Quoten: „Wer sieht das denn?!“ fällt weiter, „Die Kanzlei“ kehrt stark zurück

    „o2 Music Hall“ desaströs, auch Verluste für „Schwiegertochter gesucht“

    Dennis Braun – 05.08.2020, 09:47 Uhr

    Ruth Moschner präsentiert „Wer sieht das denn?!“

    Einen Tag nach dem mauen Staffelfinale von „Die! Herz! Schlag! Show!“ ging am gestrigen Dienstagabend mit „Wer sieht das denn?!“ ein weiteres neues ProSieben-Format unbefriedigend zu Ende. Gerade mal 820.000 Zuschauer hatten eingeschaltet, 490.000 davon kamen aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Mit schwachen 7,3 Prozent musste man hier einen neuen Tiefstwert hinnehmen – gestartet war die Rateshow noch mit guten 11,0 Prozent. Eine Fortsetzung erscheint ob des kontinuierlichen Abwärtstrends zumindest fraglich. Richtig katastrophal lief es am späten Abend für die neue Musikdoku „o2 Music Hall“, die nicht mehr über 200.000 Jüngere und 3,8 Prozent hinauskam.

    Ebenfalls Probleme hatte RTL, wenn auch auf etwas höherem Niveau. Dennoch stellte „Schwiegertochter gesucht“ hinsichtlich der Gesamtreichweite mit 2,09 Millionen schon wieder ein neues Allzeittief auf. Bei den Werberelevanten reichte es zu durchwachsenen 11,2 Prozent bei 750.000, auch hier ist man nicht mehr weit vom schlechtesten Wert aller Zeiten (10,9 Prozent aus dem Februar 2019) entfernt. Immerhin lag man zur Primetime damit vor der Konkurrenz. Eine alte Folge von „Take Me Out“ und „Paradise Hotel“ fielen im weiteren Verlauf noch auf 10,5 und 9,4 Prozent zurück.

    Den Tagessieg bei Jung und Alt sicherte sich die „Tagesschau“ im Ersten, die insgesamt 4,71 Millionen Menschen (19,1 Prozent) und 1,01 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren (16,5 Prozent) informierte. Um 20:15 Uhr stand der Auftakt zur neuen Staffel der Anwaltsserie „Die Kanzlei“ auf dem Programm, der ebenfalls punkten konnte: 4,21 Millionen Zuseher ab drei Jahren blieben dran, das entsprach famosen 16,0 Prozent. In der Zielgruppe stürzte der Marktanteil dagegen auf schwache 5,0 Prozent. Die Wiederholung der 500. Folge von „In aller Freundschaft“ aus dem Jahr 2010 musste sich im Anschluss mit 2,69 Millionen und 10,2 Prozent begnügen, ehe „Report München“ angesichts 9,8 Prozent bei 2,37 Millionen in die Einstelligkeit rutschte.

    Nicht viel zu melden hatte einmal mehr das ZDF mit seiner Reihe „ZDFzeit“. „Der große Dr. Oetker-Report – Wie gut sind Pudding, Pizza & Co.?“ wollten nur 2,35 Millionen Gesamtzuschauer sehen, womit schlechte 8,9 Prozent erzielt wurden. Überraschend gut kam der Test allerdings bei den Jüngeren an, dort generierte man überdurchschnittliche 8,4 Prozent. „Frontal21“ konnte sich nachfolgend nur leicht auf 2,54 Millionen (9,5 Prozent) steigern, erst für das „heute journal“ ging es kräftig auf 3,48 Millionen (14,1 Prozent) nach oben.

    Etwas schwerer als zuletzt taten sich die US-Krimis in Sat.1. „MacGyver“ holte mit insgesamt 1,42 Millionen Zuschauern und 8,5 Prozent bei den Umworbenen dennoch einen Wert über dem Senderschnitt, den „Reef Break“ mit 7,5 Prozent danach minimal verpasste. „Hawaii Five-0“ verzeichnete schließlich noch 7,2 Prozent. Zu später Stunde musste man jedoch Schwestersender Kabel Eins den Vortritt lassen, wo die Komödie „Year One – Aller Anfang ist schwer“ auf starke 7,7 Prozent kam. Schon zu Beginn der Primetime war „Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“ gefragt und brachte es auf 6,4 Prozent.

    Auch VOX konnte vor allem am späten Abend überzeugen. Eine Wiederholung von „Hot oder Schrott: Die Allestester“ erreichte um 22:15 Uhr satte 9,5 Prozent bei 500.000 Zielgruppen-Zuschauern. Eine weitere Folge hatte zuvor immerhin 6,9 Prozent geschafft. Durchgängig richtig gut lief es für RTL Zwei mit Aufgüssen seiner Sozialdokus. „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ lag zunächst bei 7,1 Prozent, ehe „Hartz und herzlich – Das Winzler Viertel von Pirmasens“ noch auf 7,9 Prozent zulegte.

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