Markus Lanz
D 2008–
Deutsche TV-Premiere ZDF
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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.

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  • (geb. 1974) am

    Nun ja, @Uli.
    Der Grundsatz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, gehört selbstredend zu den wichtigsten Pfeilern eines Rechtsstaats. Entscheidend ist aber hierbei Wichtiges, dass dieser Grundsatz nicht nur auf dem Papier stehen sollte oder im Denken mancher Leute, sondern auch in der Praxis für alle gleichermaßen gelten muss.
    Genau daran kann man nämlich berechtigte Zweifel haben.

    Ursula von der Leyen bspw. steht wegen der bekannten "Pfizer-Verträge" und der fehlenden Transparenz ihrer wie durch Zauberhand gelöschten SMS-Kommunikation seit Jahren in der Kritik, ohne dass dies bislang strafrechtliche Konsequenzen hatte.
    Dieses ist eben mehr als ein nur ein "Geschmäckle", darüber braucht man nun wirklich nicht mehr reden - ein riesen Skandal sondergleichen ist das!

    Auch Christine Lagarde wurde im "Tapie-Fall" zwar wegen Fahrlässigkeit im Amt schuldig gesprochen, blieb komischerweise aber ebenso straffrei und konnte ihre politische Karriere sogar nahezu unbeeinträchtigt fortsetzen.
    Ein Schelm, wer dabei auch wieder Böses denkt!

    Deshalb ist es auch völlig legitim, kritisch zu hinterfragen und von mir eben angemerkt, ob bei allen Politikern tatsächlich dieselben Maßstäbe gelten. Das heißt nicht, Marine Le Pen von ihrer Verantwortung freizusprechen - das sicherlich nicht.
    Es bedeutet jedoch, den Anspruch so zu erheben, dass Recht und Gesetz unabhängig von politischer Stellung oder Einfluss wirklich für alle gleichermaßen gilt.

    Was deutlich sichtbar nicht der Fall ist, und die eigentliche politische Motivation dabei leicht erkennbar wird.
    Und deshalb ist meine Aussage auch in dieser Form richtig, wie Ihre aber auch nicht falsch ist.
  • am

    Clown-Alm-Öhi´s eintöniger Populismus verloren im Sturm der Entwicklung - Manchesterkapitalismus out, aber toter Gaul wird weiter geritten und mit noch mehr Lasten gesattelt. Flickschusterei einer Elite von Ewiggestrigen, die sich sogar für noch schlauer halten als einstige Gegenspieler. Großspurige Propaganda vom „überlegenen“ Westen demaskiert sich in den täglichen nationalen wie auch internationalen Fehlentwicklungen.
    Dafür werden umso mehr Kritiker und oppositionelle Bewegungen verächtlich gemacht und versucht, die eigenen Fehler anderen zu delegieren, welche zu keiner Zeit zu keinem Thema verantwortlich waren.
    Nebenerscheinung: Regimetreue für „fortschrittlich“ haltend, aber gleichzeitig über alles maulen.
    Guido Westerwelle titulierte diese Degenerierung einmal treffend.

    Die Angst, grundlegende soziale und wirtschaftliche Reformen zu bewerkstelligen, setzt politische Rahmenbedingungen voraus, welche durchaus Abstriche an der gewohnten Wohllebeära nach sich ziehen wird.

    Trotz Inkompetenz und Bildungsdefizit dem wachsenden gesellschaftlichen Widerstand die Freiheit, Demokratie, Wissenschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt abzusprechen, wäre nicht erforderlich, gäbe es dies alles in den eigenen Reihen.
  • (geb. 1962) am

    @ Catweazle - Bei Le Pen scheinen Sie Willkür zu suggerieren, wo doch ein rechtsstaatliches Verfahren vorliegt. Das Urteil gegen sie basiert auf einem jahrelangen, transparenten Strafverfahren wegen der Veruntreuung von Steuergeldern (EU-Mittel).

