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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
@User 1935905 – Die Aufklärung über die wirtschaftlichen Hintergründe Chinas ist bedeutsam. In der Tat verfügt China über eine beeindruckende Skaleneffizienz bei weiter niedrig gehaltenen Löhnen und einer notgedrungen hohen Sparquote – was den globalen Exportdruck massiv verstärkt.
Aber hieraus lässt sich doch kein Primär-Bezug auf die deutsche Misere herleiten. Es bedeutet im Grunde nur, dass es mit den exorbitanten Exportüberschüssen Deutschlands der vergangenen Jahrzehnte nicht mehr wie gewohnt läuft. Aber was soll daran jetzt so schlimm sein? Bei den Chinesen kritisieren wir westlichen Ökonomen doch auch permanent deren aggressive Exportüberschusspolitik.
Es kommt zudem nicht „nur auf das Arbeitsvolumen“ an. Diese Zahl sagt isoliert überhaupt nichts aus. Man kann viel arbeiten, ohne dass es Wohlstand generiert, wenn die Produktivität gering ist. Deshalb führen die reinen Stundenvergleiche völlig in die Irre. Genauso wenig bringt es etwas, das Arbeitsvolumen künstlich erhöhen zu wollen, wenn die deutsche Industrieproduktion – wie aktuell – ohnehin nur zu rund 70 % ausgelastet ist.
Das Kernproblem hierzulande ist ein massives Nachfragedefizit, das genau durch diese verheerende Wettbewerbsdruckpolitik der 2000er Jahre (Agenda 2010) ausgelöst wurde: Löhne deckeln, Exportüberschüsse erzielen, die verdienten Gelder postwendend im Ausland anlegen und gleichzeitig die eigene Infrastruktur im Inland systematisch vergammeln lassen. Das war der fundamentale Fehler.
Ergo ist dieser ganze Wettbewerbsquatsch – erst recht nach der Aufwertung des Euro um fast 12 % seit 2025 – endlich zu den Akten zu legen. Nicht China ist das Problem, sondern dass hierzulande inmitten einer tiefen Nachfragekrise von Kürzungsreformen und Arbeitszeitverlängerungen schwadroniert wird. Natürlich kann es kein Wachstum geben, wenn man in der Krise die gesamtwirtschaftliche Nachfrage noch weiter abwürgt. China hat damit gar nichts zu tun.
Der Punkt ist: Wenn in der Krise alle gleichzeitig sparen (Unternehmen, Bürger und der Staat), geht die Wirtschaft zwangsläufig kaputt. Deshalb muss der Staat jetzt in die Bütt, wenn es sonst niemand tut. Er muss die Nachfrage ankurbeln, die Infrastruktur sanieren und gezielte Investitionsanreize setzen. Nur so entsteht für Unternehmen überhaupt wieder ein Motiv, zu produzieren, zu investieren und damit die Produktivität nachhaltig zu steigern. Dazu gehört auch, die Löhne steigen zu lassen und die Sozialversicherungen auf einem Niveau zu stabilisieren, das die Legitimation des Gesamtsystems sichert.
Die ganzen Kürzungsdeformen, das Wettbewerbsgelaber, das ist irre! Das müssen wir uns eingestehen.
Kai am
Fortsetzung:
Ungeachtet dessen wird nun wegen der angeblichen Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zur Jagd auf AfD-Mitglieder geblasen, die im öffentlichen Dienst tätig sind. Als Mittel zum Zweck dient diesmal eine Reform des Disziplinarrechtes des Bundes vom April 2024, mit der das aufwendige verwaltungsgerichtliche Disziplinarklageverfahren zur Entlassung angeblicher Verfassungsfeinde durch eine einfache Disziplinarverfügung der zuständigen Behörde ersetzt wurde.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg entschied am 26. September 1995, also fast auf den Tag genau 45 Jahre nach dem Adenauer-Erlass, dass die bundesdeutsche Praxis gegen die Artikel 10 (Freiheit der Meinungsäußerung) und 11 (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) der Europäischen Menschenrechtskonvention von 1950 verstoße. Daher verurteilte das Gericht die Bundesrepublik zur Zahlung von Schadensersatz.
