Erhalte Neuigkeiten zu Markus Lanz direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung.Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Markus Lanz und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
Alles zurückgenommen. Sie sind doch nicht so witzig, lesen Sie weiter unten mein Kommentar zur Aufklärung.
UserUli (geb. 1962) am
Weil Sie es nicht verstanden haben, so ergibt es Sinn. Endlich wird zumindest klar, dass piperin nichts mit Pfeffer zu tun hat sondern von Pipi Langstrumpf kommt.
Da mir ja Humor nachgesagt wurde ... .
UserUli (geb. 1962) am
Bewusstsein heißt demnach: Leben aus der Ich-Perspektive, die als Vorbedingung die Verfügbarkeit einer komplexen Sprache hat. Da das Ich sich aber nicht ohne Spiegel selbst zu erkennen vermag (Descartes' Irrtum), bedarf es eines Gegenübers, mit dem man kommuniziert. Das beginnt beim Säugling mit den Eltern und endet bei der Großgruppe Mensch, deren Perspektive man dank gemeinsam geteilter Sprache einnehmen kann (Tiere versteht man bekanntlich nur sehr reduziert). Man bildet und erhält also Bewusstsein, indem man sich im Anderen spiegelt (im Sinne von sich selbst im Anderen verstehen). Sprache ist hierbei natürlich nicht auf rein verbale Symbole zu reduzieren, auch gestisch, mimisch.
Wie der Organismus ontogenetisch reift, bildet sich das Bewusstsein auch phylogenetisch stufenförmig aus – hin zu komplexeren Formen der naturwissenschaftlichen Welterfassung (Vorstellung einer runden statt flachen Erde), der individuellen inneren Beschaffenheit (Freud, Gefühlswahrnehmung, Zielmotivation) und normativer Richtigkeit (abstrakte Prinzipien statt rein religiöser Gebote). Es ist sozusagen ein Rationalisierungsprozess lebensweltlicher Kommunikation, die sich an immer abstrakter werdende Verhältnisse anpasst. In der sich die Subjekte sozusagen die Welt intersubjektiv vermitteln.
(Menschliches) Bewusstsein ist insofern und in dieser Definition die spezifisch menschliche Fähigkeit, sich reflexiv zu sich selbst zu verhalten - im Sinne eines Wissens und Fühlens um sich selbst - die in zahllosen Interaktionsprozessen erworben und trainiert wird. Bestaunen kann man sie auch – im Akt der Selbstreflexion und in dem des Gegenübers. Und genau diese Eigenschaft hat KI eben nicht. Sie vermag immer komplexere Prozesse der instrumentellen Rationalität, der Wenn-Dann-Logik, zu verarbeiten, Selbstüberprüfungsroutinen initiieren – sie kann sich aber nicht reflexiv zu sich selbst verhalten. Es fehlt ihr entsprechend auch die Substanz für ein selbstverantwortetes moralisches Urteil. Nach menschlichem Ermessen ist das kein Bewusstsein. Und wer sollte es sonst ermessen?
Merke: Bewußtsein und Identität: Dinge, Substanzen? Nein! Fähigkeiten oder Kompetenzen? Ja!
UserUli (geb. 1962) am
@ diametral - Ich bin mir schon bewusst, dass dieses Forum eigentlich nicht der richtige Rahmen für eine wissenschaftsbasierte Debatte ist. Dennoch: Die Werke, auf die ich mich in meiner Argumentation beziehe, sind i.d.R. alles wissenschaftliche Standardwerke, die auch heute noch auf den Uni-Lehrplänen stehen. In dieser Sache bin ich nicht „Experte für Bewusstsein“, sondern kenne mich schlicht sehr gut in den Bereichen Bewusstseins- und Identitätsbildung, Sozialisation, Kritische Theorie und Erkenntnistheorie aus.
Meine Aussagen entsprechen hier in der Tat wissenschaftlichen Standards – aber alles in allem sind das auch Dinge, die für den Alltag doch ganz interessant sind. Wie ich sehe, gehen Sie nicht auf meine Argumentation zur Intersubjektivität ein. Auch die ja gar nicht von mir kommende Definition des „Alien Mind“ nehmen Sie nicht auf. Ebenso marschieren Sie in weitem Bogen um das unschlagbare Pilz-Argument herum, um dann, weil Sie der intellektuellen Flughöhe meines Essays nicht mehr folgen können, mit einem Ablenkungsmanöver abzugleiten.
Aber das ist in der Tat nicht das Pöbelniveau von Catweazle, sondern eine schön aufgebaute rhetorische Guillotine. Und ich bin ja selbst schuld, derart abstrakt in ein Diskussionsforum hineinzugehen. Also: Wer A sagt ...
1. Der fundamentale Denkfehler: Wissenschaft ist nicht gleich Naturwissenschaft (Szientismus), sondern umfassender. Philosophie, Psychologie, Soziologie oder Linguistik gäbe es dann nicht. Ebenso wenig gäbe es Kategorien wie Gerechtigkeit, Demokratie oder Würde – weil man diese auch nicht mit einem CT messen kann.
2. Die Verwechslung der Methodik der Naturwissenschaft mit dem Gegenstand der Philosophie: Wollen Sie den Inhalt eines Films verstehen, hilft es kaum, die Drehzahl des Projektors zu messen.
3. Kategoriefehler: Bewusstsein ist kein Organ (wie z. B. der Darm, das Gehirn) des Organismus, sondern eine Eigenschaft. Wir erkennen auch nicht das Betriebssystem eines Computers, wenn wir die Festplatte zersägen.
4. Das Evolutionsparadoxon: Natürlich kennt niemand den exakten Moment des „Urknalls“. Aber bis hin zur Evolutionsbiologie ist man sich einig, dass die Entwicklung stufenweise und graduell erfolgte. Es gibt Vorformen von Bewusstsein, wie bei besagten Lurchen, die jedoch nur nach dem Reiz-Reaktions-Schema funktionieren. Davon abzugrenzen ist das menschliche Bewusstsein, das sich reflexiv zu sich selbst verhält. Über sich selbst und seine Bedingungen komplex nachzudenken, scheint nur der Mensch zu können.
Catweazle074 am
Man kann sich einer Grenze annähern, so mühselig und scheinbar Nah. Es gibt eine zusätzliche Dimension, die von hieraus nie überschritten werden kann.
Und so ist man im Glauben, Mutmaßungen und Formeln - geschuldet der Wissbegierigkeit und nötigen Erklärung der Menschheit. Die erst die Evolution möglich macht - eine Vorwärtsbewegung im Ganzem.