Quoten: „Sing meinen Song“ verabschiedet sich erfolgreich, „Paradise Hotel“ floppt zum Start

    ZDF-Thriller schlägt ARD-Serien-Wiederholungen, RTL Zwei und Kabel Eins vor Sat.1

    Dennis Braun – 01.07.2020, 09:41 Uhr

    „Sing meinen Song“: (v. l.) LEA, Max Giesinger, Michael Patrick Kelly, MoTrip, Jan Plewka, Nico Santos

    Mit den Duetten endete am gestrigen Dienstagabend die reguläre siebte Staffel von „Sing meinen Song“ bei VOX, zwei neue Specials stehen in den kommenden Wochen noch an. Die Quoten fielen erneut überzeugend aus, wenngleich die Zweistelligkeit in der Zielgruppe knapp verpasst wurde. 1,59 Millionen Zuschauer hatten insgesamt eingeschaltet, 650.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt, die sehr guten 9,5 Prozent entsprachen. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist wenig überraschend bereits unter Dach und Fach (fernsehserien.de berichtete). „Prominent!“ fiel zu später Stunde jedoch auf maue 6,0 Prozent zurück.

    Die gute Nachricht für RTL zuerst: Die „Nachtschwestern“ eroberten in dieser Woche die Zweistelligkeit beim jungen Publikum zurück, wenn auch angesichts 10,1 Prozent nur ganz knapp. 690.000 waren dabei, damit lag man zur Primetime hauchdünn vor den Kollegen von VOX in Führung, die Gesamtreichweite betrug 1,85 Millionen. Danach ging’s aber rasant bergab: Wiederholungen von „Jenny – echt gerecht!“ und „Take Me Out“ blieben bei 8,4 und 8,8 Prozent hängen, ehe sich die TVNOW-Datingshow „Paradise Hotel“ mit völlig desolaten 5,9 Prozent zurückmeldete. Nur noch 730.000 Zuseher hatten um 23:00 Uhr Lust auf den Start der zweiten Staffel. Nach „Are You The One?“ floppte nun also auch das zweite Format im linearen Fernsehen, das ursprünglich dem hauseigenen Streamingdienst vorbehalten war.

    Das ZDF zeigte ausnahmsweise mal nicht seine Dokureihe „ZDFzeit“ – und sogleich zogen die Quoten an. Der sieben Jahre alte Thriller „Die Kronzeugin – Mord in den Bergen“ fesselte um 20:15 Uhr 4,07 Millionen Menschen, die für gute 14,7 Prozent sorgten. Bei den Jüngeren standen dagegen durchwachsene 5,7 Prozent zu Buche. Den Tagessieg beim Gesamtpublikum verbuchte jedoch das nachfolgende „heute journal“, das sich auf 4,39 Millionen und starke 17,0 Prozent steigerte. Eine „37 Grad“-Reportage über „Die Sauberfrauen – Putzen ist ihr Leben“ fiel dann etwas deutlicher auf 2,54 Millionen (11,7 Prozent) zurück.

    Im Ersten machte sich derweil der Umstand bemerkbar, dass die so erfolgreichen Dienstagsserien mittlerweile im Wiederholungsmodus angekommen sind. „Um Himmels Willen“ und „In aller Freundschaft“ mussten sich so mit insgesamt 3,08 Millionen bzw. 3,46 Millionen Zuschauern und Marktanteilen von 11,4 und 12,4 Prozent zufriedengeben. Auch in der Zielgruppe waren lediglich 4,3 und 5,2 Prozent drin. Für das Magazin „Fakt“ reichte es um 21:45 Uhr sogar nur zu 2,01 Millionen und 7,8 Prozent, die „Tagesthemen“ sendeten schließlich noch vor 1,96 Millionen (9,0 Prozent).

    Auch ProSieben bot nur eine alte Folge seiner Rankingshow „Big Countdown!“, konnte mit den vermeintlich „größten Live-Momenten“ aber immerhin 8,9 Prozent bei 590.000 werberelevanten Zuschauern verbuchen. Die allererste Ausgabe von „Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“ aus dem Jahr 2012 gab nachfolgend auf 7,5 Prozent ab. Dennoch lag man den ganzen Abend über vor Schwestersender Sat.1, das mit Aufgüssen seiner US-Krimis blass blieb. „Navy CIS“ generierte zunächst 6,7 und 6,9 Prozent, „Hawaii Five-0“ kam im weiteren Verlauf nicht über miese 5,4 Prozent hinaus.

    Sogar Kabel Eins ließ den Bällchensender hinter sich: Der Science-Fiction-Film „Super 8“ überzeugte zu Beginn der Primetime bereits mit 510.000 Zielgruppen-Zuschauern und 7,1 Prozent, „The Transporter“ verzeichnete später gar famose 8,7 Prozent. Auf Augenhöhe befanden sich die Sozialdokus bei RTL Zwei, von denen auch nur Wiederholungen zu sehen waren. „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ interessierte erst 520.000 Zuschauer, womit 7,4 Prozent erzielt wurden, im Anschluss brachte es „Hartz und herzlich – Die Plattenbauten von Bitterfeld-Wolfen“ auf tolle 8,6 Prozent.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen