TV-Stars, von denen wir 2017 Abschied nehmen mussten

    Erinnerung an verstorbene herausragende Fernsehschaffende

    TV-Stars, von denen wir 2017 Abschied nehmen mussten – Erinnerung an verstorbene herausragende Fernsehschaffende – Bild: TV Wunschliste

    Auch 2017 mussten sich Fernseh- und Serienfans wieder von zahlreichen, liebgewonnenen Gesichtern verabschieden. Manche spielten sich mit Paraderollen in die Herzen ihrer Zuschauer, andere begeisterten durch ihre Verwandlungskunst. Einige von ihnen leisteten über Jahrzehnte hinweg Pionierarbeit im Show- und Nachrichtengeschäft und wieder ein anderer bleibt als italienischer Hütchenspieler untrennbar mit der vielleicht kultigsten TV-Ära Deutschlands verbunden. Auf den folgenden Seiten möchten wir an einige dieser herausragenden Fernsehschaffenden erinnern.

    Mary Tyler Moore

    Mary Tyler Moore
    * 29. Dezember 1936 † 25. Januar 2017

    Sie bleibt eine wahre Ikone des amerikanischen Fernsehens. Mit der „Mary Tyler Moore Show“ und als Ehefrau Laura Petrie in der „Dick Van Dyke Show“ „schrieb Mary Tyler Moore Sitcom-Geschichte. Zunächst schaffte sie den Sprung ins Showgeschäft aber als Tänzerin und mit kleinen Rollen, bevor sie als Dick van Dykes Ehefrau Laura Petrie Anfang der 1960er Jahre frischen Wind in das angestaubte Genre der Familien-Comedys brachte.

    Den größten Erfolg feierte Mary Tyler Moore jedoch zweifellos mit ihrer eigenen Sitcom. Von 1970 bis 1977 wurde die „Mary Tyler Moore Show“ auf CBS ausgestrahlt und erhielt in dieser Zeit dreimal hintereinander den Emmy als Beste Comedyserie. Hier wurde zum ersten Mal im US-Fernsehen eine ledige Karrierefrau ins Zentrum der Handlung gestellt.

    Mary Tyler Moore produzierte die Serie gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Grant Tinker und ihrer eigenen Firma MTM, die später auch für Erfolgsserien wie „Lou Grant“, „WKRP in Cincinnati“, „Polizeirevier Hill Street“ und „Chefarzt Dr. Westphall“ verantwortlich zeichnete. Vollkommen entgegen ihrer TV-Figuren angelegt war Mary Tyler Moores Rolle in Robert Redfords Regie-Debüt „Eine ganz normale Familie“, das 1980 mit einem Oscar als Bester Film geehrt wurde. In späteren Jahren setzte sich Moore in zwei Autobiografien offensiv mit ihrem eigenen Alkoholismus und ihrer Diabetes-Erkrankung auseinander.

    31.12.2017, 10:00 Uhr – Ralf Döbele/fernsehserien.de

    Über den Autor

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele ist Jahrgang 1981 und geriet schon in frühester Kindheit in den Bann von "Der Denver-Clan", "Star Trek" und "Aktenzeichen XY…ungelöst". Davon hat er sich als klassisches Fernsehkind auch bis heute nicht wieder erholt. Vor allem US-Serien aus allen sieben Jahrzehnten TV-Geschichte haben es ihm angetan. Zu Ralfs Lieblingen gehören Dramaserien wie "Friday Night Lights" oder "The West Wing" genauso wie die Prime Time Soaps "Melrose Place" und "Falcon Crest", die Comedys "I Love Lucy" und "M*A*S*H" oder das "Law & Order"-Franchise. Aber auch deutsche Kultserien wie "Derrick" oder "Bella Block" finden sich in seinem DVD-Regal, das ständig aus allen Nähten platzt. Ralf ist seit 2006 als freier Redakteur für fernsehserien.de tätig und kümmert sich dabei hauptsächlich um tagesaktuelle News und um Specials über die Geschichte von deutschen und amerikanischen Kultformaten.

    Lieblingsserien: Six Feet Under, Star Trek – Enterprise, Aktenzeichen XY … ungelöst

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