Staffel 7, Folge 1–16

    • Staffel 7, Folge 1
      Zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt
      Denis Scheck spricht mit Andrea Wulf und Oliver Lubrich über Alexander von Humboldt: Naturwissenschaftler, Visionär, Universalgenie und eine der spannendsten Figuren des 19. Jahrhunderts. Die preisgekrönte Humboldt-Biographin Andrea Wulf und der Literaturwissenschaftler Oliver Lubrich beschäftigen sich seit über zehn Jahren mit Alexander von Humboldt, dessen Geburtstag sich am 14. September zum 250. Mal jährt. 1799 brach Alexander von Humboldt mit dem Botaniker und Arzt Aimé Bonpland zu einer Forschungsreise durch Südamerika auf, die fünf Jahr dauern sollte. Er erforschte und kartografierte den Amazonas, bestieg Vulkane, katalogisierte Pflanzen, erstellte Bevölkerungsstatistiken. Er war nicht nur Naturwissenschaftler, sondern untersuchte auch politische und gesellschaftliche Verhältnisse: Er verurteilte die Sklaverei und den Kolonialismus. Und – hochaktuell – stellte damals bereits in seinen Briefen und Schriften fest, dass der Mensch die Natur vergewaltige. Andrea Wulf hat die Reise Humboldts nach Südamerika mit der New Yorker Illustratorin Lillian Melcher zu eine Graphic Novel verdichtet: „Die Abenteuer des Alexander von Humboldt“. Die grafische Gestaltung basiert auf Humboldts Tagebuchaufzeichnungen, in denen er Skizzen, Karten, Zeichnungen anfertigte, die ihn auch als Künstler zeigen. Oliver Lubrichs neues Buch „Der Andere Kosmos“ besteht aus 70 Texten aus genau 70 Jahren, die an 70 verschiedenen Orten zu Humboldts Lebenszeit erschienen sind. Lubrich gilt als Humboldt-Experte und lehrt an der Uni Bern. Dort wurde im Juli dieses Jahres ein Editionsprojekt der Gesamtausgabe von Humboldts Schriften fertiggestellt. Diese Berner Ausgabe erschließt die zu einem großen Teil unzugänglichen Schriften Humboldts in zehn Bänden. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 12.09.2019SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 2
      Rafik Schami: Die geheime Mission des Kardinals
      Ein italienischer Kardinal, eine geheime Mission, ein Mord in Damaskus – davon handelt Rafik Schamis neuster Roman. Auf den ersten Blick scheint „Die geheime Mission des Kardinals“ ein Kriminalroman zu sein. Doch in Schamis Erzählung steckt viel mehr: Glaube und Liebe, Aberglaube und Mord. Rafik Schami führt Leserinnen und Leser in die Mitte der syrischen Gesellschaft, in die Zeiten vor Bürgerkrieg und Flucht. Der Roman zeigt die Konflikte, in denen sich die Menschen in Syrien verwickelt sehen, aber auch die persönlichen Schicksale der Kommissare – kurz: er vereint Gemeinschaft und Individualität. Der in 1946 in Damaskus geborene Rafik Schami zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Kinderbücher und Romane erzählen vom Orient, vom Leben als Migrant in Deutschland und von Gesellschaft und Politik. Der promovierte Chemiker ist ein begnadeter Erzähler. Seine Werke wurden in 33 Sprachen übersetzt und er wurde mit einer Vielzahl von Preisen gewürdigt, darunter der Hermann-Hesse-Preis (1994) und der Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher (2018).

