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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
@Hera, lassen Sie's einfach, Sie haben doch nichts.
Ich erwarte von niemandem, Persönlichkeiten wie Weidel richtig einzuordnen, denn auch das bedarf bereits gewisser Fähigkeiten, die man nicht einfach bei jedem als selbstverständlich voraussetzen sollte.
Hera am
" Abhandengekommene Objektivität", dafür sind S I E nun wirklich das beste Beispiel, wie man hier (noch) seitenweise in elĺenlangen Selbstdarstellungen lesen kann, @ piperin. Das festzustellen überlasse ich dem wirklich objektiven Leser!
piperin am
fast zweimal wieder Lehrbuch-mäßiges Confirmation Bias.😃
Immer wieder schön anzusehen, wenn Objektivität abhanden kommt. ------
Aber auch schön die Formulierung >>Frau "Ich will mein Schnitzel" Weidel<<
Sollte ganz offensichtlich abwertend zu verstehen sein .. diese Attributierung mit "Ich will mein Schnitzel" sinngemäß herausgerissen aus
---------- "Sie wollen uns die Schweinshaxe, die Bratwurst … das Schnitzel verbieten! Und ich kann euch sagen, ich lasse mir nicht mein Schnitzel wegnehmen. Niemand geht an mein Schnitzel!" ----------
Weidel zielte dabei konkret auf die Grünen als Verbotspartei in alle Lebensbereiche autoritär eingreifen zu wollen.
Tja, was da wohl von mehr "Intelligenz" zeugt?:
Sich dem Aufkeimen von autoritären Mechanismen ganz klar zu widersetzen und die persönliche Freiheit und Lebensgestaltung zu verteidigen ...
... oder aber ...
... sich über die, welche die individuelle Freiheit der Bürger verteidigen, auch noch zynisch lustig machen zu wollen.
Ich denke eigentlich, darüber sollte es eigentlich überhaupt nichts zu überlegen geben bzw. letzteres sollte erst gar nicht vorkommen, aber in diesem Forum wundert mich eh nichts mehr.🙈
User Uli (geb. 1962) am
Allerding, @ piperin und wen es interessiert, es gibt auch eine grundlegende Problematik beim Kapitalismus. Selbst wenn man die orthodoxe marxistische Linie einmal außen vor lässt – was ich im Folgenden tue.
Denn wenn man die drei Strukturprinzipien herausarbeitet, die im Kapitalismus immer wieder vorzufinden sind, findet man: a) den Privatbesitz an Produktionsmitteln, b) die Steuerung über den Markt (Marktmechanismus) und c) das Gewinnstreben (Profitmaximierung, Geld-Ware-Geld).
Dieses Profitstreben besitzt eine doppelte Dynamik: Einerseits kann es enorme Produktivität entfesseln, andererseits neigt es dazu, seine eigenen Existenzgrundlagen zu zerstören. Das offenbart sich in der Umweltzerstörung, im Versuch der Kapitalisierung aller Lebensbereiche, in der Auflösung des Sozialen, in der Tendenz zu Kapital- und Machtkonzentrationen sowie im Griff zu unlauteren Mitteln bis hin zur Zersetzung des ‚Staatlichen‘ – etwa wenn nicht mehr nur Unternehmen untereinander, sondern bereits Staaten gegeneinander konkurrieren.
Das ist das Kernproblem des Kapitalismus: Wie lässt sich seine produktive Dynamik nutzen, während man gleichzeitig seine übergriffigen Effekte bändigt, fesselt und gesellschaftlich kontrolliert? Wie beherrscht die Gesellschaft die Wirtschaft – und nicht umgekehrt?
User Uli (geb. 1962) am
Naja, @piperin, das war ja zur Hälfte auch eher Mystik denn Aufklärung. Wie wir wissen, können wir das ‚Ding an sich‘ nicht erkennen; nur seine jeweiligen Erscheinungsformen sind uns zugänglich. Wenn wir also den Kapitalismus in seinen realen historischen Formationen immer nur in Verbindung mit bestimmten Institutionen gesehen haben (sei es Kolonialismus, Sklaverei, Sozialstaat oder Staatskapitalismus), dann gibt es einen ‚reinen‘ oder ‚nackten‘ Kapitalismus schlicht nicht. Es gibt immer nur die reale gesellschaftliche Formation.
Das ‚Mystische‘ besteht darin, dass man einfach einen Teil der Formation idealisiert, während man zugleich die sichtbar schlechten Dinge externalisiert. Der ‚reine Kapitalismus‘ ist gut, das Schlechte liegt an der Fehlbedienung der Menschen. Hat man erst das immunisierte Dogma, heißt es dann: Läuft es gut, liegt es am Markt. Läuft es schlecht, ist es die Gier, der ‚kriminelle Auswuchs‘ oder ‚staatliches Versagen‘. So etwas ist natürlich reine Ideologiebildung, die nichts mit der Realität zu tun hat.
Der erste Schritt ist anzuerkennen, dass Kapitalismus (nur) in verschiedenen historischen Formationen existiert – manche besser, manche schlechter für die Menschen. In der Tat ist dann zu sehen, welche Kritik zu welcher Formation passt.