Staffel 16, Folge 21⁠–⁠39

  • Staffel 16, Folge 21
    In der Werkhalle der Zimmerei Borrmann in Undenheim, Rheinland-Pfalz: Sebastian Mitsch verschweißt Dichtungsbahnen auf dem Dachelement. – Bild: SWR
    In der Werkhalle der Zimmerei Borrmann in Undenheim, Rheinland-Pfalz: Sebastian Mitsch verschweißt Dichtungsbahnen auf dem Dachelement.
    Carports gehören heutzutage zu Häusern wie die obligatorische Garage in den 1960er und 1970er Jahren. Inzwischen hat man gelernt, dass ein Carport nicht nur besser, weil luftiger für ein Auto ist – sondern auch luftiger aussieht. In der Zimmerei Borrmann in Undenheim in Rheinhessen entsteht ein Carport in Holzrahmenbauweise. Die Montagepläne entstehen am Computer und Zimmermann Sebastian Mitsch schneidet die Hölzer in einer CNC-Abbundanlage zu. Die großen Wandteile, die Dachelemente und Verbindungskonstruktionen entstehen in der Werkstatt und auf die Dachflächen wird schon eine Abdichtung aufgebracht. Jedes einzelne Bauteil hat ein Gewicht von bis zu zwei Tonnen und wird vor Ort mit einem Kran in Position gebracht. Die Zimmerleute verbinden die einzelnen Holzelemente vor Ort, richten sie aus und befestigen sie. Der Holz-Carport steht an seinem Platz – ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von traditionellem Handwerk und moderner Technik. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 04.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 22
    Baklavabäcker Mehmet Usta aus Neckarsulm rollt Pistazienrollen in der Backstube.
    Ein hauchdünner Teig, Pistazien oder Walnüsse, Zuckersirup, Butter: Das ist Baklava. Klingt einfach, doch Baklava, das türkische Gebäck, ist echte handwerkliche Kunst. „Usta“ ist die türkische Bezeichnung für Meister und diesen Ehrentitel hat sich Mehmet Yilmaz in Neckarsulm zu Recht erworben. Fertigprodukte kommen ihm nicht in die Backstube. Alles macht er selbst: den Teig, die Pistazienfüllung nach eigenem Geheimrezept und den Zuckersirup, der die süßen Teilchen zum Glänzen bringt. Mehmet Yilmaz war aus seiner türkischen Heimat nach Deutschland gezogen. Seine Frau Betül ist hier aufgewachsen. In ihrem Heimatort hat er seine Bäckerei und ein kleines Café eingerichtet. Für den Handwerkskünstler kommt es beim Backen auf alle Sinne an: das Gefühl in den Händen beim Formen des sensiblen Teigs, am Geräusch zu erkennen, wann das Baklava aus dem Ofen muss sowie ein gutes Auge beim Schneiden der knusprigen Teilchen. „Baklava, das ist mein Leben.“, sagt Mehmet Yilmaz. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 11.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 23
    Segelflugzeuge aus Carbon, gebaut mit Harz und in Handarbeit – leicht und stabil – für die große Freiheit in der Luft. Der Rumpf des Segelflugzeugs wird mit Kohlefaser eingelegt.