      „SWR Bestenliste“
      30 Kritiker. 10 Bücher. 1 Liste: Die SWR Bestenliste stellt jeden Monat zehn Bücher vor, die von führenden deutschen KritikerInnen am meisten empfohlen werden. Ein einmaliges Instrument, um sich in jeder guten deutschen Buchhandlung noch besser zurechtzufinden. Insa Wilke und Denis Scheck sind beide Jury-Mitglieder. Sie sprechen über drei Bücher, die es in den letzten Monaten auf die Liste geschafft haben. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 26.09.2019SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 3
      Jan Peter Bremer: Der junge Doktorand
      Nach vielen Absagebriefen kommt der junge Doktorand schließlich doch in die abgelegene Mühle des Ehepaars Greilach. In den vergangenen zwei Jahren hatte sich Natascha Greilach ein Bild von dem jungen Mann gemacht, der seinen Besuch immer wieder aufschob. Doch als der vermeintliche Kunststudent, der eine Arbeit über den Künstler Günter Greilach schreiben will, tatsächlich vor ihrer Tür steht, wird alles anders als erwartet. Acht Jahre nach „Der amerikanische Investor“ schreibt Bremer wieder einen Gesellschaftsroman, diesmal über das Bedürfnis, gesehen und gehört zu werden. Kurz: Es geht um den Wunsch nach Aufmerksamkeit. Der Autor Jan Peter Bremer lebt und arbeitet in Berlin. 1996 erhielt er für einen Auszug aus seinem Roman „Der Fürst spricht“ den Ingeborg-Bachmann-Preis und hat seither mehrere namhafte Preise und Stipendien erhalten. Darunter den Alfred-Döblin-Preis (2011) für seinen Roman „Der amerikanische Investor“ und das Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben (2008).

      Susanne Klingenstein: Scholem J. Abramowitsch:
      Die Reisen Benjamins des Dritten Scholem J. Abramowitsch gehört zu den unbekannten Größen der europäischen Literatur. Sein berühmtestes Werk „Die Reisen Benjamins des Dritten“ aus dem Jahre 1878 wurde nun aus dem Jiddischen von Susanne Klingenstein übersetzt und ist in kommentierter Fassung im Hanser Verlag erschienen. Klingenstein skizziert in ihrem Nachwort den historischen und literarischen Hintergrund zu Abramowitschs politischer Satire, seinem jüdischen Don Quijote. Die in Baden-Baden geborene Susanne Klingenstein lebt als freie Literaturkritikerin und Übersetzerin in den USA. Seit 1998 schreibt sie regelmäßig für die FAZ und den Weekly Standard. Von 1993 bis 2015 lehrte sie am Massachusetts Institut of Technology und an der Harvard Medical School. Zuvor studierte Klingenstein Germanistik, Philosophie, Geschichte und Amerikanistik in Heidelberg und Harvard. Schon 2014 veröffentlichte sie eine Monographie zu Abramowitsch und der jiddischen Literaturgeschichte. 2017 erschien ihr biographisches Porträt „Wege mit Martin Walser“, indem sie sich des Lebens und Werkes des Schriftstellers vom Bodensee annahm. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 24.10.2019SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 4
      Norbert Gstrein: Als ich jung war
      Auf Hochzeitsfeiern werden ja so manche unterdrückten Familientragödien ans Licht gebracht und alte Geschichten – zu allem Überdruss – wieder aufgewärmt. Genau dies passiert im Roman von Norbert Gstrein. Frank, Sohn eines Hoteliers, hat sich auf die Planung von Hochzeiten spezialisiert. Doch diese Hochzeit ist anders. Bald wird deutlich, dass unterschwellige Konflikte bestehen: Die Braut möchte wissen, ob Paare ihre Meinung vor dem Traualtar schon mal verändert hätten. Die Schwiegermutter findet die Braut für ihren Sohn unpassend. Die Konflikte kulminieren schließlich in der Entführung der Braut – durch ihre Exfreunde. Eine normale Tradition auf manchen Hochzeiten, jedoch kehrt die Braut in diesem Fall nicht wieder zurück. Norbert Gstrein gelingt es, die zunächst wahrgeglaubten Fakten durch Gerüchte und Verdächtigungen in einen Nebel zu tauchen, der der Geschichte fast etwas Märchenhaftes verleiht. Norbert Gstrein wurde im Jahre 1961 in Mils in Tirol geboren. Er studierte zunächst Mathematik in Innsbruck und bildete sich dann sprachphilosophisch in Stanford und Erlangen weiter. Im Anschluss erschien sein Debütroman „Einer“. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

