Staffel 16, Folge 15–28
267. Wie man eine Dachentwässerung macht
Staffel 16, Folge 15
Vorarbeiten des Handwerkers: Spengler Manfred Hofmann falzt die Kanten des Wasserfangkastens aus Zinkblech in seiner Werkstatt in Singhofen Rheinland-Pfalz.Bild: SWR/Annette DanyAn fast jedem Haus sind sie zu finden – doch kaum jemand schenkt ihnen Beachtung: Dachrinnen und Fallrohre. Dabei sorgen sie dafür, dass ein Haus mit Regen klarkommt, dass Wasser nicht schadet, sondern seinen Weg findet – geplant, zuverlässig und kontrolliert. Dafür sind Spengler:innen zuständig. Schritt für Schritt zeigt Spengler Manfred Hofmann, wie aus Blechen und Rohren eine funktionierende Dachentwässerung entsteht. Für eine denkmalgeschützte Villa fertigt er passgenaue Dachrinnen, einen verzierten Wasserfangkasten und einen Gliederbogen, der sich exakt an die Fassade schmiegt. Dabei benötigt er vor allem ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, um aus flachen Blechen dreidimensionale Formen entstehen zu lassen. Mit großer Präzision, gestalterischem Gespür und dem richtigen Hammerschlag ermöglicht er mit seiner handwerklichen Kunst, dass Häuser über Jahrzehnte allen Wettern und Niederschlägen trotzen können. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 09.05.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2026 SWR 268. Wie man einen Glockenturm erneuert
Staffel 16, Folge 16Glockenspezialist Simon Westermann bearbeitet das Joch der Kirchenglocke.Bild: SWR/teamWERK/Dirk SchwarzZimmerermeister Sebastian Luib und sein Team restaurieren in Wangen bei Ostrach die historische Kapelle St. Michael. Sie widmen sich sorgfältig dem jahrhundertealten Glockenturm und insbesondere dem Glockenstuhl, dessen Holzkonstruktion durch Witterung, Pilzbefall und Schädlinge stark beschädigt ist. Mit viel Erfahrung und handwerklichem Geschick heben sie den Turmhelm und den Glockenstuhl ab und bringen beide in die Werkstatt nach Bad Saulgau. Dort werden die beschädigten Holzteile gesundgeschnitten und passgenaue Beihölzer und Holzprothesen angefertigt – eine Königsdisziplin des Zimmererhandwerks. Parallel überprüft Glockenspezialist Simon Westermann das Läutewerk und erneuert Verschleißteile. Nach der präzisen Restaurierung erfolgt der Wiedereinbau. Die Glocke wird wieder sicher aufgehängt und dreimal angeschlagen – ein Moment, der Tradition und Handwerkskunst lebendig werden lässt. So erklingt der Turm künftig wieder in voller Pracht und bewahrt das kulturelle Erbe. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 16.05.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 17.05.2026 SWR 269. Wie man einen klassischen Laufschuh macht
Staffel 16, Folge 17Den Laufschuh „Roadrunner“ trugen in den 1970er Jahren sogar Goldmedaillengewinner:innen. Heute wird der Schuh vor allem im Alltag genutzt – als Sneaker.Bild: SWR/Wolfgang DürrSie waren der große Wurf des Schuhmachers Eugen Brütting aus Oberfranken: die Laufschuhe mit dem Namen „Roadrunner“. Ende der 1960er Jahre hatte er den Schuh gemeinsam mit dem neuseeländischen Läufer und Langstreckentrainer Arthur Lydiard entwickelt. Den besonderen Erfolg des aus Velourleder hergestellten „Roadrunners“ machte seine dämpfende, aus drei Gummischichten bestehende Mittelsohle aus. Dadurch konnte er insbesondere auf befestigten Wegen und harten Böden getragen werden. Aufgrund seiner guten Aufpralldämmung wurde er zum Schuh einer Läufer:innen-Generation: Die Diskuswerferin und Weltrekordlerin Liesel Westermann trug den Schuh genauso wie Bernd Kannenberg, der mit ihm bei den Olympischen Spielen 1972 Gold im 50 Kilometer Gehen holte. Bis heute wird der weitgehend in Handarbeit hergestellt Schuh getragen: inzwischen weniger beim Sport als im Alltag – als Sneaker. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 23.05.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 SWR 270. Wie man einen coolen Männerhut macht