    Der Traum vom Segelfliegen: frei wie ein Vogel in der Luft, ganz ohne Motor. In Kirchheim unter Teck, am Fuße der Schwäbischen Alb, arbeitet man daran. In historischen Hallen baut das Familienunternehmen „Schempp-Hirth“ Segelflugzeuge. Die Herausforderung: Leicht sollen sie sein und stabil – denn die Kräfte in der Luft, die Flugzeug und Pilot:in in die Höhe treiben, sind gewaltig. Dabei sind die Außenwände des Fliegers nur wenige Millimeter dünn: Carbon- und Glasfasern werden von Hand zugeschnitten, in Formen gelegt und mit Harz verbunden. Während so Rumpf und Flügel entstehen, wird auch der Rest von Hand gefertigt: Man muss Stahl schweißen, Seile und Kabel verlegen, die Steuerung anpassen und einbauen, Oberflächen spachteln, lackieren, schleifen und polieren – bis die Aerodynamik perfekt ist. So entsteht aus mehr als 100.000 Teilen ein Segelflugzeug, das mit den Kräften in der Luft arbeitet – und den Traum vom vogelgleichen Dahingleiten wahr werden lässt. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 24
    Seit Generationen gehört das alte Backhaus zum Hof der Familie Leitner im Schwäbischen Wald. Hier wurde gemeinsam gebacken, gearbeitet und gefeiert. Doch das alte Gebäude ist stark beschädigt. Ofenbauer Daniel Reisinger soll das historische Backhaus mit der Familie, Helfer:innen und Handwerker:innen wieder aufbauen. Die Zuschauer:innen erleben alle Schritte der aufwendigen Sanierung: vom Freilegen der alten Ofenkuppel über das Auskratzen brüchiger Fugen und das Vermauern neuer Rauchgaszüge bis zum Aufbau des Dachstuhls und dem ersten Einheizen des Holzbackofens. Dabei arbeitet Daniel mit traditionellen Materialien wie Lehm, Stroh und Schamottsteinen und verbindet jahrhundertealtes Wissen mit modernen Brandschutzanforderungen. Gezeigt nicht nur die handwerkliche Arbeit am Ofen, sondern auch, wie ein gemeinsames Bauprojekt Menschen zusammenbringt. Mit Feuer und frisch gebackenem Brot wird das Backhaus am Ende wieder zum Mittelpunkt des Hofes – echte Handwerkskunst mit viel Emotion. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 25.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 25
    Seit Generationen leben die Riebels auf der Insel Reichenau vom Bodensee. Doch die Fischerei hat sich verändert. Die Fänge gehen zurück, viele Berufsfischer:innen haben aufgegeben und Nachwuchs gibt es kaum noch. Trotzdem fahren Stefan und Urs Riebel jeden Tag hinaus auf den See, legen Netze und Reusen aus und hoffen auf einen guten Fang. Die Doku begleitet die Fischer durch ihren gesamten Arbeitsalltag: Vom Einholen der Netze über das Ausnehmen, Filetieren und Räuchern bis in die Fischbrutanstalt, wo neue Jungfische für den See aufgezogen werden. Gezeigt wird, wie viel Handarbeit, Erfahrung und Geduld in einem Lebensmittel stecken, das viele nur fertig auf dem Teller sehen. Zwischen Schilfgürteln, Fangkammern und Rauchofen entsteht das Porträt eines Handwerks, das seit Jahrhunderten zum Bodensee gehört und bis heute vom Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur lebt. (Text: SR)
    Deutsche TV-Premiere So. 09.08.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 26
    Lange Leitung: Um die tonnenschweren Stromleitungen auf die Masten zu bekommen wird zuerst ein Kunststoffseil hochgezogen. Hier mit einem Hubschrauber.
    Die Energiewende schreitet voran. In Deutschland stammt immer mehr Strom aus Windkraft und Sonne. Dieser zusätzliche Strom stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Ob es um Wind- oder Solarstrom geht – ob aus Norddeutschland oder dem Hunsrück. Die alten Leitungen sind in vielen Fällen nicht stark genug, um den Strom von der Quelle zu den Verbrauchenden zu leiten. Deswegen werden seit Jahren die Übertragungsnetze ausgebaut. So auch in der Eifel zwischen Metternich im Westen und Koblenz im Osten. Hier wird nördlich der Mosel auf 105 Kilometern die Stromtrasse erneuert. Mehr als 300 Fundamente werden geschaffen, Strommasten werden entlang der bestehenden Trasse von Metternich nach Koblenz neu aufgestellt. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 15.08.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 16.08.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 27
    Das lange Roggenstroh ist ideal zum Flechten. Vier Tage benötigt Ante Hamersmit für einen Bienenkorb.
