Deutschland sucht den Superstar
    D 2002–
    Deutsche Erstausstrahlung: RTL
    Alternativtitel: DSDS

    Seit 2002 sucht RTL auf einer bundesweiten Castingtour aus tausenden Bewerbern mehr oder weniger begabte Singetalente aus, die sich dann vor einer prominenten und jährlich wechselnden Jury unter dem Vorsitz von Musikproduzent Dieter Bohlen präsentieren dürfen. Diese mehrstufigen Castings mit Jury-Beteiligung bilden jeweils den ersten Teil der Staffel, bei dem nicht nur musikalisches Talent präsentiert wird, sondern aus Unterhaltungsgründen oftmals auch gezielt gesangliches Unvermögen zur Schau gestellt wird.

    Im zweiten Teil der Sendestaffel, der im Laufe der Jahre immer weiter verkürzt wurde, treten die noch verbliebenen Kandidaten in großen thematisch gegliederten Musikshows vor Publikum auf, bei denen letztendlich die Fernsehzuschauer per Telefon den Sieger bestimmen.

    In der ersten Staffel gewann Alexander Klaws („Take me tonight“; „Stay with me“; „Free like the wind“), in der zweiten Elli Erl („This is my life“), in der dritten Staffel Tobias Regner („I still burn“), in der vierten Mark Medlock („Now or never“ , „Summer Love“), in der fünften Staffel Thomas Godoj („Love is you“), in der sechsten Staffel Daniel Schuhmacher („Anything But Love“). Die siebte Staffel gewann Mehrzad Marashi („Don’t Believe“), die achte Pietro Lombardi („Call My Name“). In der neunten Staffel war der Schweizer Luca Hänni („Don’t Think About Me“) siegreich. Die zehnte Staffel gewann mit Beatrice Egli („Mein Herz“) ebenfalls eine Kandidatin aus der Schweiz. Aus der elften Staffel ging Aneta Sablik („The One“) als Siegerin hervor. Die zwölfte Staffel im Jahre 2015 gewann Severino Seeger („Hero of My Heart“). Superstar 2016 wurde Prince Damien Ritzinger („Glücksmoment“), ein Jahr später gewann Alphonso Williams („What Becomes of the Broken Hearted „). In der 15. Staffel im Jahr 2018 war Marie Wegener („Königlich“) siegreich. 2019 wurde Davin Herbrüggen („The River“) von den Zuschauern zum Superstar gewählt, 2020 gewann Ramon Roselly („Eine Nacht“). (Text: mm)

    Adaption von Pop Idol

    Deutschland sucht den Superstar auf DVD und Blu-ray

    Deutschland sucht den Superstar – Streams und Sendetermine

    Deutschland sucht den Superstar – Community

    • am

      Gestern ( 17.01.2021 ) saßen wir 2 Stunden vor dem Fernseher und schauten DSDS. In diesen 2 Stunden inkl. Werbung, tauchten lediglich 3 Kandidaten auf, welche singen konnten. Der Rest war absoluter Klamauk. Es ist für mich klar nachvollziehbar dass die Einschaltquoten der Sendung in den Keller gehen .Sicherlich hat das überhaupt nichts mit dem verpixelten "Wendler" zu tun, wie dieser Spinner nun behauptet. Da hat nämlich RTL hervorragend reagiert. NEIN - es sind diese absoluten Nullnummern die dort auftauchen, nerven und in einer Castingshow überhaupt nichts zu suchen haben sondern lediglich das Niveau einer Sendung ins Negative treiben. Wie heißt die Sendung ----
      "Deutschland sucht den Superstar" --- doch diese Vollpfosten sind Lichtjahre davon entfernt. In der Schule würde man sagen " Thema verfehlt, Note 6, setzen. Man sollte in der Vorauswahl doch schon etwas besser selektieren. Wie gesagt - nach 2 Stunden nur 3 gute Kandidaten - nervig und langweilig.
    • am

