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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
@katinka1, in der DDR gab es kein Bürgergeld. Um "arbeitsunfähig" zu gelten bedurfte es meines Wissens erst einmal einer ärztlichen Kommission, die prüfte, ob der-/diejenige woanders eingesetzt werden könne.
In der DDR gab es kein Recht auf Arbeitslosigkeit, sondern eine Pflicht zur Arbeit. Um als arbeitsunfähig zu gelten mW viel höhere Hürden.
Es ist verdammt hart, wenn man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und sich umorientieren muss. Und es geht mit viel Mühe und Einbußen einher. Das bestreitet niemand.
Doch dass deswegen gerade in der ehem. DDR auch mit derartigem von Mangel an Sozialstaat oder dieses sogar als Begründung für AfD (hier nicht konkret von Ihnen, aber anderen) ausgeschlachtet wird, geht gar nicht.
Herr Schulze spaltet nicht. Es ist vielmehr die Realität, der er sich stellen muss.
Sie dürfen davon ausgehen, dass wenn die AfD an die (Bundes-)Regierung käme, schnell ganz andere Zeiten anbrechen würden. Zwar würde auch ich begrüßen, wenn wieder etwas mehr Richtung "leistungsorientiert" gesteuert würde, ab was mit der AfD käme, würde wohl keiner wollen.
piperin am
@028, der nun speziell an Sie, auch wenn ich Sie sehr mag:
Niemand, aber auch wirklich niemand erwartet unmenschliches, auch wenn nahezu unmenschliches sehr wohl möglich wäre.
Dennoch kann nahezu jeder etwas, IRGENDETWAS, für die Gesellschaft beitragen. Nennt sich "Arbeit".
Aufgabe eines Sozialstaates ist jedem eine Chance zu geben, jedem etwas, das für ihn geeignet ist und wenn es nur irgendwie geht, ihm auch ein Selbstbewusstsein, eine Erfüllung vermittelt und auch Freude machen soll. JEDER eignet sich für etwas, JEDER kann irgendetwas, JEDER hat sogar mehr Fähigkeiten, als er denkt.
Es ist Aufgabe eines Sozialstaates, ihm dabei zu helfen. Sogar faulen Säcken, die die Schule oder Lehrstelle geschmissen haben .. eine zweite Chance soll jeder haben.
Dass jemand gar nichts beitragen könne und stinkfaule Ausreden eines Sozialstaates. Stinkfaule Ausreden!
Dass jemand gar nichts beitragen will sind jedoch darüber hinaus die schlimmsten Auswüchse eines Sozialstaates.
piperin am
Mit einem Spezial-Stirnband wurde es möglich, dass sie sogar auf dem Computer tippen konnte und obwohl das letztlich alles über Bewegungen des Kopfes erfolgte -ehrlich, Ihr habt doch echt keine Ahnung-, erreichte sie sogar eine erstaunlich hohe Tippfrequenz.
Sie kann nichts machen, alles nur mit dem Mund und Kopf. Für jede noch so kleinste Handlung wie "etwas aufheben", ein Hemd anziehen, die Nase putzen, braucht sie Hilfe oder ... in Vielem hat sie gelernt, sich irgendwie zu behelfen, wenn es nur irgendwie ging.
Das Mädchen wurde trotz aller Unkenrufe älter als 9J. und es sind nun sogar Jahrzehnte. Jahrzehnte, in denen diese -zwischenzeitlich- Frau ARBEITET, TAG FÜR TAG! Natürlich in einer speziellen Einrichtung und natürlich benötigt sie Hilfe, was viel kostet und sie kann deshalb ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten. Aber sie arbeitet und verdient damit Geld.