    Für RP und „Ich will nur das Beste für meine Bienen“, sagt Ante Hamersmit und meint damit Bienenkörbe. Ihn interessiert nicht der Honig, den seine Bienen erzeugen, sondern ihre Behausung. Da hat sich der 43-Jährige klar festgelegt. Er findet, es sind die Körbe, in denen die Bienen auf natürlichste Weise ihre Waben bauen können. Er kam über die Makrofotografie zu den Insekten und schließlich zu den Bienen. Seitdem baut er aus Roggenstroh und Rattan Bienenkörbe. Die traditionellste Form dieser kuppelförmigen Körbe ist der Lüneburger Stülper, der aus der Heideimkerei in den Südwesten gekommen ist. Der Ingenieur und Manager mit eigener Firma ist fasziniert, was Menschen mit ihren Händen erschaffen konnten. Er steckt viel Leidenschaft und Arbeit in seine Bienenkörbe. Bis zu vier Tage intensives Flechten, dann hat er ein besonderes Stück geschaffen. Das Know-how gibt er auch in Seminaren weiter. Ante will auf keinen Fall, dass dieses Handwerk verloren geht. (Text: SR)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 18.08.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 23.08.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 28
    Schreinermeister Martin Seeger an der Kettenfräse. Die Firma Leitern-Beck im schwäbischen Dettingen an der Erms stellt die Holme, die Sprossen und die Stützen für Obstleitern selbst her.
    Wie man eine Obstleiter baut, wissen nur noch wenige Betriebe in Deutschland. Bei „Leitern-Beck“ im schwäbischen Dettingen an der Erms gehört der Leitern-Bau sozusagen zur Familien-DNA. Chefin Ingrid Ertel hat den Betrieb in siebter Generation übernommen. Ingrid Ertels Vorfahr:innen waren Wagner. Sie arbeiteten sowohl mit Holz als auch mit Metall. Heutzutage braucht man zwei Berufsgruppen zum Bau der Leiter: Schreiner:innen und Schlosser:innen. In Ingrid Ertels Betrieb werden die Holme, die Sprossen und die Stützen hergestellt. Die Beschläge aus Metall, also das verbindende Gelenk zwischen Leiter und Stützen, sowie die Spitzen an den Enden des Holms und der Stützen liefert eine Schlosserei zu – im Fall von „Leitern-Beck“ ist das die „Schlosserei Schwenkel“ in Hülben auf der Schwäbischen Alb. Dass sich das Know-how um die Obstleitern ausgerechnet im Ermstal erhalten hat, ist kein Zufall. „Leitern-Beck“ liegt mitten in einem der wichtigsten Obstanbaugebiete. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 05.09.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 06.09.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 29
    Maurer Daniel Marques beim Mauern des Erdgeschosses mit Bimssteinen.
    Wie mauert man ein Haus? Klar, Stein auf Stein, mit Mörtel und das Ganze dauert – nicht nur das Mauern, auch das Trocknen. Doch macht man das wirklich noch so? Der Dexheimer Maurermeister Erik Zedler zeigt sein Handwerk: Ein bestehendes Wohnhaus in Gimbsheim in Rheinhessen wird aufgestockt und um einen zweigeschossigen Neubau erweitert. Die Zuschauer:innen begleiten den Bauablauf ab der fertigen Bodenplatte des Neubaus. Den Auftakt bildet das Verlegen einer Bitumenbahn als Feuchtigkeitssperre auf der Bodenplatte. Anschließend wird die erste Bimssteinlage sorgfältig in Mörtel gesetzt, bevor die weiteren Mauersteine mit Dünnbettmörtel verarbeitet werden. Im Altbau fügt Erik Zedler eine tragende Innenwand ein. Eine abschließende Betondecke im ersten Obergeschoss verbindet beide Gebäudeteile. Maurermeister Zedler bringt seine jahrzehntelange Erfahrung ein und macht alle klassischen Arbeitsschritte des Maurerhandwerks sichtbar. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 12.09.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 13.09.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 30
    Der beleuchtete Kleiderschrank aus Zirbenholz über Eck mit Boutique-Schrank und Alltagsschrank.
