Mario Barth (3. v. l.) mit den „Legenden der Comedy“
Bild: RTL/Sebastian Drueen@Hauptstadt Helden
Mit den „Legenden der Comedy“ wollte RTL am gestrigen Donnerstagabend erstmals punkten, die Chancen für eine Fortsetzung stehen aber schon jetzt denkbar schlecht: Denn mit gerade mal 5,7 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen floppte die Show auf ganzer Linie. Insgesamt hatten 890.000 Menschen eingeschaltet. Für „Die Stefan Raab Show“ ging es danach jedoch aufwärts, auch im Vergleich zu den Vorwochen, als noch die Europa League das Vorprogramm gebildet hatte: Immerhin 8,7 Prozent wurden bei den Jüngeren gemessen, 420.000 Gesamtzuschauer blieben dran.
Einen neuen Staffelbestwert, zumindest hinsichtlich des Zielgruppen-Marktanteils, verzeichnete „Germany’s Next Topmodel“ auf ProSieben: Mit 610.000 Zuschauern kamen sehr gute 16,3 Prozent zustande, was obendrein dem ungefährdeten Primetime-Sieg entsprach. Die Gesamtreichweite betrug 1,22 Millionen. In Sat.1 fällt „Hast Du Töne?“ dagegen immer tiefer und lag nun angesichts mieser 3,8 Prozent so niedrig wie noch nie. Gerade mal 580.000 Menschen ab 3 Jahren saßen vorm Bildschirm.
Die Öffentlich-Rechtlichen lockten derweil zusammengenommen über 10 Millionen Zuschauer an. Tagessieger wurde erneut „Der Salzburg-Krimi“, der im Ersten 5,48 Millionen fesselte und tolle 24,0 Prozent generierte. Doch auch das ZDF kann zufrieden sein, hier brachte es das Staffelfinale von „Der Bergdoktor“ auf genau 5 Millionen und ebenso stolze 21,9 Prozent. Bei den Jüngeren schlug Hans Sigl mit erfreulichen 10,2 Prozent den Krimi, der immerhin 8,5 Prozent holte.
Der „Roadtrip Australien“ blieb auch in Woche 2 ein Erfolg für Kabel Eins: Diesmal kamen weit überdurchschnittliche 6,9 Prozent zustande, insgesamt wurden 600.000 Zuschauer gezählt. Die „German Cops“ konnten nachfolgend aber wieder nicht profitieren und fielen auf maue 3,3 Prozent zurück. Sogar 8,3 Prozent waren für die Actionkomödie „Knight and Day“ bei VOX drin, ehe sich „James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau“ zu später Stunde mit 4,7 Prozent begnügen musste. RTL Zwei landete mit „Reeperbahn privat!“ zunächst bei 6,3 Prozent, eine Wiederholung von „Hartes Deutschland“ hielt sich anschließend bei guten 5,1 Prozent.
TV Wunschliste schrieb: ------------------------------------------------------- > Mit den "Legenden der Comedy" wollte RTL am > gestrigen Donnerstagabend erstmals punkten, die > Chancen für eine Fortsetzung stehen aber schon > jetzt denkbar schlecht: Denn mit gerade mal 5,7 > Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen > floppte die Show auf ganzer Linie. Insgesamt > hatten 890.000 Menschen eingeschaltet. Für "Die > Stefan Raab Show" ging es danach jedoch aufwärts, > auch im Vergleich zu den Vorwochen, als noch die > Europa League das Vorprogramm gebildet hatte: > Immerhin 8,7 Prozent wurden bei den Jüngeren > gemessen, 420.000 Gesamtzuschauer blieben dran. >
Von dem inflationär gebrauchten Begriff "Legenden" einmal abgesehen fand ich die Sendung recht unterhaltsam. Gut gefallen hat mir, dass man versucht hat die ganze Bandbreite der Bühnencomedy abzudecken - von klassischem Stand Up über Puppenspiel und Sketchcomedy bis hin zum Absurden (Helge Schneider). Nett waren auch die kleinen Filmchen, die die Gäste vorgestellt haben.
Überflüssig fand ich die witzig gemeinten Clips zu den Jahren, aber das gehört wohl zur DNA einer solchen RTL-Produktion. Geschenkt. Was man aber ganz klar verbessern könnte, falls man dem Format noch eine Chance geben will: vielleicht nur eine Stunde machen und dabei auf 2 Gäste fokussireren - eine jüngere 'Legende' und eine ältere 'Legende', die von den Jahreszahlen der ersten Auftritte ziemlich weit auseinander liegen. Dann könnte man sich thematisch auch mehr mit dem Wandel von Humor und dem jeweiligen Zeitgeist auseinandersetzen. In der Premierensendung waren Mario Barths Gesprächsversuche doch ziemlich holprig, da die präsentieren Themen des Jahres doch sehr beschränkt waren.
Und wenn man während der Sendung im Hintergrund Bilder von Dieter Hildebrandt, Heinz Erhardt, Jerry Seinfeld, Laurel & Hardy, Hallervorden usw. einglendet, dann ist es doch etwas enttäuschend, wenn der Höhepunkt des Abends ein 30-sekündiges Outtake mit Mirco Nontschew (bei allem Respekt vor seinem Talent) ist.
Ich bin dann noch zum Anfang der Raab-Show drangeblieben und fand seinen Stand Up überraschend gelungen. Treffender als manche Legenden-Nummer und frecher als Puffpaff. Ob die Show insgesamt gut war kann ich nicht sagen, den Teil mit den Sportlern habe ich abgeschaltet.