Quoten: Spitzenauftakt für „LEGO Masters“, auch „Festspiele der Reality Stars“ starten gut

    „heute-show spezial“ mit guten Werten, Rekord für „Navy CIS: New Orleans“ bei Kabel Eins

    Dennis Braun – 05.09.2020, 10:19 Uhr

    „LEGO Masters“: Brickmaster René (l.) und Moderator Daniel Hartwich

    Vor knapp zwei Jahren war „LEGO Masters“ – damals noch mit Oliver Geissen statt Daniel Hartwich als Moderator – schon einmal am RTL-Vorabend zu sehen, wo kaum Interesse generiert werden konnte. Nun entwickelte man das Format als Primetime-Show am Freitagabend weiter – und da lief es ungleich erfolgreicher. Genau zwei Millionen Menschen hatten eingeschaltet, 1,03 Millionen kamen aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Mit weit überdurchschnittlichen 15,7 Prozent wurde hier der glasklare Tagessieg eingefahren. Allerdings färbte der Erfolg nicht auf das Nachfolgeprogramm ab: Eine Wiederholung von „Pocher & Papa auf Reisen“ ging um 22:20 Uhr mit nur 7,7 Prozent bei 380.000 jungen Zuschauern baden.

    Sat.1 veranstaltete nach dem Ende von „Promi Big Brother“ erstmals „Die Festspiele der Reality Stars“ und kann sich ebenfalls über zufriedenstellende Quoten freuen. Zwar musste man der Kölner Konkurrenz deutlich den Vortritt lassen, 630.000 Werberelevante bedeuteten aber auch hier sehr gute 9,8 Prozent. Die Gesamtreichweite betrug 1,39 Millionen. Doch auch der Bällchensender setzte im Anschluss mit „Promis unter Palmen“ nur auf eine Wiederholung und wurde ebenfalls abgestraft: In der Zielgruppe ging es maue 6,9 Prozent zurück.

    In sehr guter Form zeigten sich einmal mehr die ZDF-Krimis. „Der Kriminalist“ holte den Gesamtsieg und war mit 5,19 Millionen Zusehern sowie 19,9 Prozent sogar so stark unterwegs wie seit November 2018 nicht mehr, ehe „SOKO Leipzig“ nahtlos anknüpfte und 4,99 Millionen (19,2 Prozent) fesselte. Bei den 14- bis 49-Jährigen ließ man angesichts 9,0 und 9,8 Prozent noch dazu einige Privatsender hinter sich. Noch viel besser präsentierte sich nach dem „heute journal“ ein „heute-show spezial“, in dem sich Lutz van der Horst und Fabian Köster der „Bildungsmisere in Deutschland“ während der Corona-Pandemie widmeten. 750.000 Jüngere sorgten für hervorragende 13,3 Prozent, insgesamt waren immerhin 2,83 Millionen (14,5 Prozent) dabei. Mit der Rückkehr aus der Sommerpause in der kommenden Woche dürfte die Reichweite der Satireshow wie gewohnt noch einmal deutlich anziehen.

    Das Erste bot mit der Komödie „Camping mit Herz“ nur eine Wiederholung und musste sich mit 2,90 Millionen Zuschauern begnügen, die insgesamt durchwachsenen 11,1 Prozent und bei den Jüngeren immerhin 6,4 Prozent entsprachen. Nachdem sich die „Tagesthemen“ noch im zweistelligen Bereich halten konnten und 10,3 Prozent bei 2,48 Millionen verzeichneten, riss der allererste „Tatort“ mit Götz Georges Kultfigur Horst Schimanski diese Hürde. 1,62 Millionen Menschen blieben für die in HD aufgemotzte Folge „Duisburg-Ruhrort“ dran, damit kamen bescheidene 9,3 Prozent zustande.

    Unspektakulär ließ sich der Abend für ProSieben an, wo „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ 590.000 Zuschauer aus der Zielgruppe unterhielt und 9,1 Prozent verbuchte. Drei Folgen von „4 Blocks“ versagten im Folgenden erneut mit Marktanteilen zwischen katastrophalen 3,8 und 5,7 Prozent. Umgekehrt lief es für Schwestersender Kabel Eins, das sich mit zwei alten Folgen von „Navy CIS“ ab 20:15 Uhr noch schwer tat und nicht über 3,7 bzw. 4,1 Prozent hinauskam. Danach aber drehte plötzlich die Erstausstrahlung einer Folge von „Navy CIS: New Orleans“ auf, die sich mit 6,6 Prozent auf den besten Wert steigerte, den die Serie bei Kabel Eins je erzielt hat. Von diesem Vorlauf beflügelt ging es für die Mutterserie nach 23:00 Uhr noch ein Stück weiter auf 7,3 Prozent nach oben.

    VOX hatte zunächst mit einem Dreierpack von „Bones – Die Knochenjägerin“ keine Chance und blieb bei Werten von 5,1 und 6,1 Prozent in der Zielgruppe hängen. „Stirb langsam“ verbesserte sich zu später Stunde jedoch auf gute 7,6 Prozent. Durchgehend stark war RTL Zwei mit seiner Mischung aus Film und Realityshow unterwegs: „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ holte zunächst 7,2 Prozent, bevor „Love Island“ mit 6,7 Prozent zwar etwas schwächer lief als an den Vortagen, wobei es auch in den zurückliegenden Staffeln freitags immer eine leichte Quotendelle gegeben hatte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      LEGO Masters soll so abgeräumt haben?
      Na, ich bin eingeschlafen.
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        TV Wunschliste schrieb:
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        > Vor knapp zwei Jahren war "LEGO Masters" - damals
        > noch mit Oliver Geissen statt Daniel Hartwich als
        > Moderator - schon einmal am RTL-Vorabend zu sehen,
        > wo kaum Interesse generiert werden konnte. Nun
        > entwickelte man das Format als Primetime-Show am
        > Freitagabend weiter - und da lief es ungleich
        > erfolgreicher. Genau zwei Millionen Menschen
        > hatten eingeschaltet, 1,03 Millionen kamen aus der
        > Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Mit weit
        > überdurchschnittlichen 15,7 Prozent wurde hier
        > der glasklare Tagessieg eingefahren.

        Ich hab' mir von dem Format irgendwie mehr "Aufbau-Video" und Hinweise auf kreative Bautechniken durch Einsatz von Spezialsteinen erwartet - und weniger abrupt reingeschnittene Kommentar-Fetzen (die den "Flow" stören) oder seltsame Juror-Entscheidungen (aber etwas Kontroverse muß offenbar auch sein *g*). Hm, vielleicht wird das mit weniger Kandidaten-Paaren etwas besser...
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          Ich habe den Film Jumanji The Next Level angeschaut. Im TV Programm finde ich leider nichts von Freitag bis Montag.
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          • (geb. 1979) am melden

            Und bei dem TV-Programm hab ich mir lieber auf Netflix ein paar Folgen Cobra Kai reingezogen. 
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