Staffel 3, Folge 1–15

    • Staffel 3, Folge 1

      Bücher der SWR-Bestenliste im September

      26 renommierte deutschsprachige LiteraturkritikerInnen wählen jeden Monat die vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie möglichst viele Leser und Leserinnen wünschen. Zwei der Kritiker sind die „lesenswert“-Moderatoren Denis Scheck und Felicitas von Lovenberg. Sie wagen das Streitgespräch: Welche Titel sind zu Recht auf der Liste? Wo liegt die Jury falsch? Warum? Und warum irren sich eigentlich immer nur die anderen?

      „Mein Leben in drei Büchern“ mit Uwe Timm

      Er lebt als Hamburger in München – und hat damit schon als Fremder im eigenen Land angesiedelt. Uwe Timm hat mindestens zwei der bekanntesten Bücher der letzten 50 Jahre geschrieben: „Die Entdeckung der Currywurst“ und „Rennschwein Rudi Rüssel“. Gleichzeitig gilt er als Chronist einer ganzen Generation, nämlich der sogenannten 68er. Die politisch hoch sensiblen Vertreter der Studentenrevolte bilden sein Personal in Romanen wie „Heißer Sommer“ und „Rot“. Gleichzeitig verhandelt er die Themen dieser Generation von der faschistischen Vergangenheit bis zur Kolonialgeschichte Deutschlands, von Terrorismus bis Arno Schmidt. Uwe Timm wurde in diesem Jahr 75. Denis Scheck trifft ihn in „lesenswert“ und befragt ihn zu „Mein Leben in drei Büchern“. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 17.09.2015SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 2

      „Mein Leben in drei Büchern“ mit Roger Willemsen

      Er ist so etwas wie das intellektuelle Aushängeschild Deutschlands, ein beliebter Gast und Gastgeber in Talkshows in ganz Deutschland: Roger Willemsen hat die Welt bereist und ein Jahr lang den Deutschen Bundestag besucht, hat über den Selbstmord promoviert und den Alltag der Deutschen studiert – und er gilt nebenbei nicht nur in Sachen Karl May als höchst belesen. Natürlich stellt sich da die Frage: Welche Bücher haben ihn im Leben besonders beeinflusst? Die Antwort, die er im Gespräch mit Felicitas von Lovenberg auf diese Frage gibt: Giacomo Casanova – den weitgereisten Herzensbrecher und Bibliothekar. Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“ – der Bericht eines Mathematikers, der dem Kaiser zu Beginn des ersten Weltkriegs ein Thronjubiläum ausrichten soll. Und Knut Hamsuns „Mysterien“ – in dem sich der höchst eigenwillige Johann Nilsen Nagel zurückzieht aufs Land, einen höchst unterhaltsamen Zeitgenossen abgibt und dann durch sein Geigenspiel und seine Liebschaften aus der Rolle fällt.

      Ralf Rothmann: „Im Frühling sterben“

      Am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Soldaten Walter Urban und Friedrich Caroli sind beste Freunde. Aber irgendwann wird der eine zum Tode verurteilt und der andere soll ihn erschießen. Ralf Rothmanns poetischer Realismus in einem historischen Roman. Erzählt wird aus der Sicht des Sohnes, es sind die Erfahrungen der nächsten Generation, um die die Erzählung kreist – für sie wird die historische Katastrophe rekonstruiert. Und so wird am Anfang die Bibel zitiert: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne stumpf geworden davon.“ (Ezechiel 18,2). Ralf Rothmann wurde mit früheren Romanen bekannt für seine Darstellung der Arbeitswelt, für seine Einblicke ins Zwischenmenschliche – jetzt meint die Kritik, mit „Im Frühling sterben“ habe Rothmann die Nach-Grass-Ära in der deutschen Literatur eingeläutet, denn es gehe nicht mehr um die Auseinandersetzung mit den Vätern, sondern um Literatur jenseits des symbolischen Vatermords. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 24.09.2015SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 3

