Quoten: „Sunny“ startet mau, „FameMaker“ endet durchwachsen

    Solider Auftakt für „Fritzie – Der Himmel muss warten“, neuer „Krimi aus Passau“ dominiert insgesamt

    Dennis Braun – 02.10.2020, 09:43 Uhr

    Der Cast von „Sunny – Wer bist Du wirklich?“

    Als Appetitanreger zeigte RTL am gestrigen Donnerstagabend die ersten beiden Folgen des neuen „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Spin-Offs „Sunny – Wer bist Du wirklich?“, das vorrangig für TVNOW produziert wurde. Großes Interesse konnte man allerdings nicht entfachen: Während die Mutterserie zuvor noch gewohnt starke 17,4 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreicht hatte, kam der Doppelpack des Ablegers bloß auf maue 10,2 Prozent. 800.000 Jüngere waren dabei, insgesamt hatten 1,32 Millionen eingeschaltet. Wichtiger dürfte es für die Kölner nun allerdings sein, wie sich die Serie beim hauseigenen Streamingdienst schlägt. Die anschließende Doku „Die Pahde-Zwillinge – So sind wir wirklich!“ tat sich noch etwas schwerer und kam nicht über 8,8 Prozent hinaus, ehe eine alte Folge von „Alarm für Cobra 11“ mit 5,8 komplett floppte. Für „Pocher – gefährlich ehrlich!“ ging es dann wieder auf 9,1 Prozent nach oben, ein wirklicher Erfolg ist auch dieser Wert aber nicht.

    Auf ProSieben ging indes die erste Staffel der Musik-Rateshow „FameMaker“ durchwachsen zu Ende. Insgesamt saßen gerade mal 940.000 Zuschauer vor dem Bildschirm, aus der Zielgruppe kamen 670.000, die immerhin für einen zweistelligen Marktanteil von genau 10,0 Prozent sorgten. In etwa auf dieser Flughöhe bewegten sich auch die übrigen vier Ausgaben, die der Sender donnerstags und samstags ausstrahlte. Besonders zufrieden wird man in Unterföhring mit diesem Ergebnis sicherlich nicht sein, eine Fortsetzung dürfte dennoch im Bereich des Möglichen liegen. Das Promimagazin „red.“ holte nachfolgend noch 9,3 Prozent.

    Auch im ZDF gab es frisches Programm zu sehen. Die Dramaserie „Fritzie – Der Himmel muss warten“, die bereits für das Frühjahr angekündigt und Corona-bedingt verschoben worden war, feierte mit den ersten beiden Folgen zur Primetime einen recht soliden Einstand und kam auf 3,49 Millionen und 3,75 Millionen Gesamtzuschauer sowie 12,0 und 13,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen konnte das Format mit Tanja Wedhorn allerdings nicht überzeugen und blieb bei 4,5 und 6,0 Prozent hängen. Gefragt waren hier vor allem das „heute journal“ und „Maybrit Illner“, die sich im weiteren Verlauf auf sehr gute 9,1 und 10,4 Prozent steigerten. Auch insgesamt lief es angesichts 4,04 Millionen (16,6 Prozent) bzw. 3,16 Millionen (17,3 Prozent) für die Nachrichten und die Talkshow rund.

    Den Tagessieg beim Gesamtpublikum heimste jedoch mal wieder der Deutschen liebste Programmfarbe ein. Erstmals lief im Ersten „Ein Krimi aus Passau“, die Auftaktfolge „Freund oder Feind“ fesselte 5,60 Millionen Zuseher, die den Marktanteil auf stolze 19,5 Prozent trieben. In der Zielgruppe wurden ebenfalls zufriedenstellende 8,9 Prozent verzeichnet, womit man nicht nur die öffentlich-rechtlichen Kollegen, sondern etwa auch Sat.1 hinter sich ließ. Im Gegensatz zum ZDF musste man später aber deutlich kleinere Brötchen backen. „Monitor“ fiel auf 2,35 Millionen Zuschauer und 9,7 Prozent zurück, ehe die „Tagesthemen“ 2,08 Millionen informierten und mit 10,4 Prozent zumindest wieder die Zweistelligkeit knackten. Über „Nuhr im Ersten“ lachten schließlich noch 1,83 Millionen, der Marktanteil stieg auf gute 12,2 Prozent.

    Ziemlich mau präsentierte sich in Sat.1 erneut die Krimiserie „Prodigal Son – Der Mörder in Dir“. 520.000 und 500.000 Werberelevante sahen eine neue Doppelfolge, mehr als 6,7 und 7,0 Prozent waren damit nicht drin. Ein Wiederholungsreigen von „Criminal Minds“ markierte zunächst mit 5,3 Prozent den Tiefpunkt des Abends, steigerte sich zu nächtlicher Stunde aber auf 12,1 Prozent. Nichtsdestotrotz musste man Schwestersender Kabel Eins ziehen lassen: „Achtung Abzocke – Peter Giesel rettet den Urlaub“ generierte einmal mehr starke 7,0 Prozent bei 520.000 jungen Zuschauern, das „k1 Magazin“ legte anschließend sogar noch auf tolle 8,2 Prozent zu.

    Stark unterwegs war auch RTL Zwei – und das trotz durchgehender Wiederholungen. „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ kam zu Beginn der Primetime auf 660.000 Zielgruppen-Zuschauer und hervorragende 8,8 Prozent, für „Reeperbahn privat!“ reichte es später noch zu 7,0 Prozent. Weniger Glück hatte VOX mit dem extralangen Science-Fiction-Film „Blade Runner 2049“, der sich mit unterdurchschnittlichen 6,4 Prozent begnügen musste.

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      Die privaten werden auch nicht müde immer neueren Mist den kein Mensch sehen will zu produzieren. Fame und Maker sind denen doch fremd. Kohle. Das einzige was zählt.
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