Handwerkskunst! Staffel 16, Folge 39: Wie man einen Christstollen macht
Staffel 16, Folge 39
291. Wie man einen Christstollen macht
Staffel 16, Folge 39
Der Christstollen wird mit Puderzucker bestreut und bekommt so sein traditionelles Aussehen.
Bild: SWR/teamWERK/Dirk Schwarz
„Der Christstollen ist ein ganz edles Gebäck“, sagt Heiner Beck, Bäckermeister von der Schwäbischen Alb, „es ist das Gebäck für die besinnliche Zeit“. Aus einem einfachen Fastenbrot aus Mehl, Wasser, Hefe und Rapsöl hat sich ein reichhaltiger Genuss entwickelt. Die Form des Christstollens soll an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern. Erstmals erwähnt wurde der „Stollen“ im 14. Jahrhundert. Damals hatte die katholische Kirche die Verwendung von Butter in der Adventsfastenzeit jedoch
verboten. Butter war erst im 15. Jahrhundert erlaubt, nachdem der sächsische Adel beim Papst die Aufhebung des Butterverzichts erwirkt hatte. Das karge Gebäck veränderte sich durch Zucker, Mandeln oder Trockenfrüchte. Diese Zutaten waren teuer, der Stollen wurde zum Statussymbol. Der „Dresdner Stollen“ ist bis heute der Prototyp des Christstollens. Viel Butter bringt lange Haltbarkeit. Heiner Beck schwört auf regionale Zutaten und zeigt, wie sein „Albstollen“ ohne Zitronat und Orangeat entsteht. (Text: SWR)