      Sibylle Lewitscharoff: Von oben
      Eine rastlose Seele schwebt über Berlin. Es ist der von Sibylle Lewitscharoffs erfundene Geist des ehemaligen Philosophieprofessors der FU Berlin. Er sieht die schrecklichen, schönen, geheimnisvollen und faszinierenden Geschichten der Menschen. Als Geist ausgestattet mit Hör, Seh- und Denkvermögen schwirrt er umher, kann die Geschehnisse der Lebenden beobachten, jedoch nicht eingreifen. Was bleibt ihm? Über das Leben, den Tod, die Politik und so manch anderes seine Meinung preiszugeben. Bleibt nur die Frage: Wer hört den Schwadroneur? Sibylle Lewitscharoff, Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter, wurde 1954 in Stuttgart geboren. Sie studierte in Berlin Religionswissenschaften. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Buchhalterin. Parallel dazu publizierte sie Hörspiele, Essays und Radiobeiträge. Sie erhielt für ihren 1998 erschienenen Roman „Pong“ den Ingeborg-Bachmann-Preise, 2009 für ihren Roman „Apostoloff“ den Preis der Leipziger Buchmesse. 2013 folgte die Auszeichnung mit dem Georg-Büchner-Preis. Sibylle Lewitscharoff lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 14.11.2019SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 5
      Zu Gast bei Denis Scheck sind diesmal Katerina Poladjan und Melanie Walz.

      Katerina Poladjans dritter Roman „Hier sind Löwen“ stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Das Werk erzählt von der Berliner Buchrestauratorin Helen, die nach Armenien reist, um dort besondere Techniken der Erhaltung historischer Werke zu erlernen. Der Aufenthalt in Jerewan führt Helen in ihre eigene Familiengeschichte. Katerina Poladjan ist eine deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin. Sie wurde in der Sowjetunion geboren und kam als Kind Ende der 1970er-Jahre nach Deutschland. Ihr Großvater überlebte den Völkermord an den Armeniern. Katerina Poladjan studierte Angewandte Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie und Kunst. Sie hat viele Auszeichnungen und Stipendien erhalten. Sie schreibt Romane, Essays und Theatertexte.

      Melanie Walz hat gerade ein über 1000-seitiges Werk aus dem Englischen neu übersetzt: „Middlemarch“ ist der berühmteste Roman von Mary Ann Evans, die unter dem Pseudonym „George Eliot“ schrieb. Vor 200 Jahren, am Am 22. November 1819, wurde sie geboren. Das Buch beschreibt die englische Provinz und ihre Bewohner in all ihrer Skurrilität und gilt bis heute als Höhepunkt englischer Romankunst des 19. Jahrhunderts. Denis Scheck unterhält sich mit Melanie Walz über ihre Arbeit als Übersetzerin und über drei Bücher, die sie mitgebracht hat und die sie als ihre „Lebensbücher“ bezeichnet. Melanie Walz übersetzt seit den 1980er-Jahren Belletristik aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche, unter anderem Werke der Schriftstellerinnen Lily Brett, Antonia S. Byatt, Patricia Highsmith und Annie Proulx. 2015 wurde sie mit dem Übersetzerpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. (Text: 3sat)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 21.11.2019SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 6
      Zu Gast bei Denis Scheck sind diesmal der Autor Steffen Kopetzky mit seinem neuen Roman „Propaganda“ und Hanns-Josef Ortheil mit „Der von den Löwen träumte“.

      „Propaganda“ spannt einen großen Bogen von der für über 15 000 US-Soldaten tödlich endenden „Allerseelenschlacht“ in der Eifel im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Vietnamkrieg und den Pentagon-Papieren. Sein Protagonist, Leutnant John Glueck, erfährt Krieg und Lüge. Er schreibt für eine Propagandazeitung und arbeitet als Angehöriger der amerikanischen Armee in der Spezialabteilung „Psychologische Kriegsführung“. Sein Idol ist Ernest Hemingway, den er bei einem Fronteinsatz trifft. Steffen Kopetzky war bis 2008 als künstlerischer Leiter der Bonner Biennale tätig und engagiert sich als ehrenamtlicher Kulturreferent in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen. Er schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele und Theaterstücke. Sein letzter Roman „Risiko“ stand 2015 monatelang auf der Bestsellerliste.