Staffel 16, Folge 18Der Stumpe wird mittels Hitze und Dampf formbar gemacht und bekommt seine Form, in dem er auf Holzformen aufgezogen und fixiert wird. Die bestehen aus Holzkopf und Holzrand.Bild: SWR/Daniela SchmitzDer Hut – einst unverzichtbares Symbol für Klasse und gesellschaftlichen Rang – ist heute eher stilvolles Accessoire mit Charakter. Elke Tombers, gelernte Modistin, kennt jede Kopfform und weiß, welcher Hut perfekt dazu passt. Vom Formen der Stulpe bis zur Gestaltung der Krempe beherrscht sie die Kunst der Hutherstellung in feinster Handarbeit. Ihre Berufung gilt Männerhüten. Damenhüte erscheinen ihr oft als filigrane Spielwiesen aus Formen und Strukturen. Die wahre Kunst beim Männerhut liegt für sie in der Reduktion – darin, mit wenigen, präzisen Elementen Stil und Ausdruck zu vollenden. Bis ein Hut seine endgültige Form erreicht, vergehen mehrere Tage: Die Woll- oder Haarstumpen werden sorgfältig geformt, Garnitur, Futter und Krempe präzise abgestimmt. Schritt für Schritt entsteht so handwerkliche Kunst, die erst dann vollendet ist, wenn sie auf dem Kopf des Trägers jene selbstverständliche Eleganz entfaltet, die einen guten Hut auszeichnet. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 07.06.2026 SWR 271. Wie man Mosaikpflaster legt
Staffel 16, Folge 19Das Pflastermosaik wird in Freiburg eingesetzt.Bild: SWR/Eikon Film GmbH/Feline GerhardtSteine, Sand und Wasser – Hammer, Spachtel und Eimer: Das sind die entscheidenden Materialien und Werkzeuge, um Mosaikpflaster entstehen zu lassen. Es kommt auf das richtige Gespür an: Wie lassen sich unterschiedliche Steine so spalten und zusammenfügen, dass am Ende ein harmonisches Muster und ein Eindruck von Ruhe entstehen? In Freiburg verwenden die Pflasterer:innen häufig Rheinkiesel aus unterschiedlichen Mineralien: Quarzit, Basalt, Porphyr. Bei der Restaurierung eines alten Mosaiks kommen ausschließlich die bereits gepflasterten Kiesel wieder zum Einsatz, die nun in eine Stahlwanne und in Mörtel verlegt werden. Als in den 1970er Jahren die Altstadt zur Fußgängerzone umgewandelt wurde, erlebte die Pflasterkunst eine Renaissance. Allein im Zentrum liegen mehr als 400 Pflastermosaike und werden stetig erweitert. Vor dem Eingang des Augustinermuseums entsteht das neueste Pflastermosaik: ellipsenförmig und aus Marmor, der mit einer Hochdruck-Wasserstrahlmaschine zugeschnitten wurde. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 13.06.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 14.06.2026 SWR 272. Wie man einen Gartenzwerg macht
