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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
@User Kerner: Sie sprechen in der Tat ernste Punkte im aktuellen Diskursgeschehen an. Etwa die Verknappung sonst normaler sozialer Angebote in der Wirtschaftskrise, wo alle führenden Wirtschaftsinstitute doch ein erhebliches Nachfragedefizit erkennen können.
Schon der Alltagsverstand sagt, dass in der Krise nicht gespart werden darf, denn das macht die Krise nur noch schlimmer und trifft die Ärmsten der Armen.Es dennoch zu tun und ein jahrelanges Kaputtsparen der öffentlichen Infrastruktur fortzusetzen, ist schon der je aktuellen Regierung anzulasten. Ebenso die übertriebenen Ausgaben für Rüstung, die wirtschaftlich wenig effektiv sind.
Aber was fordern Teile der Opposition? Etwa die AfD ist nicht minder rüstungsorientiert und ist beim Sparen zu Lasten der Armen an vorderster Front vertreten. Das zeigt, dass auch diese Partei, obwohl nicht Regierung, einer wirtschaftspolitischen Verantwortung nicht gerecht wird, nur den neoliberalen alten Wein in neuen Schläuchen bietet. Das ist eine Essig-Alternative.
Aber gehen wir mal wirtschaftspolitisch weiter. Die Bezüge zu Europa kappen, obwohl aktuell 66 % der Exporte der "Exportnation Deutschland" (die Hälfte der hier produzierten Waren wird exportiert) ins europäische Ausland gehen?
Einfach weg und in die Rezession stürzen?Oder doch besser zusammenarbeiten und möglichst faire Handelsbedingungen und vergleichbare Lebensbedingungen herstellen?
Und wie der ökologischen Krise begegnen? Mit einem nationalstaatlichen Klein-Klein ist das kaum zu machen.Und wer schützt die souveräne Gleichheit aller Staaten, wie ja auch im Völkerrecht gefordert? Ohne eine übergreifende Instanz ist das eher schwierig.
Kommt vielleicht auch darauf an, auf welche Punkte wir gerade schauen.
Westalgien am
Marode Infrastruktur… Hunderte Brücken defekt, überlastete Strassen durch LKW´s, vernachlässigter Bahnbetrieb, mangelhafter bezahlbarer Wohnungsbau, Wucherpreise an Mieten und Altenversorgung. Aber Milliarden für Kriegsausrüstunge, Waffen, massenhafte Regierungsflüge, dazu Prestigebauten und Denkmäler,
Ergebnis von einer seit Jahrzehnten herrschenden Partei.
Catweazle74. (geb. 1974) am
@Uli Danke für die bessere Richtigstellung meiner etwas verkürzten Vermutung, sodass ich zukünftig noch besser darauf reagieren kann.
Aber seien Sie ehrlich - es kostet mir wirklich keine große Lebensmühe - ich wusste innerhalb kurzer Zeit vieles, was so manche scheinbar im Verborgenen vermuteten. Das Internet vergisst nie..
Sie sind mir definitiv wohlgesonnen - und das schätze ich an Ihnen! 🙂
UserUli (geb. 1962) am
@ Catweazle, da Sie sich im Rahmen ihrer Stellungnahme dankenswerterweise die Mühe gemacht haben, ein paar treffende Details und ein kleines Porträt meiner Person herauszusuchen, erlaube ich mir, dieses um die entscheidenden Nuancen zu ergänzen – im Sinne der von Ihnen geschätzten intellektuellen Herausforderung.
Was Sie als „Beamten-Deutsch“ wahrnehmen, ist weniger der Verwaltung geschuldet, sondern mehr Resultat einer akademischen Sozialisation. Es ist nicht zwingend so, aber diese schult idealtypisch darin, Argumente nicht aus dem Bauch heraus zu behaupten, sondern sie analytisch, strukturiert und empirisch herzuleiten. Das mag im Zeitalter digitaler Kurzatmigkeit umständlich wirken, ist aber zugleich Handwerk sauberer Debattenkultur.
Was meine politische Verortung angeht: Ja, ich neige in ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen in der Tat dezidiert linken, keynesianischen Positionen zu.
Das Fundament hierfür ist jedoch das Gegenteil von „Extremismus“ – es ist die Verteidigung universeller Bürgerrechte und demokratischer Teilhabe. Ein Blick in die Verfassung zeigt, dass diese Prinzipien die Mitte unserer Gesellschaft bilden, nicht deren Rand.
Ich hoffe, dass ich das Bild ein bisschen weiter abrunden konnte.
. . . . . (geb. 1949) am
Nochmal @ 870 alias @ pipipipi Sache mit dem sozialen Frieden für mich zu hoch Sozialstaat - und die Ausweitung des Staates - Kapitalismus in die Jetztzeit erfolgreich überführt.