RTL rief am gestrigen Donnerstagabend zum ersten Mal die „Feste der Comedy“ aus, gegen starke Konkurrenz reichte es aber nur für unbefriedigende Quoten: Gerade mal 220.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren sahen die von Olaf Schubert moderierte, knapp dreistündige Show, das entsprach einem mageren Marktanteil von 6,4 Prozent. Insgesamt hatten durchschnittlich eine Million Zuschauer eingeschaltet. Fraglich, ob das für eine Fortsetzung reicht.
Dominanter Zielgruppensieger wurde das Hinspiel der Bundesliga-Relegation zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn in Sat.1: Die erste Halbzeit verfolgten 650.000 Fußball-Fans, die tollen 18,1 Prozent entsprachen, die zweite Hälfte steigerte sich sogar noch auf 870.000 und 22,9 Prozent. Die Gesamtreichweiten betrugen 2,68 Millionen bzw. 3,35 Millionen. Das war zwar weniger als in den Vorjahren, in Unterföhring kann man damit freilich trotzdem sehr zufrieden sein. Platz 2 ging bei den Jüngeren an das Halbfinale von „Germany’s Next Topmodel“ auf ProSieben, das mit 450.000 und 13,0 Prozent wieder besser lief als die Folge in der vergangenen Woche. Insgesamt wurden 1,12 Millionen gezählt.
Ganz vorn beim Gesamtpublikum lag „Der Zürich-Krimi“, der im Ersten trotz Wiederholung 4,17 Millionen Zuseher fesselte und starke 20,8 Prozent verzeichnete. Weniger Interesse herrschte bei den 14- bis 49-Jährigen, wo lediglich 5,3 Prozent gemessen wurden. Noch schwerer tat sich hier im ZDF der neue „Merz gegen Merz“-Film „Geständnisse“, der bei 5,1 Prozent hängen blieb. Insgesamt scheiterte man mit nur 1,91 Millionen und 9,1 Prozent gar an der 10-Prozent-Marke. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Film bereits seit einer Woche online bei ZDF.de bereitliegt.
Recht gut im Rennen hielt sich VOX, das mit 7,0 Prozent in der Zielgruppe für „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ punktete und 690.000 Gesamtzuseher unterhielt. Im Filmduell zog RTL Zwei den Kürzeren, wo sich „Ghostbusters“ mit durchwachsenen 3,6 Prozent begnügen musste. Bei Kabel Eins endete die aktuelle Staffel von „Morlock Motors“ angesichts 5,0 Prozent zufriedenstellend, ganz so gut wie in den vergangenen beiden Jahren lief es zuletzt aber nicht mehr.