Ali Güngörmüş (l.), Frank Rosin (m.) und Alexander Kumptner (r.) starten den „Roadtrip Australien“
Bild: Joyn/Kabel Eins/Benedikt Müller/Nadine Rupp
Seit dem gestrigen Donnerstagabend befinden sich die drei befreundeten TV-Köche Ali Güngörmüş, Frank Rosin und Alexander Kumptner für Kabel Eins auf dem „Roadtrip Australien“ – und der Start der neuen Doku-Soap verlief aus Quotensicht blendend: Mit 270.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren stand ein weit überdurchschnittlicher Marktanteil von 6,7 Prozent zu Buche. Insgesamt hatten 800.000 Menschen eingeschaltet, in beiden Fällen setzte man sich damit etwa vor Schwestersender Sat.1. Der zweite Neustart „German Cops – Einsatz in Amerika“ fiel anschließend allerdings deutlich auf maue 2,3 Prozent zurück.
Zielgruppensieger wurde einmal mehr „Germany’s Next Topmodel“ auf ProSieben, das sich mit 14,3 Prozent bei 560.000 Zusehern auf einen neuen Staffelbestwert steigerte. Die Gesamtreichweite betrug diesmal 1,21 Millionen. Bei RTL sorgte die Europa League für Freud und Leid: Das frühe Spiel um 18:30 Uhr zwischen dem VfB Stuttgart und Celtic Glasgow kam mit den beiden Halbzeiten auf insgesamt 1,72 Millionen und 2,14 Millionen Fußballfans, bei den Jüngeren entsprach das sehr guten 13,5 und 12,7 Prozent. Die Abendpartie Nottingham Forest gegen Fenerbahçe Istanbul musste sich dagegen mit nur 4,9 und 6,7 Prozent begnügen. Für „Die Stefan Raab Show“ blieben zu später Stunde gerade mal 290.000 dran, was ein neues Tief bedeutete. Dafür lag der Zielgruppenmarktanteil angesichts 6,1 Prozent höher als zuletzt.
Der Tagessieg beim Gesamtpublikum ging indes an einen neuen „Salzburg-Krimi“ im Ersten: „Tod am Wolfgangsee“ fesselte 5,72 Millionen Zuschauer, damit kamen tolle 24,5 Prozent zustande. Erfolgreich lief es aber auch für den „Bergdoktor“, der im ZDF vor 4,50 Millionen seinen Dienst verrichtete und 19,2 Prozent generierte. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen obendrein starke 10,2 Prozent und Platz 2 zur Primetime zu Buche, während sich die öffentlich-rechtlichen Kollegen mit 7,3 Prozent begnügen mussten.
Schwach präsentierte sich „Hast Du Töne?“ in Sat.1: Mit 4,3 Prozent bei den Werberelevanten setzte es ein neues Tief, insgesamt saßen nur 710.000 Zuseher vorm Bildschirm. „Hits! Hits! Hits!“ blieb später gar bei 2,5 Prozent hängen. Damit musste man nicht nur VOX den Vortritt lassen, wo „Fast & Furious 6“ bei durchwachsenen 5,3 Prozent landete, auch RTL Zwei war gefragter: Hier brachte es „Reeperbahn privat!“ auf ansehnliche 5,5 Prozent.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
Torsten S am
Ich empfinde es schon als eine bodenlose Frechheit, dass auf zwei Sender die selben Spiele der Europa League gezeigt werden! Daran sieht man doch die Ideenlosigkeit und man fragt sich, was die Programmplaner sich dabei denken. Da ist es doch kein Wunder, dass immer mehr Fernsehschauer zu den Streamingsender wandern, wenn solche Zumutungen präsentiert werden.Unfassbar was sich einige Sender in letzter Zeit erlauben.
Emtec am
Seit dem gestrigen Montagabend? ;-)
Generell frage ich mich aber immer wieder, inwieweit die Ermittlung der Einschaltquoten überhaupt (noch) repräsentativ ist? M.W. passiert das noch immer mit Geräten in verschiedenen Haushalten, aber ob damit die breite Masse wirklich abgedeckt ist bleibt sicher fraglich. Es wirkt schon immer wieder überraschend, wie manche Sendungen im Ersten oder beim ZDF solch überdurchschnittliche Quoten erreichen. Schade, dass die Sender bzw. die AGF noch an diesem Verfahren festhalten.
Torsten S am
Bin ich voll und ganz deiner Meinung Emtec! Diese Quotenzählung ist absolut veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Auch ich glaube, dass ARD und ZDF mit ihren Einseitigen Programm nicht mehr solche Quotenerfolge erzielen können und in Zeiten von Streamingsender, die nicht erfasst werden können, sind diese Zählungen nicht aussagekräftig. Gerade bei dem heutigen Programmen die aus streitenden Trashpromis, dümmlichen Casingshows, langeweiligen Quiz und andauerden Wiederholungen und Endlosschleifen von Filmen, Serien und Sitcoms besteht. Wieviele abends zu Netflix, Dusney+ und Co. schalten kann man nicht messen und wird wohl einen großteil der Zuschauer ausmachen.