Quoten: „The Masked Singer“ bleibt das Maß aller Dinge, ARD-Serien glänzen

    RTL-Zwei-Sozialdokus schlagen Sat.1-Krimis, ZDF punktet mit Royals

    Dennis Braun – 11.11.2020, 09:35 Uhr

    „The Masked Singer“: Wigald Boning quakte sich als Frosch durch die Musikrateshow

    „The Masked Singer“ bleibt für ProSieben weiterhin ein Riesenerfolg. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass man momentan nicht ganz an die bombastischen Werte der zweiten Staffel aus dem Frühjahr herankommt. Dennoch schalteten am gestrigen Dienstagabend wieder 3,01 Millionen Menschen ein, die beim Gesamtpublikum für tolle 11,2 Prozent sorgten. Noch einmal deutlich stärker lief es natürlich in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen: 1,84 Millionen sahen die Demaskierung von Wigald Boning, das reichte für hervorragende 23,7 Prozent. Nur die „Tagesschau“ war um 20:00 Uhr noch ein wenig gefragter. Das „red. Spezial“ musste im Anschluss etwas kleinere Brötchen backen als in der Vorwoche, mit 16,4 Prozent wird man in Unterföhring aber ebenfalls hochzufrieden sein.

    Platz 2 bei den Umworbenen ging mit gehörigem Abstand an die Wiederholung eines „Wer wird Millionär?“-Prominentenspecials aus dem Jahr 2016 bei RTL, das jedoch die Zweistelligkeit verfehlte. So standen nur 9,8 Prozent zu Buche, allerdings kam man insgesamt mit 3,07 Millionen (10,9 Prozent) sogar knapp vor der Musikrateshow durchs Ziel. Richtig gut lief es bereits am Vorabend, wo „RTL Aktuell“ 21,8 Prozent in der Zielgruppe einfuhr, ehe „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf 16,7 Prozent kam.

    Ungefährdeter Tagessieger beim Gesamtpublikum wurde mal wieder die „Tagesschau“ im Ersten, die 6,26 Millionen Zuschauer (18,8 Prozent) informierte und auch bei den Jüngeren angesichts 1,86 Millionen (20,7 Prozent) nicht zu schlagen war. Nachdem ein weiteres „ARD extra“ mit insgesamt 6,03 Millionen (17,7 Prozent) ähnlich viele Zuschauer zählte, waren auch die Serien erneut sehr erfolgreich unterwegs. Das Staffelfinale von „Die Kanzlei“ unterhielt 5,64 Millionen und holte 16,7 Prozent, „In aller Freundschaft“ generierte 15,5 Prozent bei 4,81 Millionen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen waren überdurchschnittliche 9,1 und 7,3 Prozent drin.

    Ein interessantes Phänomen war derweil im ZDF zu beobachten: Kaum geht es um den Adel, schon steigen die Quoten der Doku-Reihe „ZDFzeit“. Die Folge „Royale Rebellen – Harry, Meghan und die Monarchie“ scheiterte zwar am Senderschnitt, verzeichnete mit 3,09 Millionen und 9,1 Prozent aber deutlich bessere Werte als die Ausstrahlungen der Vorwochen. In der Zielgruppe sah es mit 5,6 Prozent ebenfalls ein wenig besser aus als zuletzt. „Frontal21“ fiel danach postwendend auf 2,50 Millionen Zuseher und 7,7 Prozent zurück, ehe das „heute journal“ einen kräftigen Satz nach oben machte und von 3,82 Millionen Menschen (13,2 Prozent) gesehen wurde. Am besten präsentierten sich aber schon die „heute“-Nachrichten um 19:00 Uhr: 5,60 Millionen Zuschauer trieben den Marktanteil zu diesem Zeitpunkt auf stolze 20,8 Prozent.

    Auf mauem Niveau krebsten dagegen einmal mehr die US-Krimis in Sat.1 herum, die allesamt trotz Erstausstrahlungen enttäuschten. „Navy CIS“ kam mit 590.000 jungen Zuschauern bloß auf 6,1 Prozent, das Spin-Off „Navy CIS: L.A.“ blieb nachfolgend bei 6,0 Prozent hängen. Für den Tiefpunkt des Abends sorgte aber „Bull“, das um 22:15 Uhr auf miese 5,0 Prozent zurückfiel. Doch auch eine Tür weiter gab es Sorgenfalten: Bei Kabel Eins floppte zunächst die Komödie „Jungfrau (40), männlich, sucht … “ mit lediglich 3,8 Prozent in der Zielgruppe, „Get Smart“ schaffte später immerhin 4,8 Prozent.

    Einen schweren Stand hatte auch VOX mit „Hot oder Schrott: Die Allestester“. Die neue Spezialausgabe „Home Sweet Home“ musste sich zu Beginn des Abends mit 520.000 werberelevanten Zuschauern und 5,7 Prozent begnügen, eine Wiederholung konnte anschließend mit 6,2 Prozent ebenfalls nicht wirklich punkten. RTL Zwei behauptete sich dafür gut gegen die Konkurrenz und wies sogar Sat.1 in die Schranken. So erreichte eine neue Folge von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ 6,2 Prozent, bevor ein Aufguss von „Hartz, Rot, Gold – Armutskarte Deutschland“ sogar noch leicht auf 6,4 Prozent zulegte.

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