    In dieser Folge der SWR Reihe entsteht ein maßgefertigter Kleiderschrank aus hochwertigem Zirbenholz, das durch seinen charakteristischen Duft besticht und für seine positiven Eigenschaften auf den Schlaf bekannt ist. Gefertigt von Schreiner Julius Lux vom Stuttgarter Handwerksbetrieb „Kopf“ ist dieser exklusive Schrank weit mehr als ein Möbelstück – ein Luxusobjekt, das sich die Kundin nach ihren individuellen Vorstellungen anfertigen lässt. Mit einem Wert wie ein Mittelklassewagen wird der Kleiderschrank zum Meisterwerk, das in Qualität, Funktionalität und Ästhetik kaum Wünsche offenlässt. In mehr als fünf Wochen intensiver Arbeit wird jedes Detail mit höchster Präzision und Sorgfalt umgesetzt. Die Dokumentation führt vom aromatischen Zirbenholz aus den Alpen über den Entwurf und die Handarbeit in der Werkstatt bis zur perfekten Anpassung im Schlafzimmer. Dank der massiven Holzkonstruktion überdauert das Möbelstück Generationen und wird zum individuell gestalteten Unikat. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 20.09.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 31
    Ingo Rothermund (l.) und Helmut Rehberg (r.) in ihrer Bootsbau-Werkstatt in Celle
    Auf den Flüssen in Deutschland sind sie immer seltener zu sehen: Ruderboote aus Holz. Doch in einer kleinen Werft in Celle werden sie noch gebaut. Helmut Rehberg ist der einzige Bootsbauer in Deutschland, der sogenannte „formverleimte Ruderboote“ aus Mahagoniholz herstellt. Eine besondere Technik, die Boote langlebig und einzigartig macht. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ingo Rothermund stellt Helmut Rehberg nun das letzte Ruderboot dieser Art her und beendet nach mehr als 50 Jahren sein Lebenswerk. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 26.09.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 32
    Kaum eine Wurst ist in Deutschland so bekannt wie sie: die Thüringer Rostbratwurst. Sie ist weit über die Landesgrenzen hinaus Kult und in Thüringen Teil des immateriellen Kulturerbes. Langfristig soll die Thüringer Bratwurstkultur auch auf die Unesco-Liste. Doch was macht eine echte Thüringer Rostbratwurst aus und wie viel Handwerk steckt in ihr? In Weitisberga zeigt Fleischermeister Marian Michel, worauf es ankommt. Er führt die Tradition seiner Familie bereits in fünfter Generation fort. Das Fleisch wird sorgfältig ausgewählt, vorbereitet, zerkleinert und gewürzt. Entscheidend sind nicht nur die Zutaten, sondern auch Temperatur, Konsistenz und das richtige Gespür für das Brät. Anschließend wird die Masse in einen Darm gefüllt, abgedreht und portioniert. Marian Michel verbindet überliefertes Wissen und Familienrezepte mit moderner Fleischereitechnik. Schritt für Schritt erleben die Zuschauenden, wie aus wenigen Zutaten eine der bekanntesten Spezialitäten Deutschlands entsteht. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 03.10.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.10.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 33
    Henrik Pauly „der Hanfingenieur“ beim Sprühen von Hanfkalk
    Seit mehr als 15 Jahren ist der Ingenieur Henrik Pauly im Bauwesen aktiv, hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt, arbeitet heute jedoch nur noch mit Hanfkalk. Ihn begeistert, dass das Baumaterial so puristisch ist: Hanfschäben, Kalk und Wasser – mehr braucht es nicht, um massive Häuser zu bauen. Das überzeugt auch Hans und Claire Richter aus Kernen im Remstal. Sie sanieren ihr Fachwerkhaus mit Hanfkalk, bauen ganze Wände direkt vor Ort. Denn der Hanfkalk dämmt besser als konventionelle Baustoffe. Auch der Eigentümer des „Fischkastenhofs“ in Seelbach im Schwarzwald setzt auf Hanfkalk. Henrik Pauly mauert hier mit Hanfsteinen und setzt auch die Sprühtechnik ein. Hanf ist für Pauly ein universeller Schlüsselwerkstoff, der CO2 bindet, anstatt es freizusetzen. Ein nachwachsender Rohstoff, der überall gedeiht, kaum Pestizide und Dünger benötigt und schnell wächst. Der Clou: Am Ende seines Lebenszyklus kann ein Hanfhaus sogar komplett kompostiert werden. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 10.10.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 11.10.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 34
    Zwischen Bodensee und Elsass: In die Ölmühle Walz in der Ortenau bringen Privatpersonen seit über 30 Jahren ihre Walnüsse zum Pressen.