Geld, das das Sozialamt weitgehend einkassiert, so dass lediglich ein Taschengeld bleibt. Aber sie trägt zu ihrem Lebensunterhalt bei. Weil sie das so will. Weil sie ebenso sein will wie andere, die etwas leisten. --------
Und Ihr erzählt hier etwas von "Tinnitus" oder "orthopädischen Beschwerden"? Sicher doch, jede Beeinträchtigung, jedes körperliche Leiden bereitet im Einzelfall Schmerzen und Nachteile.
Aber ich dieses ständige Gejammer echt nicht mehr ab. Habt Ihr denn Eure Hände, Eure Füße nicht mehr, fehlt Euch auch noch der Kopf? Seid Ihr etwa noch schlimmer dran?
Man wird hart. Sogar sehr hart. Das hat aber alles seine Gründe.
Ich kann dieses ganze Gejammer hier nicht mehr ab. Tut mir leid.
piperin am
Das Mädchen wurde älter und es musste gegen alle Bürokratien und Beamte fast gewaltsam durchgesetzt werden, dass auch sie in eine Schule durfte. Doch ihr Vater war da verbissen: ".. und dieses Mädchen darf in eine Schule! Sie hat das Recht wie alle anderen!" Das ging bis nach oben.
Im Dorf wurde sie wie eine Aussätzige behandelt und da lernt man die Gesellschaft erst so richtig kennen. So lange alles "ganz normal" ist, sind Menschen lieb und ach so nett. Ich sag's ganz direkt: Zum Kotzen mit diesen ach so lieben "Mitbürgern".
Etliche ältere Frauen waren die Ausnahme.
Das Elternhaus sehr, sehr christlich und das Mädchen ebenfalls, weshalb sie gerne in die Kirche wollte. Bereits älter hatte sie einen fahrbaren Rollstuhl, allein schon aus Gewichtsgründen war es anders nicht mehr möglich. Allerdings hinderten etliche Stufen. Auf Anfrage der Eltern meinte der Pfarrer, dass für eine Rampe kein Geld da sei und dann müsse sie eben zuhause bleiben. Das war jedoch nur ein "Brick in the Wall" von hunderten, was die Mauer zur Verlogenheit der Kirche immer weiter wachsen lies.
Jäh reißt da Realität aus naivem Glauben von Mitmenschlichkeit.
Das Mädchen wurde älter und wieder musste gegen Beamte gestritten werden, dass dieses Mädchen, das nichts bewegen konnte, nicht selbst auf den Topf gehen konnte, nicht selbst ein Glad oder etwas anderes heben konnte und lediglich mit dem Mund einen Stift nehmen konnte und so schrieb, auf eine fortgeschrittene Schule gehen durfte. Aber der der Vater erstritt dieses ".. und das Mädchen hat die gleichen Rechte wie jedes andere!"
piperin am
Ich will Euch gerne mal von einem kleinem Mädchen erzählen.
Es kam missgebildet auf die Welt, ziemlich missgebildet, so dass die Ärzte sogar meinten, es würde nicht einmal 3 Jahre alt werden und medizinisch alles sinnlos wäre. Dennoch bestanden die Eltern darauf, dass alles, was überhaupt denkbar sei, getan werden müsse und setzten das durch.
Das Mädchen wurde zig mal operiert und mit zig-mal meine ich nicht 4 oder 5 mal, sondern ZIG-mal. Die Arme und Beine waren quasi tot. Nicht bewegungsfähig bereits von der Schulter und der Hüfte, von wegen Arm heben oder Bein irgendwie einen mm bewegen. Lediglich Hals drehen und Bauch anspannen ging und der Kopf war so weit in Ordnung. Die OPs dienten einzig dazu, dass man das Mädchen überhaupt auf einen Stuhl setzen konnte und die verkrüppelten Gliedmaßen dazu erst einmal "gerade hin" operiert wurden.
Als sie 3J. war revidierten die Ärzte dann doch, dass sie Glück hatte, aber nicht älter als 6J. oder 9J. werden würde. Die OPs gingen weiter. Endlose Schmerzen, was sich hier keiner vorstellen kann.