      In „Der von den Löwen träumte“, dem neuen Roman Hanns-Josef Ortheils, reist Ernest Hemingway 1948 nach Venedig. Nach schweren Depressionen befindet er sich in einer Krise und versucht, in der Einsamkeit eines Landhauses zurück zum Schreiben zu finden. Die Freundschaft zu einem jungen Fischer und die Liebe zu einer 18-jährigen Venezianerin führen ihn ins Leben zurück.Hanns-Josef Ortheil arbeitet seit 1988 als freier Schriftsteller. Vor allem mit seinen autobiografischen Romanen und Tagebüchern ist er sehr erfolgreich. Viele seiner Bücher landeten auf den Bestsellerlisten. Seit 2009 ist er Direktor des neu gegründeten Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Stiftungsuniversität Hildesheim. Hanns-Josef Ortheil erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. (Text: 3sat)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 05.12.2019SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 7
      Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin

      Ein Gespräch mit Denis Scheck, Anne-Dore Krohn und Rüdiger Safranski

      Der renommierte Philosoph und vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Rüdiger Safranski legt mit „Hölderlin – Komm! ins Offene, Freund!“ eine weitere Biografie vor. Mit Moderator und Literaturkritiker Denis Scheck spricht er über den immer noch unbekannten Dichter, Übersetzer, Philosophen und Revolutionär Friedrich Hölderlin, der im März 2020 seinen 250. Geburtstag feiern würde. Anne-Dore Krohn, Redakteurin beim Kulturradio des RBB, hat sich mit Hölderlins literarischen Frauengestalten und ihren realen Vorbildern auseinandergesetzt. Alle Drei beleuchten in diesem Hölderlin-Schwerpunkt die Geschichte und die Geheimnisse des Einzelgängers, der sich als Hauslehrer verdingte, sich dabei in die falsche Frau verliebte, Frankreich zu Fuß durchquerte, am Leben zerbrach und seine letzten Jahre geistig verwirrt im Turm in Tübingen verbrachte. Anne-Dore Krohn ist Literaturredakteurin beim RBB und moderiert regelmäßig Lesungen, u. a. auf dem Erlanger Poetenfest. Sie ist Jurymitglied des Walter-Serner und des Schubart-Literaturpreises. Rüdiger Safranski hat sich mit biographischen Monografien als philosophischer Schriftsteller einen Namen gemacht: Bekannt sind seine Biografien über Arthur Schopenhauer, Martin Heidegger und Friedrich Nietzsche sowie über Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe. Mit seiner Studie „Romantik: Eine deutsche Affäre“ schrieb er einen Bestseller. Safranski lebt in Badenweiler und initiiert dort seit 2012 regelmäßig die „Badenweiler Literaturtage“. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 09.01.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 8
      In ihrem Roman „Kein Teil dieser Welt“ schreibt Stefanie de Velasco vom Aufwachsen bei den Zeugen Jehovas. Dieser aufrüttelnde Text gibt Einblicke in eine verborgene Welt, die mitten in der unsrigen existiert und doch kein Teil von ihr ist. Nach dem Verschwinden ihrer besten Freundin aus der Wachtturmgesellschaft, beginnt Esther einen verborgenen Teil ihrer Familiengeschichte zu entdecken. Ein Emanzipationsprozess, in dem eine junge Frau selbst darüber bestimmen will, welche Erzählungen ihr Halt geben. Stefanie de Velasco, 1978 geboren, studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft. Sie wuchs als Kind bei ihrer Mutter, einer gläubigen Zeugin Jehovas auf. Für ihren aktuellen Roman brauchte sie sieben Jahre. Der erste Erzählband von Lukas Bärfuss heißt „Malinois“ und zeichnet