfnis der Zuschauer immer stärker, sich auch über sie auszutauschen oder tiefergehend zu informieren, so dass aktuell zahlreiche Projekte aus dem Äther sprießen, die das Reden über Serien ins Zentrum stellt – nicht alle sind die Aufmerksamkeit der Zuschauer wert. Eine positive Rolle spielt allerdings der Rocket-Beans-Talk „Bada Binge“, dessen Hosts Daniel Schröckert und Donnie O’Sullivan im Rahmen des Seriencamp Festivals auf großer Bühne eine Live-Version OFF THE AIR zum Besten geben. Diese Ausgabe soll auf das Beste zurückblicken, was die Serienwelt in diesem Jahr zu bieten hatte.

    Intros, die die Welt bedeuten: PULS-Serien-Podcasterin Vanessa Schneider diskutiert im Panel Don’t Skip Intro: Über das schönste Vorspiel der Welt darüber, welche Serien-Intros auf keinen Fall übersprungen werden dürfen und was richtig gute Intros ausmacht – auch wenn Skip Intro der Titel ihres eigenen Podcasts ist, würde sie selbst natürlich nie einen guten Vorspann auslassen. An ihrer Seite sitzen im Panel die Hosts des Podcasts Glotz und Gloria sowie Dominik Hammes (Popkultur-Podcast Radio Nukular). Im Anschluss gibt es noch eine Q&A mit Fachmann Lutz Lemke, der über den von ihm verantworteten Vorspann der Netflix-Serie „Dark“ sprechen wird. Und am Schluss dürfen die Zuschauer „das beste Intro aller Zeiten“ küren.

    Die Programmdetails und der Karten-Service werden am Montag (14. Oktober 2019) auf der Webseite Seriencamp.tv veröffentlicht.

    Über den Autor

    Bernd Krannich

    Bernd Krannich ist Jahrgang 1974 und erhielt die Liebe zu Fernsehserien quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war Fan früher Actionserien und technikbegeistert, Bernd verfiel den Serien spätestens mit Akte X, Das nächste Jahrhundert und Buffy. Mittlerweile verfolgt er das ganzes Serienspektrum von „The Americans“ über „Arrow“ bis „The Big Bang Theory“. Seit 2007 schreibt Bernd beruflich über vornehmlich amerikanische Fernsehserien, seit 2014 in der Newsredaktion von fernsehserien.de.

    Lieblingsserien: Buffy – Im Bann der Dämonen, Frasier, Star Trek – Deep Space Nine

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1974) am melden

      @Fernsehschauer: also wenn ich mich durch das jetzt veröffentlichte Programm schaue scheint es auf Englisch standardisiert - als englisches im OV und nicht-englisches im Originalton mit englischen Untertiteln. Ich glaube, das ist "Festival-Standard" (wenn ich das mit eigenen begrenzten Erfahrungen und früheren Artikeln vergleiche.)

      Im Zweifelsfall bein Interesse mal nachfragen.
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      • am melden

        Sind die Serien nur in OV oder auch in OmU? Also jene, die fremdsprachig sind...
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