      Wurde auch Zeit, dass der gestern namentlich nicht genannte 4. Juror verschwindet Wie kann man so einen unmöglichen Typen eine Plattform geben? Bin absolut kein Fan von Pietro Lombardi, aber dass das Schätzchen von Bohlen diesmal nicht dabei ist, verwundert doch.
      Stattdessen Maite, die sich stellenweise unmöglich benahm. Auch wenn ein Kandidat noch so schlecht ist, hat man dem zuzuhören und nicht seine volle Aufmerksamkeit dem Bohlen zuzuwenden.
      Wie immer wundert man sich, wie manche Kandidaten von sich selbst eingebildet sind und auch noch von der Begleitperson, z.B. der Mutter bewundert werden,. Nur der letzte Kandidat war einmalig. Der könnte tatsächlich mit you tube viel Geld verdienen. Ein Supertalent anderer Art. Der war ja noch schlechter als Menderes.
    • am

      Ojeoje, jetzt wird die "Hirnlose Matchbirne" auch noch empor gehoben. Das ist ja eine Klatsche an jeden noch unbekannten Künstler, die tatsächlich was drauf haben. Die werden von so einer, die weder künstlerisch noch intellektuel was auf dem Kasten hat, "abgeurteilt".Peinlich, Peinlich RTL !!!

      Grauenvoll jeden Schwachsinn von der anhören zu müssen und es kommt einem echt das K*tzen" die bildlich aufgedrängt zu bekommen. Plumpe Dummheit macht nicht schön, im Gegenteil, sie lässt Schönheit verschwinden.

      Wie gut das es noch viele andere Sender gibt auf die man ausweichen kann ...
    • am

      einen Superstar nicht, nur Beatrice Egli hat Karriere gemacht. Alphonso ist leider gestorben. Was man an Pietro findet, ist mir auch ein Rätsel.
    • am

      Ich hatte ihn mir schlimmer vorgestellt. war deshalb positiv überrascht.
      Alexander Klaws hat im Grunde Geissen ersetzt, auch in der Wortwahl, z.B. Das ist dein Juryurteil, und die einzelnen Jurymitglieder mit gezielten Fragen zur Antwort zu bewegen statt ihnen Raum zu lassen. Dazu die ewige Aufforderung, die goldene Disc zu vergeben, langweilig. Aber ich bin trotzdem froh, dass Geissen es nicht mehr macht. Dessen Herz hing nicht wirklich an den Shows.

    Deutschland sucht den Superstar – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Talentshow und die Fernsehsensation des Jahres 2003.

    Im Rahmen von 15 Abendshows wird ein Nachwuchssänger gesucht, der zum Star aufgebaut werden soll. Unter allen Bewerbern (60 000 allein für die erste Staffel) trifft eine Jury (Popstar und Produzent Dieter Bohlen; der damalige Chef der Plattenfirma BMG, Thomas M. Stein; der Radiomoderator Thomas Bug und die englische Musikjournalistin Shona Fraser) eine Vorauswahl; in mehreren Castingrunden wird schließlich auf 30 Kandidaten reduziert, die sich in der Show bewähren und ab jetzt der Telefonabstimmung durch die Fernsehzuschauer stellen müssen. Die letzten zehn treten in großen Live-Abendshows gegeneinander an. Der jeweils Letztplatzierte scheidet aus, die anderen treten in der nächsten Sendung mit neuen Liedern an. Die Platzierungsreihenfolge der im Wettbewerb verbleibenden Kandidaten wird nie bekannt gegeben. Die Jury sitzt bei jedem Auftritt und kommentiert ihn, maßgeblich ist jedoch die Telefonabstimmung. Im großen Finale schließlich wählen die Zuschauer zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten ihren Superstar. Der Gesamtsieger erhält einen Plattenvertrag und muss ein Lied singen, das Dieter Bohlen geschrieben hat.

    Die Idee war zwar auch in Deutschland nicht neu – die RTL 2-Reihe Popstars hatte bereits zwei erfolgreiche Gruppen hervorgebracht, andere Reihen waren gefloppt -, doch das Vorbild für diese spezielle Veranstaltung war die britische Show „Pop Idol“, die als „American Idol“ auch schon erfolgreich in die USA exportiert worden war. Auch in Deutschland wurde sie eine Quotensensation. RTL zeigte in der ersten Staffel die Zusammenschnitte der Castings samstags um 19:10 Uhr mit guten, aber nicht überragenden Quoten. Zu sehen waren darin überwiegend Teenager, die mangelndes Talent durch Selbstüberschätzung zu kompensieren versuchten und von Dieter Bohlen rüde abgefertigt wurden. Erst die Entscheidungsshows mit den Live-Auftritten, samstags um 21:15 Uhr, machten die Show zu einem Großereignis, und das trotz der Moderatoren Michelle Hunziker und Carsten Spengemann, der ebenfalls mangelndes Talent durch Selbstüberschätzung wettmachte.

