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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
@ piperin - sollten Sie auch. Hier kippt es endgültig in die unfreiwillige Komik des Absurden ab.
User Uli (geb. 1962) am
Die Gefahr der „einfachen“ Macht – Warum das kein Demokratieverständnis ist II
... mutig weiterentwickeln.
Demokratie als Verfahren universeller Teilhabe ist die utopische Energie der Moderne, die darauf setzt, dass eine Welt frei von Unterdrückung einst entsteht. Sie ist und war immer die Quelle, die dem Individuum seine unauflösliche Würde gegenüber der wildgewordenen Masse schützt.
Nur so wird das Individuum zum „Kraftzentrum des Widerstands“ (Adorno), das sich Exklusion widersetzt. Man nennt sie Demokraten. Das Innenleben demokratische Substanz. Gibt es auch hier im Forum. Sie verteidigen den öffentlichen Raum gegen jede blinde Konformität.
User Uli (geb. 1962) am
Die Gefahr der „einfachen“ Macht – Warum das kein Demokratieverständnis ist
@piperin, Ihr Text beschreibt eine Mechanik der Machtentfaltung, doch er unterliegt einem fundamentalen Irrtum: Sie verwechseln die Effizienz eines gesteuerten Kollektivs mit dem Wesen der Demokratie. Was Sie als „einfach“ und erstrebenswert beschreiben, ist in Wahrheit die Rückkehr zu einem archaischen Machtmodell, das die Errungenschaften der modernen Freiheit opfert.
Hier sind die drei entscheidenden Punkte, warum Ihr Modell der Demokratie widerspricht:
1. Gemeinschaft ist kein Organismus, sondern universelle Teilhabe Sie beschreiben die Gemeinschaft als „einzigen Organismus“, in dem Abweichler „Sand im Getriebe“ sind. Das ist das Gegenteil von Demokratie. In einem Organismus gibt es keine Opposition; eine Leber kann nicht gegen das Herz stimmen. Moderne Demokratie basiert jedoch auf der universellen politischen Gleichheit. Sie ist kein Uhrwerk, das reibungslos funktionieren muss, sondern ein prozedurales Verfahren, das gerade den Konflikt und die Vielfalt schützt. Wer Homogenität verlangt, sucht keine Demokratie, sondern Gleichschaltung.
2. Unterordnung ist das Modell von Athen, nicht der Rechtsstaat Sie definieren Demokratie als „Unterordnung gegenüber der Mehrheit“. Das ist das antike Verständnis von Athen – die rohe Macht der Vielen über die Wenigen, die sogar einen Sokrates opfern konnte. Unsere moderne, liberale Demokratie zeichnet sich aber gerade dadurch aus, dass die Mehrheit nicht alles darf. Sie ist durch Grundrechte begrenzt. Der Rechtsstaat ist kein „Zügel“, um Menschen als Rädchen in ein System einzupassen, sondern ein Schutzwall gegen die Willkür des Stärkeren. Er schützt die Freiheit aller – nicht nur die der disziplinierten Mehrheit.
3. Das „Hufeisen der Exklusivität“ Ihr Fokus auf „Disziplin“ und „ein Ziel“ führt unweigerlich zu dem, was ich das „Hufeisen der Exklusivität“ nenne. Ob man Menschen nun durch nationale Identität (Nationalismus) oder durch die Disziplin des Marktes und Besitzes (Libertarismus) ausgrenzt: In beiden Fällen wird die universelle Teilhabe abgeschafft. Wer die Teilhabe an Bedingungen wie „Rollenkonformität“ oder „begeisterte Mitwirkung“ knüpft, entzieht der Demokratie ihre Existenzgrundlage.
Fazit:
Die „Kraft“, die Sie in „Die Welle“ bewunderst, ist keine demokratische Kraft, sondern die Entfesselung von Exklusivität. Wahre demokratische Stärke entsteht aber nicht durch das „Einschwören“ auf ein Ziel, sondern durch das Ensemble unterschiedlicher Stimmen, die durch universelle Rechte geschützt sind. Wir müssen, dürfen, können die Demokratie nicht als Disziplinierungs-Instrument „vereinfachen“, sondern sie als System der Teilhabe gegen jede Form von privilegierter Willkür...
User 1924813 am
Hallo Herr Lanz, seit Jahren verfolge ich Ihre Sendung 'Markus Lanz' und auch Ihren und RDPs Podcast. Gestern Abend allerdings hat mich Ihre Moderation nicht nur enttäuscht, sondern auch sehr irritiert. Wie Sie in meinen Augen Frau Ines Schwertner nicht nur attackiert, sondern versucht haben in die Enge zu treiben, hat längst vergangene Zeiten in mir wieder lebendig werden lassen. In der DDR die ersten 30 Jahre meines Lebens verbringendkenne ich aus eigenem Erleben Scheindiskussionen, bei denen man scheinbar harmlos mit einer Fragestellung zu eigenem Verhalten konfrontiert wurde, bei der man sich in der Beantwortung aber nur um Kopf und Kragen reden konnte, wenn man sich auf diese Auseinandersetzung einließ. Warum? Das Gegenüber vertrat die offizielle Meinung des Staates und hatte allein da heraus 'Recht'. Gerne wurden derartige Situation im Beisein von Ohren Zeugen durchgeführt. In der gestrigen Sendung konfrontieren Sie die Linkenvorsitzende entgegen Ihrer in der Anmoderation angekündigten Thematik mit antizionistischen Äußerungen der niedersächsischen Jugend der Linken derart, dass Sie ihr keinerlei Raum gaben, permanent ins Wort fielen und den Antisemitismusvorwurf, da in Ihren Aussagen Antizionismus gleichgesetzt mit Antisemitismus war, in den Raum stellten. Ist das Ihr Niveau? Wissen Sie, in der DDR wurde diese Art von Druck von oben nach unten angewendet, Sie wenden ihn in vorauseilendem Gehorsam an und merken es nicht. In einer Demokratie, völlig ohne Not! Die zionistische Bewegung hatte und hat das sehr verständliche Bestreben einen jüdischen Staat zu errichten. So weit, so gut. Was dabei gern unter den Tisch fallen gelassen wird und was auch Sie nicht einbezogen haben, ist der Umstand, dass das erwählt Land Palästina bewohnt war und die sich in der zionistische Bewegung durchgesetzten Nationalisten mitnichten mit den Palästinensern Das Land teilen wollten. Selbst David Ben Gurion erwog die Vertreibung der Palästinenser, so wie das Kabinett Netanjahu unverblümt auch. Der israelische Politiker, der für eine Friedenslösung mit den Palästinensern eintrat, Jitzhak Rabin, wurde aus den eigenen Reihen ermordet. Her Lanz, dieses so hochsensible Thema, gerade in unserem Land, nicht differenziert anzugehen, sondern zweidimensional nach dem Motto, wenn Sie, Frau Schwertner, nicht meiner sauberen staatsdoktrinmäßigen 'Argumentation' folgen, sind Sie antisemitisch, ist in meinen Augen, schon aus obigen Gründen, nicht nur undemokratisch, sondern auch demokratieschädlich. Schließlich wird dadurch auch der jüdisch-deutsche Dialog behindert, da opportunistisches Verhalten gefördert wird.