Quoten: „Beauty & the Nerd“ verabschiedet sich mit Zielgruppen-Sieg, aber neuem Tief

    „Lincoln Rhyme“ und „Achtung Abzocke“ punkten, Pocher verpasst Zweistelligkeit

    Dennis Braun – 10.07.2020, 09:36 Uhr

    „Beauty & the Nerd“

    Am gestrigen Donnerstagabend ging auf ProSieben die Neuauflage der Reality-Show „Beauty & the Nerd“ zu Ende – aus Staffelsicht lief es mit durchschnittlich knapp 13 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen stark, aber ausgerechnet zum Finale wurde ein neuer Tiefstwert aufgestellt. 810.000 junge Zuschauer hatten eingeschaltet, das entsprach dennoch überdurchschnittlichen 11,0 Prozent und dem Primetime-Sieg. Insgesamt wollten 1,08 Millionen die vorerst letzte Folge sehen. Das anschließende Wiedersehen der Beautys und (ehemaligen) Nerds brachte es noch auf solide 10,5 Prozent bei den Werberelevanten.

    Auch Schwestersender Sat.1 kann auf einen erfolgreichen Abend zurückblicken. „Lincoln Rhyme: Der Knochenjäger“ durchbrach mit 10,0 Prozent bei 720.000 Zielgruppen-Zuschauern sogar knapp die Zweistelligkeit, die Gesamtreichweite betrug 1,67 Millionen. Auch „FBI: Special Crime Unit“ hielt sich nachfolgend angesichts 8,8 Prozent über dem Senderschnitt. Alte Folgen von „Criminal Minds“ mussten sich im weiteren Verlauf dagegen mit mauen 6,4 und 6,9 Prozent zufriedengeben.

    Zu Beginn der Primetime lag RTL gleichauf mit dem Bällchensender, für die Kölner ist ein Marktanteil von 10,0 Prozent bei den Jüngeren für eine Wiederholung von „Der Lehrer“ allerdings kein Ruhmesblatt. Lediglich 1,14 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren ließen sich unterhalten. Eine weitere Folge fiel auf 9,1 Prozent zurück, „Doctor’s Diary“ sorgte dann mit 8,3 Prozent für den Tiefpunkt des Abends. „Pocher – gefährlich ehrlich!“ gelang um 23:10 Uhr zwar erneut eine Steigerung, mehr als 9,9 Prozent waren aber auch für den Entertainer und seine Frau Amira nicht drin. Immerhin sicherte man sich mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ am Vorabend wieder den Tagessieg in der Zielgruppe: 1,14 Millionen Zuschauer entsprachen hier tollen 18,9 Prozent.

    Beim Gesamtpublikum kam derweil das ZDF als Erster durchs Ziel. Die Tragikomödie „Endlich Witwer“ wollten 4,58 Millionen Menschen sehen, damit wurden sehr gute 16,7 Prozent erzielt. In der Zielgruppe reichte es zu immerhin 6,4 Prozent. Das „heute journal“ informierte im Anschluss 3,95 Millionen Zuseher (15,4 Prozent), „Maybrit Illner“ talkte in der letzten Sendung vor der Sommerpause noch vor 3,09 Millionen (15,6 Prozent).

    Im Ersten musste sich „Der Bozen-Krimi“ mit der alten Folge „Falsches Spiel“ knapp den öffentlich-rechtlichen Kollegen geschlagen geben, fuhr aber trotzdem ansehnliche 15,5 Prozent bei insgesamt 4,28 Millionen Zuschauern ein. Beim jüngeren Publikum lag man mit guten 7,4 Prozent dagegen vor dem ZDF. Für „Monitor“ ging es um 21:45 Uhr jedoch deutlich auf 2,60 Millionen und 10,2 Prozent nach unten. Am späten Abend stand dann noch das Finale der ersten Staffel der „Carolin Kebekus Show“ auf dem Programm. Während es insgesamt mit 1,11 Millionen und 6,5 Prozent ziemlich mau lief, lag der Zielgruppen-Marktanteil mit 6,9 Prozent sogar um 0,4 Punkte höher.

    Unter den kleineren Privatsendern ließ vor allem Kabel Eins die Muskeln spielen. „Achtung Abzocke“ befindet sich aktuell in Topform und holte auch diesmal starke 7,5 Prozent, 550.000 Jüngere entschieden sich für die Doku-Reihe. Das „k1 Magazin“ machte im Anschluss sogar noch einen Satz nach oben auf stolze 8,2 Prozent. Doch auch VOX konnte sich im Lauf des Abends steigern: „Pitch Perfect“ verzeichnete zunächst unspektakuläre 6,8 Prozent, „Léon – Der Profi“ war später mit 8,7 Prozent erfolgreich. Kleinere Brötchen musste dagegen die Sozialdoku „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ bei RTL Zwei backen, bei der es sich aber auch nur um eine Wiederholung aus dem letzten Jahr handelte. Angesichts dessen sind 460.000 Zuschauer und 6,2 Prozent ein achtbares Ergebnis. Eine zehn Jahre alte Folge von „Das Messie-Team – Start in ein neues Leben“ erlitt um 22:15 Uhr mit 4,2 Prozent allerdings Schiffbruch.

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