eine irritierende Kartografie der Passion. Die Liebe und das Verlangen sind Dreh und Angelpunkt dieser im Lauf von 20 Jahren entstandenen Erzählungen. Das Objekt des Begehrens kann bei Bärfuss ein Auto, der Schwager oder auch die verstorbene Mutter sein. In einer ungewöhnlichen Sprache, die sowohl sinnlich als auch analytisch ist, spüren die 13 Erzählungen nach, wie Menschen sich begegnen und nach welchen Vorlagen sie die Geschichten ihrer Leidenschaft entwerfen. Lukas Bärfuss wurde 1971 in der Schweiz geboren und arbeitet als Schriftsteller in Zürich. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er den Georg-Büchner-Preis 2019. Er schreibt Romane und Theaterstücke, die weltweit gespielt und übersetzt werden. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 30.01.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 9
      Mit großer Wucht erzählt Monika Helfer in ihrem Roman „Die Bagage“ von ihrer eigenen Herkunft. Die Familie Moosbrugger lebt am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die „Bagage“. Während Vater Josef in der Armee für den ersten Weltkrieg kämpft, klopft ein wunderschöner Fremder an die Tür der Bagage. Die Mutter Maria wird schwanger mit Grete. Mit diesem Kind der Familie wird Josef nie ein Wort sprechen wird: sie ist die Mutter der Autorin. Eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie. Monika Helfer, geboren 1947, hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium und dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet sowie für den deutschen Literaturpreis nominiert. Aris Fioretos’ Roman „Nelly B.s Herz“ erzählt von Nelly B., die immer nur den einen Traum hatte: Fliegen. Als erste Frau in Deutschland machte sie den Pilotenschein und leitete mit ihrem Mann eine Flugschule. Als ein Arzt ihr mitteilt, dass sie wegen eines Herzleidens nie wieder fliegen darf, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie lässt ihr altes Leben hinter sich und trifft die viel jüngere Irma, in die sie sich rettungslos verliebt. Die Geschichte einer modernen, emanzipierten Frau und einer großen, tragischen Liebe. Aris Fioretos ist schwedischer Schriftsteller mit griechisch-österreichischer Wurzeln. Für seine Übersetzungen sowie für sein eigenes Werk hat er zahlreiche Preise erhalten. Aris Fioretos lebt in Berlin und Stockholm. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 13.02.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 10
      Deutsche ErstausstrahlungDo 27.02.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 11
      Samantha Cristoforetti: „Die lange Reise“
      In ihrem autobiographischen Debüt „Die lange Reise“ berichtet die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti von dem Abenteuer ihres Lebens: 200 Tage verbrachte sie im All, auf der Internationalen Raumstation (ISS). Als lange Reise stellt sich nicht nur ihr Aufenthalt im Weltraum heraus, sondern auch der Weg dorthin. Gegen 8.400 Bewerber musste sich die Ingenieurin und Pilotin 2008 durchsetzen, um die mehrjährige Ausbildung als Astronautin absolvieren zu können. Sie erzählt, welche Gedanken ihr kurz vor dem Abflug durch den Kopf gingen, wie hart die Arbeit auf der Raumstation ist und wie es sich anfühlt, nach über einem halben Jahr wieder einen Fuß auf die Erde zu setzen. Samantha Cristoforetti wurde 1977 in Mailand geboren. Sie studierte Luft- und Raumfahrttechnik in München, ist Kampfpilotin und Astronautin. November 2014 bis Juni 2015 verbrachte sie auf der Internationalen Raumstation (ISS).

