• Der Deutsche Fernsehpreis 2026: „Chabos“, „Olivia“ und „Hundertdreizehn“ ausgezeichnet

    Weitere Preise gehen an Stefan Raab, Laura Wontorra, „Joko & Klaas Live“ und „Werwölfe“

    Vera Tidona
    Vera Tidona – 09.09.2026, 21:27 Uhr

    „Chabos“, „Olivia“ und „Hundertdreizehn“ gewannen den Deutschen Fernsehpreis 2026 – Bild: ARD/ZDF/ZDFneo
    „Chabos“, „Olivia“ und „Hundertdreizehn“ gewannen den Deutschen Fernsehpreis 2026

    Die Preisträger des Deutschen Fernsehpreises 2026 stehen fest. Im Rahmen einer Galaveranstaltung wurde den glücklichen Gewinnern in den 27 Kategorien die begehrte Auszeichnung feierlich überreicht. RTL überträgt – in diesem Jahr als federführender Sender – die Preisverleihung am 9. September um 20:15 Uhr zeitversetzt, die erstmals im Confex-Center in Köln stattfand. Als Moderatorin führte erneut Barbara Schöneberger durch die Sendung. Bereits einen Tag zuvor hatte im Rahmen der „Nacht der Kreativen“ die Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger in den kreativen Einzelleistungen stattgefunden, gekürt von einer unabhängigen Fachjury unter dem Vorsitz des Produzenten Stephan Lamby. Dieses Event aus der Kölner Flora wird erstmals von Jan Köppen moderiert, jedoch nicht im Fernsehen übertragen (fernsehserien.de berichtete).

    Als Beste Drama-Serie wurde der Katastrophenfilm „Hundertdreizehn“ (ARD) mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und konnte sich damit gegen die ebenfalls nominierten Serien „Maxton Hall“ (Prime Video), „Die Nibelungen“ (RTL+), „Schattenseite“ (ARD) und „Unfamiliar“ (Netflix) durchsetzen. Der Preis für die Beste Comedy-Serie ging in diesem Jahr an „Chabos“ (ZDFneo) nach britischem Vorbild. Die ebenfalls nominierten Serien „Achtsam morden“ (Gewinner von 2025) und „Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage“ (Sat.1) mit Annette Frier gingen hingegen leer aus.

    Bester Fernsehfilm/​​​Mehrteiler wird das Porträt „Olivia“ (ZDF) über den Werdegang der beliebten Dragqueen Olivia Jones, das sich gegen das bereits zweifach ausgezeichnete Drama „Die Nichte des Polizisten“ (ARD) und den Grimme-Preisträger „Tatort: Dunkelheit“ (ARD) durchsetzen konnte.

    Der Preis für die Beste Unterhaltungsshow ging in diesem Jahr an Stefan Raabs neue RTL-Show „Wer weiß wie wann was war?“ mit Barbara Schöneberger als Co-Moderatorin. Offenbar konnte sich der diesjährige Gastgeber bei der Jury durchsetzen. Ebenfalls nominiert waren die beliebte ARD-Quizshow „Wer weiß denn sowas?“ und „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX).

    Als Beste Comedy/​​​Late Night wird die Reihe „Next Stop Köster“ der „heute-show“ Extra-Spezial (ZDF) prämiert, in der sich Fabian Köster mit seinen jeweiligen Interviewpartnern aus der Politik einen Schlagabtausch im Aufzug liefert. Ebenfalls ausgezeichnet wird „Joko & Klaas LIVE – #dontlookaway“ (ProSieben) als Beste Dokumentation/​Reportage, in der Joko und Klaas in ihrer 15-Minuten-Sendezeit einen ungeschönten Einblick in den Kriegsalltag in der Ukraine zeigen.

    Die Darstellerpreise für die beste schauspielerische Leistung nahmen Karin Hanczewski für „Call My Agent Berlin“ (Disney+) und Tom Schilling für „Achtsam Morden“ (Netflix) entgegen. Darüber hinaus erhielt das junge Ensemble der ZDF-Dramedy „Chabos“ den diesjährigen Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises überreicht.

    Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an den Journalisten Peter Kloeppel, der langjähriger Chefmoderator von „RTL Aktuell“ und RTL-Chefredakteur des Kölner Senders, der sich inzwischen in den Ruhestand zurückgezogen hat. In den mehr als 30 Jahren seiner Tätigkeit war er der tägliche Anker um 18:45 Uhr, der den Zuschauerinnen und Zuschauern auch in herausfordernden Nachrichtenlagen Orientierung gab, indem er das jeweilige Geschehen verlässlich und menschlich präsentierte, erklärte Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland und vorsitzende Stifterin des Deutschen Fernsehpreises 2026. Unvergessen ist seine Moderation am 11. September 2001, als er die Terroranschläge in den USA in einer mehr als siebenstündigen Live-Sendung begleitete. Wenn man sich die Bilder heute ansieht, geht das immer noch unter die Haut. Darüber hinaus prägte er den deutschen Fernsehjournalismus auch als Gründungsdirektor der RTL Journalistenschule nachhaltig.

    Die Gewinner und Nominierten des Deutschen Fernsehpreises 2026

    Werkkategorien „Fiktion“

    Bester Fernsehfilm/​Mehrteiler

    Beste Drama-Serie

    Beste Comedy-Serie

    Personenkategorien „Fiktion“

    Beste Schauspielerin

    Bester Schauspieler

    Beste Regie Fiktion

    Bestes Buch Fiktion

    Beste Kamera Fiktion

    Beste Montage Fiktion

    Beste Musik Fiktion

    Beste Ausstattung Fiktion

    Werkkategorien „Unterhaltung“

    Beste Unterhaltung Show

    Beste Comedy/​Late Night

    Bestes Factual Entertainment

    Beste Unterhaltung Reality

    Personenkategorien „Unterhaltung“

    Beste Moderation/​Einzelleistung Unterhaltung

    Beste Regie Unterhaltung

    Bestes Buch Unterhaltung

    Beste Ausstattung Unterhaltung

    • GEWINNERINNEN: Katia Convents (Kostüm) und Paola von Griesheim (Requisite) für „Let’s Dance“ (RTL/​Seapoint Productions)
    • Jonas König (Set- und Licht-Design) für „Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)“ – Folge: So geht Trash-TV: „Ein sehr gutes Quiz“ auf dem Wertstoffhof (ProSieben/​Florida Entertainment)
    • Florian Wieder (Inszenierung Vorentscheid) für „Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026“ (ARD/​SWR/​BR/​hr/​Kimmig Entertainment/​Lodge of Levity)

    Werkkategorien „Information“

    Beste Information

    Bestes Infotainment

    Beste Dokumentation/​Reportage

    Beste Doku-Serie

    Personenkategorien „Information“

    Beste Moderation/​Einzelleistung Information

    Beste Kamera Information/​Dokumentation

    Beste Montage Information/​Dokumentation

    Programmbereich „Sport“

    Beste Sportsendung

    • Finale der FIBA EuroBasket 2025 (RTL/​RTL News)
    • Handball-EM 2026 (ARD/​ZDF)
    • Roland-Garros Finale der Herren 2026 (Eurosport)
    • Tour de France 2025 (ARD)
    • GEWINNER: WM-Berichterstattung 2026 (MagentaTV/​ThinXpool)

    Seit 1999 wird der Deutsche Fernsehpreis von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen vergeben. Seit 2020 ist MagentaTV als weiterer Stifter an Bord. Hinzu kommen seit 2023 die Streaminganbieter Disney+, Netflix und Prime Video als Partner des Deutschen Fernsehpreises.

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