Staffel 16, Folge 20Helma Ortmann hat die traditionelle Manufaktur für Gartenzwerge übernommen.Bild: SWR/Eikon Media GmbH/Luca UllricLieben oder hassen? – bei Gartenzwergen ist da wenig Spielraum. Die Herstellung der Zwerge erfordert viel Liebe, einen Blick fürs Detail und jede Menge Know-how. Helma Ortmann gehört Europas einzige Gartenzwerg-Manufaktur in Gräfenroda. Sie gießt die Zwerge in zum Teil mehr als hundert Jahre alte Modellformen. Bereits die Konsistenz des Tongemischs ist entscheidend. Auch das Ausformen muss genau zum richtigen Zeitpunkt geschehen, damit der Gartenzwerg gelingt. Dann braucht es viel Geduld und Sorgfalt, um die einzelnen Teile sauber zu verbinden. Helma Ortmann kennt die Tricks, damit beim späteren Brennen die Form nicht platzt. Ein Gartenzwerg kann aus 14 einzelnen Teilen bestehen. Der Bart wird noch handgezupft und nur wenn alles stimmt, wandert der Zwerg in den Brennofen. Dann kommt Sven Berra, ein Gartenzwerg-Nerd im besten Sinne, und widmet sich der aufwändigen Bemalung. Auch hier ist sie wieder zu spüren: die Liebe für den Gartenzwerg. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 20.06.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 21.06.2026 SWR 273. Wie man einen Carport baut
Staffel 16, Folge 21In der Werkhalle der Zimmerei Borrmann in Undenheim, Rheinland-Pfalz: Sebastian Mitsch verschweißt Dichtungsbahnen auf dem Dachelement.Bild: SWRCarports gehören heutzutage zu Häusern wie die obligatorische Garage in den 1960er und 1970er Jahren. Inzwischen hat man gelernt, dass ein Carport nicht nur besser, weil luftiger für ein Auto ist – sondern auch luftiger aussieht. In der Zimmerei Borrmann in Undenheim in Rheinhessen entsteht ein Carport in Holzrahmenbauweise. Die Montagepläne entstehen am Computer und Zimmermann Sebastian Mitsch schneidet die Hölzer in einer CNC-Abbundanlage zu. Die großen Wandteile, die Dachelemente und Verbindungskonstruktionen entstehen in der Werkstatt und auf die Dachflächen wird schon eine Abdichtung aufgebracht. Jedes einzelne Bauteil hat ein Gewicht von bis zu zwei Tonnen und wird vor Ort mit einem Kran in Position gebracht. Die Zimmerleute verbinden die einzelnen Holzelemente vor Ort, richten sie aus und befestigen sie. Der Holz-Carport steht an seinem Platz – ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von traditionellem Handwerk und moderner Technik. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 04.07.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 SWR 274. Wie man Baklava macht
Staffel 16, Folge 22Baklavabäcker Mehmet Usta aus Neckarsulm rollt Pistazienrollen in der Backstube.Bild: SWR/ EIKON Media /Luisa SaalEin hauchdünner Teig, Pistazien oder Walnüsse, Zuckersirup, Butter: Das ist Baklava. Klingt einfach, doch Baklava, das türkische Gebäck, ist echte handwerkliche Kunst. „Usta“ ist die türkische Bezeichnung für Meister und diesen Ehrentitel hat sich Mehmet Yilmaz in Neckarsulm zu Recht erworben. Fertigprodukte kommen ihm nicht in die Backstube. Alles macht er selbst: den Teig, die Pistazienfüllung nach eigenem Geheimrezept und den Zuckersirup, der die süßen Teilchen zum Glänzen bringt. Mehmet Yilmaz war aus seiner türkischen Heimat nach Deutschland gezogen. Seine Frau Betül ist hier aufgewachsen. In ihrem Heimatort hat er seine Bäckerei und ein kleines Café eingerichtet. Für den Handwerkskünstler kommt es beim Backen auf alle Sinne an: das Gefühl in den Händen beim Formen des sensiblen Teigs, am Geräusch zu erkennen, wann das Baklava aus dem Ofen muss sowie ein gutes Auge beim Schneiden der knusprigen Teilchen. „Baklava, das ist mein Leben.“, sagt Mehmet Yilmaz. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 11.07.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 SWR 275. Wie man ein Segelflugzeug baut
