Quoten: „The Masked Singer“ trotz leichter Verluste weiter Spitze

    „Hartz und herzlich“ schlägt sich wacker, Sat.1-Krimis gehen völlig baden

    Dennis Braun – 28.10.2020, 09:19 Uhr

    „The Masked Singer“: Jochen Schropp war der Hummer

    Ein Novum in der Geschichte der deutschen Variante von „The Masked Singer“: Erstmals gingen Reichweite und Marktanteil nach der Auftaktfolge einer Staffel leicht zurück. Für ProSieben dennoch kein Grund zum Trübsal blasen: Mit 1,79 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und herausragenden 23,4 Prozent sicherte man sich erneut den eindeutigen Zielgruppen-Sieg. Beim Gesamtpublikum kamen binnen Wochenfrist schon ein paar mehr Zuschauer abhanden, genauer gesagt 420.000. Übrig blieben 2,91 Millionen, die trotzdem starken 10,9 Prozent entsprachen. Das „red. Spezial“ holte im Anschluss noch tolle 18,9 Prozent bei den Werberelevanten.

    Größter Verfolger bei den 14- bis 49-Jährigen, allerdings mit gehörigem Abstand, war RTL, wo sich die Wiederholung eines Prominenten-Specials von „Wer wird Millionär?“ aus dem Jahr 2017 mit 730.000 Zusehern und 10,4 Prozent begnügen musste. Insgesamt landete man mit 2,98 Millionen (12,1 Prozent) aber sogar leicht vor der Musikrateshow. Deutlich schwerer tat sich dagegen Sat.1 mit seinen US-Krimis trotz Erstausstrahlungen: „Navy CIS“ holte zunächst maue 5,9 Prozent bei 540.000 jungen Zuschauern, „Navy CIS: L.A.“ und „Bull“ fielen danach noch auf katastrophale 4,8 und 3,9 Prozent zurück.

    Beim Gesamtpublikum dominierte indes Das Erste: Die „Tagesschau“ informierte 5,71 Millionen Menschen (17,7 Prozent) und war auch in der Zielgruppe angesichts 17,9 Prozent wieder äußerst gefragt. „Die Kanzlei“ brachte es im Anschluss auf 5,38 Millionen und 16,4 Prozent, für den Dauerbrenner „In aller Freundschaft“ blieben um 21:00 Uhr noch 4,78 Millionen (15,2 Prozent) dran. Bei den Umworbenen reichte es immerhin zu 7,0 und 6,3 Prozent. Das Magazin „Fakt“ und die „Tagesthemen“ mussten sich im weiteren Verlauf mit Gesamtreichweiten von 2,58 Millionen (9,5 Prozent) und 2,29 Millionen (10,2 Prozent) zufriedengeben.

    Im ZDF versagte zur Primetime die „ZDFzeit“-Doku „Wir Deutschen und die großen Crashs“, die nur 2,23 Millionen Zuschauer ab drei Jahren interessierte und 6,8 Prozent erzielte. „Frontal21“ konnte sich nacholgend auch nur leicht auf 2,72 Millionen (8,5 Prozent) steigern, erst das „heute journal“ machte einen kräftigen Satz nach oben und versammelte 4,05 Millionen (14,7 Prozent) vor dem Bildschirm. In der Zielgruppe war dies mit sehr guten 11,9 Prozent sogar die meistgesehene Mainzer Sendung des Tages, während beim Gesamtpublikum die „heute“-Nachrichten um 19:00 Uhr mit 4,99 Millionen (19,3 Prozent) noch etwas stärker unterwegs waren.

    VOX schickte zur besten Sendezeit eine neue Folge von „Hot oder Schrott: Die Allestester“ ins Rennen, die gegen die mächtige Konkurrenz allerdings erneut ziemlich blass blieb und lediglich 5,5 Prozent bei 490.000 Zielgruppen-Zuschauern verzeichnete. Für eine alte Folge ging es zwei Stunden später auf recht versöhnliche 7,0 Prozent nach oben. Umgekehrt lief es für RTL Zwei: Während eine Erstausstrahlung von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ um 20:15 Uhr gute 6,3 Prozent erreichte, generierte ein Aufguss von „Hartz, Rot, Gold – Armutskarte Deutschland“ danach etwas schwächere 5,8 Prozent – womit man dennoch über dem Senderschnitt lag. Dies gelang auch der Horrorkomödie „Beetlejuice“, die bei Kabel Eins zunächst 5,5 Prozent einfuhr. „13 Geister“ lehrten anschließend jedoch nur noch 4,4 Prozent der 14- bis 49-Jährigen das Fürchten.

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      Ich habe den ganzen Abend Sat1 gesehen. Sat1 sollte die Serien wieder auf den Montag legen. Dann sind die Quoten auch besser.
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