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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
Haben Sie dermaßen recht, @ 819. Frage mich auch, wie man dieses Ausmaß an Doppelmoral überhaupt im Kopf aushalten kann.
UserUli (geb. 1962) am
@ Hera, es war tatsächlich eher ein Zufall, insofern ich meinen Post schon im Kopf zusammen hatte, als ich mich einloggte und Ihren las. Aber es ergänzte sich dann ideal. Schönes Wochenende.
Holm Maurer am
Dass sich derzeit antiquierte, teils neofaschistische Äußerungen gegenseitig ergötzen und zu stützen versuchen, immer aggressiver äußern, ist der unausbleiblich kommenden Fortschrittslawine geschuldet. Längst haben immer mehr Bürger erkannt, vertrauensselig den falschen Propheten ihr Votum gegeben zu haben. Noch zu viele Politniks alter Schule treten auf der Stelle und manövrieren das Land ins Abseits. Sie packen es einfach nicht. Das nach machbaren Lösungen gesucht wird, ist demnach nur zu verständlich – und gar nicht einfach: 1848/49 scheiterte die bürgerliche Alternative am Komplott der noch zu mächtigen Fürsten, 1917 und in Folge zu vieler unbewältigter Altlasten der Vorgänger, letzter Versuch Ende der 80er bis in die 90er Jahre hinein mit teils ähnlichen Ergebnissen. Auch hier schafften es populistisch aufgeheizte Kreise das Magnet-Pendel „Anschluss“ wie 1938 zu ihren Gunsten ausschlagen zu lassen. Grenzverschiebungen, Machterweiterungen sowie sofortiges wieder neuer „Feinbilder“ sind völlig normale Begleiterscheinungen von Regimes aller Couleur.
Im Paradegleichschritt auch die bewährte „Radikalenerlass“-Doktrin und „Meinungsdisziplin“, an die sich aber inzwischen mehr und mehr Bürger nicht mehr anketten lassen wollen. Die populistische Angriffswelle, welche Andersdenkende und Andershandelnde mit ehrlicher Umsetzung demokratischer Grundnormen ins Visier nimmt, wölbt sich geradezu verzweifelt gegen eine erstarkende Opposition auf.
Ein Neuaufbruch bleibt unausweichlich – wird allerdings angesichts der schon dramatisch fortgeschrittenen gesellschaftlichen Zerstörungen mit Sicherheit mehr als 20, 30 oder 40 Jahre brauchen, damit ein wieder geregeltes friedliches Zusammenleben wachsen kann. Jedoch – immer mussten in der Menschheitsgeschichte derartige Phasen von Neubeginn bewältigt werden.
725819 am
Interessant sind die (wieder einmal) tobenden internen Machtkämpfe um Listenplätze. Die Parteispitze greift ganz offen ein. Damit es wieder einmal bei der extremen rechten Ausrichtung bleibt. Von wegen normale Partei. Aber rd. 40 Prozent in Sachsen-Anhalt finden solche Zustände ok. Aber wehe, wenn sonst einer von „oben“ Vorgaben macht. Verkehrte (Denk-) Welt.
Hera am
@ Uli, das ist meine Meinung auch! Sie erläutern in Ihrem Post den Hintergrund, weshalb die in meinem Post erwähnten Einstein-Zitate zu zutreffend sind! Danke dafür. Schönes Wochenende.