Staffel 16, Folge 23Segelflugzeuge aus Carbon, gebaut mit Harz und in Handarbeit – leicht und stabil – für die große Freiheit in der Luft. Der Rumpf des Segelflugzeugs wird mit Kohlefaser eingelegt.Bild: SWR/Lars ReutherDer Traum vom Segelfliegen: frei wie ein Vogel in der Luft, ganz ohne Motor. In Kirchheim unter Teck, am Fuße der Schwäbischen Alb, arbeitet man daran. In historischen Hallen baut das Familienunternehmen „Schempp-Hirth“ Segelflugzeuge. Die Herausforderung: Leicht sollen sie sein und stabil – denn die Kräfte in der Luft, die Flugzeug und Pilot:in in die Höhe treiben, sind gewaltig. Dabei sind die Außenwände des Fliegers nur wenige Millimeter dünn: Carbon- und Glasfasern werden von Hand zugeschnitten, in Formen gelegt und mit Harz verbunden. Während so Rumpf und Flügel entstehen, wird auch der Rest von Hand gefertigt: Man muss Stahl schweißen, Seile und Kabel verlegen, die Steuerung anpassen und einbauen, Oberflächen spachteln, lackieren, schleifen und polieren – bis die Aerodynamik perfekt ist. So entsteht aus mehr als 100.000 Teilen ein Segelflugzeug, das mit den Kräften in der Luft arbeitet – und den Traum vom vogelgleichen Dahingleiten wahr werden lässt. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 SWR 276. Wie man ein Backhaus baut
Staffel 16, Folge 24Seit Generationen gehört das alte Backhaus zum Hof der Familie Leitner im Schwäbischen Wald. Hier wurde gemeinsam gebacken, gearbeitet und gefeiert. Doch das alte Gebäude ist stark beschädigt. Ofenbauer Daniel Reisinger soll das historische Backhaus mit der Familie, Helfer:innen und Handwerker:innen wieder aufbauen. Die Zuschauer:innen erleben alle Schritte der aufwendigen Sanierung: vom Freilegen der alten Ofenkuppel über das Auskratzen brüchiger Fugen und das Vermauern neuer Rauchgaszüge bis zum Aufbau des Dachstuhls und dem ersten Einheizen des Holzbackofens. Dabei arbeitet Daniel mit traditionellen Materialien wie Lehm, Stroh und Schamottsteinen und verbindet jahrhundertealtes Wissen mit modernen Brandschutzanforderungen. Gezeigt nicht nur die handwerkliche Arbeit am Ofen, sondern auch, wie ein gemeinsames Bauprojekt Menschen zusammenbringt. Mit Feuer und frisch gebackenem Brot wird das Backhaus am Ende wieder zum Mittelpunkt des Hofes – echte Handwerkskunst mit viel Emotion. (Text: SWR)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 25.07.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 SWR 277. Wie man Fische fängt und räuchert
Staffel 16, Folge 25Seit Generationen leben die Riebels auf der Insel Reichenau vom Bodensee. Doch die Fischerei hat sich verändert. Die Fänge gehen zurück, viele Berufsfischer:innen haben aufgegeben und Nachwuchs gibt es kaum noch. Trotzdem fahren Stefan und Urs Riebel jeden Tag hinaus auf den See, legen Netze und Reusen aus und hoffen auf einen guten Fang. Die Doku begleitet die Fischer durch ihren gesamten Arbeitsalltag: Vom Einholen der Netze über das Ausnehmen, Filetieren und Räuchern bis in die Fischbrutanstalt, wo neue Jungfische für den See aufgezogen werden. Gezeigt wird, wie viel Handarbeit, Erfahrung und Geduld in einem Lebensmittel stecken, das viele nur fertig auf dem Teller sehen. Zwischen Schilfgürteln, Fangkammern und Rauchofen entsteht das Porträt eines Handwerks, das seit Jahrhunderten zum Bodensee gehört und bis heute vom Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur lebt. (Text: SR)Deutsche TV-Premiere So. 09.08.2026 SWR 278. Wie man eine Stromtrasse baut
