Vor einem Jahr hat sich die ARD auf ungewohntes Terrain begeben und mit „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ ein Format an den Start geschickt, mit dem man gezielt ein jüngeres Publikum und speziell die Fans von Reality-TV ansprechen wollte. Es basiert auf dem Kult-Kartenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“, das bereits als Vorlage für das internationale Erfolgsformat „Die Verräter“ diente. In der ARD Mediathek, wofür die Sendung in erster Linie produziert wurde, hat sie ordentliche Abrufzahlen erzielt, sodass grünes Licht für eine Fortsetzung der Adaption des Kartenspiels erteilt wurde. Jetzt liegen die konkreten Termine für die zweite Staffel vor – und da gibt es durchaus Überraschungen.
Los geht es am Donnerstag, den 24. September in der ARD Mediathek, wenn die ersten vier Folgen auf einen Schlag veröffentlicht werden. Am 1. Oktober erscheinen die Episoden 5 bis 8 und am 8. Oktober die Episoden 9 bis 12. Auch eine lineare Ausstrahlung ist wieder geplant – anders als im Vorjahr jedoch nicht im Spätprogramm, wo sie damals sang- und klanglos unterging. Stattdessen versucht es Das Erste diesmal mit den ersten beiden Folgen als Doppelpack am 24. September am Vorabend um 18:50 Uhr – direkt im Anschluss „Gefragt – Gejagt“. Auf diesem Sendeplatz werden eine Woche später am 1. Oktober auch zwei weitere Episoden gezeigt. Jedoch nicht etwa die Folgen 3 und 4, sondern 5 und 6. Für die restlichen Episoden ist keine lineare Ausstrahlung im Ersten angekündigt. Die partielle lineare Verwertung dient also klar als Appetitmacher für einen anschließenden Konsum in der ARD Mediathek.
In der zweiten Staffel von „Werwölfe“ ziehen diesmal 15 Spieler in ein abgelegenes Dorf – und „in einen Wald voller Lügen“. Unter ihnen befinden sich unter anderem eine Rechtsanwältin, ein Polizist, eine Psychologin und ein Ex-Geheimagent. Ob ihnen diese berufliche Basis im Spiel hilft? Denn bei „Werwölfe“ sind nicht alle die, die sie vorgeben zu sein. Einige von ihnen werden als Werwölfe auserwählt. Sie müssen sich als harmlose Dorfbewohner tarnen und versuchen, durch raffinierte Lügen, gezielte Manipulation und taktisches Kalkül ihre Mitspieler nach und nach zu eliminieren – ohne selbst enttarnt zu werden. Die übrigen Dorfbewohner versuchen, die Werwölfe zu entlarven, bevor sie selbst aus dem Spiel ausscheiden. Nachts schlagen die Werwölfe im Verborgenen zu und wählen ihr Opfer, tagsüber entbrennen nervenaufreibende Diskussionen: Wer lügt? Wer sabotiert? Wem kann man trauen?
Die ARD kündigt für die zweite Staffel neue, spektakuläre Quests an, in denen die Dorfbewohner um wertvolle Sonderrollen kämpfen, die das Kräfteverhältnis im Dorf entscheidend verändern können. Nur die Werwölfe kennen die Regeln der Quests bereits im Vorfeld. Sie versuchen, die Spiele gezielt zu ihren Gunsten zu manipulieren – stets mit dem Risiko, dabei selbst ins Visier der Dorfbewohner zu geraten. Denn jeder Blick, jedes Zögern und jede noch so kleine Geste kann Verdacht erregen.
Michael Kessler ARD/SWR/BR/ITVJulia Feldhagen
Als Sprecher wieder mit an Bord ist Schauspieler und Komiker Michael Kessler, der verrät: Wer glaubt, ‚Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung‘ nach Staffel 1 zu kennen, wird überrascht sein. Ich habe selten Menschen erlebt, die so herzlich miteinander lachen – und sich im nächsten Moment mit voller Überzeugung gegenseitig verdächtigen. Ich konnte hautnah miterleben, wie selbst die engsten Bündnisse innerhalb weniger Augenblicke zerbrechen. Denn genau dann, wenn man glaubt, jemanden durchschaut zu haben, nimmt Staffel 2 eine völlig unerwartete Wendung.
Laut ARD-Angaben erzielte die erste Staffel von „Werwölfe“ über fünf Millionen Abrufe in der ARD Mediathek, was das Format dort zu den meistgestreamten Unterhaltungsangeboten des Jahres gemacht hat. Lizenzgeber ist DreamSpark. Die deutsche Version wird von ITV Studios Germany in Frankreich für die ARD Mediathek im Auftrag von BR, SWR und WDR entwickelt und produziert, wobei der Bayerische Rundfunk federführend ist.
Nee Leute, also entweder ganz oder gar nicht. Gefällt mir gar nicht, wenn das lineare Programm zu sehr als Werbefläche für das Online-Angebot gebraucht wird. Nur Folge 1,2, 5 und 6 zu zeigen, bei einer Sendung, bei der man nicht einfach ein paar Folgen auslassen kann, ist Wahnsinn. Spätnachts wäre das ja fast egal aber im Vorabend? Nee