    In der Ortenau stellen Sylvie Mayer und Jochen Hättig naturbelassene und gehaltvolle Öle her. Die erntereifen und regionalen Saaten beziehen sie zwischen Bodensee und dem benachbarten Elsass – etwa Walnüsse, Blaumohn oder Lein. In der Ölmühle in Oberkirch produzieren die Geschwister wie die Generationen vor ihnen. Mit der Wasserkraft des Mühlbachs, in Handarbeit und mit viel Zeit auf Maschinen von 1919. Im sogenannten Pressseiher schichten sie die ölhaltigen Nüsse. Durch den Druck der Stempelpresse fließt das Walnussöl aus dem doppelwandigen Zylinder – drei Stunden lang, im ersten von insgesamt drei Durchgängen. Die Saaten des Blaumohns und Ölleins pressen sie in der sogenannten Schneckenpresse. Ob Schnecken- oder Stempelpresse, sie stellen die Öle nativ und kaltgepresst her – ohne Zusätze und nicht erhitzt – auch das hat hier Tradition. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 17.10.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 18.10.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 35
    Gärtnerin Lara Rebmann-Meinzer präsentiert eine ihrer Gemüsekisten.
    Das Ganze ist relativ komplex und findet unterirdisch statt, für die meisten verborgen: aktives Bodenleben, Wurzelatmung und Humusbildung. Arved Meinzer und seine Frau Lara setzen in ihrer Gärtnerei in Wittlich in der Eifel ganz unten an: beim Boden. Auf ihrem Weg zu nahrhaftem Gemüse arbeiten die beiden dabei konsequent von Hand und ohne Maschinen. Sie graben den Boden nicht um, halten ihre Beete stets bedeckt und geben dem Boden, was er braucht, um gesund und lebendig zu bleiben. Denn für sie ist klar: Nur ein vielfältiges Bodenleben bringt starke Pflanzen hervor und damit Gemüse, das den Menschen guttut. Die SWR Kamera begleitet die Gärtner Arved und Lara Meinzer durch eine gesamte Saison, von der Aussaat bis zur Ernte, und zeigt, was es wirklich braucht, um nahrhaftes Gemüse anzubauen. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 24.10.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 25.10.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 36
    Die 150 Jahre alte Eingangstür am Welfen-Gymnasium in Ravensburg muss restauriert werden. Alles an dieser Tür ist handgemacht: Von den aufwändig geschnitzten Holzverzierungen bis zu den handgeschmiedeten Eisengittern. Schreiner Wolfgang Michelberger zeigt, wie traditionelle Handwerkskunst und moderne Techniken ein denkmalgeschütztes Unikat für kommende Generationen erhalten. Morsches Holz muss ersetzt, verrostete Beschläge müssen wieder gangbar gemacht und fehlende Zierelemente originalgetreu per Hand nachgeschnitzt werden. Dafür muss er sich mit der Geschichte seines Handwerks auskennen: Welche Materialien wurden damals eingesetzt und sind denkmalgerecht? Gleichzeitig wendet er neue Verfahren an, um die alte Substanz der Tür nicht zu beschädigen. Bei alldem darf er die Funktionalität nicht vernachlässigen: Die Tür muss dem täglichen Gebrauch durch hunderte Schülerinnen und Schüler standhalten. Eine komplexe Aufgabe für einen Schreiner mit viel Erfahrung und Liebe zu seinem Handwerk. (Text: SWR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 31.10.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 01.11.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 37
    Das Team des Familienbetriebs Waco (v.l.n.r.): Uwe Brückner, Bettina Aust-Brückner, Mariele Aust, Christoph Aust. Sie fertigen Lederkombis seit 1993.
