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Dienstags bis donnerstags lädt ZDF-Moderator Markus Lanz prominente Gäste und Experten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu seiner bunten Talkrunde. In der Regel sind es vier Gäste, die einzeln vorgestellt werden und ihre persönlichen Erfahrungen zu den besprochenen aktuellen Themen einbringen.
Der Fokus liegt seltener auf komplexen politischen Betrachtungen als vielmehr auf launigen und unterhaltsamen Gesprächen, wobei Lanz es versteht, durchaus eloquent und beharrlich nachzufragen, wenn nur ausweichend geantwortet wird. Neben prominenten Gästen kommen auch immer wieder Menschen zu Wort, die durch ganz besondere Erlebnisse Schlagzeilen gemacht haben. Diese tiefgründige Schilderung persönlicher Schicksale ist ebenfalls ein wichtiges wiederkehrendes Element der spätabendlichen Talkshow.
@Hera, Sie verstehen es nicht, Sie wollen es gar nicht verstehen.
UserUli (geb. 1962) am
@Hera Neue Wahlanalyse – aber im Grunde genau die gleichen Schlussfolgerungen wie nach der Wahl in Thüringen (damals ohne Siegmund, aber mit Höcke; damals zog der Ideologe, heute der Unideologe).
Ich will hier gar nicht tief auf den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität eingehen. Aber wenn die Analysen damals wie heute identisch sind, das politische Handeln daraufhin aber absolut nichts bewirkt hat – außer dass sich die Trends verschlimmert haben –, dann sollte man langsam anfangen, die Analyse selbst infrage zu stellen, anstatt das Problem auf Sündenböcke zu schieben. Das BSW liegt falsch, aber es ist nicht die Ursache für dieses Wahlergebnis.
Wie hieß es (wohl?) schon bei Einstein? Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
Genau das passiert hier: Man wiederholt die immer gleiche Diagnose und wundert sich, dass die Therapie nicht anschlägt. Gerade der schon lange sichtbare Gender-Gap zeigt doch deutlich, dass diese Erzählung von „Demütigungsgefühl durch die Wiedervereinigung“ plus „persönliche Unzufriedenheit“ plus „Dummheit“ und „Verführung durch einen charmanten Menschenfänger“ viel zu kurz springt.
Diese Erklärung streichelt am Ende nur die eigene moralische Identität, anstatt echte, wirksame Handlungsoptionen gegen den Rechtsruck zu eröffnen. Wenn Bildung das ausschlaggebende Element wäre, dann müssten junge Frauen wie Männer in gleichen Verhältnissen ähnlich wählen, es dürfte den Gender-Gap so nicht geben. Und den findet man im Übrigen nicht nur im Osten, sondern zugleich im Westen und in Gesamt-Europa, das kann doch logischerweise nicht am "Vereinigungsfrust" in Deutschland liegen.
Konkrete sozioökonomische Zukünftsängste, Wandel von Arbeits- und Lebenswelten, moderne Identitätsfragen. Das ist die bessere Spur als "Dummheit und Verführung".
Hera am
@ Uli On peut toujours changer, il suffit de le vouloir!
Nur der Tod ist unabänderlich!
Und @ diametral "Wirtschaft und Infrastruktur - nicht Migration - dominieren die Sorgen der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt"! (IDW, Hochschule Magdeburg-Stendal, 08.07.2026)
Auch wenn Sie sich mit der Wahl der Rechtsextremen in Ihrem Fokus auf Mikration und den Kausalitäten bestätigt sehen, es war nicht das Hauptthema!
User 1947890 am
Selbstbestimmungsrecht jeder Nation Vorbehalte gegenüber den Prinzipien der nationalen Selbstbestimmung sind weder fortschrittlich noch liberal. Aktuell kann nur der Nationalstaat unsere Freiheiten gewährleisten.
Faktencheck: Bereits seit Ende des Kalten Krieges sind Beispiele für die Geringschätzung der nationalen Selbstbestimmung in Fahrt: Sie umfassen die Vereinnahmungen und Anschluß-Nötigungen von Ländern und Regionen zum Zwecke des „Regimewechsels“ bis zu den Belehrungen der ungewählten Troika-Bürokraten (Europäische Kommission, Europäische Zentralbank und IWF) gegenüber z.B. dem krisengeplagten Griechenland über die Tugenden einer kompetenten Staatsverwaltung. Die Prinzipien der nationalen Selbstbestimmung und demokratischen Souveränität, einst von Woodrow Wilson und Lenin gleichermaßen hochgehalten, werden heute oft nur noch als Feigenblätter blutrünstiger Diktatoren angesehen.