Quoten: „DSDS“-Wiedersehen punktet nach Staffeltief, „Schlag den Besten“ leicht erholt

    RTL Zwei-Sozialdoku „Hartz, Rot, Gold“ startet solide, „Endlich Klartext!“ kehrt mies zurück

    Dennis Braun – 19.02.2020, 09:41 Uhr

    Das große Wiedersehen der „DSDS“-Kandidaten: (v. l.) Vanessa Neigert, Benny Kieckhäben, Gracia Baur, Juliette Schoppmann, Menderes Bagci, Mehrzad Marashi, Linda Teodosiu und Joey Heindle

    Am gestrigen Dienstagabend startete „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL in den Auslands-Recall – und prompt wurde ein neues Staffeltief erzielt. 1,22 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren sorgten zwar für überdurchschnittliche 14,7 Prozent, von den teils über 20 Prozent, die die Casting-Ausgaben erreicht hatten, entfernt man sich aber immer weiter. Dafür punktete im Anschluss „Das große Wiedersehen“, in dem Kandidaten sämtlicher Staffeln aufeinandertrafen und in Erinnerungen schwelgten. 890.000 Jüngere blieben dran, das entsprach tollen 17,5 Prozent. Den Tagessieg bei den Werberelevanten sicherte sich „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ am Vorabend, das von 1,32 Millionen (17,4 Prozent) gesehen wurde.

    Ein wenig durchatmen kann man bei ProSieben. „Schlag den Besten“ eroberte dort mit 10,0 Prozent bei 800.000 Zielgruppen-Zuschauern die Zweistelligkeit zurück und machte damit den Tiefstwert von 5,5 Prozent von Anfang Februar vergessen. Auf etwas niedrigerer Flughöhe als in den vergangenen Wochen waren dagegen die Sat.1-Krimis unterwegs. Dennoch bewegte sich „Navy CIS“ mit 750.000 Zuschauern und 8,7 Prozent über dem Senderschnitt, ebenso „Navy CIS: L.A.“, wenngleich hier etwas schwächere 7,8 Prozent zu Buche standen. Erst „Hawaii Five-0“ tat sich mit 6,9 Prozent um einiges schwerer.

    Insgesamt kamen die Serien im Ersten auch als erste durchs Ziel. „Um Himmels Willen“ versammelte zur Primetime 4,58 Millionen Menschen (14,6 Prozent) vor dem Bildschirm, „In aller Freundschaft“ brachte es danach sogar auf 4,96 Millionen (16,1 Prozent). Auch bei den 14- bis 49-Jährigen kamen erfreuliche 7,4 und 7,7 Prozent zustande. Das Magazin „Fakt“ und die „Tagesthemen“ mussten sich dafür mit deutlich niedrigeren Reichweiten von 2,50 Millionen (9,1 Prozent) bzw. 2,21 Millionen (9,6 Prozent) zufriedengeben.

    Ein interessantes Phänomen war beim ZDF zu beobachten. „Die Tricks der Lebensmittelindustrie – Schummel-Vollkorn, Pflanzendrinks & Co.“ im Rahmen von „ZDFzeit“ sprach zwar lediglich 3,25 Millionen Gesamtzuschauer (10,4 Prozent) an, bei den Jüngeren reichte es aber zu hervorragenden 9,7 Prozent – die Reichweite von 840.000 lag sogar höher als die von „Schlag den Besten“. Das „heute journal“ informierte um 21:45 Uhr 3,39 Millionen Zuschauer (12,2 Prozent), Prunkstück des Dienstags waren aber „Die Rosenheim-Cops“, die am Vorabend vor 4,50 Millionen (16,0 Prozent) ermittelten und damit nicht weit weg von den ARD-Primetimeserien waren.

    Bei RTL Zwei feierte die neue Sozialdoku „Hartz, Rot, Gold – Armutskarte Deutschland“ einen soliden Auftakt. 510.000 Zielgruppen-Zuschauer entsprachen 6,0 Prozent – damit lag man zwar noch nicht auf dem Niveau etwa von „Armes Deutschland“, konnte jedoch VOX ziemlich deutlich in die Schranken weisen, das auf die gleiche Programmfarbe setzte. Die zweite Folge der Reihe „Obdachlos – Einzug in ein neues Leben“ kam allerdings nicht über miese 4,1 Prozent hinaus. Die Dokumentation „Ich will raus hier! – Die Kinder vom Kosmosviertel“ fuhr später den gleichen Marktanteil ein. Auch RTL Zwei musste um 22:15 Uhr kleinere Brötchen backen. Das Talkformat „Endlich Klartext!“ mit Abdelkarim kehrte dort ernüchternd zurück und blieb mit 4,0 Prozent blass. Zwischen beiden Sendern platzierte sich Kabel Eins, wo „Per Anhalter durch die Galaxis“ ordentliche 5,6 Prozent generierte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen