Markus Lanz
D 2008–
Deutsche TV-Premiere ZDF
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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.

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Markus Lanz – Community

  • am

    @819 ob Sahra Tacke eine ausgezeichnete Juristin ist, kann ich nicht beurteilen. Die Analyse und Beurteilung gerichtlicher Entscheidungen sollte jedeR Jurist*In beherrschen, da dies für die praktische Anwendung des Rechts entscheidend ist.
    Dass Frau Tacke promoviert hat, besagt erst mal nichts über ihre tatsächliche Fähigkeit und schliesslich begrüsst Lanz all seine Gäste, die ihm nach dem Mund reden, mit: eineR der "renommiertesten Journalisten".........

    Von Lüge sprach erstmal hier Niemand, es ging um eine "schlampige" Recherche und die Tatsache, dass dieser Typ nicht überprüft wurde. Angenommen ich will unserem System schaden, melde mich anonym zu solch einer Doku und erzähle was vom Pferd, geahndet wird ja eh nichts - Ihre FAKTEN? Und das von einer promovierten Juristin? Dass es Missstände gibt, bezweifle ich doch garnicht, aber - wäre es nicht sinnvoller diese gemeinsam erfolgreich zu bekämpfen, als die Mühlen der Populisten unentwegt mit reichlich Wasser zu versorgen?
  • (geb. 1962) am

    @ 819 – Anekdoten sind keine verallgemeinerbaren statistischen Fakten

    Was die JobcentermitarbeiterInnen äußern, sind subjektive Erfahrungswerte aus ihrem spezifischen Arbeitsalltag. Sie bilden höchstens eine Teilwirklichkeit ab. Bei den erwähnten 3-Generationen-Armutshaushalten bewegen wir uns realistisch im Bereich von 1–2 % aller Fälle. Bisher konnten exakt 0 deutsche Längsschnittstudien nachweisen, dass Arbeitslosigkeit „gelernt“ wird. Das wiederum sind wissenschaftliche Fakten.

    Ebenso ist es kein Faktum, wenn ein einzelner Mitarbeiter „schätzt“, dass 30–40 % falsche Angaben machen. Das ist eine höchst subjektive Schätzung aus dem Bauch heraus. Daraus lässt sich statistisch überhaupt nichts ableiten. Dass Frau Tacke offizielle bundesweite Statistiken mit solchen vereinzelten Schätzungen aushebeln will, ist methodisch absurd. Das ist Populismus.Zum Argument der „unzähligen Vorschriften“: Behörden müssen bei Pflichtverletzungen die Sanktionsrelevanz prüfen – was sie auch tun. Rechtsfolgenbelehrungen und Anhörungen gem. § 24 SGB X und § 31 SGB II konkretisieren hier lediglich das verfassungsrechtliche Rechtsstaatsprinzip.

    Das sind absolut routinisierte, standardisierte Verfahren (Brief, Fristsetzung, digitale Erfassung), die weder „unzählig“ noch „aufwendig“ sind (wie übrigens auch die automatisierten Drei-Monats-Datenabgleiche). Als promovierte Juristin müsste Frau Tacke dieses kleine Einmaleins des deutschen Verwaltungsrechts eigentlich kennen. Stattdessen setzt sie Mythen in die Welt, die ihrer Aufgabe beim ZDF als Rechtserklärerin nicht gerecht werden. Bis hin zur glatten Fehlbehauptung in der Sendung, diese Prüfverfahren seien erst mit der Einführung des Bürgergelds „verändert“ worden. Das ist schlicht unzutreffend, die Hürden stammen im Kern aus dem wegweisenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2019.

    Der Bogen zur Erwerbsquote von UkrainerInnen hat mit dem System Bürgergeld an sich gar nichts zu tun – das ist reiner Lanz-Populismus. Bei den Geflüchteten handelt es sich zu einem Großteil um Frauen, sehr oft alleinerziehend und ohne gesicherte Kinderbetreuung. Zudem gibt es in Deutschland nicht so viele Restaurants, um hochqualifizierte Lehrerinnen, Erzieherinnen oder Ärztinnen zum Gemüseschnippeln in Küchen unterzubringen.

    Deutschland fährt hier das rationalere Konzept: Erst Sprache lernen und Abschlüsse anerkennen lassen, um die Menschen qualifikationsgemäß zu integrieren. Das dauert anfangs länger, ist aber nachhaltiger. Denn in Zeiten des strukturellen Wandels wird der Beschäftigungsaufbau der Zukunft ganz sicher nicht bei einfachen Hilfstätigkeiten stattfinden. Aber das interessiert Populisten eben nicht.
  • am

    Ich kenne S. Tacke überwiegend aus Nachrichtensendungen, in denen sie aktuelle Entscheidungen von Gerichten, oft des BVG einordnet. Sie ist eine ausgezeichnete Juristin, promoviert, wie Lanz betonte. 
    Sie argumentiert immer sachlich, auf der Basis von Fakten. Ich habe mir die betreffende Sendung angeschaut. Populistisch war da nichts. Im Gegenteil, sie hat immer die Zahlen zu Sachverhalten zugrundegelegt. Die Aussagen von Mitarbeitern der Jobcenter, dass diese Familien von der Großmutter bis zu den Kindern betreuen („gelernte Arbeitslosigkeit „), sind Fakten. Warum sollten diese lügen? Der Mitarbeiter aus Bremen sagte es in die Kamera, 30-40 Prozent machen falsche Angaben. Es fehlt die Kontrolle. S. Tacke hat sich auch in Ämtern in Polen umgehört, wo es weitaus strenger zugeht. Deutschland hat nicht umsonst den Ruf, dass es leicht ist, an Bürgergeld zu kommen. In anderen Ländern arbeiten schon lange rd. 80 Prozent der Ukrainer. Hier ist man jetzt erst bei 50 Prozent. Und davon stocken viele noch auf, weil sie nur maximal 30 Stunden arbeiten. 
    Sie wies darauf hin, dass es unzählige Vorschriften gibt, die Sanktionen bei Missbrauch schwer machen. Alles bekannt. Nein, Populismus kann man ihr nicht vorwerfen.
  • (geb. 2000) am

    Mensch Putin hat aber auch schlechte Militärexperten.Er kann die Nato erst 2029 angreifen.Wir sind noch nicht kriegstüchtig,die Amis verballern ihre Waffen im Iran,Das wäre doch die beste Gelegenheit,dass Putin in Deutschland einmarschiert und hier eine Diktatur einrichtet.Ach stimmt,ich hab vergessen,dass die #demokratische Ukraine#unsere Freiheit,Demokratie und westlichen Werte verteidigt,mit Zwangsrekrutierung,Korruption und keiner Rechtsstaatlichkeit.Das muss man auch nicht so eng sehen,was der #gute Westen# hauptsächlich die USA so #Gutes#in der Welt angerichtet haben.Völkerrechtswidrige Kriege,Unterstützung von Terrororganisation,Milliarden #Hilfe#für den Putsch auf dem Maidan und sonstige Verbrechen.Und Wir unterstützen die ganzen Kriegsverbrecher auch noch.Daran sieht man,dass wir vor lauter Angst vor Putin uns bis zu den Zähnen bewaffnet solle,für die Rüstungsindustrie und trotzdem NICHTS zu sagen haben.
  • (geb. 1962) am

    @ katinka1 - vollkommen richtig. Frau Tacke betrieb hier Sensationsberichterstattung, die daran krankt, dass hier eigentlich gar nichts überprüft ist und nur behauptet wird. Ausnahmefälle werden zu repräsentativen Beispielen hochgejazzt, Zahlen in den Raum geworfen (30-40% Missbrauch), die allein technisch gar nicht möglich sein können.

    Z.B. Belegpflichten und automatisierte Datenabgleiche verhindern dies, gesetzliche Vorgaben verpflichten zur Sanktionierung bei Bekanntwerdung eines Falles, die dann folgenden Verfahren sind nicht "hoch kompliziert", sondern routinisierte Standardverfahren. Das die Zahl so gering sind, bildet einfach die Realität ab. Auch bei unserem kommunalen Jobcenter sind die so, der Leiter der Leistungsabteilung stellt hier fest, dass er bei 16000 Ratsuchenden genau NULL Arbeitsverweiger in seiner Kartei hat.

    Das Problem, dass über die realen Zahlen und die realen Probleme und Nöte der Betroffenen nicht berichtet wird, liegt einfach daran, dass man mit realen Zahlen und Fakten und Argumenten nicht mehr Quoten generieren kann, die bekommt leider anscheinend nur noch mit Geschichten von Walfischen und herbeifantasierten Skandalen - die nicht selten ganze Personengruppen diffamieren.

    Richtig ist aber schon, dass in diesen Formaten seriöse journalistische Standards nicht mehr gehalten und populistische Narrative erzeugt werden, die selbst rechtsstaatlich bindende Vorgaben moralisch überformen. Da sind für mich Grenzen überschritten. Ich habe mich als Zuschauer in dieser Sache auch an die Medienaufsicht gewandt. So kann ein ÖRR seinen Aufgaben nicht gerecht werden.

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