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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
Der Showmaster und meinetwegen selbsternannte Welterklärer Lanz hat sich in keiner Phase gewendet, sondern immer schon die neoliberale Linie verfochten, mit letzten Endes Nullphrasen von " Energiekosten, Steuern und Bürokratie sind zu hoch in Deutschland" die Sendung bestritten.
Während Sven Schulze auf Landesebene immer schon das Gleiche fordert (wie Lanz - und die Wirtschaftsverbände) und insofern die Bundesregierung seit Jahren für die hohen Energiekosten und den "Bürokratiedschungel" kritisiert.
Ihn in der Sendung so vorzuführen, als sei er der Urheber dieser Standortnachteile, geht dann an den realen politischen Kompetenzen zudem völlig vorbei, insofern er auf Landesebene gar nicht beschließen oder beheben kann, was Lanz da von ihm fordert.
Kurzum: Einmal mehr nur ein inszenierter "Hahnenkampf", der jeder sachlichen Grundlage entbehrte. Ihnen als erklärtem Lanz-Fan sollte das eigentlich aufgefallen sein. Oder macht gerade dies den Reiz aus?
KritikAnbringer am
Vielen Dank für diese bahnbrechende Erkenntnis und irgendwie sehr mutige Botschaft! Dass man Informationen kritisch hinterfragen und sich möglichst aus mehreren Quellen eine eigene Meinung bilden sollte, ist natürlich erst heute entdeckt worden. Alle, die keine Schnarchnasen sind, praktizieren das ohnehin seit Jahren - ganz ohne historische Rundreise und erhobenen Zeigefinger. Aber weil ein paar historische Großvergleiche nie schaden, wird von 1914 bis 1939 einmal alles mit in den Topf geworfen und kräftig zu einer homogenen Masse verrührt.
Willkommen im Club! Hier residieren nämlich die meisten aufgeklärten Menschen schon längst. Die brauchten dafür weder einen Monolog über Medien, noch einen Ausflug durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Und das nächste mal wird man wohl wieder versehentlich eine weitere bahnbrechende Erkenntnis entdecken - etwa, dass Wettervorhersagen nicht immer stimmen oder Wasser sogar nass ist.
Ich liebe dieses Forum! 🙂
725819 am
„Staatslenker“, nicht neutrale Moderatoren, die AfD-Anhängerschaft mit ihren Begrifflichkeiten. Dass aber die AfD nach neuesten Recherchen eine spezielle Software (wie das KI-Studio "Alternita") nutzt, um automatisiert digitale "Wutausbrüche" und Kommentare für ihre Schäfchen zu produzieren, ist völlig neutral 😆?
..... (geb. 1949) am
Viele User hatten diesen Zustand bereits bemängelt. Jedoch bleiben alle Aufforderungen in solchen Formaten sinnlos. Es ist eine andere, ganz eigene Welt, welche sich diese Zunft nur für sich generiert hat. Für uns Bürger wäre es noch optimal, wenn eingeladene Diskutanten zu angesagten Themen nur ihre unterschiedlichen Ansichten und Vorhaben darlegen. Was sich leider eingeschlichen hat ist, dass Wortführer gern, bewusst und wohl absichtlich auch noch Parteinahme für diesen oder jenen Gast nehmen und auch noch die eigene Einstellung mit subjektiven Bemerkungen ausschmücken.
Dass geht nun wirklich nicht, damit die politische Meinung der Zuseher/hörer noch zu beeinflussen zu wollen. Die Ausbildung für NEUTRALE Gesprächsführung, Gestik und Mimik scheint es auf Referentenseminaren nicht mehr zu geben?
Allerdings, Herr1939945, die Mehrheit der deutschen Bevölkerung kennt diese Absurditäten der Medien Branche längst, kann sich inzwischen unabhängig informieren und findet ihre Meinung in aktuell sich ergebenden Prognosen auch bestätigt.
Die politische Großwetterlage ähnelt, in Abstrichen!, der von 1914, 1917 und 1939. Der einst martialische Sturm gegen "Klassenfeinde" und Konkurrenten ´erkennen´ heutige Macht - Eliten schon inzwischen als zu aufwendig, zu anstrengend und kaum erfolgsgarantiert (bis auf Ausreißer aus den eigenen Reihen).
Das nun 1989er "Tief" allerdings wabert schon mit lokalen Blitz(Krieg)-Einschlägen, aber vor allem ergebnislosen Quasseleien und Disputen bis heute durch unsere Welt. DIE Chance schlechthin für eine inzwischen wesentlich besser aufgeklärte und informierte Menschheit.
User 1939945 (geb. 1956) am
Es ist wichtig, das Journalisten alle Bereiche in unserem Leben kritisch hinterfragen. Solange es auch immer faire Beiträge, Diskussionen und fundierte Kritik u.a. sind. Ich sehe seid vielen Jahren regelmäßig Takeshows, auch "Markus Lanz". Bei allem Positiven für sein Angagement, Herr Lanz wird immer aggresiver in seinen Bemerkungen, läßt die Gäste immer seltenen ausreden, fällt ständig Gästen in`s Wort und läßt häufig Gäste zu Wort kommen, die nicht immer über das richtige Maß an Wissen verfügen, leider! Es ist immer äußerst einfach, Kritik in hohem Maße von der "Außenlinie" zu üben, wo man selbst nicht in Verantwortung steht, vielleicht nicht aktuell alle Beschlüsse, Gesetze, Verordnung usw. kennt. Politik ist ein schwieriges Geschäft, das nicht über Nacht passiert. Auch Erfolge brauchen Zeit, wenn die richtigen Fachleute daran arbeiten. Herr Lanz bitte auch Kritik annehmen !