„Werwölfe“: Das sind die Spieler der zweiten Staffel

Trailer zur Fortsetzung der preisgekrönten ARD-Realityshow

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 10.09.2026, 13:57 Uhr

Die Spieler von Staffel 2 – Bild: ARD/BR/SWR/Marc Rehbeck/Artwork
Die Spieler von Staffel 2

Die ARD hat sich im vergangenen Jahr auf ungewohntes Terrain begeben und mit „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ ein Format an den Start geschickt, mit dem man gezielt ein jüngeres Publikum und speziell die Fans von Reality-TV ansprechen wollte. Dies hat wunderbar funktioniert und zur Krönung erhielt „Werwölfe“ gestern Abend beim Deutschen Fernsehpreis die Auszeichnung für die beste Realityshow des Jahres. In Kürze dürfen sich die Fans auf die zweite Staffel freuen. Als Starttermin wurde bereits der 24. September verkündet – und nun stellt die ARD die Teilnehmer der zweiten Runde vor.

Wie schon in der ersten Staffel handelt es sich um erfrischend „andere“ Normalos als jene, die man üblicherweise im Reality-TV-Kosmos antrifft. Es handelt sich um 15 Teilnehmer, die für das Spiel Beobachtungsgabe, Menschenkenntnis und taktisches Geschick aus den unterschiedlichsten Berufen und Lebenswelten mitbringen:

  • Leo Martin (50, Berlin) hat als Ex-Geheimagent gelernt, Menschen genau zu lesen. Widersprüche erkennt er schnell und weiß, wie man Vertrauen gewinnt – beste Voraussetzungen, um im Spiel so manches Geheimnis ans Licht zu bringen.
  • Valentina (29, Gießen) ist Ärztin und Miss Germany 2025 und weiß: Nicht jede Diagnose lässt sich auf den ersten Blick stellen. Sie beobachtet Emotionen und kleinste Verhaltensänderungen genau – und kommt so auch raffinierten Lügen auf die Spur.
  • Luzie (32, Berlin) ist als politische Kommunikationsberaterin bestens mit Zwischentönen, wechselnden Mehrheiten und überraschenden Wendungen vertraut. Sie weiß: Entscheidend ist nicht immer, was gesagt wird – sondern vor allem, wie es gesagt wird.
  • Ali (34, Berlin) weiß als Polizist, dass eine verdächtige Person nicht immer sofort überführt werden kann. Mit Menschenkenntnis und strategischem Geschick beobachtet er deshalb lieber ganz genau – und wartet auf den richtigen Moment, um zuzuschlagen.
  • Helena (42, Lüdinghausen) kennt sich als Paar- und Sexualtherapeutin bestens mit menschlichen Verstrickungen aus. Sie weiß: Gerade in Beziehungen ist längst nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.
  • Simon (47, München) ist zweifacher Gedächtnisweltmeister und darauf spezialisiert, sich selbst kleinste Details zu merken. Was einmal gesagt wurde, bleibt ihm im Kopf – und so entgeht ihm auch der kleinste Widerspruch nicht.
  • Inga (50, Mönchengladbach) beherrscht als Hypnose-Coach die Kunst, sich selbst in einen Zustand vollkommener äußerer Ruhe zu versetzen. Doch gelingt es ihr auch, auf diese Weise ihr Innerstes vor den anderen verborgen zu halten?
  • Maike (38, Bremen) erspürt als Medium, was andere lieber unausgesprochen lassen. Im Spiel will sie deshalb selbst kleinste Veränderungen in der Stimmung ihrer Mitspielenden wahrnehmen – und so verborgenen Gefühlen auf die Spur kommen.
  • Freddy (27, Hamburg) hat als Comedian ein feines Gespür für Stimmungen. Mit Charme und Humor wickelt er seine Mitspieler spielend um den Finger. Doch ist sein gewinnendes Lächeln wirklich nur Sympathie – oder vielleicht Teil einer ausgeklügelten Strategie?
  • Sabrina (41, Frankfurt am Main) ist als Rechts- und Fachanwältin für Strafrecht darin geübt, Aussagen genau zu analysieren und Körpersprache zu lesen. Beste Voraussetzungen für ihre ganz persönliche Beweisführung.
  • Marcus (42, Coswig) verbindet als Betriebsprüfer für das Finanzamt analytisches Denken mit strategischem Geschick. Wo andere nur Zahlen sehen, erkennt er Muster – und vielleicht auch den entscheidenden Hinweis auf die Wahrheit.
  • Celine (26, Hersbruck) kennt als Psychologin in der forensischen Psychiatrie die menschliche Psyche genau. Auch wenn es brenzlig wird, bewahrt sie die Ruhe – und behält ihre Mitspielenden dabei stets genau im Blick.
  • Gilda (29, Bielefeld) weiß als Vertrieblerin genau, wie man Menschen für sich gewinnt und selbst gewagte Theorien überzeugend verkauft. Im Spiel könnte ihr diese Fähigkeit einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
  • Leo (29, Wolfratshausen) analysiert als Sportwissenschaftler und Fußballtrainer Spielverläufe und weiß genau, wann der taktisch richtige Moment für gezielte Einflussnahme gekommen ist. Ob ihm dieses Gespür auch im Spiel den entscheidenden Vorteil bringt?
  • Ashley Sophie (22, Berlin) kennt sich als Content Creator und Lehramtsstudentin bestens mit Gruppendynamiken aus. Schließlich will auch eine Schulklasse erst einmal unter Kontrolle gebracht werden. Und wer unterschätzt wird, hat bekanntlich einen entscheidenden Vorteil.
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Gemeinsam ziehen sie in ein abgelegenes Dorf – und „in einen Wald voller Lügen“. Einige von ihnen werden als Werwölfe auserwählt. Sie müssen sich als harmlose Dorfbewohner tarnen und versuchen, durch raffinierte Lügen, gezielte Manipulation und taktisches Kalkül ihre Mitspieler nach und nach zu eliminieren – ohne selbst enttarnt zu werden. Die übrigen Dorfbewohner versuchen, die Werwölfe zu entlarven, bevor sie selbst aus dem Spiel ausscheiden. Nachts schlagen die Werwölfe im Verborgenen zu und wählen ihr Opfer, tagsüber entbrennen nervenaufreibende Diskussionen: Wer lügt? Wer sabotiert? Wem kann man trauen?

