Die beste Serie des Jahres 2025

Das Review-Jahr im Rückblick

Vera Tidona
Vera Tidona – 01.01.2026, 10:00 Uhr

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„Wednesday“, „Stranger Things“, „KRANK Berlin“, „Pluribus“ und „Alien: Earth“ zählen zu unseren besten Serien 2025 – Bild: Netflix/fx/Apple
„Wednesday“, „Stranger Things“, „KRANK Berlin“, „Pluribus“ und „Alien: Earth“ zählen zu unseren besten Serien 2025

Das Serienjahr 2025 hat die fernsehserien.de-Redaktion wieder mit ausführlichen Kritiken zu den wichtigsten Neustarts fiktionaler Produktionen begleitet. Im Rückblick werden nun die auffälligsten Trends, die größten kreativen Fehlgriffe und vor allem die bestbewerteten Serien des Jahres noch einmal in Erinnerung gerufen.

Insgesamt wurden 86 Kritiken in diesem Jahr veröffentlicht, die von unserem Kollegenkreis im Durchschnitt mit 3,39 von insgesamt fünf zu vergebenden Sternen bewertet wurden. Damit liegt die durchschnittliche Gesamtwertung auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr.

Die Höchstwertung von 5,0 Sternen wurde von den Rezensenten gleich dreimal vergeben: Dazu zählt der mit Spannung erwartete Staffelauftakt der finalen Folgen von „Stranger Things“, der bei Netflix einen neuen Rekord aufstellte. Hinzu kommen die schwedische Miniserie und Satire „Whiskey on the Rocks“ (Disney+) und das britische Crime-Drama „Code of Silence“, das rasch für eine weitere Staffel verlängert wurde, aber noch immer auf einen Deutschlandstart wartet. Die drei Produktionen erhielten somit eine uneingeschränkte Empfehlung der Redaktion.

Die zweithöchste Wertung von 4,5 Sternen konnten die fünf folgenden Serien einheimsen: Die deutsche Notfallserie „KRANK Berlin“ (Apple TV/​ZDFneo), die auch international viel Lob einheimste, der britische Emmy-Gewinner und Kritikerliebling „Adolescence“ als eine der erfolgreichsten Netflix-Serien des Jahres, die verspätete Deutschlandpremiere der britischen Comedy „We Are Lady Parts“ (ZDFneo) und das Mystery-Sci-Fi-Drama „Pluribus“ (Apple TV) als das neue „Meisterwerk“ von „Breaking Bad“-Macher Vince Gilligan. Aber auch die Musikdoku mit US-Superstar Taylor Swift und ihre finale Show der „The Eras Tour“ (Disney+) wussten die Kritiker zu überzeugen.

Mit der ebenfalls sehr guten Wertung von 4,0 Sternen wurden insgesamt 23 Serien ausgezeichnet, was damit die meistvergebene Bewertung im abgelaufenen Jahr ist: Die nachfolgenden Staffeln von „Severance“ (Apple TV) und „Wednesday“ (Netflix) konnten nahtlos an den Erfolg der Auftaktstaffel anknüpfen. Einen gelungenen Auftakt legten etwa „Alien: Earth“ als erste Serie aus dem Kult-Franchise hin, der bereits verlängerte US-amerikanische Verschwörungsthriller „Paradise“ (Disney+), die britische Miniserie „Prime Finder“ (Apple TV) und die deutsche True-Crime-Miniserie „Spuren“ (Das Erste) mit Nina Kunzendorf. Dazu gesellen sich die Quasi-Neuauflage der klassischen Krimiserie mit Kathy Bates als neue „Matlock“ (CBS/​Universal TV) sowie die Comedy-Mockumentary „St. Denis Medical“ (NBC/​Warner TV Comedy) über den chaotischen Alltag des Krankenhauspersonals. Die deutsche Episodenserie „Warum ich?“ (Das Erste) vom „Braunschlag“-Schöpfer David Schalko, die beliebte Comedienne Annette Frier in „Frier und Fünfzig“ (Sat.1), die deutsche Adaption „Euphorie“ (RTL) und die zweite Staffel der gefeierten Teenie-Romanze „Maxton Hall“ (Amazon Prime Video) erhielten ebenso viele Sterne wie das britische Kostümdrama „Miss Austen“ (BBC/​arte) und das Sci-Fi-Drama „Murderbot“ (Apple TV) mit Alexander Skarsgård.

18 Serien reihen sich mit überdurchschnittlichen 3,5 Sternen ein. Darunter befinden sich neben vielen internationalen Serien wie etwa den Marvel-Serien „Daredevil: Born Again“ und „Ironheart“ (beide bei Disney+) auch das Serienkiller-Sequel „Dexter: Wiedererwachen“ erneut mit Michael C. Hall in seiner Paraderolle und „MobLand“ (Paramount+). Aus deutscher Sicht sind die aufwendig gestaltete „Die Nibelungen“-Saga (RTL+) nach Wolfgang Hohlbein mit Jannis Niewöhner, das Thrillerdrama „The Next Level“ (Das Erste) mit Ben Lloyd-Hughes und Jenny Walser sowie die ZDFneo-Serie „High Stakes“ mit Jannik Schümann dabei.

Mit 3,0 Sternen wurden insgesamt 18 Serien bewertet. Dazu zählen die Krankenhausserie „The Pitt“ (HBO Max) von den „Emergency Room“-Machern, die etwas skurrile Krimikomödie „The Residence“ (Netflix) direkt aus dem Weißen Haus, das inzwischen wieder eingestellte Familien-Crimedrama „The Waterfront“ (Netflix) oder die neue Chuck-Lorre-Comedy „Leanne“ (Netflix), der Serienableger „Navy CIS: Tony & Ziva“ und die Horrorserie „ES: Welcome to Derry“ als Prequel zu Stephen Kings Gruselklassiker.

Nur 2,5 Sterne erhielten 14 Serien. Weder die US-Adaption „High Potential“ mit Kaitlin Olson nach dem französischen Serienhit „HIP: Ermittlerin mit Mords-IQ“ noch Tim Allens neue Sitcom „Shifting Gears“ mit Kat Dennings („2 Broke Girls“) vermochten so recht zu überzeugen. Verhaltene Begeisterung gab es auch für die ebenfalls inzwischen wieder eingestellte Anwaltsserie „Suits LA“ (MagentaTV) als Spin-off des Serienhits „Suits“, die beiden ARD-Eventserien „Mozart/​Mozart“ und „Schwarzes Gold“, den deutschen Ableger „Call My Agent Berlin“ (Disney+) und die heiß erwartete Kinofortsetzung „Stromberg – Wieder alles wie immer“ erneut mit Christoph Maria Herbst in seiner Paraderolle.

Noch schlechter schnitten mit jeweils nur 2,0 Sternen fünf Serien ab: die deutsche Sci-Fi-Serie „Cassandra“ (Netflix), die deutsche Koproduktion „Parallel Me“ (Paramount+), das Netflix-Drama „Sirens“ (mit Julianne Moore prominent besetzt), die Stephen-King-Adaption „Das Institut“ (MGM+) mit Mary-Louise Parker und Ben Barnes und der „The Office“-Ableger „The Paper“ (Sky), der trotz eher durchwachsener Kritiken wider Erwarten für eine weitere Staffel verlängert wurde.

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