    Eine Motorrad-Lederkombi ist Vertrauenssache, denn man sitzt auf dem Motorrad oft stundenlang darin. Wenn es ständig zwickt und zwackt, wird der Bikertrip sehr schnell zum Albtraum. Für eine sichere zweit Haut schneiden Christoph Aust und Uwe Brückner zunächst Schablonen aus Pappe zu: für Arme, Oberkörper, Beine. Der Grundschnitt beinhaltet 16 Teile. Mit Hilfe der Schablonen wird dann das Känguruleder zugeschnitten. Dann geht’s an die Nähmaschinen: Die einzelnen Lederteile werden zusammengefügt und das Innenfutter hergestellt. Die Austs können auch Kombis mit Airbag produzieren. Unter der Kundschaft der Familie sind viele professionelle Rennfahrer, doch auch Amateur:innen, die es gemütlicher angehen lassen. Drei Tage sind die „Lederschneider“ mit einem Anzug beschäftigt. Die SWR Kamera hat ihnen in ihrer Werkstatt über die Schulter geschaut – auf dem Land in Niederbayern. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 38
    SWR HANDWERKSKUNST!, „Wie man ein Haus mit Holz verkleidet und dämmt“. Die Zimmermänner Stefan Sulga und Philipp Block bringen einen Etagenstross an.
    In Rietenau bei Backnang verkleidet Zimmerer und Bauingenieur Jonathan Tränkle mit seinem Team aus den Zimmerermeistern Philipp Block und Stefan Sulga ein Haus mit einer klassischen Holzfassade. Mit heimischer, sägerauer Douglasie entsteht eine langlebige, natürliche Schutzhülle für das Gebäude. Die Unterkonstruktion aus Rahmenhölzern, ausgefüllt mit drei Dämmlagen aus Holzfaserplatten bilden eine atmende Dämmung. Das Projekt ist förderfähig als Energiesparmaßnahme. Die sorgfältige Montage von Bodenbrettern und Deckleisten schützt vor Witterung, während Fenster- und Türanschlüsse präzise ausgearbeitet werden. Der honigfarbene, rötliche Farbton der frischen, sägerauen Bretter verleiht dem Gebäude eine stattliche Hülle, die mit der natürlichen Vergrauung über die Jahre lebendig bleibt. Für Jonathan Tränkle ist die Boden-Leistenschalung mehr als ein Schutz – sie ist ein Statement für Handwerk, Nachhaltigkeit und Stil, das Generationen überdauert. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 SWR
  • Staffel 16, Folge 39
    Der Christstollen wird mit Puderzucker bestreut und bekommt so sein traditionelles Aussehen.
    „Der Christstollen ist ein ganz edles Gebäck“, sagt Heiner Beck, Bäckermeister von der Schwäbischen Alb, „es ist das Gebäck für die besinnliche Zeit“. Aus einem einfachen Fastenbrot aus Mehl, Wasser, Hefe und Rapsöl hat sich ein reichhaltiger Genuss entwickelt. Die Form des Christstollens soll an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern. Erstmals erwähnt wurde der „Stollen“ im 14. Jahrhundert. Damals hatte die katholische Kirche die Verwendung von Butter in der Adventsfastenzeit jedoch verboten. Butter war erst im 15. Jahrhundert erlaubt, nachdem der sächsische Adel beim Papst die Aufhebung des Butterverzichts erwirkt hatte. Das karge Gebäck veränderte sich durch Zucker, Mandeln oder Trockenfrüchte. Diese Zutaten waren teuer, der Stollen wurde zum Statussymbol. Der „Dresdner Stollen“ ist bis heute der Prototyp des Christstollens. Viel Butter bringt lange Haltbarkeit. Heiner Beck schwört auf regionale Zutaten und zeigt, wie sein „Albstollen“ ohne Zitronat und Orangeat entsteht. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.11.2026 SWR

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