      Klaus Buhlert zu Thomas Pynchons „Die Enden der Parabel“
      Thomas Pynchons Roman „Die Enden der Parabel“ spielt am Ende des Zweiten Weltkriegs in London und im kriegszerstörten Deutschland. Einen richtigen Plot hat dieser Mythos der Postmoderne nicht. Als roter Faden zieht sich die apokalyptische Stimmung durch das Buch. Nach jahrelangen Bemühungen ist es Hörspielregisseur Klaus Buhlert nun endlich gelungen, die Rechte für den Roman zu erhalten. Mitte April wird „Die Enden der Parabel“ als Hörspiel in SWR2 ausgestrahlt. Es geht tief hinunter in die Kanalisation Londons, zu futuristischen Computersystemen und einer Hauptfigur, bei der sich Erektionen als Frühwarnsysteme herausstellen. Klaus Buhlert, geboren 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. Heute arbeitet Buhlert als Komponist, Autor und Regisseur in Berlin. Seine Hörspiele sind preisgekrönt. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 02.04.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 12
      In Valerie Fritschs aktuellem Roman „Herzklappen von Johnson & Johnson“ geht es um die junge Mutter Alma, deren Sohn mit einer seltenen Krankheit geboren wird: Er kann keine Schmerzen empfinden. Was nach dem Paradies auf Erden klingt, entpuppt sich als Sackgasse der Evolution. Unaufhörlich kontrolliert Alma ihren Sohn in ständiger Sorge vor unentdeckten inneren und äußeren Verletzungen. Trost findet sie bei ihrer bettlägerigen Großmutter. Diese beginnt nun von den Schmerzen ihres Lebens zu erzählen: vom Aufwachsen im Krieg, von Flucht und von Hunger. Die 1989 geborene Österreicherin Valerie Fritsch studierte angewandte Fotografie und arbeitet als Fotokünstlerin und Schriftstellerin. „Herzklappen von Johnson & Johnson“ ist ihr zweiter Roman.

      Zu Gast bei „Mein Leben in drei Büchern“ ist die Kulturpolitikerin Monika Grütters. Zu ihren wichtigsten Büchern zählt sie die Bibel, das Gesamtwerk des deutschen Schriftstellers Jean Paul sowie den Roman „Weit Gegangen“ von Dave Eggers. Letzterer basiert auf der schockierenden Geschichte eines sudanesischen Flüchtlings in den USA. Monika Grütters erzählt, weshalb sie diese Bücher mitgebracht hat und wie sie von ihnen beeinflusst wurde. Die CDU-Politikerin Monika Grütters ist Staatsministerin der Bundeskanzlei und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2005 ist sie Mitglied des Bundestages. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 23.04.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 13
      Scheck führt in dieser besonderen Sendung in besonderen Zeiten durch die Produktionswerkstätten des SWR. Dort hat er im Atelier der Bühnenbildner seinen provisorischen Schreibtisch aufgestellt, denn das Palais Biron ist geschlossen. Er unterhält sich mit seinen Gästen via Skype über Leben und Schreiben in Zeiten von Corona. Er gibt Buchempfehlungen aus dem Bereich Belletristik, Sachbuch und Lyrik und er stöbert im Fundus und im Fernseh-Archiv. Von seinen Gästen will er wissen, welches Buch und welches Gedicht Ihnen durch die schwierigen Zeiten hilft und wie ihr Alltag sich verändert hat. In der heutigen Sendung spricht Denis Scheck mit dem Kölner Bestseller-Autor Frank Schätzing. Ihm gelang mit „Der Schwarm“ 2004 ein großer internationaler Erfolg. Im letzten Jahr widmete er sich seinem Musikprojekt „Taxi Galaxi“, das als Debüt-Album erschienen ist. Der bekennende „Donaldist“ war schon öfters Gast bei Denis Scheck. Das andere Gespräch führt über den Atlantik zu Richard Ford. Die Erzählungen „Irische Passagiere“ des amerikanischen Schriftstellers, in denen es um die Unvollkommenheit des Menschen geht, werden im September 2020 ausgeliefert. Zuletzt erschien sein Roman „Die Lage des Landes“. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 07.05.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 14
      Denis Scheck führt in dieser besonderen Sendung in besonderen Zeiten durch die Produktionswerkstätten des SWR. Dort hat er im Atelier der Bühnenbildner seinen provisorischen Schreibtisch aufgestellt, denn das Palais Biron ist geschlossen. Er unterhält sich mit seinen Gästen via Skype über Leben und Schreiben in Zeiten von Corona. Er gibt Buchempfehlungen aus dem Bereich Belletristik, Sachbuch und Lyrik und er stöbert im Fundus und im Fernseh-Archiv. Von seinen Gästen will er wissen, welches Buch und welches Gedicht Ihnen durch die schwierigen Zeiten helfen und wie ihr Alltag sich verändert hat.