      Ilija Trojanow: Macht und Widerstand Ilija Trojanow erzählt von dem Geheimdienstagenten Metodi und seinem Opfer, dem Widerstandskämpfer Konstantin. Sie kennen sich, sie bekriegen sich – und sie sind doch miteinander verflochten. Es hört sich so einfach an, als würde von zwei Gegnern erzählt, die einfach nur Feinde sind, Schwarz und Weiß, Feuer und Wasser. Aber das Perfide am System der Ostblockdiktaturen war die gegenseitige Durchdringung, die Übergriffe. Ein Buch über das Leben in der kommunistischen Diktatur Bulgariens, ein Roman über ein allzu enges Land: Vielleicht wurde Ilija Trojanow zu einem internationalen Schriftsteller, weil er aus einem Land stammt, in dem genau das lange bekämpft wurde. Sein Roman „Der Weltensammler“ über den englischen Diplomaten Richard Burton wurde ein Welterfolg, seine Reportagen behandeln Pilgerfahrten nach Mekka genauso wie Forschungsreisen in die Antarktis. „Macht und Widerstand“ ist der lange erwartete Roman über das Land seiner Kindheit und Jugend. Angela Steidele: Mein Leben in drei Büchern Deutschland, kurz nach dem 30-jährigen Krieg. Unter dem Namen Rosenstengel reist Catharina M. Linck als Mann verkleidet durchs Land. Sie heiratet eine Frau, vollzieht die Ehe mit einer „Lederwurst“ und wird schließlich wegen Unzucht hingerichtet. Brisante Briefe über diesen Fall sorgen rund 100 Jahre später für Aufregung zwischen dem Arzt Carl F. Müller, dem Märchenkönig Ludwig II. und Kaiserin Sissi. Wie ein roter Faden zieht sich die Thematik der weiblichen Homosexualität durch das Werk Angela Steideles. In ihrem Briefroman „Rosenstengel. Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.“ verschwimmen die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion. Während Deutschland noch über die sogenannte Homo-Ehe diskutiert, zeigt sie den Lesern, dass es eine solche Verbindung schon vor rund 300 Jahren gab. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 22.10.2015SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 4

      Mitten auf dem Berliner Oranienplatz campiert eine Gruppe afrikanischer Flüchtlinge. Sie sind im Hungerstreik: Gegen ihre menschenunwürdige Behandlung und gegen die sich nur langsam drehenden Mühlen des deutschen Asyl-Bürokratismus. Der emeritierte Altphilologe Richard kommt zufällig an jenem Platz vorbei, übersieht jedoch die Männer, um schließlich bei den Abendnachrichten von ihnen zu erfahren. Er, der durch seinen Ruhestand so viel Zeit hat, nimmt Kontakt auf zu Asylsuchenden, die in einer zeitlosen Blase auf die Bearbeitung ihres Schicksals warten.

      Jenny Erpenbeck gehört zu den interessantesten Autorinnen Deutschlands. Sie selbst ist gelernte Buchbinderin, Theaterwissenschaftlerin, Regisseurin, Mutter, Opernkennerin. D.h. umfassend gebildet und mit dem festen Willen ausgestattet, uns etwas Spannendes zu erzählen über die Welt, in der wir leben. Über die Liebe, die Mitmenschen, die Macht, die Angst und den Tod, weit drunter macht sie es nicht. Mit „Gehen, ging, gegangen“ liegt sie im Trend des Literaturjahres.