Ungeachtet dessen wird nun wegen der angeblichen Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zur Jagd auf AfD-Mitglieder geblasen, die im öffentlichen Dienst tätig sind. Als Mittel zum Zweck dient diesmal eine Reform des Disziplinarrechtes des Bundes vom April 2024, mit der das aufwendige verwaltungsgerichtliche Disziplinarklageverfahren zur Entlassung angeblicher Verfassungsfeinde durch eine einfache Disziplinarverfügung der zuständigen Behörde ersetzt wurde. Beinahe hätte die Opposition in Aue die Wahl gewonnen, doch wundersam drehte sich mit Auszählung der Briefwähler plötzlich alles wieder zugunsten der CDU.
User 1935905 am
Lanz heute – meine Bewertung nach Bayerischen Schulnoten 1 – 6 (unenügend)
Wirtschaft: (5) Außenpolitik (3) China (5)
Kormbaki 2 gut argumentiert, sachkenntnisreich Volkmann 4 nur Politikersprech – Warte man erst die Ergebnisse ab… Wir warten seit20 Jahren Audretsch 4 zu viel Politikersprech Lanz 4 nicht ausreichend informiert über die Themen, polemisch an der falschen Stelle
Wirtschaft: Das Arbeitsvolumen in Stunden - und nur darauf kommt es an - sinkt seit 2019. die Faulheisdebatte braucht es nicht. Nur unsere Arbeitszeitkultur muss auf die neuen Probleme abgestimmt werden. Heißt unter anderem : Stundenvolumen erhöhen. Und die Wirtshaftsstruktur modernisieren, die in die Jahre gekommen ist. Natürlich arbeiten die Schweizer um 200 Stunden mehr, wer das nicht weis, sollte an solchen Diskussionen nicht teilnehmen dürfen (weniger Urlaub, weniger Feiertage, weniger Krankheitstage, höhere Erwerbsquote. Wer leugnet das so beharrlich? Die US-Amerikaner Arbeiten 500 Stunden pro Beschäftigten im Schitt mehr. Das ist aber nicht das einzige Problem: unsere Wirtschaftsstruktur ist zu alt und hochwertschöpfende Branchen wachsen nicht auf , wie in der Schweiz (Finanzdienstleistungen, Pharma und Chemie), Rüstung, hochwertige Chips, und alle neuen Internet-Technologien. Die Dienstleistungen die hierzulande aufwachsen (Amazon&Co, Altenpflege, Gastronomie) bringen um 30% weniger Wertschöpfung. Warm weis das kein Anwesender??
Steuer: Wie kann man in so einem Kreis von „Steuer“ reden? Es gibt 1. Einkommenssteuer aus Arbeitseinkommen, 2. Steuer aus Kapitaleinkünften (gedeckelt); 3. Steuer aus Vermietung und Verpachtung. Und die Unternehmenssteuern. Für jede muss eine Lösung gefunden werden. Und dass es ein Privatvermögen (ohne Produktionsvrmögen) von 23 000 Milliarden gib t, davon 10 000 Milliarden privates Geldvermögen, waum wird arum nie diskutiert?
Rente: Man schaue nach Japan, da sehen wir, was hier in 20 Jahren sein wird: 1. Grundsicherung. 2. Betriebsrente. 3. Verordnetes kapitalgedecktes Sparen. 4. Unterstützung durch die Kinder.5. Bescheinerer Lebenssandasrd. Warum weis niemand in der Runde über Japan's Rentenpobleme, redet aber über die Zukunft der Rente?
Keine Mehrbelastungen? Sicher wird es Einschränkungen geben, Wettbewerb und Energiemangel werden es erzwingen. Bedeutet, das Wachstum, mit dem Finanzminister so gerne kalkulieren, wird es mittelfristig nur mehr bescheiden geben. Unfähigkeit vor ab die Gerechtigkeitsfrage zu lösen. Besitsstandswahrung ist keine Politik mit Visionen. Warum wollenwir uns das nicht eingestehen?
China: Die Subventionsmonster? Exportierte Überproduktion?1. Scheint man in der Runde vergessen zu haben, wenn jemand von einem Produkt das doppelte kumulierte Volumen eines Produktes produziert, dann hat er ohne jede Subvention schon mal einen Kostenvorteil von ca. ...
