Quoten: „Schwiegertochter gesucht“ glückt der Sprung in die Primetime, gutes Comeback für „MacGyver“

    „Sing meinen Song“-Special kaum gefragt, RTL Zwei dreht mit Sozialdokus auf

    Dennis Braun – 15.07.2020, 09:42 Uhr

    „Schwiegertochter gesucht“

    Nicht nur am Konzept von „Schwiegertochter gesucht“ hat RTL massiv geschraubt (fernsehserien.de berichtete), auch der Sendeplatz ist neu: Statt am Sonntagvorabend geht die 13. Staffel der Kuppelshow seit gestern nun dienstags zur Primetime auf Sendung. Der Start ist erst einmal geglückt: Mit 1,05 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren wurde nicht nur ein guter Marktanteil von 14,3 Prozent eingefahren, man lag noch dazu in der Zielgruppe weit vor der Konkurrenz. Insgesamt hatten 2,63 Millionen eingeschaltet. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Am Sonntag lief es zuletzt sogar noch etwas besser, die Reichweite lag durchschnittlich um etwa 300.000 höher. Das Zusammenspiel mit einer alten Folge von „Take Me Out“ klappte im weiteren Verlauf nur so halb, um 22:15 Uhr ging es auf dennoch recht solide 11,8 Prozent nach unten. „Paradise Hotel“ versagte zu später Stunde dagegen einmal mehr mit miserablen 6,2 Prozent.

    Sat.1 punktete derweil mit seinen US-Serien. 1,43 Millionen Gesamtzuschauer waren beim Auftakt der vierten Staffel von „MacGyver“ dabei, bei den Werberelevanten entsprach das zufriedenstellenden 9,3 Prozent. Die kurzlebige Serie „Reef Break“ feierte im Anschluss eine ebenfalls erfolgreiche Free-TV-Premiere und konnte die Reichweite sogar leicht auf 1,45 Millionen steigern, während in der Zielgruppe noch 8,8 Prozent zu Buche standen. „Hawaii Five-0“ sorgte dann mit 8,0 Prozent für einen grundsoliden Abschluss den Abends.

    Beim Gesamtpublikum lag die „Tagesschau“ im Ersten vorn, 4,27 Millionen Zuschauer und 16,5 Prozent reichten bereits für den Tagessieg. Alte Folgen von „Um Himmels Willen“ und „In aller Freundschaft“ ließen die Konkurrenz im Folgenden mit 3,24 Millionen (11,7 Prozent) und 3,53 Millionen (12,8 Prozent) ebenfalls hinter sich, in der Zielgruppe kamen dagegen nur maue 4,8 und 5,6 Prozent zustande. Besser als zuletzt schlugen sich dann „Report München“, der mit 2,85 Millionen immerhin 11,2 Prozent generierte, und die „Tagesthemen“, die es noch auf 2,71 Millionen und 12,8 Prozent brachten.

    Das ZDF wollte indes mit den Royals punkten, das gelang allerdings nur bedingt. Zwar sorgten 3,13 Millionen Zuschauer bei der Doku „Glanz für Schwedens Krone – Die Macht der Bilder“ für eine höhere Reichweite der Reihe „ZDFzeit“ als gewohnt, der Marktanteil betrug dennoch unterdurchschnittliche 11,3 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren ordentliche 6,5 Prozent drin. Das „heute journal“ wollten um 21:45 Uhr nach schwachem Vorlauf durch „Frontal21“ 3,31 Millionen Menschen (12,9 Prozent) sehen, am stärksten waren aber schon am Vorabend die „heute“-Nachrichten unterwegs, die tolle 19,0 Prozent bei 3,90 Millionen verzeichneten.

    Sehr bescheiden lief es für ProSieben mit der aufgewärmten Folge „Die 50 größten Erfolgsgeschichten“ seiner Rankingshow „Big Countdown!“. Lediglich 520.000 junge Zuschauer ließen sich unterhalten, womit enttäuschende 7,2 Prozent erzielt wurden. Eine Wiederholung von „Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“ steigerte sich später zwar auf 8,8 Prozent, von einem Erfolg kann man jedoch auch in diesem Fall nicht sprechen. Noch dazu musste man den gesamten Abend über RTL Zwei den Vortritt lassen, das mit seinen Sozialdokus aufdrehte. Obwohl es sich sowohl bei „Armes Deutschland – Deine Kinder“ als auch „Hartz und herzlich – Rückkehr in die Benz-Baracken“ ebenfalls um Aufgüsse handelte, konnte man stolze 8,1 und 9,5 Prozent einfahren.

    VOX schickte mit den „Besten Duetten“ ein weiteres Special seiner erfolgreichen Musikshow „Sing meinen Song“ auf Sendung, blieb allerdings bei miesen 5,4 Prozent hängen, nur 370.000 werberelevante Zuschauer waren dabei. „Prominent!“ tat sich danach angesichts 5,1 Prozent sogar noch etwas schwerer. Kabel Eins punktete einmal mehr mit seinen Filmen, wenngleich ganz so hohe Marktanteile wie jüngst nicht erreicht wurden. Mit 5,4 Prozent für „The Specialist“ und 6,5 Prozent für „America’s Most Wanted“ wird man in Unterföhring allerdings nicht unzufrieden sein.

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