      In der heutigen Sendung spricht Denis Scheck mit der Filmemacherin Doris Dörrie, für die Schreiben eine Methode ist, intensiver zu leben. Wie das geht, erklärt sie in ihrem Buch „Leben Schreiben Atmen“: Sie gibt Tipps und kreative Anleitungen und ermuntert jeden, sich wichtig zu nehmen und über sich selbst zu schreiben. Gerade hat er seinen 80. Geburtstag gefeiert, wegen Corona stiller, als geplant: Uwe Timm, der Chronist der 68er und Aufdecker verdrängter Geschichte. In seinem aktuellen Essayband „Der Verrückte in den Dünen“ geht es um Utopie und Literatur. Ebenfalls in diesem Frühjahr ist sein 1978 erschienener Afrika-Roman „Morenga“ neu herausgekommen, in dem es um den Genozid an den Herero und Nama in Deutsch-Südwest geht. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 14.05.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 15
      Mit diesen Büchern liest es sich besser – und diese Moderatoren sagen Ihnen, weshalb: Felicitas von Lovenberg oder Denis Scheck moderieren 14-täglich die Sendung für Bücherfreunde. Sie stellen aktuelle Autoren und ihre Bücher vor – im ausführlichen Gespräch, in kurzen Steckbriefen, im schnellen Frage-Antwort-Spiel – charmant, spitzzüngig, schlagfertig. Außerdem kommen interessante Zeitgenossen zu Wort, die erzählen, welche drei Bücher ihr Leben beeinflusst oder geprägt haben. (Text: 3sat)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 04.06.2020SWR Fernsehen
    • Staffel 7, Folge 16
      André Heller: Zum Weinen schön, zum Lachen bitter
      Diesmal hat Literaturexperte Denis Scheck den österreichischen Autor und Künstler André Heller in „lesenswert“ zu Gast. Die beiden sprechen über Hellers neustes Werk: Erzählungen aus vielen Jahren „Zum Weinen schön, zum Lachen bitter“. Jahrzehntelang sammelte Heller Geschichten und schrieb sie nun in diesem Buch zusammen. Darin rechtfertigt eine Frau vor sich selbst eine Affäre, eine Weltmeisterschaft im Händefalten findet statt und eine Wienerin mit Elephantiasis serviert Topfengolatschen auf ihrer riesigen Hand. Auf nur wenigen Seiten schafft es Heller, mit seinen Figuren Sogkraft und Tiefe zu entwickeln, als würde man sie schon ewig begleiten. Andre Heller wurde 1947 in Wien geboren und ist ein Multitalent. Er schreibt Romane, er dichtet, er singt. Heller lebt abwechselnd in Wien, Marrakesch und auf Reisen. Mit seinem 2016 erschienen Roman „Das Buch vom Süden“ erlangte er auch große Bekanntheit.

      „SWR Bestenliste – drei Bücher des Frühjahrs“
      30 Kritiker. 10 Bücher. 1 Liste: Die SWR Bestenliste stellt jeden Monat zehn Bücher vor, die von renommierten deutschen Kritikerinnen und Kritikern empfohlen werden. Ein einmaliges Instrument, um sich in einer Buchhandlung noch besser zurechtzufinden. Insa Wilke und Denis Scheck sind beide Jury-Mitglieder. Sie sprechen über drei Bücher dieses Frühjahrs, die auf die Listen gewählt wurden. (Text: SWR)
      Deutsche ErstausstrahlungDo 02.07.2020SWR Fernsehen

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