Kai am
Seit 77 Jahren versuchen deutsche Regierungen, politische Gegner vom Staatsdienst auszuschließen. Machtpolitik versucht immer, mit oder auch ohne Verfassung, jedwede Opposition aus dem öffentlichen Dienst, Regierung herauszuhalten, zu entfernen und ganz auszuschalten.
Zentrumspartei-Mitglied Adenauer schrieb im Frühjahr 1933 vertraulich an den früheren deutschen Botschafter in Großbritannien Graf Wolff-Metternich: „Die Zentrumspartei verlangt dringend den Eintritt der Nationalsozialisten in die Reichsregierung. Sie wird bereit sein, alsdann diese Regierung zu tolerieren.“ Hintergrund war, dass eine Koalition mit der NSDAP in Preußen, über die in diesen Monaten verhandelt wurde, dem Zentrum eine Machtperspektive bot.[ Das im Dritten Reich u.a. auch sehr schnell die Kommunisten mode wurden, die schon in den 20/30er Jahren besonders stark warnten, war auch im Interesse der Katholenpartei Zentrum.
Mit dem CDU-Adenauer-Erlass ging es dann gegen Opposition ab 1950 weiter und wurde 1972 unter SPD-Brandt wiederum verschärft. In etwa 1250 Fällen kam es zur Nichteinstellung von Bewerbern und folgenden mehr als 250 Entlassungen aus dem öffentlichen Dienst.
Jetzt versucht ein SPD-Landeschef Homann (Pressemitteilung 9.Juni 2026) eine noch schärfere Neuregelung bei der Aufstellung von Bürgermeisterkanditaten durchzusetzen. Es sei richtig, dass künftig „schon vor Wahlantritt klargestellt wird, wer wählbar ist“. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg entschied am 26. September 1995, also fast auf den Tag genau 45 Jahre nach dem Adenauer-Erlass, dass die bundesdeutsche Praxis gegen die Artikel 10 (Freiheit der Meinungsäußerung) und 11 (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) der Europäischen Menschenrechtskonvention von 1950 verstoße. Daher verurteilte das Gericht die Bundesrepublik zur Zahlung von Schadensersatz.
Ungeachtet dessen wird nun wegen der angeblichen Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zur Jagd auf AfD-Mitglieder geblasen, die im öffentlichen Dienst tätig sind. Als Mittel zum Zweck dient diesmal eine Reform des Disziplinarrechtes des Bundes vom April 2024, mit der das aufwendige verwaltungsgerichtliche Disziplinarklageverfahren zur Entlassung angeblicher Verfassungsfeinde durch eine einfache Disziplinarverfügung der zuständigen Behörde ersetzt wurde.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg entschied am 26. September 1995, also fast auf den Tag genau 45 Jahre nach dem Adenauer-Erlass, dass die bundesdeutsche Praxis gegen die Artikel 10 (Freiheit der Meinungsäußerung) und 11 (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) der Europäischen Menschenrechtskonvention von 1950 verstoße. Daher verurteilte das Gericht die Bundesrepublik zur Zahlung von Schadensersatz.
Ungeachtet dessen wird nun wegen der angeblichen Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Partei Al...
Silvio Trommer, Hamburg am
Auch wenn es in meinem "Bundesländlein" Hamburg die Opposition contra Schwarzrot noch etwas schwer hat, der allgemeine Aufschwung und Trend zur Zeitenwende wird da keine Ausnahme oder großen Bogen machen. Die Alternative für Deutschland gewinnt mit fortschreitender Entwicklung auch Wähler, welche sich leichtgläubig haltlosen Versprechungen des Kartells aussetzten. Per der inzwischen informell optimalen und unabhängigen Medien, wie Magazin COMPACT, werden positive wie auch negative Tendenzen systemischer Agitation des Kartells wie auch der Opposition verdeutlicht. Fehler beider Seiten aus der Vergangenheit, wie auch gegenwärtig, tragen tatsächlich nicht zu Verbesserungen bei. Es stellt sich also auch heute allenfalls die Frage, wer denn wohl von Beiden je Regierungs-Verantwortung erlangte und es trotzdem nicht schaffte, ein festes und solides Land mit seinen Menschen zu führen. Vom Bann der Ewiggestrigen lösen - Herkulesaufgabe im wahrsten Sinne des Wortes !!!