Staffel 16, Folge 26Die Energiewende schreitet voran. In Deutschland stammt immer mehr Strom aus Windkraft und Sonne. Dieser zusätzliche Strom stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Ob es um Wind- oder Solarstrom geht – ob aus Norddeutschland oder dem Hunsrück. Die alten Leitungen sind in vielen Fällen nicht stark genug, um den Strom von der Quelle zu den Verbrauchenden zu leiten. Deswegen werden seit Jahren die Übertragungsnetze ausgebaut. So auch in der Eifel zwischen Metternich im Westen und Koblenz im Osten. Hier wird nördlich der Mosel auf 105 Kilometern die Stromtrasse erneuert. Mehr als 300 Fundamente werden geschaffen, Strommasten werden entlang der bestehenden Trasse von Metternich nach Koblenz neu aufgestellt. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 16.08.2026 SWR 279. Wie man einen Bienenkorb macht
Staffel 16, Folge 27Das lange Roggenstroh ist ideal zum Flechten. Vier Tage benötigt Ante Hamersmit für einen Bienenkorb.Bild: SWR/Gabriele DamaskoFür RP und „Ich will nur das Beste für meine Bienen“, sagt Ante Hamersmit und meint damit Bienenkörbe. Ihn interessiert nicht der Honig, den seine Bienen erzeugen, sondern ihre Behausung. Da hat sich der 43-Jährige klar festgelegt. Er findet, es sind die Körbe, in denen die Bienen auf natürlichste Weise ihre Waben bauen können. Er kam über die Makrofotografie zu den Insekten und schließlich zu den Bienen. Seitdem baut er aus Roggenstroh und Rattan Bienenkörbe. Die traditionellste Form dieser kuppelförmigen Körbe ist der Lüneburger Stülper, der aus der Heideimkerei in den Südwesten gekommen ist. Der Ingenieur und Manager mit eigener Firma ist fasziniert, was Menschen mit ihren Händen erschaffen konnten. Er steckt viel Leidenschaft und Arbeit in seine Bienenkörbe. Bis zu vier Tage intensives Flechten, dann hat er ein besonderes Stück geschaffen. Das Know-how gibt er auch in Seminaren weiter. Ante will auf keinen Fall, dass dieses Handwerk verloren geht. (Text: SR)Deutsche TV-Premiere So. 23.08.2026 SWR 280. Wie man eine Obstleiter baut
Staffel 16, Folge 28Helfer bei der Ernte: Wie man eine Obstleiter baut, das wissen nur noch wenige Betriebe in Deutschland.Bild: SWR/Eikon Media/Luca UllrichWie man eine Obstleiter baut, wissen nur noch wenige Betriebe in Deutschland. Bei „Leitern-Beck“ im schwäbischen Dettingen an der Erms gehört der Leitern-Bau sozusagen zur Familien-DNA. Chefin Ingrid Ertel hat den Betrieb in siebter Generation übernommen. Ingrid Ertels Vorfahr:innen waren Wagner. Sie arbeiteten sowohl mit Holz als auch mit Metall. Heutzutage braucht man zwei Berufsgruppen zum Bau der Leiter: Schreiner:innen und Schlosser:innen. In Ingrid Ertels Betrieb werden die Holme, die Sprossen und die Stützen hergestellt. Die Beschläge aus Metall, also das verbindende Gelenk zwischen Leiter und Stützen, sowie die Spitzen an den Enden des Holms und der Stützen liefert eine Schlosserei zu – im Fall von „Leitern-Beck“ ist das die „Schlosserei Schwenkel“ in Hülben auf der Schwäbischen Alb. Dass sich das Know-how um die Obstleitern ausgerechnet im Ermstal erhalten hat, ist kein Zufall. „Leitern-Beck“ liegt mitten in einem der wichtigsten Obstanbaugebiete. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere So. 06.09.2026 SWR
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