    Weil immer nur ein Kandidat ausschied und die Zuschauer zu den übrigen eine Beziehung aufbauen konnten, stieg die Einschaltquote von Woche zu Woche an und gipfelte schließlich bei fast 13 Millionen Zuschauern in der vorletzten Show am 15. Februar 2003, eine Zahl, die das Finale drei Wochen später am 8. März 2003 knapp verfehlte. Die eigentlich auf eine Stunde angesetzten Live-Shows hielten ihre Sendezeit nie ein und überzogen in der Spitze um fast eine Stunde. RTL sah es gern, denn auf diese Weise konnten die hohen Quoten über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Eine Stunde nach Ende der Show folgten noch einmal 20 Minuten (es war in der Regel gegen Mitternacht), in denen das Abstimmungsergebnis verkündet wurde. Davon profitierten die Comedyshows Krüger sieht alles und Olm!, die von den Superstars umklammert wurden und ebenfalls Rekordquoten erzielten.

    Gesamtsieger der ersten Staffel wurde Alexander Klaws, dessen Song „Take Me Tonight“ umgehend Platz eins der Charts erreichte. Zuvor hatte bereits der Song „We Have A Dream“, den alle zehn Finalteilnehmer gemeinsam aufgenommen hatten, wochenlang den ersten Platz belegt. Eigentlicher Star der ersten Staffel war jedoch der Drittplatzierte Daniel Küblböck, ein 17-jähriger Bayer, dessen Stimme ungefähr so viel Wohlklang hatte wie eine ICE-Bremse, der durch sein kindlich-quirliges und verstörend-androgynes Auftreten jedoch sofort zum Publikumsliebling wurde und die Menschen polarisierte. „Bild“ erfand für ihn die Bezeichnung „schräger Daniel“, eine riesige Fangemeinde versammelte sich hinter ihm, doch schließlich entschied in der vorletzten Sendung die Mehrheit gegen ihn und wählte Alexander und Juliette Schoppmann ins Finale. Daniels Single „You Drive Me Crazy“, die nur zwei Wochen nach der Alexanders erschien, löste Alexander auf Platz eins der Charts ab. Auch sein Hit stammte aus Bohlens Feder. Juliette veröffentlichte ebenfalls eine Single, wollte aber musikalisch nichts mehr mit Bohlen zu tun haben. Ihr „Calling You“ erschien einige Monate später und erreichte knapp die Top 10. Auch andere Finalrundenteilnehmer schafften den Sprung in die Charts.

    Im Sog des Erfolgs überschwemmten noch im Sommer 2003 etliche weitere Talentshows den Bildschirm, die erfolgreichste unter den Kopien war Star Search in Sat.1, die ähnlichsten Fame Academy bei RTL 2 und Die Deutsche Stimme im ZDF.

    Am 3. September 2003 startete RTL die zweite Staffel und zeigte die Casting-Shows jetzt mittwochs um 20:15 Uhr, ebenfalls als Shows, in denen die Fernsehzuschauer unter den Top 50 ihre Finalkandidaten auswählten. Die zugehörige Ergebnissendung unterbrach am gleichen Abend stern tv. Die Mottoshows liefen wieder am Samstag und blieben weit hinter den Quotenerwartungen zurück, erreichten jetzt kaum noch fünf Millionen Zuschauer und wurden zum Teil von Ausstrahlungen alter Spielfilme auf Sat.1 geschlagen. Auch der Gesprächswert war weg, Charterfolge der Teilnehmer waren nicht mit früheren vergleichbar, die Gewinnerin hieß Elli Erl.

    Dennoch begann RTL im Frühjahr 2005 mit der Suche nach Kandidaten für eine dritte Staffel. Ein Begleitmagazin zur Sendung lief auf dem RTL-Schwestersender Vox.

    Deutschland sucht den Superstar erhielt den Deutschen Fernsehpreis 2003 (beste Unterhaltungssendung).

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