Deutscher Fernsehpreis 2022: „Faking Hitler“ als Beste Serie geehrt, „Wer stiehlt mir die Show?“ als Beste Unterhaltungsshow

    „Die Wannseekonferenz“ und „Kevin Kühnert und die SPD“ punkten ebenfalls

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 14.09.2022, 22:00 Uhr

    Deutscher Fernsehpreis 2022: "Faking Hitler" als Beste Serie geehrt, "Wer stiehlt mir die Show?" als Beste Unterhaltungsshow – "Die Wannseekonferenz" und "Kevin Kühnert und die SPD" punkten ebenfalls – Bild: Deutscher Fernsehpreis

    Im Kölner Coloneum wurde am Mittwochabend Der Deutsche Fernsehpreis vergeben. Während zahlreiche der Produktionen mit den meisten Nominierungen auch siegreich nach Hause gehen konnten, kristallisierte sich kein wirklicher Spitzenreiter durch. Einer der Sieger des Abends war dennoch „Faking Hitler“. Die Dramedy über den Skandal rund um die gefälschten Hitler-Tagebücher im Jahr 1983, die kurioserweise parallel zur Fernsehpreis-Verleihung bei VOX lief, wurde als Beste Serie und für den Besten Darsteller Moritz Bleibtreu geehrt.

    Allerdings gab es mit „Die Wannseekonferenz“, „Eldorado KaDeWe“, „Kevin Kühnert und die SPD“ und „Der Pass“ noch eine Reihe von Formaten, die ebenfalls mit zwei Fernsehpreisen geehrt wurden. Daneben erhielt „Wer stiehlt mir die Show?“ bereits zum zweiten Mal in Folge die Trophäe als Beste Unterhaltungsshow. Giovanni Zarrella wurde für seine Moderation der „Giovanni Zarrella Show“ in der Kategorie Beste Einzelleistung Unterhaltung ausgezichnet und ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf wurde nach dem Grimme-Preis einmal mehr für ihre Kriegsberichterstattung aus der Ukraine geehrt.

    Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises ging in diesem Jahr an Iris Berben. Peter Lohmeyer hielt die Laudatio auf die Preisträgerin, gefolgt von einem Ständchen durch Schauspielkollege Walter Sittler. Berben betonte in ihrer Rede, dass für sie alle am Set besonders wichtig seien, bis hin zu den Damen und Herren vom Catering oder den Fahrerinnen und Fahrern am Morgen.

    Die Verleihung fand in diesem Jahr erstmals in zwei Teilen statt, sodass bei der am Dienstag (13. September) im ZDF und 3sat übertragenen „Nacht der Kreativen“ bereits die Gewerke hinter der Kamera ausgezeichnet worden waren (fernsehserien.de berichtete). Teil zwei wurde am Mittwoch (14. September) als die Gala „Die TV-Highlights des Jahres – Der Deutsche Fernsehpreis 2022“ im ZDF ausgestrahlt, präsentiert von Barbara Schöneberger.

    Die Preisträger des Abends in der Übersicht:

    Bester Fernsehfilm

    Bester Mehrteiler

    Beste Drama-Serie

    Beste Comedy-Serie

    Beste Schauspielerin

    • GEWINNERIN: Friederike Becht für „Schneller als die Angst“ (ARD/​Degeto/​MDR/​Rowboat)
    • Lea Drinda für „Becoming Charlie“ (ZDF/​U5 Filmproduktion)
    • Mala Emde für „Oh Hell“ (MagentaTV/​Warner TV/​good friends Filmproduktion)
    • Julia Jentsch für „Das weiße Schweigen“ (RTL+/​Nordfilm/​Letterbox)
    • Corinna Kirchhoff für „Ein Leben lang“ (ARD/​WDR/​Flare Film)

    Bester Schauspieler

    Beste Unterhaltung Show

    Beste Comedy/​Late Night

    Bestes Factual Entertainment

    Beste Unterhaltung Reality

    Beste Einzelleistung/​Moderation Unterhaltung

    Beste Information

    Bestes Infotainment

    Beste Dokumentation/​Reportage

    Bester Doku-Mehrteiler/​Serie

    Beste persönliche Leistung Information

    • GEWINNERIN: Katrin Eigendorf für Berichterstattung zum Ukraine-Krieg (ZDF)
    • Steffen Schwarzkopf für Berichterstattung zum Ukraine-Krieg (WELT)
    • Kavita Sharma für Berichterstattung zum Ukraine-Krieg (RTL/​ntv)

    Beste Sportsendung

    • GEWINNER: „ranNFL“ und „ranFootball“ (ProSieben/​ProSieben Maxx/​Seven.One Sports)
    • Paralympics Tokio/​Peking (ARD/​ZDF/​NDR/​BR)
    • UEFA Europa League Finale (RTL)

    Ehrenpreis der Stifter: Iris Berben

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