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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
Ihre Bemühungen jemanden etwas sinnlos zu erklären, erstaunt mich doch immer wieder auf's neue. 🤣 Die einen Glauben, die anderen Wissen!
diametral (geb. 1965) am
>Bisher konnten exakt 0 deutsche Längsschnittstudien nachweisen, dass Arbeitslosigkeit „gelernt“ wird. Das wiederum sind wissenschaftliche Fakten.<
Das sind keine wissenschaftliche Fakten, weil die Datengrundlage aufgrund des Datenschutz das ganz einfach nicht hergibt.
Auch dass man Missbrauch doch eliminieren müsse, wie @Hera anmahnt, sehe ich eher als Schutzbehauptungen ohne tatsächliche Motivation, dies tatsächlich umsetzen zu wollen.
Da finde ich die Aussagen von @819 realistischer.
Natürlich gibt es Missbrauch und natürlich gibt es einen "Lerneffekt", das sagt bereits der normale Menschenverstand, dazu braucht man noch nicht mal Statistiken. Das ist so.
Dass dies bei "Migranten" weniger ausgeprägt sein kann ist ebenso denkbar und dafür kann es diverse Gründe geben. Soweit mögen Studien hierzu die reale Lage auch ehrlich widerspiegeln. Glaubhaft, doch fehlt mir die prüfbare Datenbasis.
Egal. Entscheidend ist doch, Missbrauch zu eliminieren. Das schafft Vertrauen für alle Seiten.
Wenn @Hera von "Rechtsstaat" schreibt, so fehlt mir die Basis an vielen Ecken, die einen Rechtsstaat ausmachen. Das fängt schon im Nachweis des Alters an.
Niemand kann heutzutage irgendwelche Leistungen einfordern, wenn nicht genügend Nachweise erbracht werden. Das IST Rechtsstaat!
Warum kein medizinisches Gutachten eingefordert wird bei Behauptungen, jemand sei "jugendlich", wenn Bärte eine ganz eigene Sprache sprechen - für mich unverständlich. Natürlich können Dokumente verloren gehen. Das ist so und wir müssen darauf Antworten finden. Sich allein ungeprüft auf "Angaben" zu verlassen kann es aber nicht sein.
Und so gibt es etliches, was rechtsstaatluchen Prinzipien widerspricht.
UserUli (geb. 1962) am
@ 819 – Anekdoten sind keine verallgemeinerbaren statistischen Fakten
Was die JobcentermitarbeiterInnen äußern, sind subjektive Erfahrungswerte aus ihrem spezifischen Arbeitsalltag. Sie bilden höchstens eine Teilwirklichkeit ab. Bei den erwähnten 3-Generationen-Armutshaushalten bewegen wir uns realistisch im Bereich von 1–2 % aller Fälle. Bisher konnten exakt 0 deutsche Längsschnittstudien nachweisen, dass Arbeitslosigkeit „gelernt“ wird. Das wiederum sind wissenschaftliche Fakten.
Ebenso ist es kein Faktum, wenn ein einzelner Mitarbeiter „schätzt“, dass 30–40 % falsche Angaben machen. Das ist eine höchst subjektive Schätzung aus dem Bauch heraus. Daraus lässt sich statistisch überhaupt nichts ableiten. Dass Frau Tacke offizielle bundesweite Statistiken mit solchen vereinzelten Schätzungen aushebeln will, ist methodisch absurd. Das ist Populismus.Zum Argument der „unzähligen Vorschriften“: Behörden müssen bei Pflichtverletzungen die Sanktionsrelevanz prüfen – was sie auch tun. Rechtsfolgenbelehrungen und Anhörungen gem. § 24 SGB X und § 31 SGB II konkretisieren hier lediglich das verfassungsrechtliche Rechtsstaatsprinzip.