Die ARD kündigt für die zweite Staffel neue Quests an, in denen die Dorfbewohner um wertvolle Sonderrollen kämpfen, die das Kräfteverhältnis im Dorf entscheidend verändern können. Nur die Werwölfe kennen die Regeln der Quests bereits im Vorfeld. Sie versuchen, die Spiele gezielt zu ihren Gunsten zu manipulieren – stets mit dem Risiko, dabei selbst ins Visier der Dorfbewohner zu geraten. Denn jeder Blick, jedes Zögern und jede noch so kleine Geste kann Verdacht erregen. Als Sprecher wieder mit an Bord ist Schauspieler und Komiker Michael Kessler.

Michael Kessler ARD/​SWR/​BR/​ITVJulia Feldhagen

Los geht es am Donnerstag, den 24. September in der ARD Mediathek, wenn die ersten vier Folgen auf einen Schlag veröffentlicht werden. Am 1. Oktober erscheinen die Episoden 5 bis 8 und am 8. Oktober die Episoden 9 bis 12. Auch eine lineare Ausstrahlung ist wieder geplant – anders als im Vorjahr jedoch nicht im Spätprogramm, wo sie damals sang- und klanglos unterging. Stattdessen versucht es Das Erste diesmal mit den ersten beiden Folgen als Doppelpack am 24. September am Vorabend um 18:50 Uhr – direkt im Anschluss „Gefragt – Gejagt“. Auf diesem Sendeplatz werden eine Woche später am 1. Oktober auch zwei weitere Episoden gezeigt. Jedoch nicht etwa die Folgen 3 und 4, sondern 5 und 6. Für die restlichen Episoden ist keine lineare Ausstrahlung im Ersten angekündigt. Die partielle lineare Verwertung dient also klar als Appetitmacher für einen anschließenden Konsum in der ARD Mediathek.

„Werwölfe“ basiert auf dem Kult-Kartenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“, das bereits als Vorlage für das internationale Erfolgsformat „Die Verräter“ diente. Laut ARD-Angaben erzielte die erste Staffel über fünf Millionen Abrufe in der ARD Mediathek, was das Format dort zu den meistgestreamten Unterhaltungsangeboten des Jahres gemacht hat. Lizenzgeber ist DreamSpark. Die deutsche Version wird von ITV Studios Germany in Frankreich für die ARD Mediathek im Auftrag von BR, SWR und WDR entwickelt und produziert, wobei der Bayerische Rundfunk federführend ist.

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