Running Man
- USA 1987 (The Running Man, 101 Min.)
- Science-Fiction

Dystopischer Sci-Fi-Actionfilm aus dem Jahr 1987: Amerika, 2017. Nach einem Militärmassaker, das er verweigerte, wird Polizist Ben Richards zum Sündenbock gemacht. Nun soll er bei der brutalen TV-Gameshow „Running Man“ mitmachen, in der Verurteilte vor schwerbewaffneten Gladiatoren um ihr Leben laufen. Richards wird zum Mitmachen gezwungen. Paul Michael Glasers King-Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger ist Mediensatire und Actionthriller zugleich. In einem Amerika des Jahres 2017 hat der Staat die Kontrolle über Wirtschaft, Medien und Justiz vollständig an sich gerissen.
Nahrung ist knapp, Widerstand wird liquidiert, und die Bevölkerung wird mit einem einzigen wirksamen Betäubungsmittel ruhiggestellt: dem Fernsehen. Die populärste Sendung des Landes heißt „Running Man“ – eine Gladiatorenshow, in der Verurteilte durch eine abgesperrte Ruinenzone gehetzt werden, verfolgt von kostümierten Killern mit Kettensägen, Flammenwerfern und Elektroschockern. Wer überlebt, so das Versprechen des Moderators, wird begnadigt. Ben Richards, ehemaliger Polizeihubschrauberpilot, hat sich geweigert, auf unbewaffnete Hungerdemonstranten zu schießen.
Die Staatsmedien schneiden das Material um und machen ihn zum „Schlächter von Bakersfield“. Nach seiner Flucht aus einem Arbeitslager gerät er in die Hände von Damon Killian, dem zynischen Showmaster von „Running Man“, der in Richards die Sensation seiner Karriere erkennt. Gemeinsam mit den Widerstandskämpfern Laughlin und Weiss und der ahnungslos hineingezogenen Komponistin Amber Mendez wird Richards in die Arena geschickt. Was als Hinrichtung vor laufender Kamera geplant war, wird zur Bedrohung für das System selbst: Denn Richards gewinnt – und mit jedem besiegten Gegner auch das Publikum.
An der Kinokasse war „Running Man“ ein solider Erfolg, von der Kritik wurde er zunächst als lautes Schwarzenegger-Vehikel abgetan. Erst mit den Jahren hat sich der Blick verschoben. Heute gilt der Film als hellsichtige Mediensatire, deren Handlungsjahr 2017 inzwischen hinter uns liegt – und dessen Grundidee, dass sich eine Gesellschaft mit dem Leid anderer unterhalten lässt, weniger fantastisch klingt als 1987. (Text: BR)
Regisseur Paul Michael Glaser standen 25 Millionen Dollar für die Inszenierung von „Running Man“ zur Verfügung. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Steven E. De Souza, nach einem Roman von Richard Bachman (Pseudonym von Stephen King). In Kuba geboren, nach Venezuela ausgewandert, 1982 in die USA emigriert und punktgenau in Hollywood gelandet: Maria Conchita Alonso, die rassige Südamerikanerin. Ihre Karriere begann bereits in Venezuela Ende der 70er in diversen Soaps, doch der große Durchbruch kam erst 1984 mit dem Kinofilm „Moskau in New York“ als Partnerin von Robin Williams. Ihr aktuelles Projekt: „Dark Moon Rising“ (Buch und Regie: Dana Mennie). Vom Bodybuilder über den Actionhelden und schließlich zum Gouverneur: Das Leben von Arnold Schwarzenegger könnte einem Hollywood-Film entspringen. Doch der sich stets als starker Mann in der Öffentlichkeit präsentierende Schwarzenegger gibt sich zu Hause von seiner schwachen Seite. „Jeden Morgen um 6:45 Uhr bringe ich meiner Frau Kaffee ans Bett und wecke sie sanft“, gestand der 61-Jährige vor einiger Zeit in einem Interview. (Text: ServusTV)
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