Quoten: „The Masked Singer“ feiert stärksten Staffelauftakt aller Zeiten

    „Late Night Berlin“ profitiert nur leicht, „DSDS“-Auftritte gehen unter

    Dennis Braun – 17.02.2021, 09:42 Uhr

    Schwein gehabt: Katrin Müller-Hohenstein bei „The Masked Singer“

    Das Lagerfeuer ist zurück: Nach nicht einmal drei Monaten startete auf ProSieben am gestrigen Dienstagabend bereits die vierte Staffel der Musikrateshow „The Masked Singer“. Und zumindest hinsichtlich der Quoten sind noch längst keine Abnutzungserscheinungen zu beobachten, im Gegenteil: Mit 2,10 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und fulminanten 26,7 Prozent sicherte man sich den glasklaren Tagessieg in der Zielgruppe. Insgesamt rätselten 3,55 Millionen (12,3 Prozent) mit und sorgten für Platz 2 im Primetime-Ranking, nur Das Erste musste man den Vortritt lassen. Im Vergleich zum Auftakt der vergangenen Herbststaffel kamen noch einmal 220.000 hinzu, besser sah es zum Start des Erfolgsformats noch nie aus.

    Sehr gut lief es auch für das anschließende zehnminütige „red. Spezial“, in dem die demaskierte Katrin Müller-Hohenstein interviewt wurde. 840.000 Jüngere blieben dran, das entsprach noch satten 19,3 Prozent. Deutlicher zurück ging es dann aber für „Late Night Berlin“, das erstmals auf neuem Sendeplatz am sehr späten Dienstagabend ran durfte. Dennoch reichte es zu 12,8 Prozent und damit einem deutlich überdurchschnittlichen Wert – sowohl hinsichtlich des Senderschnitts als auch des Niveaus der zurückliegenden Staffel, die sich am Montagabend zunehmend schwerer getan hatte.

    RTL erlitt dagegen wenig überraschend komplett Schiffbruch. In weiser Voraussicht hatte man lediglich einen Zusammenschnitt der vermeintlich „größten ‚DSDS‘-Auftritte“ programmiert, konnte damit aber gerade mal 1,48 Millionen Zuschauer hinterm Ofen hervorlocken, darunter 590.000 Werberelevante. Der Marktanteil betrug hier miese 7,5 Prozent, sämtliche Sendungen am Vorabend waren gefragter als das Special der Castingshow zur Primetime. Richtig bitter wurde es um 23:15 Uhr für „Täglich frisch geröstet“, das quasi zeitgleich zur Demaskierung bei „TMS“ startete und auf einen neuen Tiefstwert von 6,0 Prozent zurückfiel. Schon vorher stand jedoch fest, dass man die Late-Night-Show aus der Schusslinie nimmt und ab sofort donnerstags und samstags zeigt.

    Beim Gesamtpublikum war wie erwähnt Das Erste nicht zu schlagen. Die „Tagesschau“ brachte 5,80 Millionen Menschen (17,3 Prozent) auf den neuesten Stand, ein „ARD extra“ zur Corona-Lage wollten anschließend 5,41 Millionen (16,0 Prozent) sehen. Leichte Verluste binnen Wochenfrist gab es im weiteren Verlauf einerseits für „Tierärztin Dr. Mertens“, die mit 4,81 Millionen auf 14,5 Prozent kam, und auch für „In aller Freundschaft“, das 15,0 Prozent bei 4,69 Millionen erzielte – beides dennoch zufriedenstellende Werte. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren zudem sehr gute 8,0 und 7,5 Prozent drin.

    Auf „Nelson Müllers Schweinefleisch-Report“ im Rahmen von „ZDFzeit“ hatten indes nicht allzu viele Zuschauer Appetit. So blieb man mit insgesamt 3,13 Millionen bei mauen 9,3 Prozent hängen, während in der Zielgruppe immerhin 6,9 Prozent zu Buche standen. „Frontal21“ war nachfolgend angesichts 7,4 Prozent bei 2,39 Millionen Gesamtzusehern ebenfalls kein Hit, und auch das „heute journal“ schwächelte um 21:45 Uhr und konnte sich nur leicht auf 3,14 Millionen und 10,5 Prozent steigern. So lief die erfolgreichste Sendung der Mainzer in Gestalt der „Rosenheim-Cops“ bereits am Vorabend, die vor 5,08 Millionen ermittelten und tolle 16,3 Prozent generierten.

    Einen durchweg gebrauchten Abend erwischte Sat.1, wo aber auch durch die Bank nur Wiederholungen zu sehen waren, die vom Publikum gnadenlos abgestraft wurden. Drei Folgen von „Navy CIS“ pendelten zwischen schwachen 4,4 und 5,0 Prozent in der Zielgruppe, für einen Doppelpack des Spin-Offs „Navy CIS: L.A.“ ging es später sogar noch weiter auf 4,1 und 3,4 Prozent zurück. Auf gleicher Flughöhe war Schwestersender Kabel Eins unterwegs, und auch hier kann man mit 4,3 und 4,7 Prozent für die Filme „Running Man“ und „Wolverine – Weg des Kriegers“ nicht wirklich zufrieden sein.

    VOX versuchte der starken Konkurrenz mit drei Aufgüssen von „Hot oder Schrott: Die Allestester“ beizukommen. Das ging im Fall der ersten beiden Folgen allerdings schief, die nicht über 5,5 und 6,5 Prozent bei den Umworbenen hinauskamen. Erst die dritte Ausgabe punktete um 23:15 Uhr mit stolzen 9,7 Prozent. Etwas unbeeindruckter zeigte sich zum Start in den Abend die Sozialdoku „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ bei RTL Zwei, die wohl auch dank Erstausstrahlung grundsolide 5,4 Prozent verzeichnete. Eine alte Folge von „Armes Deutschland“ brachte es im Anschluss auf eher durchwachsene 4,9 Prozent.

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      Pro7 ist Schuld das die Sat1 Serien dienstags und donnerstags so schlechte Quoten haben.
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