Markus Lanz
D 2008–
Deutsche TV-Premiere ZDF
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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.

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Markus Lanz – Community

  • am

    Nicht jede kontroverse Äußerung muss auch zwangsläufig Anlass für eine redaktionelle Intervention sein.

    Daher würde mich interessieren, nach welchen konkreten Kriterien solche Diskussionen mittlerweile bewertet und gegebenenfalls vollständig entfernt werden?!

    Entsteht hier möglicherweise ein gewisser Übereifer und schleicht sich ein, der letztlich mehr zur Einschränkung eines offenen Meinungsaustauschs beiträgt, als tatsächlich notwendig wäre?!

    Ich denke, dass eine etwas größere Gelassenheit im Umgang mit sachlich geführten Kontroversen durchaus wünschenswert wäre. Denn eine lebendige Diskussionsplattform sollte unterschiedliche Meinungen nicht nur dulden, sondern ihnen auch den nötigen Raum geben.

    Vielleicht mag die Redaktion hierzu mal gelegentlich kurz Stellung beziehen.

    Vielen Dank!
  • am

    Liebes Redaktionsteam,

    mit etwas Verwunderung habe ich doch leider festgestellt, dass eine Diskussion einschließlich einiger darauf bezogener Kommentare gelöscht wurde, obwohl diese aus meiner Sicht einen durchaus sachlichen und vertretbaren Meinungsaustausch darstellte.
    Selbstverständlich sind redaktionelle Richtlinien und eine gewisse Netiquette wichtig und notwendig. Ebenso ist es nachvollziehbar, dass bei persönlichen Angriffen, Beleidigungen oder wiederholten Grenzüberschreitungen eingegriffen werden muss.

    Gerade in der Vergangenheit gab es hier sicherlich Beispiele, bei denen ein Eingreifen durchaus angebracht war.
    Dennoch sollte man meines Erachtens zwischen tatsächlich unangemessenen Beiträgen und einem durchaus kontroversen, aber sachlich geführten Meinungsaustausch unterscheiden.

    Ein Forum lebt schließlich auch von unterschiedlichen Standpunkten, gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten und einer gewissen Diskussionskultur.
  • am

    Puh!
  • (geb. 1962) am

    @ Sebastian K. - Wollen wir Ihre Analyse mal ein bisschen erweitern und auf die sozialen Auswirkungen der wirtschaftlichen Stagnation oder Krise zu sprechen kommen. Denn tatsächlich sind die Reaktionen auf die Krisenerscheinung gespalten.

    Die einen wollen ein in die Krise geratenes System prgressiv verändern, den Neoliberalismus stoppen, funktionale Systeme wieder etablieren, die die gesellschaftliche Gleichheit und die Investitionen in die Binnenwirtschaft stärken und zu einem kooperativen Modell zurückkehren.

    Die andern sind dagegen glühende Anhänger des Neo-Liberalismus und camouflieren sich nur als Kritische Kritiker. Sie nutzen die Krisenerscheinungen, um gegen alle DemokratInnen zu stänkern und mittels des Vorspiegelns kritischer Rede am Ende verbalradikalen nationalen oder gar völkischen Elementen Zutritt zu verschaffen.

    Ich schätze Sie nicht in der ersten Kategorie ein.
  • (geb. 1962) am

    Kapitalismus verstehen II

    Ob ein Land jetzt viel exportiert oder nicht, ist nicht wesentlich. Zu vermeiden sind strukturelle Leistungsbilanzunterschiede, bei denen sich ein Land auf Kosten eines anderen bereichert. Wird jedoch genau das, der Raubtierkapitalismus, zur Leitmaxime erhoben, kannibalisiert sich der Kapitalismus selbst. Ein Land muss immer mehr Kredite aufnehmen, damit das andere sein Vermögen steigern kann - neu investieren tut bzw. kann am Ende keineR mehr, die wirtschaftliche Entwicklung wird immer langsamer. Am Ende: Stillstand.

    Und damit wären wir beim globalen Phänomen, dass Sebastian K. von Anfang an richtig beschrieben, wenn auch moralisierend missgedeutet hat. Die Unternehmen investieren nicht mehr, weil sie nicht mehr an eine ertragreiche Zukunft in der Realwirtschaft glauben. Sie sehen nicht mehr, wer ihre Produkte in der Zukunft kaufen könnte und setzen selbst lieber auf das Sparen. Es kommt zu - wir sehen es - negativen Investitionsraten. Die BürgerInnen sehens mit Schrecken - und fangen auch an zu sparen.

    Die kapitalistische Dynamik stoppt - das Geld flüchtet in Anlagen. Staaten bleibt nichts anderes übrig, als dies mit Mehrausgaben zum Schutz vor Rezession zu kompensieren, oder, wie in den USA, die kapitalistische Dynamik mit Staatsausgaben voranzupeitschen.

    Das ist die Lage momentan, wenn man es kapitalismusimmanent betrachtet. Der Kapitalismus koppelt sich zunehmend von der Realwirtschaft ab. Oder anders, er leidet unter Überakkumulation oder Fehlallokation des Kapitals, je nach theoretisch-ideologischer Richtung, aus der man argumentiert.

    Und zu Ihrem "geschlossen System". Wirtschaftswachstum bemisst sich im modernen Kapitalismus nicht an der Menge der produzierten Gegenstände, sondern anhand der erzeugten Werte.

    Technologische Innovationen, Wissensökonomie, Kreislaufwirtschaft erlaubten durchaus theoretisch Wachstum mit ausgeglichenem Ressourcenverbrauch. Ob die Jugend das nun herbeiführen wird, weiß ich nicht, aber sicher ist - der Kapitalismus ist aktuell akut fehlgesteuert, wie richtig bemerkt. Und die aktuelle "Standortortpolitik" lenkt noch in genau diese destruktive Richtung. Das kommt, wenn man den Kapitalismus nicht versteht.

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