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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
User Uli,wie hieß der Satz von Churchill,Demokratie ist die beste Staatsform,aber auch die Schwierigste,zumindest sinngemäß.Ihre Analyse ist vollkommen richtig,obwohl besonders die EU ein korrupter Haufen ist,seit Von der Leyen noch mehr,wie es Sonneborn in seinen Podcast auf den Punkt bringt.Mit Selbstkritik haben unsere Politiker nichts am Hut.In der Opposition wird das kritisiert,was sie in der Regierung dann so weitermachen.Da ändert sich nichts oder nur zum Schlechteren für die Mehrheit der Bevölkerung und das seit Jahrzehnten.Ob jetzt Kohl,Schröder,Merkel,Scholz und jetzt erst recht,Fitze Fatze Black Rock Merz,Alle in einen Sack,Knüppel aus dem Sack,man trifft immer die Richtigen. Und Hera hat von der gescheiterten Politik wohl nichts mitbekommen.
Hera am
@ Uli Sie drücken sich sehr philosophisch aus, für mich ist das Gewäsch von 070 kein Apell, nicht schicksalhaft und schon gar nicht moralisch! Es ist widersprüchlich und widerlich, antidemokratisch, ja, mit der Sehnsucht nach einem "Führer", der das eigene Weltbild in seinem Sinn korrigiert! Trump entspricht offensichtlich dabei seiner Persönlichkeit: autokratisch, narzisstisch, Frauenfeindlich, Empathielos! Sein Handeln gegen Regeln und Gesetz wird völlig ignoriert, die Gegner zum primitiven Mob, der dumpfen Masse deklassiert - Moral?
@ piperin mag sich vielleicht anders artikulieren - Pragmatismus sehe ich auch dort nicht - aber das gleiche Ziel, den "Einen" der den "Laden aufräumt", ja!
Was ich nicht verstehe ist die Analyse des Beitrages von @ 819, die fehlende Selbstkritik von welcher gescheiterten Politik?
User Uli (geb. 1962) am
Und P.S. Amboss bei Precht hat Substanz!
User Uli (geb. 1962) am
Ja, genau @ piperin. Sie brauchen das gar nicht mehr in irgendeine KI eingeben – Sie wussten längst, dass Sie in diesem Fall meiner fachlichen, inhaltlichen und letztlich moralischen Argumentation nichts mehr entgegenzusetzen hatten.
Und so blieb am Ende nur die Offenbarung: dass Ihre Vorstellungen nicht mehr mit dem Geist des demokratischen und sozialen Rechtsstaats vereinbar sind.
Sie beschreiben eine Gesellschaft im Ausnahmezustand, in der „alle Hebel angesetzt“ werden müssten – Sie sprechen von Sammelunterkünften, Zwangsmaßnahmen und Strukturen, in denen das Individuum nur noch diszipliniert werden soll. Das ist kein „Realismus“, das ist das Heraufbeschwören eines Notstandes, um Grundrechte außer Kraft zu setzen.
Ihr Modell ist kein Sozialstaat mehr, sondern eine Verwahranstalt für Gehorsam.
Hinzu kommt der Ton der Bestrafung: wer nicht funktioniert, soll spüren, wer die Macht hat. Die Sozialpolitik als moralisches Straflager – das ist, mit Verlaub, der Punkt, an dem Fürsorge in Feindseligkeit kippt.
Wer anfängt, Menschen nach Nützlichkeit zu sortieren, hat den Sinn des Sozialstaats schon verloren. Es geht nicht ums Rechnen, sondern ums Bewahren von Würde – gerade dort, wo jemand nichts mehr „einbringen“ kann.
Und besonders deutlich wird das, wo Sie am Ende mit politischer Erpressung drohen – „Dann lassen wir eben die anderen ran.“ Das ist kein sachlicher Einwand mehr, das ist das Vorführen des eigenen Abdriftens.
Vielleicht klärt sich das wieder, wenn die eigene Stimmung sich beruhigt und der Blick nach vorn zurückkehrt.
User Uli (geb. 1962) am
Wenn ich mir die Diskussion ansehe, @ 028, habe ich den Eindruck, dass in dem Gespräch nicht nur über Trump, sondern auch über die Zukunft von Demokratie verhandelt wird, oder?
@819 verteidigt Rechtsstaat und Moral mit großer Verve – ehrenwert. Er erinnert, Prinzipien und Regeln sind nicht verhandelbar. Es bleiben aber Fragen offen, etwa die nach der nötigen Selbstkritik bei jenen, die selbst schon einmal politisch gescheitert sind.
@070 und @piperin dagegen positionieren sich deutlich demokratiekritisch und neigen eher zu autoritären Lösungen.
Bei @070 klingt der Appell moralisch und fast schicksalhaft, bei @piperin eher nüchtern und pragmatisch. Doch in beiden Fällen zeigt sich ein ähnliches Muster: Internationale Institutionen wie EU oder UNO gelten nur noch als „Gesülze“ oder „Waschlappenpolitik“. Dahinter steckt etwas Tieferes – eine Sehnsucht nach dem „Geist aus der Maschine“, nach einer Figur, die endlich durchgreift, zerstört und neu ordnet, ohne dass man sich mit endlosen Abstimmungen und Kompromissen aufhält.
Es ist keine Verehrung Trumps im moralischen Sinn, sondern eher der Wunsch nach „Abrissbirne“, die das vermeintlich kaputte System zerlegt. Demokratie erscheint als Hindernis – für manche, weil sie zu langsam ist; für andere, weil sie „den Falschen“ zu viel Stimme gibt. In beiden Fällen sägt man damit am Ast, auf dem wir alle sitzen.
Letztlich geht es in dieser Diskussion nicht um einzelne Personen, sondern um eine Stimmung: das wachsende Gefühl, dass das viele Ausdiskutieren zu langsam, das Volk zu träge und die Eliten zu unfähig sind – und dass nur Zerstörung als Schöpfungsakt noch Hoffnung verspricht.
Genau das halte ich für die gefährlichste Versuchung unserer Zeit.
(Wobei die Vorstellung, Trump stehe für Effizienz, Ordnung oder gar Sparen, schon ein Witz für sich ist.)