      Julia Klöckner: Mein Leben in drei Büchern – Normalerweise kommunizieren moderne Politiker ja gerne in Kurznachrichten via Twitter, Facebook und SMS. Das senkt die Konzentrationsspanne, könnte man jetzt befürchten. Julia Klöckner ist bekannt für modernen Smartphone-Gebrauch, zur Zeit noch mehr als sonst: Die CDU-Fraktionsvorsitzende von Rheinland-Pfalz will im März 2016 Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz werden. Als studierte Theologin und überzeugte Rennradfahrerin ist Julia Klöckner auch die erzählerische Langstrecke gewöhnt. Im Gespräch mit Felicitas von Lovenberg redet Julia Klöckner über „Mein Leben in drei Büchern“ – und, nein, die Bibel hat die Christdemokratin draußen gelassen. Sie redet über: Enid Blyton, Philipp Roth und Robert Seethaler – und das heißt für sie, über: Strategie, Theologie und modernes Landleben. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 05.11.2015SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 5

      Michael Martin reist viel: als Fotograf um die ganze Welt und als Vortragsreferent in ganz Deutschland. Seine audiovisuell mit künstlerischer Akribie aufbereiteten Vorträge ziehen Tausende Besucher an. Bis Mitte 2016 reichen seine Termine. Als Reisefotograf dagegen bevorzugt er stille Ecken: In den vergangenen sechs Jahren zog es ihn 40 Mal zu den Wüsten der Erde. Ob Eiswüsten an den beiden Polen oder Sandwüsten im Bereich des Äquators – nichts hat er ausgelassen. Und er hat beeindruckende Fotos mitgebracht. „Planet Wüste“ heißt sein aktueller Bildband – und macht schon im Titel deutlich, wie anders das Leben ist, wenn um einen herum kein Leben mehr gedeiht. Als Fußballer war er berühmt – nach dem Ende seiner Karriere sorgte er für eine echte Überraschung: Sein Bekenntnis zu seiner Homosexualität brachte in Deutschland eine überfällige Diskussion in Gang. Thomas Hitzlsperger überrascht auch in „lesenswert“: sein Bekenntnis, ein leidenschaftlicher, umfassender und genauer Leser anspruchsvoller Literatur zu sein, schockiert jedoch wohl niemanden. In „Mein Leben in drei Büchern“ ist es deshalb interessant zu erfahren, warum er die folgenden Bücher ausgesucht hat: – Oskar Maria Graf: Das Leben meiner Mutter – Eine Dorfgeschichte aus der ländlichen Umgebung von München. – Truman Capote: Kaltblütig – Die wahre Geschichte eines Doppelmordes – Ronald Reng: Der Traumhüter – die Geschichte des depressiven Torwarts Robert Enke (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 26.11.2015SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 6

      „Ein sterbender Mann“ – der Titel des neuen Romans von Martin Walser klingt für einen 88-jährigen Schriftsteller ganz schön provozierend. Aber Martin Walsers neuer Held (im Vergleich zum Autor ist er jugendliche 72) hat es nicht eilig mit dem Tod. Mindestens genauso stark wie vom Sterben handelt sein Roman von Chaträumen, von neuen Kommunikationsformen, von neuer Liebe und von der Sehnsucht nach dem Aufbruch in ein neues Leben. Und er handelt von einem Verrat, der den Helden bis ins Mark erschüttert. Deswegen nämlich meldet er sich in einem Suizidforum im Internet an. Mit Felicitas von Lovenberg stellt Martin Walser seinen neuen Roman im Gespräch vor – und Denis Scheck und Felicitas von Lovenberg reden über das Gesamtwerk des großen Schriftstellers vom Bodensee. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 07.01.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 7

      Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, E.T.A. Hoffmann, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger – mehr deutscher Geist geht kaum. Aber der deutsche Geist ist nicht nur vernünftig, er hat seine Abgründe, seine dunklen Seiten, seine Verirrungen, seinen Wahnsinn. Genau das hat den Philosophen und Biographen Rüdiger Safranski immer interessiert. Nur so wurden aus vergangenen Heroen Gestalten unserer Gegenwart. In seinem neuem Buch widmet sich Rüdiger Safranski einem ganz besonderen Helden, der immer entschlüpft, wenn man ihn zu fassen glaubt, der Zeit. Was macht sie mit uns? Was machen wir aus ihr? Safranski erzählt von der Langeweile, vom Anfang und vom Ende, vom Aufstieg und vom Untergang, den modern times, der rasenden Beschleunigung der Industrialisierung, vom Tod und der Unsterblichkeit und davon, was wir wünschen und kaum noch ertragen: nämlich Zeit zu haben. Denis Scheck hat für „lesenwert“ Rüdiger Safranski in seinem Wohnort Badenweiler besucht. Sie treffen sich im historischen Römerbad, sprechen über die „Ewige Wiederkehr des Gleichen“, darüber, was das Christentum mit dem antiken Zeitempfinden gemacht hat und über die Literatur als der perfektesten Zeitmaschine überhaupt, weil sie einen blitzschnell in andere Welten und Epochen beamt. Am Ende einer langen Zeitreise hilft dann nur die Entspannung in der Sauna: Entschleunigung pur. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 21.01.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 8

      Thea Dorn – bis vor zwei Jahren hat sie selbst „lesenswert“ moderiert. Als sie aufhörte, geschah das nicht zuletzt, weil sie einen Roman schreiben wollte, mit dem sie heute in die Sendung zurückkehrt. In „Die Unglückseligen“ erzählt der Teufel persönlich von der Unsterblichkeit, von der man träumt, aber vielleicht nur solange sie nicht da ist. Denn genau das passiert Johann Wilhelm Ritter, einem Gelehrten des frühen 19. Jahrhunderts, der nicht sterben kann und irgendwann an einer Supermarktkasse in den USA einer Genforscherin den Einkauf in Plastiktüten einpackt. Ritter, Tod und Teufel – seit Albrecht Dürers berühmtem Kupferstich ist das ein Motiv der Kulturgeschichte. Mit Thea Dorn spricht Felicitas von Lovenberg. Mein Leben in drei Büchern: Clemens Meyer ist der neue Stadtschreiber von Mainz. Im „lesenswert“-Gespräch erzählt er Felicitas von Lovenberg „Mein Leben in drei Büchern“ – und das sind: Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht, Ulrich Zieger: Durchzug eines Regenbandes und David Morrell: Rambo – First Blood. Clemens Meyer debütierte als Schriftsteller mit dem Roman „Als wir träumten“, der auch verfilmt wurde. Er hat damit der Leipziger Vorstadt in der Nachwendezeit ein Denkmal gesetzt. Mit seinen Erzählungen bewies er, wie satt Literatur heute sein kann. Dafür hat er 2008 den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen. Mit „Im Stein“ hat Clemens Meyer gezeigt, wie man sich angemessen dem Dauerkonfliktthema Prostitution nähern kann. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 25.02.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 9

      Wird Andreas Martin Hofmeir gefragt, warum er Tuba spiele, antwortet er: „Ich war der letzte, der „Nein“ geschrien hat.“ – Jetzt ist er Tuba-Professor, bildet ein Duo mit einem Harfinisten und stellte neulich mit David Garrett in „3 nach Neun“ einen neuen Geschwindigkeitsrekord in Sachen Vivaldi auf: Den „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ in drei Minuten! Denis Scheck spricht mit dem Gründungsmitglied von „LaBrassBanda“ und dem Kabarettisten über das Lesen während Konzertpausen (die für einen Tubisten länger ausfallen als für andere Orchestermusiker) – und damit passenderweise über „Mein Leben in drei Büchern“ – und das sind bei Andreas Martin Hofmeir: Michael Endes „Momo“, Harry Mulischs „Entdeckung des Himmels“ und Horst Evers’ „Die Welt ist nicht immer Freitag“. Die SWR-Bestenliste Und mit Felicitas von Lovenberg diskutiert Denis Scheck über drei Bücher der SWR-Bestenliste: Monika Rincks Streitschriften „Risiko und Idiotie“, Julian Barnes Essayband „Am Fenster“ und Richard Fords Roman „Frank“. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 31.03.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 10
      Deutsche ErstausstrahlungDo 14.04.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 11

