Quoten: „The Voice of Germany“ setzt sich locker gegen das „Sommerhaus“ durch

    Hallervorden-Serie büßt viele Zuschauer ein, „Nord bei Nordwest“ siegt haushoch

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 08.10.2021, 09:47 Uhr

    Die „The Voice of Germany“-Coaches der elften Staffel: Johannes Oerding, Sarah Connor, Nico Santos und Mark Forster (v. l. n. r.) – Bild: ProSiebenSat.1/André Kowalski
    Die „The Voice of Germany“-Coaches der elften Staffel: Johannes Oerding, Sarah Connor, Nico Santos und Mark Forster (v. l. n. r.)

    Die gute Nachricht für ProSieben: Auch die elfte Staffel von „The Voice of Germany“ ist am gestrigen Donnerstagabend mit starken Quoten gestartet. Insgesamt hatten 2,14 Millionen Menschen eingeschaltet, darunter 990.000 zwischen 14 und 49 Jahren. Der Marktanteil in der Zielgruppe betrug sehr gute 16,1 Prozent, damit sprang gleichzeitig der glasklare Primetime-Sieg heraus. Allerdings muss man auch konstatieren, dass die Reichweiten bei den Staffelstarts in der Vergangenheit deutlich höher lagen – allein im vergangenen Jahr hatten eine Million Menschen mehr zugesehen. „red.“ kam im Anschluss noch auf 9,6 Prozent bei den Jüngeren, machte aus dem erfolgreichen Vorlauf aber etwas wenig.

    Bei RTL konnte „Das Sommerhaus der Stars“ gegen die ungleich härtere Konkurrenz nicht viel ausrichten und blieb auch am dritten Tag in Folge blass. Nur 750.000 Werberelevante waren dabei und bescherten den Kölnern magere 11,5 Prozent, 1,75 Millionen Gesamtzuschauer wurden gezählt. So richtig bitter wurde es im weiteren Verlauf: Der Live Talk zur Realityshow stürzte um 21:15 Uhr auf einen Zielgruppen-Marktanteil von 7,1 Prozent ab, „RTL Direkt“ ging eine Stunde später mit 6,1 Prozent baden. Das „Exclusiv Spezial“ zum „Sommerhaus“ sowie die neue Comedyshow „RTL Topnews“ floppten dann völlig und blieben bei indiskutablen Werten um die fünf Prozent hängen.

    Den Tagessieg beim Gesamtpublikum trug mit deutlichem Vorsprung Das Erste davon: Die Krimireihe „Nord bei Nordwest“ versammelte trotz Wiederholung 6,34 Millionen Menschen vor dem Bildschirm, die satten 22,9 Prozent entsprachen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen war die Episode „In eigener Sache“ gefragt und kam auf ebenso weit überdurchschnittliche 10,7 Prozent. Nicht einmal halb so viele Zuschauer ab drei Jahren hatte das anschließende Magazin „Monitor“, genauer gesagt 2,89 Millionen bei 11,7 Prozent. Die „Tagesthemen“ informierten um 22:15 Uhr 2,10 Millionen (10,5 Prozent), ehe „Nuhr im Ersten“ den Marktanteil wieder auf 13,1 Prozent steigen ließ und noch 1,92 Millionen zum Lachen brachte.

    Im ZDF musste derweil die neue Serie „Mein Freund, das Ekel“ mit Dieter Hallervorden recht kräftige Einbußen im Vergleich zur Vorwoche hinnehmen. Statt auf über vier Millionen brachte es die erste Folge zur Primetime auf 3,41 Millionen Zuseher, eine Dreiviertelstunde später zog die Reichweite auf 3,82 Millionen an. Mit 12,4 und 13,8 Prozent kann man in Mainz immer noch zufrieden sein, wenngleich bei den Jüngeren keine zweistelligen Werte mehr drin waren – hier reichte es zu dennoch ordentlichen 7,2 und 8,6 Prozent. Für das „heute journal“ ging es danach auf 4,85 Millionen Gesamtzuschauer und 19,2 Prozent nach oben, „Maybrit Illner“ talkte um 22:15 Uhr vor 3,01 Millionen und generierte ebenfalls tolle 16,0 Prozent.

    Auf Augenhöhe mit RTL befand sich Sat.1, wo die x-te Ausstrahlung von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ 740.000 Umworbene unterhielt und dank der längeren Laufzeit sehr gute 13,1 Prozent einfuhr. Insgesamt ließen sich 1,46 Millionen Menschen nach Hogwarts entführen. „Exklusive Einblicke“ zu 20 Jahren „Harry Potter“ stießen zu später Stunde auf noch größeres Interesse und holten hervorragende 14,6 Prozent. Völlig enttäuschend kehrte dagegen die Doku-Soap „Ab ins Kloster!“ bei Schwestersender Kabel Eins zurück: Gerade mal 3,3 Prozent wurden in der Zielgruppe gemessen, mehr als eine halbe Million Gesamtzuschauer sahen nicht zu – in beiden Fällen handelte es sich um neue Tiefstwerte. Noch schwerer tat sich das „k1 Magazin“, das im Anschluss auf richtig schlechte 2,5 Prozent zurückfiel.

    Auch RTL Zwei zeigte einen Neustart, doch „Hartes Deutschland – Die Story“ stieß angesichts 4,3 Prozent bei den Jüngeren auf eher verhaltenes Interesse. Eine zehn Jahre alte Folge von „Das Messie-Team“ verzeichnete nachfolgend bessere 5,3 Prozent. Eben diesen Marktanteil schaffte zum Start in den Abend auch „Stirb langsam“ bei VOX, womit man allerdings nicht zufrieden sein kann. „Renegades – Mission of Honor“ machte seine Sache um 23:00 Uhr nicht wesentlich besser und steigerte sich nur leicht auf 5,8 Prozent.

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