    Es handelt sich somit um die Awendung des Strafrechts, das für alle Bürger gleichermaßen gilt und von unabhängigen Gerichten umgesetzt wird.

    Zu argumentieren, eine Politikerin dürfe wegen hoher Umfragewerte nicht bestraft oder im Wahlkampf eingeschränkt werden, würde das Prinzip „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ aushebeln.

    Kurzum - es gibt in der Demokratie keine Sonderrrechte für "LieblingspolitikerInnen".

    Oder ist es genau dieses, was sie stört?
  • (geb. 1974) am

    Ein wahres wetteifern um die besten Positionen ist im vollen Gange! Links gegen Rechts, Oben gegen Unten oder doch Schwarz gegen Weiß.
    Egal, so recht scheint es wohl niemanden mehr zu durchblicken oder sogar noch zu intressieren, ein ganzes Mobilee der Meinungen - von Spitzenklasse bis völlig unbrauchbar. Einige haben sich definitiv schon entschieden, ...womöglich auch unbewusst.

    Doch das Hintergrundrauschen ist inzwischen kaum überhörbar!
    Man versucht es trotz aussichtsloser Lage doch immer wieder, und die eigene Hilflosigkeit scheint dabei deutlich sichtbarer zu werden. Jetzt sollen der AfD-Fraktion im EU-Parlament die Fördermittel entzogen werden, während Marine Le Pen, die in den Umfragen weit vorne liegt, durch eine Fußfessel im Wahlkampf eingeschränkt werden soll.
    Na, herzlichen Glückwunsch zu diesem genialen Move!

    Man gewinnt zunehmend den Eindruck - oder man weiß es ehrlich gesagt - dass dem politischen System inzwischen jedes Mittel recht ist, um die eigene Macht zu sichern.
    Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde die Demokratie als höchstes Gut verkauft und politische Entscheidungen stets damit begründet, dass man dem Willen der Bevölkerung entspricht. Doch sobald die Menschen ihre Meinung ändern und Parteien wählen, die einen anderen politischen Kurs einschlagen wollen, scheinen sich plötzlich die Spielregeln wie auf magische Weise zu verändern.

    Man versucht kritische Stimmen und politische Gegner nicht nur mit politischen Argumenten, sondern auch durch finanzielle Einschränkungen und juristische Kniffs zu schwächen. Das Vorgehen gegen Le Pen und die AfD wird dabei als eindeutiges Zeichen gewertet, dass der politische Druck auf oppositionelle Kräfte nämlich zunimmt und auch systematisch verstärkt werden soll.

    Doch man wird damit sicherlich nicht verhindern können, dass sich die Stimmung in der Bevölkerung irgendwo verändert. Solche erfahrungsgemäß sinnlose Maßnahmen könnten sogar wieder dazu führen, dass halt noch mehr Menschen hinterfragen, wie mit politischen Gegnern eigentlich undemokratisch umgegangen wird.
    Der Weg bis dorthin wird sicher noch schwierig und lang sein - aber eine gesellschaftliche Veränderung lässt sich auf Dauer eben nicht einfach so aufhalten.

    Nur völlig Verblendete oder ferngesteuerte Schlafwandler bemerken tatsächlich immer noch nichts.

    Die Kleinen wissen, dass sie klein sind.
    Die Dicken wissen, dass sie dick sind.
    Nur die Dummen wissen mal wieder von nichts!
  • am

    Alltag im Parlament: AfD-Vertreter unterbricht den Vortragenden der SPD mit einem Hinweis auf eine wo immer hergeholte Statistik, die belegen soll, dass die Leute kein Vertrauen mehr in ARD & Co. haben. Dafür in NIUS und Co? Science Fiction? 
    Der SPD-Vertreter pariert gelassen. Und weist bei der Gelegenheit auf den Unterschied zwischen Rundfunkstaatsvertrag und Bundesverfassungsgericht hin, Scheint bei den blauen nicht ganz klar zu sein :).

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