      Warum muss John sterben? Das ist die Frage, die sich der Schriftsteller Hugo stellt, aber bald merkt er, dass die Frage falsch gestellt ist: Wer ist John? So lautet sie richtig. Ein Dichter, ein Maler, ein Soldat, ein Frauenheld, ein Freund, ein gebrochener Mann? Kaum ist eine Antwort gegeben, ist sie schon wieder falsch. „In der freien Welt“ heißt der neue Roman des österreichischen Schriftstellers Norbert Gstrein. Es geht um Literatur, um Poesie, Freundschaft, eine gemeinsame Vergangenheit, ein Leben und einen Tod in Israel und eine Reise nach Kalifornien. Im Gespräch mit Denis Scheck stellt Norbert Gstrein den Roman vor. Rafik Schami hat gerade einen Lesemarathon zur Vorstellung seines neuen Buches „Sophia“ hinter sich. Bei mehr als 100 Auftritten stellte er – frei redend auf der Bühne – sein Personal und dessen Erlebnisse vor. Rafik Schami verbindet westliches Literaturverständnis mit orientalischer Erzähltradition. Für einen Erzähler, der aus Syrien stammt, sind es allerdings schwere Jahre derzeit. Welche Bücher ihn im Leben besonders geprägt haben, erzählt er Denis Scheck in „Mein Leben in drei Büchern“: Die Bibel, 1001 Nacht und Don Quijote. Eine sehr programmatische Buchauswahl. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 28.04.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 12

      Ulrich Noethen ist wahrscheinlich einer der produktivsten Schauspieler Deutschlands. Dutzende von Filmrollen hat er gespielt, im Kinderklassiker „Sams“ den Martin Taschenbier genauso wie den Heinrich Himmler (einmal mit Helge Schneider und einmal mit Bruno Ganz als Hitler). Er kann Komödie und Tragödie. Zuletzt war er in der Neuverfilmung des „Tagebuchs der Anne Frank“ zu sehen. Nebenbei gehört er zu den prominentesten Vorlesern Deutschlands. Die Reihe seiner Hörbuch-Einlesungen ist lang und abwechslungsreich. Ulrich Noethen ist vielseitig. In der Rubrik „Mein Leben in drei Büchern“ spricht Ulrich Noethen mit Felicitas von Lovenberg über seine persönliche Lesebiographie. Abbas Khider – Da flieht einer in höchster Not aus dem Irak, will nach Frankreich, landet in Deutschland und trifft hier auf die Zumutungen einer labyrinthischen Bürokratie. Ein Roman als Wutrede – das ist Abbas Khiders Roman „Die Ohrfeige“. Gleichzeitig ist er ein deutlicher Beleg dafür, dass mit den neuen weltweiten Wanderungsbewegungen ein neuer Ton in die Literatur gekommen ist – eine neue Form der „Weltliteratur“. Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit dem Autor. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 02.06.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 13

      Benjamin Stuckrad-Barre – Talkmaster, Musikjournalist, Schriftsteller: Es gibt für seinen Beruf keine richtig passende Bezeichnung. Warum das so ist, erklärt Benjamin Stuckrad-Barre in „Panikherz“. Eine Lebensgeschichte mit rasantem Aufstieg und radikalem Absturz, ein Leben zum Soundtrack von Udo Lindenberg, ein biographischer Offenbarungseid. Und nebenbei eine Geschichte der jüngsten Vergangenheit: Benjamin von Stuckrad-Barre beschreibt Deutschland backstage, begleitet sein Idol Udo Lindenberg in die USA und trifft dort Marius Müller-Westernhagen und Thomas Gottschalk. Außerdem zu Gast bei Denis Scheck: Reinhold Neven Du Mont, 35 Jahre lang leitete er den Kölner Verlag Kiepenheuer und Witsch – ein Verlag, der seit der Herausgabe von Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ zu den innovativen und erfolgreichen literarischen Verlagen Deutschlands zählt. 2002 hat sich Reinhold Neven Du Mont aus dem Verlag zurückgezogen. Bei Denis Scheck erzählt er „Mein Leben in drei Büchern“: Joseph Roth, Gabriel Garcia Marquez und Salman Rushdie. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 09.06.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 14