Das sind absolut routinisierte, standardisierte Verfahren (Brief, Fristsetzung, digitale Erfassung), die weder „unzählig“ noch „aufwendig“ sind (wie übrigens auch die automatisierten Drei-Monats-Datenabgleiche). Als promovierte Juristin müsste Frau Tacke dieses kleine Einmaleins des deutschen Verwaltungsrechts eigentlich kennen. Stattdessen setzt sie Mythen in die Welt, die ihrer Aufgabe beim ZDF als Rechtserklärerin nicht gerecht werden. Bis hin zur glatten Fehlbehauptung in der Sendung, diese Prüfverfahren seien erst mit der Einführung des Bürgergelds „verändert“ worden. Das ist schlicht unzutreffend, die Hürden stammen im Kern aus dem wegweisenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2019.
Der Bogen zur Erwerbsquote von UkrainerInnen hat mit dem System Bürgergeld an sich gar nichts zu tun – das ist reiner Lanz-Populismus. Bei den Geflüchteten handelt es sich zu einem Großteil um Frauen, sehr oft alleinerziehend und ohne gesicherte Kinderbetreuung. Zudem gibt es in Deutschland nicht so viele Restaurants, um hochqualifizierte Lehrerinnen, Erzieherinnen oder Ärztinnen zum Gemüseschnippeln in Küchen unterzubringen.
Deutschland fährt hier das rationalere Konzept: Erst Sprache lernen und Abschlüsse anerkennen lassen, um die Menschen qualifikationsgemäß zu integrieren. Das dauert anfangs länger, ist aber nachhaltiger. Denn in Zeiten des strukturellen Wandels wird der Beschäftigungsaufbau der Zukunft ganz sicher nicht bei einfachen Hilfstätigkeiten stattfinden. Aber das interessiert Populisten eben nicht.
725819 am
Ich kenne S. Tacke überwiegend aus Nachrichtensendungen, in denen sie aktuelle Entscheidungen von Gerichten, oft des BVG einordnet. Sie ist eine ausgezeichnete Juristin, promoviert, wie Lanz betonte. Sie argumentiert immer sachlich, auf der Basis von Fakten. Ich habe mir die betreffende Sendung angeschaut. Populistisch war da nichts. Im Gegenteil, sie hat immer die Zahlen zu Sachverhalten zugrundegelegt. Die Aussagen von Mitarbeitern der Jobcenter, dass diese Familien von der Großmutter bis zu den Kindern betreuen („gelernte Arbeitslosigkeit „), sind Fakten. Warum sollten diese lügen? Der Mitarbeiter aus Bremen sagte es in die Kamera, 30-40 Prozent machen falsche Angaben. Es fehlt die Kontrolle. S. Tacke hat sich auch in Ämtern in Polen umgehört, wo es weitaus strenger zugeht. Deutschland hat nicht umsonst den Ruf, dass es leicht ist, an Bürgergeld zu kommen. In anderen Ländern arbeiten schon lange rd. 80 Prozent der Ukrainer. Hier ist man jetzt erst bei 50 Prozent. Und davon stocken viele noch auf, weil sie nur maximal 30 Stunden arbeiten. Sie wies darauf hin, dass es unzählige Vorschriften gibt, die Sanktionen bei Missbrauch schwer machen. Alles bekannt. Nein, Populismus kann man ihr nicht vorwerfen.
TRICKSER 028 (geb. 2000) am
Mensch Putin hat aber auch schlechte Militärexperten.Er kann die Nato erst 2029 angreifen.Wir sind noch nicht kriegstüchtig,die Amis verballern ihre Waffen im Iran,Das wäre doch die beste Gelegenheit,dass Putin in Deutschland einmarschiert und hier eine Diktatur einrichtet.Ach stimmt,ich hab vergessen,dass die #demokratische Ukraine#unsere Freiheit,Demokratie und westlichen Werte verteidigt,mit Zwangsrekrutierung,Korruption und keiner Rechtsstaatlichkeit.Das muss man auch nicht so eng sehen,was der #gute Westen# hauptsächlich die USA so #Gutes#in der Welt angerichtet haben.Völkerrechtswidrige Kriege,Unterstützung von Terrororganisation,Milliarden #Hilfe#für den Putsch auf dem Maidan und sonstige Verbrechen.Und Wir unterstützen die ganzen Kriegsverbrecher auch noch.Daran sieht man,dass wir vor lauter Angst vor Putin uns bis zu den Zähnen bewaffnet solle,für die Rüstungsindustrie und trotzdem NICHTS zu sagen haben.