      Juli Zeh: Unterleuten Ost gegen West, Ökologen gegen Spekulanten, Landbewohner gegen Stadtflüchter – die Konflikte, die auf dem Land bestehen, können beträchtlich sein. Stoff für „Unterleuten“, den neuen Roman von Juli Zeh. Ein großer ländlicher Gesellschaftsroman. Viele denken, Schriftsteller leben naturgemäß in großen Städten, wo es viele Menschen gibt und einem Autor als Inspirationsquelle dienen. Juli Zeh aber hat es in die Uckermark verschlagen. Der Roman, der dort jetzt entstanden ist, ist ein großer Erfolg geworden. Überhaupt kann man Juli Zeh nur noch als Erfolgsgeschichte fassen. Und genau deshalb erregte das Gerücht erhebliches Aufsehen, Teile des Buchs seien aus einem zwielichtigen Erfolgsratgeber abgeschrieben. Bis sich herausstellte: Auch das war Teil der Strategie. Erfolgscoach Manfred Gortz heißt mit bürgerlichem Namen Juli Zeh. Michael Köhlmeier in „Mein Leben in drei Büchern“ Man erzählt sich ja viel zu wenig. Michael Köhlmeier gehört zu den großen Erzählern: Märchen, Sagen und Legenden – viele kennen die griechische Götterwelt und die Märchen der Gebrüder Grimm aus seinen Hörspielen und Videos. Michael Köhlmeier – Erzähler, Schriftsteller und eigentlich wollte er auch mal Musiker werden. Mit seinem Roman „Abendland“ hat er ein großes, ein Jahrhundert umfassendes Panorama Europas geschrieben und mit der kleinen Erzählung „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ zuletzt eine so kurze wie eindringliche Erzählung über das Leben eines Flüchtlingskinds. Michael Köhlmeier ist der lebende Beweis für die Annahme, dass, wer liest, nicht nur mehr vom Leben hat, sondern auch mehr vom Leben versteht. Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Michael Köhlmeier über: Grimms Märchen. Die kurzen Weisheiten La Rochefoucaulds. Und über Anna Karenina von Lew Tolstoi. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 16.06.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 15

      André Heller: Das Buch vom Süden Es gibt nicht viele Künstler, die die ganze Welt erreichen – der Österreicher André Heller tut das. Am Broadway, in Indien, mit afrikanischen und chinesischen Künstlern hat er in Zirkusprojekten und Kunstinstallationen gearbeitet. Jetzt hat er einen Roman geschrieben, in Marrakesch, wo er mittlerweile mindestens das halbe Jahr verbringt. „Das Buch vom Süden“ ist ein Roman über einen Taugenichts, der in einem illustren Kreis seltsamer Männer aufwächst: Ein Teehändler, ein Philosoph und sein Vater, der Museumsdirektor, prägen Julian Passauers Kindheit. Doch dann bricht er auf zu langen Reisen und stellt am Ende seiner Entwicklung doch nur die Frage: „Wie geht mein Leben weiter?“. Denis Scheck im Gespräch mit André Heller über Wien, Marokko und den Rest der Welt. Und ganz nebenbei auch über die Bücher, die ihn auf der Reise durch sein Leben besonders geprägt haben (denn „Die wahren Abenteuer sind im Kopf“, meint Heller bekanntlich): Joseph Roth: Radetzkymarsch, Lew Tolstoi: Krieg und Frieden, H.C.Artmann: med ana schwoazzn dintn. gedichta r aus bradnsee. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 21.07.2016SWR Fernsehen

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